Orte

Sie haben die Kategorie ORTE angeklickt.

Auf der Suche nach einem bestimmten Ort oder einem Landkreis wählen Sie bitte die Funktion SUCHE oben rechts auf der Website.

Ein spezielles Register für Orte hat sich bisher als nicht praktikabel erwiesen, da sich einige Artikel mit R-Zetteln aus verschiedenen Städten, Gemeinden oder Stadtteilen beschäftigen.

Amtskennzeichen (AKZ)

Rautenausgabe mit Amtskennzeichen für die Bundesrepublik Deutschland

Amtskennzahlen für Pakete

Für den Paketdienst wurde 1956 ein neues System entwickelt. Dabei erhielt jedes selbständige Postamt zusammen mit seinen Zweigpostämtern und Poststellen eine Amtskennzahl.

Das System dieser Amtskennzeichen war eine Art Verschlüsselung. Die ersten Zahlen von 1 bis 20 wurden, nach dem Paketaufkommen gestaffelt, den Oberpostdirektionen zugeteilt. Die darunter stehenden Buchstaben von A–Z (ohne I, O, Q wegen der Möglichkeit der Verwechslung mit Ziffern) erhielten die Postämter nach gleichen Gesichtspunkten zugeteilt. War das Alphabet erschöpft, wurde eine dreiteilige Kombination vorgesehen: Ziffern – Buchstaben – Ziffern.

Amtskennzahlen für Einschreibezettel

Mit Amtsblattverfügung 274/1956 galten die Amtskennzahlen am 30. Juli 1956 auch für die Rautenausgabe der Einschreibezettel.

Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen Nr. 56 Jahrgang 1956

Die Amtskennzeichen der Zweigpostämter, Poststellen I und II im Bundesgebiet und in Berlin (West) stimmten mit den Amtskennzeichen der Abrechnungs- oder Leitpostämter überein. Nach der Postreform 1959 galt dies für Postämter und Poststellen. Insgesamt wurden 22 Grundnummern vergeben. Die Nummern 21 für die Landespostdirektion Berlin und 22 für die OPD Saarbrücken wurden unabhängig von dem Zuteilungskriterium des Paketaufkommens vergeben.

Einen klassischen Erstverwendungstag für die neuen R-Zettel („Formblätter zum Nummernzettel für Einschreibsendung“) hat es nicht gegeben. Aus der Verfügung zitiert: „Ämter und Amtsstellen, deren Bestände an Nummernzetteln der bisherigen Ausführung nicht bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen ausreichen, können Nummernzettel neuer Art auch bereits vor dem 30. Juli 1956 verwenden“.

Das System wurde am 1. April 1964 von der bis 1993 gültigen Form der ein- bis vierstelligen Postleitzahlen abgelöst. Die alten R-Zettel durften bis zum 31. Mai 1964 weiterverwendet werden. Von kleineren Poststellen wurde das Datum jedoch nicht eingehalten, so dass spätere Verwendungen bekannt sind.

Haben Sie in Ihrer Sammlung AKZ-Belege mit Verwendungsdaten vor dem 30. Juli 1956 oder nach dem 31. Mai 1964?

Verfügung Nr. 274/1956

Eine wesentliche Änderung für die Sendungsart Einschreiben wird in der Verfügung festgehalten:

„Eingeschriebene Briefsendungen – ausgenommen eingeschriebene Eilbrief- und Nachnahmebriefsendungen – werden am Bestimmungort nicht mehr mit dem Tagesstempel bedruckt.“

Das Amtsblatt beschreibt in seinen Anlage 1 zu obiger Verfügung die Abbildung eines Nummernzettels für Einschreibsendungen am Beispiel des AKZ Lünen 10 E 8.

In der Anlage 2 wird nachfolgender R-Zettel dargestellt:

 

Nummernzettel Beispiel für Einschreibsendungen vom Ausland

Für Bahnposten wurde der Zettel ohne Ortsaufdruck hergestellt.

In diesen knapp acht Jahren von 1956 bis 1964 wurden in unterschiedlichen Druckereien im Auftrag von verschiedenen Oberpostdirektionen (OPD) R-Zettel in Auftrag gegeben. Dieses erklärt eine große Anzahl unterschiedlicher Schrifttypen und Schriftgrößen.

Druckereien für die Amtskennzeichen:

  • Bundesdruckerei, Berlin
  • Hannoversche Gummieranstalt August Wegener, Langenholzen bei Alfeld
  • Schlüterscher Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Hannover
  • Druckerei C.C. Bruns, Minden
  • Adolf Sontag, Nieder-Olm über Mainz
  • F. Fronhofer, Regensburg

Alle Druckereien stellten R-Zettel Rollen zu 1000 Stück, senkrecht gezähnt, her.

Der Reiz einer AKZ Sammlung besteht in der Dokumentation der Verwendungsjahre, in der sich eine Vielzahl kleinerer Orte tummeln.

Spezialisten unterscheiden bei AKZ 15 verschiedenen Typen im gesamten Bundesgebiet, die je nach Druckerei und OPD regional zum Einsatz kamen. Wesentliche Merkmale sind Schrifttyp, Schriftgröße oder die Höhe der Numeratoren.

Ein Rollenpaar, blanko

Blanko AKZ mit Stempeln oder handschriftlichen Vermerken überbrückten im Postdienst die Wartezeit auf die fehlenden R-Zettel mit eingedruckter Ortsangabe.

Die regionalen Zuständigkeiten der Oberpostdirektionen deckten sich nicht mit den Grenzen der Bundesländer.

Niedersachsen lag ganz oder in Teilen in den Gebieten folgender Oberpostdirektionen:

  • Hamburg 6
  • Münster 7
  • Bremen 9
  • Hannover 12
  • Braunschweig 16.

Wie sammelt man am besten R-Zettel mit Amtskennzeichen? Diese Frage sollte sich jeder Sammler selbst beantworten. Hilfreich kann eine Eingrenzung des Sammelgebietes auf ein definiertes Gebiet (Bund, DDR, Bundesland, regionales Gebiet, Stadt) sein.

In Niedersachsen hat es nach Recherchen von Herrn Friedrich J. Opaterny (Autor vom Katalog der Einschreibzettel mit Amtskennzeichen der Bundesrepublik), etwa 2.300 verschiedene AKZ gegeben.

Ergänzungen auf den R-Zetteln bereichern jede Sammlung und fordern den Interessierten auf, der möglichen Geschichte dahinter nachzugehen:

Frühere Landkreisbezeichnungen:

Bakede (Kr Springe) 12 A 1, heute Landkreis Hameln Pyrmont

Dassel (Kr Einbeck) 16 A 8, heute Landkreis Northeim

Dornum (Kr Norden) 9 P, heute Landkreis Aurich

Freschluneberg (Kr Wesermünde) 9 E, heute Landkreis Cuxhaven

Fürstenau (Kr Bersenbrück) 9 C 2, heute Landkreis Osnabrück

Klein Berßen (Kr Meppen) 9 D 1, heute Landkreis Emsland

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist neuenkirchen_002937.jpg

Neuenkirchen (Kr Melle) 9 W, heute Landkreis Osnabrück

Speele (Kr Hann. Münden) 16 E, heute Landkreis Göttingen

Thuine (Kr Lingen) 9 R, heute Landkreis Emsland

Westerhausen (Kr. Melle) 9 W, heute Landkreis Osnabrück

Ergänzende Angaben zur Ortsbezeichnung:

Bentheim Bhf 9 A 8 = Bahnhof, ein- und zweizeilig

Dedelsdorf (Lager) über Wittingen 12 R, zwei unterschiedliche Schriftarten

Hannover-Flughafen 12 A, Unterscheidungsbuchstabe „a“, Beleg vom 26.4.60

Hannover Messegelände 12 A, mit Unterscheidungsbuchstaben „g“

Helmstedt Zonengrenze 16 F

Hesepe-Bahnhof über Bramsche 9 T

Munster (Lager) 12 M, jeweils mit Unterscheidungsbuchstabe „c“, unterschiedliche Typen, 2. Abbildung blanko AKZ mit Stempel

Neuenkirchen Hospital über Bremen-Vegesack 9 N

Papenburg-Forsthaus 9 D 5

Wathlingen-Kolonie über Celle 12 E

Wintermoor-Krankenhaus über Soltau 12 M

AKZ mit ergänzenden Stadtteilnamen:

Nur wenige Orte in Niedersachsen weisen zusätzlich eine Stadtteilbezeichnung auf diesen R-Zetteln aus. Wie einleitend beschrieben sind die AKZ ein Fundus für kleinere Orte. Hier eine Auswahl, ein R-Zettel je Ort sollte zur Erklärung reichen.

Cuxhaven-Duhnen 6 W

Aurich-Oldendorf über Aurich 9 A 3

Nordenham-Blexen 9 D 3

Osnabrück-Eversburg 9 B

Wilhelmshaven-Fedderwardergroden 9 F

Celle-Vorwerk 12 E

Hannover-Ricklingen 12 B, UB „b“

Hildesheim-Moritzberg 12 C

Braunschweig-Melverode 16 A

Goslar-Sudmerberg 16 C

Salzgitter-Lobmachtersen 16 V

Postämter mit mehr als einem AKZ:

Im Regelfall gibt es ein Amtskennzeichen je Postamt. Gelegentlich sind auch zwei verschiedene AKZ bekannt. Von folgenden Orten sind drei verschiedene Kennzeichen bekannt:

  • Baddeckenstedt 16 C1, 16 V, 16 T
  • Bornum 16 A 6, 16 G, 16 A
  • Salzgitter Ringelheim 16 C1, 16 V, 16 T
  • Walkenried 16 C 9, 16 P, 16 Z
  • Wieda Südharz 16 C 9, 16 Z, 16 P
  • Zorge 16 C 9, 16 Z, 16 P.

Und ein Ort ist die Ausnahme von der Regel, mit vier verschiedene AKZ: Schladen (Harz) ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel 

Schladen (Harz) 16 A 6

Schladen (Harz) 16 C 6

Schladen (Harz) 16 G

(Im Moment kann ich den vierten R-Zettel mit dem AKZ 16 C 4  leider noch nicht mit einer Abbildung nachweisen. Aber vielleicht könnten Sie mir einen Scan zur Verfügung stellen?)

Hinweise auf Postdienststellen:

BPA Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe klein „b“

BPA Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe groß „B“, Poststempel BPA 16

BPA Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe groß „B“

BPA 16 Hannover 12 D 9, Brief vom 26.5.61, durch Briefkasten aufgeliefert, Bahnpoststempel Hannover-Hamburg Bahnpost ZUG 00178

BPA 16 Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe groß „A“

BPA 16 Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe groß „B“

OPD Hannover 12, OPD= Oberpostdirektion

Hannover 2 12 D 8, Unterscheidungsbuchstabe groß „T“, T vermutlich = Telegrafenamt

Hannover Postscheckamt 12 E 1, Unterscheidungsbuchstabe gestempelt „P“, siehe auch Hinweise auf Selbstbucher

Vinnhorst Post Hannover-Hainholz 12 A

 

Westercelle Post Celle

(Kopie des R-Zettels entnommen aus: Systematik der R- und V-Zettel, Heft 18 B, Arbeitsgemeinschaft R- und V-Zettel e.V.)

Hinweise auf Selbstbucher:

Braunschweig Forschungsanstalt für Landwirtschaft 16 A, heutiger Name: Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei – Johann Heinrich von Thünen-Institut

Mehr Informationen zur Forschungsanstalt für Landwirtschaft erhalten Sie in einem eigenen Artikel.

Hameln 2 – 12 D mit drei Unterscheidungsbuchstaben „EWW“. Hinter diesem Kürzel sollte sich das Elektrizitätswerk Wesertal verbergen.

Hannover Postscheckamt 12 E 1, mit gestempelten Unterscheidungsbuchstaben „G“, Briefausschnitt vom 10.9.62, siehe auch Hinweise auf Postdienststellen

Nordhorn 1 9 G, mit den ungewöhnlichen drei Unterscheidungsbuchstaben „NdB“. Welcher Selbstbucher verbirgt sich hinter diesem R-Zettel?

Setzfehler:

In einem späteren Artikel wird das Thema Setzfehler behandelt. Dann wird auch erklärt, warum es Setzfehler und nicht Druckfehler heißt.

Ein „I“ statt einer „1“ bei Buxtehude Land 6 B 1

Buxtehude 1 Land 6 B 1

Dörverden (Kr Verden (Aller) 9 M, statt der Klammer vor Aller sollte ein Komma stehen.

Dörverden (Kr Verden, Aller) 9 M, in der richtigen Variante.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fehler_002929.jpg

Kirchhorst über Stadthagen 12 U, fehlen zwei Buchstaben zur richtigen Schreibweise

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist beide_002928.jpg

Kirchhorsten über Stadthagen 12 U, in der richtigen Schreibweise

Galberlah heißt richtig Calberlah über Gifhorn 12 X. Ein AKZ in der richtigen Schreibweise liegt bisher nicht vor.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist handorf_002931.jpg

Handorf über Peine 12 J, der Setzfehler ist das „J“ im Amtskennzeichen. Der Bereich 12 J ist im Bereich Nienburg (Weser) angesiedelt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist handorf-2_002932.jpg

Handorf über Peine 12 F, 12 F ist die richtige Bezeichnung

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist obernkirchen-12-k.jpg

Obernkirchen (Han) 12 K, das „K“ ist ein Setzfehler. Es gibt überstempelte R-Zettel „U“ auf „K“

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist obernkirchen-12-U.jpg

Obernkirchen (Han) 12 U, das richtige Amtskenzeichen 12 U

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist uetze-stem_002934.jpg

Uetze (Han) 12 I, das „I“ war ein Setzfehler und wurde mit einem „N“ überstempelt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist uetze-div_002933.jpg

Uetze (Han) 1, 12 N, mit dem richtigen Amtskennzeichen

Zeilen vertauscht bei Braunschweig 7 – 16 A

Zeilen in der richtigen Reihenfolge bei Braunschweig 7 – 16 A

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fehl-emmernstaedt.jpg

Emmernstedt über Helmstedt 16 F, ein „n“ zu viel

Emmerstedt über Helmstedt 16 F, in der richtigen Schreibweise

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wolt-787_002953.jpg

Woltwische 16 A, es fehlt ein „e“ hinter dem „i“

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wolt-083.jpg

Woltwiesche 16 A, in der richtigen Schreibweise

Weitere Auffäligkeiten sind bei den R-Zetteln mit Amtskennzeichen fehlende senkrechte oder waagerechte Striche oder fehlhaft gesetzte Kommata.

Bezeichnung „über …“:

Viele R-Zettel mit Amtskennzeichen führen ein „über“ im Text. Bei den folgenden abgebildeten AKZ wird deutlich, dass hier ein Zuordnung zu einem größeren Postamt vermerkt ist, dem der Ort organisatorisch zugeordnet war. AKZ mit „über“ im Text kommen relativ häufig vor.  Gelegentlich beschreiben Sammler diese Einschreibezettel nicht richtigerweise als Landpostzettel. Sie sind aber stehts ein Hinweis auf kleinere Postorte. (Landpost R-Zettel werden in diesem Artikel in einem nachfolgenden Kapitel vorgestellt.)

Bendestorf über Buchholz (Kr Harburg) 6 A 8

Bendestorf über Hamburg-Harburg 6 J

… über Jever 9 C 6

Dieser „über“ R- Zettel ist für mich ein Landpostzettel. Der Absender hat den Brief nach Polen am 8.12.56 vermutlich in Schoost über Jever aufgegeben. Der Zensurbrief hat gelitten und auf der Rückseite weitere Briefmarken.

Landpostzettel:

Poststellen II waren nicht zwingend mit eigenen Einschreibezetteln ausgestattet. Wollte hier ein Kunde ein Einschreiben aufgeben, wurde der Beleg hier entsprechend frankiert und ein Einlieferungsschein erstellt. Links neben der Frankatur sollte der Landpoststempel gesetzt werden. Der R-Zettel, häufig mit dem Zusatz Land, wurde beim übergeordneten Postamt aufgeklebt.

AKZ Braunschweig Land 16 A, Landpoststempel 20 b Hülperode über Braunschweig, 25.3.60 nach Hannover

AKZ Alfeld (Leine) Land 12 G, Landpoststempel 3221 Capellenhagen, 10.5.63 nach Hildesheim, der Übergang zur vierstelligen Postleitzahl wird dokumentiert.

Nicht immer wurden die Land-R-Zettel mit dem Zusatz „Land“ gekennzeichnet. Auch über unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben gibt es Hinweise auf diese Verfahrensweise:

Augustfehn 9 A 2, Unterscheidungsbuchstaben Ldkp = Landkraftpost

Bückeburg 12 T, Unterscheidungsbuchstabe L = Land

Norden 9 P, Unterscheidungsbuchstaben Ldp = Landpost

Nordenham 1, 9 D 3, Unterscheidungsbuchstabe „L“ = Land

Oldenburg (Oldb) 9 D, Unterscheidungsbuchstaben Lkp = Landkraftpost

Osterholz-Scharmbeck 1, 9 H, Unterscheidungsbuchstaben Ld = Land

Verden (Aller) 9 M, Unterscheidungsbuchstabe L = Land

AKZ Wolfenbütte 1, 16 G, Unterscheidungsbuchstaben „kp“ = Kraftpost, Landpoststempel 20 b Achim über Wolfenbüttel, 22.12.61 nach Wolfenbüttel.

siehe Belegbeschreibung

Wolfenbüttel 16 G, Unterscheidungsbuchstaben „lk“ = Landkraftpost

Wolfenbüttel 16 G, Unterscheidungsbuchstaben „Lk“ = Landkraftpost

Wolfenbüttel 16 G, Unterscheidungsbuchstaben „Lp“ = Landpost

Keine Regel ohne Ausnahme. In Wolfsburg wurde ein AKZ mit einem Stempel Land ergänzt:

Wolfsburg 1, 12 W, Landpost- und Poststempel nicht lesbar, nach Helmstedt

Wolfsburg 1, 12 W, mit Stempel Land

Große Unterscheidungsbuchstaben:

Unterscheidungsbuchstaben werden im Regelfall in der klein geschriebene Variante gebraucht. Unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben (UB) wurden in einem Postamt mit mehreren Schaltern eingesetzt.

Brake (Unterweser) 9 Y mit UB A
Lüneburg 1 C, 6 S mit UB C neben der 1
Meppen 9 D 1 mit UB A
Nordhorn 1, 9 G mit UB A
Nordhorn 1, 9 G mit UB R
Nordhorn 1, 9 G mit UB W
Oldenburg (Oldb) 1 A, 9 D, mit UB A neben der 1
Oldenburg (Oldb) 3, 9 D mit UB A
Oldenburg (Oldb) 3, 9 D mit UB J
Hannover 1, 12 A mit UB B, B neben 1
Hannover 1, 12 A mit UB B, B über 1
Hannover 1, 12 A mit UB D
Hannover 2, 12 D 8 mit UB A
Hannover 2, 12 D 8 mit UB R
Hannover 2, 12 D 8 mit UB T
Hannover 2, 12 D 8 mit UB V
Hildesheim 1, 12 C mit UB C
Hildesheim 1, 12 C mit UB I

Herzberg (Harz) 16 P mit UB A

Orte, die im Ortsverzeichnis nicht mehr aufgeführt werden:

Die Deutsche Bundespost hat in der Phase der Amtskennzeichen, und danach in den Jahren 1956, 1958, 1960 und 1965, Ortverzeichnisse veröffentlicht. Folgende Orte sind mit Amtskennzeichen registriert, fehlen aber in einem nachfolgenden Ortsverzeichnis.

Was ist hier passiert?

Die drei heutigen Göttinger Stadtteile Geismar, Grone und Weende „verschwinden“ aus den Ortsverzeichnissen, ohne das neue Göttinger Postämter zu einer entsprechenden Zuordnung passen (am 4. Juli 1964 wurde Geismar zusammen mit den Gemeinden Grone, Nikolausberg und Weende in die Stadt Göttingen eingegliedert):

Geismar über Göttingen 16 B

Grone über Göttingen 16 B

Weende über Göttingen 16 B

Etwas einfacher gestaltet es sich mit dem Ort Höftgrube.

Dieser Ort wurde eingemeindet nach Dobrock (ca. 1970) und anschließend in die Gemeinde Wingst (Landkreis Cuxhaven). Ein Landpoststempel ist ein Hinweis darauf, das in der Poststelle keine eigenen R-Zettel mehr zum Einsatz gekommen sind:

Landpoststempel 24a Wingst-Dobrock Post Höftgrube (Niederelbe)

Höftgrube (Niederelbe) 6 A 7

Eine besondere Geschichte gibt es über die folgenden zwei Orte zu berichten.

Alversdorf war ein Dorf, etwa 4 km nordöstlich von Schöningen und 2 km nordwestlich von Offleben im Landkreis Helmstedt gelegen. Es musste von 1967 bis 1974 dem Braunkohletagebau weichen.

Alversdorf (Kr Helmstedt) 16 S

Runstedt war eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt. Sie befand sich etwa drei Kilometer östlich von Wolsdorf und musste dem Braunkohletagebau im Helmstedter Revier weichen. Von 1958 bis 1968 erfolgte der Abriss des Dorfes, weil es sich auf abzubauender Kohle befand. Am 1. April 1960 wurde das Dorf Runstedt in die Stadt Helmstedt eingemeindet. 1972 wurde mit der Mühle das letzte Gebäude von Runstedt abgerissen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist runstedt_002936.jpg

Runstedt über Helmstedt 16 F

Blanko AKZ mit Stempel oder handschriftlichen Vermerken:

Blanko AKZ mit Stempel 24 a Erbstorf über Lüneburg, handschriftlich 6 S ergänzt

Blanko AKZ mit Stempel Soderstorf über Lüneburg 1. Fehlendes Amtskennzeichen 6 S

Zum Vergleich der normale R-Zettel Soderstorf über Lüneburg 1, 6 S

Blanko AKZ mit Stempel Norden. Amtskennzeichen 9 P handschriftlich ergänzt

Stempel Bordenau über Wunstorf 12 L, 12 auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Brief vom 16.7.61 nach Celle

Vorbereiteter AKZ: über Hannover 12 A. Ergänzt mit Stempel Hannover 27, Dieser R-Zettel war für andere Orte als Reserve vorgesehen. Hannover über Hannover macht keinen Sinn

Zum Vergleich der normale R-Zettel Hannover 27, 12 A

Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12 A, Stempel Langenhagen (Han) 4. Vermutlich spätere Verwendung eines Blanko R-Zettels nach der Gebietsreform

Zum Vergleich der normale AKZ Engelbostel über Hannover 12 A. Engelbostel wurde zu Langenhagen 4

Handschriftlicher Eintrag Messenkamp, 12 auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Landpoststempel 3251 Messenkamp, Brief nach Hannover

Stempel Obernkirchen (Han), 12 U auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Brief nach Hannover

Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12, Stempel Ohof über Gifhorn und Stempel mit X, andere Schriftgröße

Zum Vergleich der normale R-Zettel Ohof über Gifhorn 12 X

Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12, Stempel (20a) Steinhude am Meer, Kennzeichen L handschriftlich ergänzt

Zum Vergleich der normale R-Zettel Steinhude am Meer 12 L

Abweichender Poststempel:

Wittingen 12 R, Poststempel von 3121 Weddersehl, 2.1.64 Brief nach Celle, Beleg mit Aufkleber „Vergiss Mein Nicht: Die Postleitzahl 312 Wittingen“

Überstempelte AKZ:

Uslar 16 W, überstempelt mit Allershausen

Sehr späte Verwendung:

3030 Walsrode 11, Poststempel 303 Walsrode 11 vom 20.9.88, Blanko AKZ mit handschriftlichem Eintrag

Eine weitere späte Verwendung aus Krelingen, 3030 Walsrode, Stempel vom 29.6.92 aus 3030 Walsrode 11, Blanko AKZ mit handschriftlichem Eintrag.

AKZ nach Typen, natürlich…

Einführend hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass bei den AKZ 15 verschiedenen Typen im gesamten Bundesgebiet, die je nach Druckerei und OPD regional zum Einsatz kamen.

Am Beispiel von Algermissen 12 C, lassen sich zwei wesentliche Drucktypen beschreiben:

Typ 7721, schlanke Schrift, Druckerei Schlüter – Hannover

Typ 776, sehr fette Schrift, Druckerei Bruns – Minden

Wer Spaß an der Spezialisierung findet, kann den Typ 7721 vom Typ 7722 duch die Höhe der Zahlen (Numerator) unterscheiden: 4 mm Höhe zu 4,5 mm Höhe. Wie gesagt…

Bitte beachten Sie den folgenden Link Fehlliste AKZ auf dieser Website

Querverweis: einen ergänzenden Artikel zum Thema Amtskennzeichen finden Sie in der Kategorie „Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen – Delmenhorst.“

Quellen:

Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, Amtsblatt Nr.59/1959 mit Verfügung Nr. 274/1956

Katalog der Einschreibzettel mit Amtskennzeichen der Bundesrepublik, Friedrich J. Opaterny, Nürnberg, 1984

Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Systematik der R- und V-Zettel, R-Zettel mit Amtskennzeichen, Heft 18 B, Arbeitsgemeinschaft R- und V-Zettel e.V.

https://de.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl_(Deutschland)

Offene Fragen:

  • Selbstbucher: Nordhorn 1 9 G, mit den ungewöhnlichen drei Unterscheidungsbuchstaben „NdB“. Welcher Selbstbucher verbirgt sich hinter diesem R-Zettel?
  • Welche weiteren früheren niedersächischen Landkreisbezeichnungen sind auf AKZ abgebildet und fehlen in obiger Aufstellung?
  • Besonderheiten bei „Land“ R-Zetteln: z.B. Elze (Han) 12 K, Typ 7 mit Poststellen II Stempel und Neustadt a Rbg L – 12 J
  • Postdienststelle: Hameln 1 UB FA für Fernmeldeamt, Fehlliste registriert, suchen…
  • Orte, die im Ortsverzeichnis nicht mehr aufgeführt werden: Höfer Ort – 12 E, Fehlliste registriert, suchen…

Fehlliste

Amtskennzeichen (AKZ):

Hier finden Sie namentliche Aufzählungen von R-Zetteln aus den Jahren 1956 bis 1962. Diese R-Zettel der Bundesrepublik Deutschland werden Amtskennzeichen genannt, da jeweils in der rechten Spalte die Nummer der zuständigen Oberpostdirektion (OPD) aufgeführt ist.

Niedersachsen lag ganz oder in Teilen in den Gebieten der folgenden OPD:

  • Hamburg – 6
  • Münster – 7
  • Bremen – 9
  • Hannover – 12
  • Braunschweig – 16.

Bieten Sie mir bitte die aufgelisteten R-Zettel über das Kontaktformular zum Kauf an.

Vielen Dank!

Die abgebildeten R-Zettel sind teilweise Scans aus fremden Sammlungen oder Auktionsangeboten, die für eine bessere Beschreibung der gesuchten R-Zettel sorgen sollen.

Letzte Aktualisierung: 7. Januar 2024

Oberpostdirektion (OPD) 6, Hamburg:

Beispiel AKZ R-Zettel aus dem Gebiet der Oberpostdirektion 6, Hamburg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist ashausen.jpg

  • Ashausen über Winsen – 6 E 7

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Bahlburg-1.jpg

  • Bahlburg über Winsen – 6 E 7

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist bardowick-908.jpg

  • Bardowick A über Lüneburg – 6 S
  • Borstel über Winsen – 6 E 7

  • Brietlingen über Lüneburg – 6 S
  • Bullenhausen über Hamburg-Harburg – 6 J
  • Dibbersen über Hamburg-Harburg – 6 J
  • Eckel über Buchholz – 6 A 8
  • Ehestorf über Hamburg-Harburg – 6 J
  • Emmelndorf Siedlung über Hamburg-Harburg – 6 J
  • Evendorf über Hamburg-Harburg 1 – 6 J
  • Gadenberge – 6 A 7 (SF)
  • Garstedt über Winsen – 6 E 7

  • Gräpel über Stade 1 – 6 T

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist großenwörden.jpg

  • Großenwörden über Himmelpforten – 6 T
  • Großenwörden über Stade 1 – 6 C 8
  • Hittbergen über Lüneburg – 6 S
  • Hoopte über Winsen – 6 E 7
  • Horst über Winsen – 6 E 7
  • Hüll über Himmelpforten – 6 C 8
  • Laßrönne über Winsen – 6 E 7
  • Leversen – 6 J
  • Lüneburg 1 – 6 (Setzfehler, fehlendes „S“ im Amtskennzeichen)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist lüneburg-1-A.jpg

  • Lüneburg 1 A – 6 S
  • Lüneburg 1 B – 6 S
  • Lüneburg 6 – 6 S

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist oldershausen.jpg

  • Oldershausen über Winsen – 6 E 7

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist reppenstedt.jpg

  • Reppenstedt über Lüneburg – 6 S
  • Rottorf über Winsen – 6 E 7
  • Sangenstedt über Winsen – 6 E 7
  • Soderstorf über Amelinghausen – 6 A 2

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Stade-4.jpg

  • Stade 4 – 6 T
  • Stöckte über Winsen – 6 E 7
  • Tangendorf über Winsen – 6 E 7
  • Vierhöfen über Winsen – 6 E 7
  • Wistedt über Tostedt – 6 E 4

Oberpostdirektion (OPD) 7, Münster:

Beispiel: AKZ R-Zettel aus dem Gebiet der Oberpostdirektion 7, Münster

  • Baarsen über Bad Pyrmont 1 – 7 S
  • Goldbeck über Bösingfeld (Lippe) – 7 B 6
  • Löwensen über Bad Pyrmont 1 – 7 S

Oberpostdirektion (OPD) 9, Bremen:

Beispiel AKZ R-Zettel aus dem Gebiet der Oberpostdirektion 9, Bremen

  • Ahlen über Papenburg – 9 D 5
  • Apen – 9 F 2

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist AKZ-3.jpg

  • Blanko AKZ mit Stempel 23 Aschendorf (Ems) – (9 D 5)
  • Aschwarden über Bremen-Vegesack – 9 N
  • Bassen über Achim – 9 A 1
  • Bassum A – 9 A 7
  • Bevern über Quakenbrück – 9 U
  • Bothel über Rotenburg – 9 D 6
  • Brake (Unterweser) B – 9 Y

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist bramst-1.jpg

  • Bramstedt über Bassum – 9 A 7
  • Dimhausen über Bassum – 9 A 7
  • Emden 2 – 9 V
  • Emden 6 – 9 V
  • Emden-Larrelt – 9 V
  • Esensham – 9 D 3
  • Fahrenhorst über Syke – 9 X
  • Fedderwarden über Wilhelmshaven – 9 F
  • Füchtenfeld – 9 D 2
  • Grabstede – 9 S
  • Hemmelte über Cloppenburg – 9 B 5
  • Heisfelde über Leer – 9 L
  • Hoyerhagen über Hoya – 9 M
  • Jeddeloh 1 über Oldenburg – 9 D
  • Klein Remels – 9 A 2
  • Kloster Oesede – 9 B
  • Kluse (Emsland) – 9 C 5

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist lehr-ohne.jpg

  • Leer (Ostfriesl) – 9 L
  • Leer (Ostfriesl) 1 A – 9 L
  • Leer (Ostfriesl) 1 B – 9 L
  • Lohe – 9 A 2
  • Meppen C – 9 D 1

  • (23) Meppen, Blanko AKZ mit Stempel
  • Metjendorf – 9 D
  • Oldenburg (Oldb) 1 B – 9 D
  • Oldenburg (Oldb) 1 C – 9 D
  • Osnabrück 1 C – 9 B
  • Osterscheps über Oldenburg – 9 D
  • Papenburg 1 A – 9 D 5
  • Rahrdum über Wilhelmshaven – 9 F
  • Sande 2 – 9 F
  • Schneiderkrug über Vechta – 9 E 7
  • Simonswolde über Emden – 9 V

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist akz.jpg

  • Spahn-Harrenstätte (Hümmling) – 9 F 1
  • St. Hülfe über Diepholz – 9 B 7

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist St.-Hülfe_000162.jpg

  • Diepholz überstempelt mit St. Hülfe – 9 B 7
  • Stellichte über Vissel – 9 D 8
  • Stellichte über Vissel – 9 D 6
  • Stiekelkamperfehn über Leer – 9 L
  • Stubben (Bz Bremen) – 9 E 4
  • Südelisabethfehn – 9 A 2
  • Surwold-Börgermoor über Papenburg 1 – 9 D 5
  • Upende über Aurich 1 – 9 A 3
  • Uphusen über Bremen 5 -9 K
  • Upjever über Jever – 9 C 6

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Völkersen.jpg

  • Völkersen über Verden – 9 M

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Walle.jpg

  • Walle über Verden – 9 M

  • Westerstede Lkp – 9 F 2
  • Wiegoldsbur über Aurich – 9 A 3
  • Wilhelmshaven-Altengroden – 9 F
  • Wilhelmshaven-Rüstersiel – 9 F
  • Wirdum über Norden – 9 V

Oberpostdirektion (OPD) 12, Hannover:

Beispiel AKZ R-Zettel aus dem Gebiet der Oberpostdirektion 12, Hannover

  • Adensen über Elze – 12 K

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist altenhagen.jpg

  • Altenhagen I über Hameln – 12 A 1
  • Altenhagen I über Bad Münder – 12 G
  • Barwedel über Fallersleben – 12 W
  • Billerbeck – 12 V
  • Breloh-Siedlung über Soltau – 12 M
  • Buchholz über Rinteln – 12 S
  • Buchholz über Schwarmstedt – 12 D 1
  • Buchholz über Walsrode – 12 P
  • Calberlah – 12 X (statt Setzfehler Galberlah)
  • Capellenhagen über Alfeld (Leine) – 12 G
  • Dedelstorf über Wittingen – 12 R
  • Derneburg – 12 C
  • Didderse über Gifhorn – 12 X
  • Duttenstedt über Peine – 12 F
  • Elbingerode – 12 K

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist eldagsen.jpg

  • Eldagsen – 12 K
  • Elze-Bennemühlen – 12 A

  • Elze, Stempel auf Blanko AKZ 321 Elze Landpoststelle
  • Engensen über Hannover – 12 A
  • Frielingen – 12 L
  • Gerzen über Alfeld – 12 G
  • Habighorst über Celle – 12 E

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist AKZ-4.jpg

  • Blanko AKZ mit Poststellen II Stempel 20a Hajen über Hameln – (12 D)

  • Hameln 1 FA – 12 D
  • Hannover 1 A – 12 A
  • Hannover 3 – 12 B 8

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Hannover-10_000163.jpg

  • Hannover 10 mit UB ah – 12 A
  • Hannover-Linden 1 A – 12 B
  • Hannover-Linden 1 B – 12 B

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wuelfel_003753.jpg

  • Blanko AKZ mit Stempel Hannover Wülfel UB H – 12 A

  • Hannover – Postscheckamt 12 E 1, mit Bindestrich
  • Haste (Han) Land – 12 B 9
  • Hattorf über Wolfsburg – 12 W
  • Hellendorf über Hannover – 12 A
  • Hildesheim 1 B – 12 C
  • Höfer-Ort über Celle – 12 E
  • Hörpel über Soltau (Han) – 12

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist AKZ.jpg

  • Klein Lafferde über Peine – 12 F, dieser fette Schrifttyp
  • Königsdahlum über Derneburg – 12 B 2

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist AKZ-2.jpg

  • Lauenstein über Elze (Han) – 12 K, Blanko AKZ mit Stempel
  • Lüchow – 12 V
  • Messenkamp über Bad Münder – 12 A 1
  • Messenkamp über Hameln – 12 D

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist s-l1600.jpg-Müden.jpg

  • Müden (Oertze über Celle) (dieser abgebildete RZ Typ mit fetter Schrift)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist neustadt.jpg

  • Neustadt a Rübenberge, UB großes A – 12 Y
  • Neuhof über Hildesheim – 12 C
  • Neustadt am Rübenberge L – 12 Y
  • Nöpke – 12 Y
  • Nordsehl über Stadthagen – 12 U
  • Päse über Gifhorn – 12 X
  • Resse über Hannover 1 – 12 A
  • Rethen über Gifhorn – 12 X
  • Röllinghausen über Alfeld – 12 G

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist schloß-900.jpg

  • Schloß Ricklingen über Wunstorf – 12 L

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist schloß-294.jpg

  • Schloß Ricklingen über Wunstorf – 12 L, fette Schrift
  • Schlewecke (Nette) – 12 C
  • Solschen über Peine – 12 F

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist tewel_000166.jpg

  • Blanko AKZ mit Stempel Tewel – 12 M
  • Trauen über Munster – 12 C 7
  • Vietze über Lüchow – 12 V (ohne 1 hinter Lüchow)
  • Vordorf über Gifhorn – 12 X
  • Walmsburg über Dahlenburg – 12 A 9

  • Westercelle Post Celle – 12 E

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wolfsburg.jpg

  • Wolfsburg 1 – 12 W, UB b, fette Schrift

Oberpostdirektion (OPD) 16, Braunschweig:

Beispiel: AKZ R-Zettel aus dem Gebiet der Oberpostdirektion 16, Braunschweig

  • Adersheim über Wolfenbüttel – 16 G
  • Altenau (Oberharz) – 16 A 1
  • Arholzen über Holzminden – 16 K
  • Bettingerode – 16 C
  • Bodensee über Duderstadt – 16 H

  • Braunschweig – 16 A, Blanko AKZ mit Stempel Oberpostdirektion Braunschweig
  • Braunschweig 1 B – 16 A

  • Braunschweig – 16 A, Stempel Oberpostdirektion Braunschweig auf AKZ Braunschweig mit Unterscheidungsbuchstaben „bm“

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fehl-deensen.jpg

  • Deensen (Kr Holzminden) – 16 K

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fehl-dorstadt.jpg

  • Dorstadt über Börßum – 16 A 6
  • Dransfeld – 16 A 9
  • Elbingerode – 16 P

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fehl-emmernstaedt.jpg

  • Emmernstedt über Helmstedt – 16 F (Setzfehler statt richtig Emmerstedt)
  • Engelade über Seesen – 16 U
  • Gielde über Wolfenbüttel – 16 G
  • Groß Flöthe über Börßum – 16 A 6
  • Groß Stöckheim über Braunschweig – 16 A
  • Gustedt über Salzgitter-Ringelheim – 16 C 1
  • Gustedt über Salzgitter-Lebenstedt – 16 T
  • Gustedt über Salzgitter-Ringelheim – 16 V

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Hann.-Muenden.jpg

  • Hann. Münden – 16 E, Unterscheidungsbuchstabe großes „E“
  • Hedeper über Börßum – 16 A 6
  • Hedeper über Wolfenbüttel – 16 G
  • Hedeper – 16 H 6 (Setzfehler des Amtskennzeichen, statt 16 A 6)
  • Heinade über Stadtoldendorf – 16 Y
  • Holenberg über Stadtoldendorf – 16 Y
  • Holenberg über Holzminden – 16 K
  • Hornburg (Kr Wolfenbüttel) – 16 B 3
  • Langelsheim – 16 B 5
  • Lutterberg über Hann. Münden – 16 E
  • Mackendorf über Helmstedt – 16 F
  • Merxhausen – 16 K
  • Neuhof über Bad Sachsa (Südharz) – 16 Z
  • Neuhof über Herzberg (Harz) – 16 P
  • Oker (Harz) – 16 B 9
  • Pegestorf über Bodenwerder – 16 A 5
  • Pegestorf über Holzminden – 16 K
  • Rühle über Bodenwerder – 16 K
  • Salzderhelden – 16 H
  • Salzgitter Bad 1 L – 16 V
  • Salzgitter Flachstöckheim – 16 T
  • Salzgitter Ringelheim Land – 16 T
  • Salzgitter Ringelheim Land – 16 V
  • Sanatorium Schildautal – 16 U
  • Scheden über Hann. Münden – 16 E
  • Schladen (Harz) 16 C 4
  • Seesen – 16 U
  • Sehlde über Salzgitter Ringelheim – 16 V
  • Semmenstedt über Börßum – 16 A 6
  • Sievershausen – 16 J
  • Stöckheim über Braunschweig – 16 A
  • Tettenborn Ort über Herzberg – 16 P
  • Twieflingen über Schöningen – 16 S
  • Volkmarshausen über Hann. Münden – 16 E
  • Wahle über Braunschweig – 16 A (gedruckte Variante)
  • Wahmbeck über Uslar – 16 W
  • Walle über Branschweig – 16 A
  • Wangelnstedt – 16 K
  • Werlaburgdorf – 16 G
  • Westerode über Goslar – 16 C

Weitere Fehllisten finden Sie hier:

R-Zettel, verschiedene Typen

R-Zettel Zweisteller

R-Zettel mit vierstelliger Postleitzahl, Leitbereich 2

R-Zettel mit vierstelliger Postleitzahl, Leitbereich 3

R-Zettel mit vierstelliger Postleitzahl, Leitbereich 4

R-Zettel mit fünfstelliger Postleitzahl

Westharzer Papierhaus Croenitz

Selbstbucher (und Selbstdarsteller) Westharzer Papierhaus Croenitz

Brief 21.1.23 von Gandersheim nach Dresden. Selbstbucher R-Zettel Gandersheim Westharzer Papierhaus Croenitz, Nr. 974, Numerator in fett. Auf der Rückseite weitere zehn Briefmarken.

Selbstbucher sind bekannt von Postkunden mit einem im Regelfall hohen Aufkommen an Einschreiben, üblicherweise Firmen und Behörden, im Einzelfall Philatelisten.

bg-1

R-Zettel, Abbildung vom obigen Beleg

Was verbirgt sich hinter „Gandersheim Westharzer Papierhaus Croenitz“?

croenitz

Fritz Croenitz

Seit 1910 hatte der aus Thüringen stammende Fritz Croenitz (1881-1966), eine Papierhandlung in der Moritzstr. 43 in Gandersheim.

Aufgrund seines Sinns für Selbstdarstellung war Croenitz stadtbekannt. Seinem unscheinbaren Geschäft gab es den blumigen Namen „Westharzer Papierhaus Croenitz“.

croenitz

Obiges Foto zeigt das Westharzer Papierhaus Croenitz. Das winzige holzverkleidete Gebäude am oberen Teil der Marktstraße wurde 1891 als Lagerhaus erbaut. Das Foto ist ca. 1925 entstanden. Von einer Bahnböschung aus, wurde das Gebäude wegen Festumzügen von der Innenstadt zum Schützenhaus häufig fotografiert.

gandersheim

Das Gebäude im Januar 2016. Es wird heute als Gaststätte genutzt.

bad-gandersheim

Brief 20.7.46 von Bad Gandersheim nach Hannover. Selbstbucher R-Zettel überstempelt mit (20) Bad Gandersheim. Rückseite zwei Stempel: (20) Hannover 21.7.46 und Hannover-Buchholz 22.7.46.

Für die weitere Erfassung erbitte ich Kopien oder Scans von Einschreibebelegen oder einzelnen R-Zetteln dieser Art. Gern hier.

Stand: 5. April 2024

Bekannte R-Briefe und R-Zettel (RZ) vom Westharzer Papierhaus Croenitz:

Datum Numerator Bemerkungen Zielort
24.08.1920 433 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Wartburg
18.09.1920 509 RZ mit Nr., Numerator fett Erfurt
22.09.1922 514 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Erfurt
10.08.1921 472 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Erfurt
18.06.1922 339 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Dresden
30.09.1922 675 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Erfurt
13.10.1922 701 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Buttstaedt in Thüringen
13.01.1923 947 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett CSR und Gandersheim zurück
21.01.1923 974 RZ vierseitig gezähnt, mit Nr., Numerator fett Dresden
07.04.1923 183 RZ gezähnt, mit Nr., Numerator fett Erfurt
01.09.1923 548 RZ ohne Zusatz Nr., Numerator linksseitig Clifton, USA
19.09.1923 615 RZ vierseitig gezähnt mit Nr., Numerator fett, Massenporto Erfurt
08.11.1923 681 RZ vierseitig gezähnt mit Nr. Numerator fett, 7 Marken Nürnberg
30.07.1925 581 RZ ohne Zusatz Nr., Ganzsache, Luftpost, Rückschein Dresden
22.04.1926 288 RZ gezähnt, ohne Zusatz Nr. Buttstädt bei Weimar
11.12.1934 142 RZ Numerator linksseitig, ohne Zusatz Nr., Eilboten ?
28.12.1939 945 RZ Numerator linksseitig, ohne Zusatz Nr. Dresden
26.03.1941 30 RZ Numerator linksseitig, ohne Zusatz Nr., RZ überstempelt mit Bad Gandersheim Harz Hannover
06.02.1946 172 RZ überstempelt mit (20) Gandersheim, Numerator linksseitig Hannover (Geha)
20.07.1946 326 RZ überstempelt mit (20) Gandersheim, Numertor linksseitig Hannover (Geha)
03.10.1946 383 RZ überstempelt mit (20) Gandersheim Hannover (Geha)
22.04.1947 598 RZ ohne Zusatz Nr., Numerator linksseitig Hannover (Geha)

 

Quellen:

  • Rolf Göbel, Alfeld
  • Franz-Josef Koensler, Velbert
  • Rolf Neckermann, Stuttgart
  • Anne-Katrin Race, „Bad Gandersheim in alten Ansichten“, Verlag Europäische Bibliothek, Zaltbommen Niederlande, 2. Auflage 1994 mit freundlicher Genehmigung

Nachsatz, zum besseren Verständnis:

Der Sinn für die Selbstdarstellung kommt auch auf einem Briefumschlag zum Ausdruck. Ein großer Adler über den Buchstaben FAC.

Was bedeutet FAC?

Friedrich Alfred Crönitz…
Auch als Verleger von „Notgeld“ machte er sich einen Namen:

Der Notgeld Scheine Massenzahl ist jedermann schon eine Qual!
Keine Notgeld soll dies darum sein Es ist kein Notgeld nur Gutschein….

aus dem Jahr 1921

Calvörde

Das heutige Land Niedersachsen entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Vereinigung des Landes Hannover mit den Freistaaten Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe.

Am 8. November 1946 wurde die Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung erlassen, durch die rückwirkend zum 1. November 1946 das Land Niedersachsen gegründet wurde.

Auf dem abgebildeten R-Zettel wird die Zugehörigkeit von Calvörde zum Freistaat Braunschweig dokumentiert.

R-Zettel Calvörde (Braunschweig)

Calvörde ist heute eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Was hat also Calvörde mit Braunschweig (respektive mit Niedersachsen) zu tun? Ein Blick in die Geschichte erklärt die Verbindung zu Braunschweig. Und die Karte zeigt die Insellage von Calvörde um 1789 und der heutigen Bundeslandgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Im späten 13. Jahrhundert wurde die Burg Calvörde erstmals erwähnt. 1571 wurden Burg und Ort unter Herzog Julius von Braunschweig Teil des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel. Mit dem Wiener Kongress 1814/15 wurde Calvörde ein Teil des neugegründeten Herzogtum Braunschweig. Nach der Novemberrevolution 1918 gehört Calvörde zum Freistaat Braunschweig. Der Freistaat Braunschweig besteht 1931 aus zehn (!) isolierten Landstücken. Nach den Beschlüssen des 1. EAC-Zonenprotokolls aus dem Jahre 1944 und dem Potsdamer Abkommen gehörte die braunschweigische Exklave Calvörde zur Provinz Sachsen der Sowjetischen Besatzungszone.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-mit-Zusatz-Braunschweig-23.4.1931-Beleg-1024x627.jpg

Brief vom 23. April 1931 nach Braunschweig (Regierungsinspektor). Zusatz Braunschweig auf dem R-Zettel und im Poststempel

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-mit-Zusatz-Braunschweig-23.4.1931RZ.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-mit-Zusatz-Braunschweig-Rueckseite-Sparkasse-1.jpg

Die Zugehörigkeit zu Braunschweig dokumentiert eine Absenderangabe aus den 1930er Jahren: Braunschw. Landessparkasse, Zweigstelle 29 Calvörde, Symbol Pferd

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 100-Jahre-Oberpostdirektion-Braunschweig-1868-1968-Karte-1874-Calvörde_001304.jpg

Calvörde´s Insellage belegt mit einem Kartenausschnitt, Gebiet der Oberpostdirektion Braunschweig 1874

Alle weiteren R-Zettel führen nicht mehr den Zusatz Braunschweig.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-R-rechts-27.8.1886.jpg

R-Zettel rechtsstehend, ein rückseitiger Vermerk datiert den 27. August 1886

Am 1. Juli 1911 wurde das Postamt Calvörde (Exclave des Herzogstums Braunschweig) dem Bezirk der Oberpostdirektion Magdeburg zugeteilt.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-15.2.1927-Beleg-1024x663.jpg

R-Brief vom 15. Februar 1927 nach Braunschweig, Poststempel mit Zusatz Braunschweig

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-15.2.1927RZ.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-Dienstmarken-Beleg-1024x712.jpg

Am 24. Januar 1923 schreibt die Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts Calvörde an das Amstgericht Helmstedt, Frankatur mit vier Dienstmarken

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-Dienstmarken-RZ.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg, vierfach gezähnt aus einem Bogen mit Bogenrest

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-9.2.46-Braunkohle-Beleg-1024x519.jpg

Vom Calvörder Kalksandsteinwerk geht am 9. Februar 1946 ein Brief an das Mitteldeutsche Braunkohlen Syndikat in Leipzig. Poststempel weiterhin mit Zusatz Braunschweig

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-9.2.46-Braunkohle-RZ.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg, Blanko Einschreibzettel mit Stempel Calvörde, Kreis für vorgesehene Postleitzahl wird nicht genutzt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Gemeinschafts-Ausgabe-Mi.-936-925-RZ-Calvoerde-17.9.46..jpg

Ca. 1946 wurde dieser R-Zettel eingesetzt, Blanko mit Stempel Calvörde, Kreis für vorgesehene Postleitzahl wird nicht genutzt, Typ 751

Zu diesem R-Zettel Typ 751 erhalten Sie hier weitere Informationen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist calvörde_001003.jpg

R-Zettel der Deutschen Post der DDR, Calvörde (Bz Magdeburg), fünfstelliger Numerator, C 35 ist Bezeichnung für diese Postformular

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-30.5.91-Beleg_003418-1024x514.jpg

Brief eines Handwerkbetriebes am 30. Mai 1991 an die Kreisverwaltung Haldensleben. Aufbrauch des R-Zettel der Deutschen Post der DDR mit der Postleitzahl 3242

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-30.5.91-RZ_003419.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-20.4.1994-Beleg_003420-1024x725.jpg

Brief aus 39359 Calvörde vom 22. April 1994 nach Haldenleben

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Calvoerde-20.4.1994-RZ_003421.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg, 5-stellige Postleitzahl 39359

Calvörde hat heute ca. 1.800 Einwohner. Der Ort liegt ca. 60 km Luftlinie von der Stadt Braunschweig entfernt. Das aktuelle Wappen (und auch das Motiv der Vorjahre) von Calvörde zeigt weiter seinen Bezug zu Braunschweig:

Abbildung des Braunschweiger Löwen im Wappen (aus der Wappensammlung von Kaffee Hag)

Calvörde hat mit Niedersachsen nichts zu tun. Aber ein Einschreibezettel mit dem Zusatz Braunschweig gehört in die Sammlung Niedersachsen. Und ein Blick über die Landesgrenzen hinweg kann nicht schaden.

Calvörde Impressionen:

Ortsschild am 19. April 2018

Informationen zu Hessen, einem weiteren Ort im Freistaat Braunschweig, finden Sie hier.

Quellen:

  • Calvörde – Hans Gottfried Figge: Gebietsveränderungen im Bereich des ehemaligen Landes Braunschweig von 1918 bis 1972. In: Braunschweigisches Jahrbuch, Bd. 54 (1973), online (PDF), 25,8 MB, S. 249–257.
  • 100 Jahre Oberpostdirektion Braunschweig 1868-1968

Fußball

In der Fußball-Bundesliga, in der 2. Bundesliga und in der Regionalliga Nord gehen die niedersächsischen Profivereine VFL Wolfsburg, Hannover 96, VFL Osnabrück und Eintracht Braunschweig auf Torjagd und viele  weitere Vereine spielen in unteren Ligen um Punkte. Die Deutsche Post AG hat 1997 dazu beigetragen, dass ein Niedersachsen Derby der Fußballregionalliga Nord mit einem R-Zettel und einem entsprechenden Umschlag dokumentiert wurde.

49074 Osnabrück 1. UB: VfL, Nutzer Regionalderby VFL, nassklebend, 31.8.97, Aufbrauch eines blanko Amtskennzeichen R-Zettels.

Umschlag Deutsche Post AG – Niederlassung Briefpost Osnabrück.

Osnabrück und Herzlake sind ca. 65 km voneinander entfernt. Und dieser Beleg dokumentiert ein Spiel vom 6. Spieltag der Regionalliga Nord, aus der Saison 1997/8. Der VFL Osnabrück verliert sein Heimspiel mit 0:1!

Nach einem Bericht in der DBZ beträgt die Auflage des Sonder-R-Zettels 200 Stück.

Quelle: Deutsche Briefmarkenzeitung DBZ 20/1997 vom 26.9.97

Welche Postleitzahl hat Niedersachsen?

Die Antwort auf diese banale Frage ist eine Gegenfrage: in welchem Jahr?

Natürlich hat Niedersachsen keine eigene Postleitzahl, sondern Orte oder Teile von Orten. Und auch Firmen mit hohem Postaufkommen oder gar Postfächer sind mit einer eigenen Zahl versehen. Im Wesentlichen geht es um Postämter mit ihren R-Zetteln oder Stempeln, in denen die Postleitzahl dokumentiert ist.

Starten wir mit der aktuellen Postleitzahl:

Die Leitbereiche der fünfstelligen Postleitzahlen seit dem 1. Juli 1993:

R-Zettel 30159 Hannover 1, Unterscheidungsbuchstabe (UB) a, mit fünfstelliger Postleitzahl

19 nur 19270-9
21 ohne Hamburg, ohne 21039 und 21450-529 (Schleswig-Holstein), mit 21522
26
27 ohne Bremerhaven (Bremen)
28 ohne Bremen
29 ohne 29400-19 (Sachsen Anhalt)
30
31
34 nur 34330-55
37 ohne 372 (Hessen), ohne 373 (Thüringen), ohne 37650-88 (NRW), mit 37689-91 und 37697-9
38 ohne 38480-9 (Sachsen Anhalt), ohne 388 (Sachsen Anhalt)
48 nur 48442-65, 48478-80, 48486-8, 48497-539
49 ohne 49460-549 (NRW).

 

Die Leitbereiche der vierstelligen Postleitzahlen von 1961 bis zum 30. Juni 1993:

R-Zettel 3000 Hannover 1, UB a, mit vierstelliger Postleitzahl

205 209 210 211
212 213 214 215
216 217 219 272
273 274 280 281
282 283 284 285
286 287 288 289
290 291 293 294
295 296 297 298
299

Bemerkungen zu Leitbereich 2:

210 ohne Hamburg, 280 + 282 ohne Bremen, 285 ohne Bremerhaven.

300 301 303 304
305 306 307 309
310 311 312 313
314 315 316 317
318 320 321 322
325 326 328 330
332 333 334 335
336 337 338 339
340 341 342 345
347 351

Bemerkungen zu Leitbereich 3:

328 nur 3280, 347 nur 3471,3474, 3476, 351 ohne 3512.

444 445 446 447
449 450 451 452
455 457 459 496

Bemerkungen zu Leitbereich 4:

444 nur 4441-4 und 4448.

Einschreibezettel mit den Amtskennzeichen (AKZ) 1956 bis 1964:

R-Zettel Hannover 1, UB a, mit Amtskennzeichen (AKZ), hier 12 A

6 9 12 16 7 nur 7S, 7B6, 7F4, 7E6

R-Zettel nach Einführung der Postleitgebietszahlen (PLGZ) ab Juli 1944, grobe Gebietsbeschreibung:

R-Zettel 20 a Hannover 1, UB a, Postleitgebietszahl im Kreis

20 Provinz Hannover, Braunschweig

23 Gebiet Bremen, Oldenburg

24, Gebiet Hamburg, Schleswig Holstein

obige Gebiete südlich Hamburg und Elbe und ohne Bremen.

Neuordnung nach 1945:

20a Hannover

20b Braunschweig

23 Bremen

24a Hamburg

obige Gebiete südlich Hamburg und Elbe und ohne Bremen.

Die Ausgaben der OPDen Gruppen ab 1875:

R-Zettel OPD-Gruppendruck Norddeutsche Gruppe, Hannover 1, No., UB a, R rechtsstehend

Norddeutsche Gruppe – südlich Hamburg und Elbe, Hannover

Westfälische Gruppe – ohne Bremen, Oldenburg

Westdeutsche Gruppe – Braunschweig

R-Zettel OPD-Gruppendruck der Norddeutsche Gruppe, Hannover 1, No., ohne R, Einschreibebrief nach Göttingen, erste und dritte Zeile schwarz, zweite Zeile rot.

Empfehlung: Die Zuordnung der Orte erfolgt über die oben aufgeführten Postleitzahlen. Für die Detailrecherche früherer Jahre sind Postleitgebietskarten sehr hilfreich. Beispielhaft vom Gea Verlag Albes KG, Berlin von 1944 mit detaillierte Beschreibung der Postleitgebiete. Und die Postleitgebietskarte für das Westliche und Mittlere Deutschland vom 1. Juli 1951, Herausgegeben vom Posttechnischen Zentralamt 16 Darmstadt, Verlag Fautz, (17 b) Schopheim.

Der Heilbronner Philatelisten-Verein kreirte zum Jubiläum 75 Jahre Postleitzahlen im November 2016 diese BRIEFMARKE INDIVIDUELL.

Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen

Postautomation Delmenhorst

190-g-xb

Vor über 50 Jahren versuchte die Deutsche Bundespost die Annahme von Einschreibsendungen am Schalter zu erleichtern und die Bedienung der Einlieferer zu beschleunigen.

Im Mittelpunkt standen ein zweifarbiger Nummernstempel für den Beleg und ein einfarbiger Nummernstempel für die Einlieferungsbescheinigungen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Amts-1_002792-689x1024.jpg

Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, 16. Februar 1962, Nr. 17, Verfügungsnr. 93/1962

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Amts-2_002793-1024x686.jpg

Verfügung Nr. 93

Auszug aus der Verfügung Nr. 93: Um die Annahme der Einschreibsendungen an den Schaltern zu erleichtern und die Bedienung der Einlieferer zu beschleunigen, werden in den nächsten Tagen bei den Annahmeschaltern der in der Anlage 1 genannten Postämter besondere zweifarbige (selbstfärbende) Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen versuchsweise eingesetzt werden.

Mit den doppelschlägigen Stempeln werden vom Annahmebeamten in einem Arbeitsgang mit dem ersten Abdruck die Merkmale des Nummernzettels für Einschreibsendungen auf der Sendung und mit dem zweiten Abdruck alle Vermerke der Einlieferungsbescheinigung im Einlieferungsschein oder Posteinlieferungsbuch abgedruckt. Das Stempelbild vereinigt dazu die Angaben des Einschreibnummernzettels (die Umrandung und den Buchstaben R in Rotdruck, die Einlieferungsnummer mit dem etwaigen Unterscheidungszeichen der Nummernreihe und das Amtskennzeichen des Einlieferungs-Amts in Schwarzdruck) mit den zum Vollziehen der Einlieferungsbescheinigung außerdem erforderlichen Vermerken (Datum der Annahme an Stelle des Tagesstempelabdrucks, Kennbuchstaben an Stelle der Unterschrift des Annahmebeamten). Wegen der technischen Gegebenheiten und der begrenzten Abmessung des Stempelbildes wurde auf die Ortsbezeichnung des Einlieferungs-Amts vorerst verzichtet. …

Der Stempelabdruck ersetzt den Nummernzettel, mit dem die Einschreibsendung sonst zu beleben ist. Mit dem Stempel werden nur Sendungen des Inlandsverkehrs bedruckt, die sich nach ihrer Beschaffenheit (glatte Oberfläche, ebener Inhalt) dazu eignen. Alle anderen Sendungen des Inlandsverkehrs (z.B. Warenproben, Päckchen) und alle Einschreibsendungen nach dem Ausland werden weiterhin mit Nummernzetteln … beklebt.

Um auch bei den mit Nummernzetteln zu beklebenden Einschreibsendungen das Erteilen der Einlieferungsbescheinigung zu beschleunigen, verwenden die Annahmeschalter einen besonderen einfarbigen (selbstfärbenden) Nummernstempel für Einlieferungsbescheinigungen, dessen Nummernfolge mit der Nummernreihe der Einlieferungsnummern im Nummerzettel gleichläuft. Das Stempelbild dieses Stempels enthält für das Vollziehen der Einlieferungsbescheinigung erforderlichen Angaben (Einlieferungs-Nummer mit etwaigen Unterscheidungszeichen der Nummernreihe und vorangestelltem R, Kennbuchstaben an Stelle der Unterschrift des Annahmebeamten und Datum der Einlieferung und Namen des Einlieferungs-Amts an Stelle des Abdruck des Tagesstempels). 

anlage-3

Stempel einfarbig.

In der Anlage 1 vom Amtsblatt Nr. 17/1962 wurden die 15 Orte mit Amtskennzeichen aufgelistet, an denen der Nummernstempel versuchsweise eingesetzt werden sollte:

  • Bremen 1 – 9 C
  • Delmenhorst 1 – 9 J
  • Düsseldorf 1 – 1 A 9
  • Frankfurt (Main) 1 – 2 C
  • Hamburg 12 – 6 X
  • Hamburg 36 – 6 X
  • Hamburg-Lokstedt – 6 U
  • Heidelberg 1 – 13 A
  • Mannheim 1 – 13 C
  • Weinheim – 13 G
  • Augsburg 2 – 3 B
  • Oberstdorf – 3 K 8
  • Würzburg 1 – 5 D
  • Stuttgart 1 – 4 G
  • Göppingen 1 – 4 D

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Amts-1_002794-920x1024.jpg

Anlage 1

Da sich dieser Artikel auf das niedersächsische Versuchspostamt Delmenhorst konzentriert, folgen jetzt keine Abbildungen der Amtsblatt-Anlagen mit dem Stempelmuster, sondern ein Einlieferungsschein und ein R-Brief von Delmenhorst:

099-f

Einlieferungsschein, Unterscheidungsbuchstaben xa unter dem Numerator, f daneben und a unter dem Datum.

 074-f

Beleg vom 30.3.62 von Delmenhorst nach München, Unterscheidungsbuchstaben xa unter dem Numerator, f daneben und a unter dem Datum.

Es sind von Delmenhorst zwei verschiedene Stempel bekannt.

190-g-xb

Stempel vom 6.3.62 mit den Unterscheidungsbuchstaben xb unter dem Numerator, g daneben und b unter dem Datum.

Bisher können über Original oder Kopie 77 Belege nachgewiesen werden.

Der erste bekannte Beleg stammt vom 22.2.1962, der letzte Brief vom 15.1. 1963.

Die Verteilung dieser Belege erstreckt sich in Delmenhorst von Februar 1962 bis Dezember 1962 mit einem klaren Schwerpunkt auf die ersten Monate des Testzeitraums:

Delmenhorst 1 – 9 J:

Monat Unterscheidungs-
buchstaben xa, f, a
Unterscheidungs-
buchstaben xb, g, b
Februar 1962 6 3
März 1962 26 11
April 1962 10 1
Mai 1962 2 6
Juni 1962 0 0
Juli 1962 5 0
August 1962 1 1
September 1962 0 0
Oktober 1962 0 0
November 1962 1 2
Dezember 1962 0 1
     
Januar 1963 0 1

Letzte Aktualisierung: 16. März 2024

Herr Friedrich J. Opaterny, Zirndorf hat im März 2000 auf Basis aller Versuchsorte und intensiver Marktbeobachtung für Delmenhorst eine hochgerechnete Menge von 8.000 Briefen mit zweifarbigem Nummernstempel ermittelt.

Die Recherche obiger Belege erfolgte über das Durchforsten von Auktionsangeboten. Interessant ist hier zu beobachten, wie einzelne Belege durch die Hände verschiedenen Anbieter gehen, sicher mit dem Ziel einen anderen Preis zu erzielen.

Verfolgen Sie auch einzelne Briefe?

Gern nehme ich zur Vervollständigung dieser Darstellung Scans weiterer Belege vom Versuchsstempel Delmenhorst entgegen.

amtsblatt-12

Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, 25. Januar 1963, Nr. 12, Verfügungsnr. 49/1963

verfuegung-49

Verfügung Nr. 49

Auszug aus der Verfügung Nr. 49: Die Versuche mit den besonderen zweifarbigen (selbstfärbenden) Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen werden nach dem betrieblich unbefriedigenden Ergebnis der Erprobung eingestellt.

Die Geräte sind von den Annahmeschaltern zurückzuziehen und dem PTZ Darmstadt zu übersenden.

Die gleichzeitig versuchsweise eingesetzten einfarbigen (selbstfärbenden) Nummernstempel für Einlieferungsbescheinigungen über Einschreibsendungen haben sich bei der Erprobung bewährt und sind weiter zu verwenden.

Über die allgemeine Ausstattung der Annahmeschalter wird besonders verfügt werden.

Quellen:

  • Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, 16. Februar 1962, Nr. 17, Verfügungsnr. 93/1962
  • Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, 25. Januar 1963, Nr. 12, Verfügungsnr. 49/1963
  • DBZ, Nr. 21, 1983, Kurt Wilk
  • Friedrich J. Opaterny, Zirndorf

Bad

Die Berliner Tageszeitung DER TAGESSPIEGEL beschäftigte sich in der Ausgabe vom 19. November 2016 mit dem Ort Bad Eilsen in Niedersachsen. Mit einer ungewöhnlichen Headline machte die Zeitung auf Seite 1 auf einen längeren Artikel im Blatt aufmerksam:

 tagesspiegel

Hier erholte sich West-Berlin: Der kuriose Kurort Bad Eilsen

Die Autorin Lisa McMinn geht der Geschichte nach, warum Bad Eilsen und West-Berlin in den 1970er Jahren eine enge Verbindung hatten. Aus dem Artikel zitiert:

„Bereits 1957 hatte die Landesversicherungsanstalt Berlin-Hannover einen Großteil der Kuranlagen in Bad Eilsen gekauft. Die damalige (West-) Berliner Landesversicherung hatte feste Kapazitäten in den Kliniken gebucht. Bis zur Hälfte der Patienten kam daher aus West-Berlin. Einst war Bad Eilsen die Moorbadewanne West-Berlins, der Kurort war Hauptanlaufpunkt für malade Frontstädter. Seit 1969 sind die Heilquellen staatlich anerkannt. Und seit 1971 darf sich Eilsen „Bad Eilsen“ nennen.“

Inspiriert durch diesen Zeitungsartikel stellen sich folgende Fragen:

Welche Orte in Niedersachsen führen den Städtebeinamen BAD im Namen?

Seit wann darf der Ort diesen Zusatz führen?

In der folgenden Auflistung sind die recherchierten Daten mit eingeflossen.

Es gilt es zu berücksichtigen, dass bei einer Ortsumbenennung vorrätige R-Zettel häufig aufgebraucht wurden und sogenannte Ersttagsbelege eher unwahrscheinlich sind.

Um einschätzen zu können, welche Bedeutung die folgenden Orte für den abgehenden Postverkehr hatten, ist die ca. Zahl der Einwohner (EW) ergänzt. Die Quellen dieser Einwohnerzahlen stammen aus unterschiedlichen Jahren (2003 bis 2016). Je nach Größe des Ortes ist es teilweise schwierig aktuelle Zahlen zu ermitteln. Die genannten Zahlen dienen nur zur Einschätzung der Ortsgröße.

Kann die Veränderung im Ortsnamen mittels R-Zettel oder R-Beleg nachgewiesen werden?

Ja und nein, sehen Sie selbst:

Bad Bederkesa, Bad seit 1.10.1996, ca. 5.200 EW, vermutlich keine R-Zettel mit Zusatz Bad, da Bederkesa nur neun Monate vor Einführung der Label umbenannt wurde:

bederkesa-440

Bad Bentheim, Bad seit 6.6.1979, ca. 15.300 EW:

bad-bentheim-002bentheim-238 

Bad Bevensen, Bad seit 12.5.1976, ca. 9.000 EW:

bad-bevensenbevensen

Bad Blenhorst, ca. 320 EW

Blenhorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Balge im Landkreis Nienburg/Weser und verzeichnet etwa 320 Einwohner (103 Häuser). Schon 1842 wurde der Ort als Kuranstalt gegründet. Er war bis Ende 2010 Kurort. Es ist das wohl kleinste Moorbad in Deutschland gewesen. Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Balge, Blenhorst, Bötenberg, Buchhorst, Holzbalge, Mehlbergen und Sebbenhausen zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen. Diese erhielt den Namen Blenhorst. Am 23. Januar 1976 wurde ihr Name amtlich in Balge geändert. Mit diesen Informationen dürfte es schwer sein Bad Blenhorst postalisch zu belegen, oder?

Bad Bodenteich, Bad seit 1.10.1998, ca. 3.700 EW, keine R-Zettel mit Zusatz Bad, da Bodenteich zu Zeiten der Label umbenannt wurde:

bodenteich-005

Bad Eilsen, ca. 2.500 EW:

bad-eilsen-937eilsen73

Bad Essen, Bad seit 1902, ca.15.300 EW:

bad-essen-640

Bad Fallingbostel, Bad seit 5.8.2002, ca. 11.000 EW, keine R-Zettel mit Zusatz Bad, da Fallingbostel zu Zeiten der Label umbenannt wurde:

falling

Bad Gandersheim, Bad seit 1932, ca. 10.100 EW:

bad-ganderheim-133gandersheim-777

Bad Grund, Bad seit 16. Juli 1855, ca. 2.400 EW:

bad-grund-29

Bad Harzburg, Bad seit 27. 5. 1892,  ca. 21.700 EW:

bad-harzburgharzburg

Bad Helmstedt, Bad seit 1982, ca. 150 EW:

…wenn schon kein R-Zettel, dann wenigstens ein Ausschnitt aus einer Gruss aus Bad Helmstedt Karte…

Bad Iburg, Bad seit 1967, ca. 10.700 EW:

bad-iburgiburg

Bad Laer, Bad seit 1975, ca. 9.300 EW:

bad-laerlaer

Dieser Briefausschnitt zeigt eine Umstellung zum Namen Bad. Der Poststempel führt im Stadtteil Remsede (Bad Laer 4) ca. acht Jahre nach der Umbenennung am 29.4.83 den Zusatz Bad. Ein früherer R-Zettel ohne Zusatz Bad wird aufgebraucht.

Bad Lauterberg im Harz, Bad seit 1906, ca. 10.600 EW:

bad-lauterberg

lauterberg

Brief von Lauterberg am Harz nach Herzberg am Harz, 16.3.1878

Bad Münder am Deister, Bad seit 1936, ca. 17.400 EW:

bad-muendermuender

Bad Nenndorf, Bad seit 1787, ca. 8.700 EW:

bad-nenndorf

Brief von Nenndorf (Bad) nach Rinteln, 23.10.1886

Bad Pyrmont, Bad seit 1914, ca. 19.200 EW:

bad-pyrmontpyrmont

Bad Rehburg, Bad seit 28.11.1752, ca. 800 EW:

bad-rehburgrehburg-bad

Bad Rothenfelde, Bad seit 24.02.1905, ca. 7.800 EW:

bad-rothenfelde

Bad Sachsa, Bad seit 1905, ca. 7.500 EW:

bad-sachs

Brief von Bad Sachsa (Südharz) nach Halle/Saale, 29.1.1946

Bad Salzdetfurth, Bad seit 10.12.1921, ca. 13.300 EW:

bad-salzdetfurth

Bad Zwischenahn, Bad seit 1919, ca. 28.200 EW:

bad-zwischenahn

zwischenahn

Brief von Zwischenahn nach Hannover, 2.10.1895

Salzgitter-Bad, Bad seit 1951, ca. 20.800 EW:

salzgitter-badsalzgitter

Das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz bestimmt in § 19 (4):

„Ist eine Gemeinde oder ein Teil einer Gemeinde als Heilbad, Nordseeheilbad, Nordseebad, Kneipp-Heilbad oder Kneipp-Kurort staatlich anerkannt, so entscheidet die Gemeinde, ob das Wort „Bad“ Bestandteil ihres Namens oder Namens des Gemeindteils wird. Wird die staatliche Anerkennung aufgehoben, so entfällt der Namensbestandteil „Bad“ nach Ablauf von fünf Jahren, es sei denn, die staatliche Anerkennung war mindestens zwanzig Jahre wirksam.“

‎Welche Fragen kann dieser Artikel z.Zt. nicht klären:

Seit wann führt Bad Eilsen den Namenszusatz BAD im Namen?

Welcher anderer Ort hat die Bezeichnung im Laufe der Jahre verloren?

Welcher der obigen Orte hatte wegen der geringen Bevölkerungszahl kein eigenes Postamt?

Warum haben andere Orte mit entsprechenden Einrichtungen oder „gesunder“ Lage keinen Städtebeinamen?

Nicht alle der aufgeführten Bäderorte sind heute noch als Kurort aktiv.

Ihre Mitarbeit ist bei dieser und allen Seiten der Homepage erbeten. Bitte ergänzen Sie fehlende Daten, Belege oder R-Zettel über das Kontaktformular. Danke!

Quellen:

  • Der Tagesspiegel, Berlin, 19.11.2016
  • Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz vom 17. Dezember 2010
  • Bad Grund: www.horn-petra.de
  • Bad Harzburg: Leitung Bürgermeisteramt, Chronik des Amtes Harzburg im XIX. Jahrhundert von Karl Berthold Fischer. Herausgegeben vom Harzburger Altertums- und Geschichtsverein, Braunschweig Appelhans, 1912, in der unter dem 27. Mai 1892 auf Seite 72 zu lesen ist :  „Durch Verfügung des Herzoglichen Staatsministeriums wird der Gemeinde Neustadt-Harzburg die Bezeichnung Bad Harzburg beigelegt.“
  • Kur- und Tourismusgesellschaft Staatsbad Nenndorf mbH, Jubiläumsbuch 200 Jahre Staatsbad Nenndorf.
  • Friedrich Gerling, Chronik Bad Rehburg, 20.11.1936, mit freundlicher Unterstützung von Jürgen Wagner
  • Bad Rothenfelde: Vorzimmer Bürgermeister, Abschrift der Amtlichen Bekanntmachung Kreisblatt 24.02.1905 und 200 Jahre Heilbad Rothenfelde, ISBN: 978-3-33-036025-1.
  • Bad Salzdetfurth: Büro Bürgermeister Hesse, durch Erlass des Preußischen Staatsministeriums vom 10.12.1921 wurde dem Ort Salzdetfurth die Zusatzbezeichnung BAD verliehen.
  • Bad Zwischenahn: Gemeindearchiv, den Beinamen „Bad“ führt die Gemeinde seit 1919. Dies belegt eine „Bekanntmachung für die Oldenburgischen Anzeigen“ des „Ministeriums des Innern“ vom 18. Dezember 1919. Sie findet sich in den Akten des Niedersächsischen Landesarchivs, Standort Oldenburg (Best. 136 – 21620, Nr. VI 13-106, Blatt 5).
  • Einwohnerzahlen und Städtebeinamen vom Landesamt für Statistik Niedersachsen, Homepage der Orte und wikipedia.de

 

Osterode am Harz

Am 1. November 2016 feierte das Land Niedersachsen seinen 70. Geburtstag. Und am gleichen Tag verlor die Stadt Osterode ihren Status als Kreisstadt. Der Landkreis Osterode ging an diesem Tag im Landkreis Göttingen auf.

Nach jahrelangen Vorbereitung fusionierten der Landkreis Osterode und der Landkreis Göttingen zum „neuen“ Landkreis Göttingen. Es ist der erste Zusammenschluss zweier Landkreise in Niedersachsen seit den 1970er Jahren. Die Fusion soll die beiden Landkreise vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zukunftsfähig machen.

Grund genug nach R-Zetteln zu suchen, die sich mit Osterode beschäftigen. Leider gibt es in der Sammlung vom bisherigen Landkreis Osterrode keinen Einschreibezettel mit dem Hinweis Landkreis Osterode. Vielmehr wurde mehrheitlich bei den Orten des ehemaligen Landkreises der Zusatz Südharz gewählt. Aber im benachbarten Landkreis Northeim bin ich fündig geworden. Der Ort Harriehausen verwendete im Jahr 1937 ein R-Zettel mit dem Zusatz Landkreis Osterrode. Harriehausen wurde am 1.3.1974 in die Stadt Bad Gandersheim (Lk. Northeim) eingegliedert.

R-Brief von Harriehausen nach Hannover, 22.1.1939

Zusatz im R-Zettel Kr. Osterode, Harz

Auch Calefeld (jetzt Kalefeld) liegt in der Zwischenzeit im Landkreis Northeim:

Zusatz im R-Zettel Kr. Osterode, Harz. Dieser R-Zettel wurde am 5.9.1929 verwendet.

Wie sich die R-Zettel im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, wird hier am Beispiel des Osteroder Stadtteils Lerbach von 1879 bis 1997 gezeigt:

lerbach

Deutsches Reich Einschreiben Postkarte, 5 Pfennig mit Zusatzfrankatur 2×10 Pfennig, K1 Lerbach 6.10.1879, R-Zettel mit roter No., Braunschweigerische Gruppe, nach Clausthal.

669

257

712

986mit PLGZ 20b

579Wegener, 1945-1947

538Amtskennzeichen ab 30. Juli 1956

306AKZ

826PLZ Numerator fett, ab 23.3.1962

266PLZ Numerator dünn

081

Lerbach wird Osterode 14, dreistellige PLZ, ab 1972

567

Lerbach ist Osterode 14, vierstellige PLZ

041

fünfstellige Postleitzahl seit 1.7.1993, nur kurze Verwendungszeit dieser R-Zettel bis 1997, dann Einführung der R-Label.

Lerbach gehörte bis 1972 zum Landkreis Zellerfeld, seit der Gebietsreform am 1.7.1972 zu Osterode und zum gleichnamigen Landkreis, ab 1.11.2016 als Teil von Osterode zum Landkreis Göttingen.

Quelle: