Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Celle

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Der Kurs aus 3100 Celle startete am 3. Mai 1971 und wurde am 30. Juni 1988 beendet. Der verwendete R-Zettel 3100 Celle hatte den Unterscheidungsbuchstaben „f“. Der Tagesstempel führte die Buchstaben „ab“.

R-Zettel 3100 Celle 1, mit Unterscheidungsbuchstabe „f“, Postsache

R-Zettel vom obigen Beleg

Der unscheinbare Einschreibzettel bei diesem Kurs lässt sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter oder mit Belegen, mit aussagekräftigen Absenderangaben nachweisen.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 3101 Wienhausen 4, Bockelskamp, Schulstr., mo-fr 9.05 Uhr bis 9.40 Uhr,
  • 3101 Wienhausen 5, Oppershausen, Lindenplatz, mo-fr 9.55 Uhr bis 10.30 Uhr,
  • 3101 Wienhausen 6, Offensen, Wienhäuser Str. 2, mo-fr 10.40 Uhr bis 11.05 Uhr,
  • 3101 Wienhausen 7, Schwachhausen, Offenser Str., mo-fr 11.10 Uhr bis 11.20 Uhr,
  • 3101 Wienhausen 8, Nordburg, Campingplatz, mo-fr 11.30 Uhr bis 11.40 Uhr,
  • 3101 Langlingen 4, Nienhof, Dorfplatz, mo-fr 11.50 Uhr bis 12.25 Uhr,
  • 3101 Langlingen 5, Hohnebostel, Unter den Eichen 3, mo-fr 12.55 Uhr bis 13.25 Uhr,
  • 3101 Langlingen 6, Wiedenrode, Dorfmitte, mo-fr 13.35 Uhr bis 13.50 Uhr,
  • 3101 Eicklingen 5, Sandlingen, Trift, mo-fr 14.00 Uhr bis 14.20 Uhr,
  • 3101 Eicklingen 4, Groß Eicklingen, Sandlinger Str., mo-fr 14.25 Uhr bis 15.05 Uhr.

Schreiben der Oberpostdirektion Hannover an das Bundesministerium in Bonn vom 4. März 1971

Der geplante fahrbarer Postschalter wurde als eine Rundfahrt von ca. 50 km angelegt.

Dieser Brief verdeutlicht den wirtschaftlichen Versuch, die Versorgung in diesen Orten zu organisieren. Poststellen II sind aufgehoben worden oder Orte wurden erstmals postalisch bedient.

Schreiben vom Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen an die Oberpostdirektion Hannover vom 23. März 1971. Regelungen zur Bezahlung und Tagesentschädigung.

Zu den Orten der Samtgemeinde Flotwedel gehören Bröckel, Eicklingen, Langlingen und Wienhausen.

Das Postamt Celle informiert im April 1971 die Postkunden über den Einsatz des „Postamt auf Rädern“ in der Samtgemeinde Flotwedel

Der Streckenplan östlich der B 214 als Teil der Postkunden Information

Der fahrbare Postschalter aus Celle

Der fahrbare Postschalter aus Celle wurde beim Postamt Celle 3 in der 77er Str. 54 geparkt.

Der fahrbare Postschalter aus Celle, links davon eine Telefonzelle und dahinter das Halteplatz Schild

In Groß Eicklingen wurde laut Schild der fahrbare Postschalter von 14.25 Uhr bis 15.05 Uhr erwartet

Der Amtsvorsteher beim Postamt Celle informierte alle Haushaltungen im Juli 1988 über das Ende des fahrbaren Postschalters. Als Ersatz wurde ein motorisierter Landzusteller angekündigt

Alle beschriebenen Orte liegen im Landkreis Celle.

Quellen:

  • Fotos vom Autor November 1985
  • Unterlagen vom Postamt 3100 Celle 1

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Friesoythe

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Friesoythe wurden ab dem 1. März 1975 zwei fahrbarer Postschalter eingesetzt. Auch nach Einführung der 5-stelligen Postleitzahlen am 1. Juli 1993 wurden diese Kurse beibehalten. Aus der vierstelligen Postleitzahl 2908 wurde die fünfstellige Postleitzahl 26169.

Am 17. April 1995 wurden die Kurse eingestellt.

Nur für einen Kurs liegen mir die Haltepunkte und Haltezeiten vor.

R-Brief von 2908 Friesoythe nach Hannover, Postsache, Poststempel vom 13. Februar 1986

R-Zettel vom obigen Beleg

Hinweis auf einen Fahrbaren Postschalter „A“, interner Stempel von einem Kurs, vom obigen Beleg

Während der Zeit der vierstelligen Postleitzahlen bis Ende Juni 1993 wurden R-Zettel mit 2908 Friesoythe 1 und den Unterscheidungsbuchstaben „b“ und „d“ eingesetzt. Die Poststempel führte den Buchstaben „b“ und „c“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2908 Friesoythe 11, Markhausen, Feuerwehrhaus, Hauptstr. 46, mo-fr 8.45 Uhr bis 9.15 Uhr und 17.05 Uhr bis 17.35 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 9, Thüle, Gaststätte Müller, Thüler Str. 52, mo-fr 9.25 Uhr bis 9.55 Uhr,
  • 2909 Bösel 2, Petersdorf, Gaststätte Tangermann, Hauptstr. 42, mo-fr 10.10 Uhr bis 10.40 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 8, Edewechterdamm, Gaststätte Duhme, Altenoyther Str. 107, mo-fr 11.05 Uhr bis 11.35 Uhr und 15.40 Uhr bis 16.10 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 7, Altenoythe, Firma Leimkühler, Altenoyther Str., mo-fr 11.45 Uhr bis 12.10 Uhr und 16.20 Uhr bis 16.45 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 3, Neuscharrel, Kaufmann Dumstorff, Hauptstr. 59, mo-fr 13.55 Uhr bis 14.25 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 4, Kamperfehn, Kreisstr. 11, Oldenburger Straße Abzweigung Birkenstraße, mo-fr 14.40 Uhr bis 14.55 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 5, Kampe, Kaufmann Lieberum, Röbkenberg 2, mo-fr 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr.

Die Nordwest-Zeitung veröffentlichtet am 23. Januar 1975 die Haltepunkte und Haltezeiten

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Während der Zeit der fünfstelligen Postleitzahlen ab 1. Juli 1993 wurden R-Zettel mit 26169 Friesoythe 1 und den Unterscheidungsbuchstaben „b“ und „c“ eingesetzt. Die Poststempel führte den Buchstaben „c“ und „d“.

R-Brief von 26169 Friesoythe 1 nach Hannover, Poststempel vom 12. April 1995. Zusätzlicher Stempel „Postamt 26169 Friesoythe 1 Fahrbahrer Poststempel „A

Der obige interne Stempel hat einen Fehler: Fahrbahrer statt Fahrbarer…

R-Zettel vom obigen Beleg, Unterscheidungsbuchstabe „c“

R-Brief von 26169 Friesoythe 1 nach Hannover, Poststempel vom 18. April 1995. Zusätzlicher Stempel „Postamt 26169 Friesoythe 1 Fahrbarer Poststempel „B

R-Zettel vom obigen Beleg, Unterscheidungsbuchstabe „b“

Vor dem Betriebsversuch gab es vereinzelt Poststellen in den Orten, die wie folgend belegt werden können.

Kampe, später Friesoythe 5

R-Zettel 2901 Kampe

Altenoythe, später Friesoythe 7

R-Zettel Altenoythe (Oldb), Amtskennzeichen AKZ 9 C 1

R-Zettel 2909 Altenoythe

Edewechterdamm, später Friesoythe 8

R-Zettel 2901 Edewechterdamm, unterschiedliche Druckstärke

R-Zettel Edewechterdamm, Amtskennzeichen AKZ 9 D

Blanko R- Zettel mit Stempel Edewechterdamm, Zettel gezähnt aus Bogen

Thüle, später Friesoythe 9

R-Zettel Thüle, Ausgabe Deutsches Reich

Markhausen, später Friesoythe 11

R-Zettel 2909 Markhausen, zwei unterschiedliche Varianten

R-Zettel Markhausen über Friesoythe, Amtskennzeichen AKZ 9 C 1

R-Zettel Markhausen (Oldb.), Ausgabe Deutsches Reich

R-Zettel 2908 Friesoythe 11, Stadtteil Markshausen

Und nach diesem Betriebsversuch wurden einige Orte mit einer stationären Post, Postagenturen, ausgestattet.

Nordwest-Zeitung, 20. April 1995, „Mit dem Paket zum Kaufmann“

Die Nordwest-Zeitung beschreibt in ihrem Artikel das Ende des 20-jährigen fahrbaren Postschalters und die Einführung von Postagenturen in:

  • Mittelsten-Thüle, EDEKA, Kurfürstendamm 18,
  • Petersdorf, Friseurladen Oltmann, Zu den Eichen 5,
  • Edewechterdamm, SPAR-Markt, Altenoyther Str. 168,
  • Altenoythe, Bäckerei Nehus, Altenoyther Landstr. 27
  • Neuscharrel, Bäckerei Engbers, Hauptstr. 18,
  • Kampe, EDEKA, Barßeler Straße.

In Kamperfehn übernahm der Landzusteller die Aufgaben des fahrbaren Schalters.

Die Postagenturen verwendeten selbstklebende Einschreibzettel mit markanten Unterscheidungsbuchstaben. Eine Zuordnung auf die jeweilige Postagentur ist nur mit einer klaren Absenderabgabe oder dem Agenturstempel möglich. Die niedrigen Numeratoren lassen eine Verwendung gleich nach der Eröffnung erahnen. Dank des Beschaffungsdienstes von Herrn Werner Haerdle , Gundelfingen, sind viele Poststellen II und Postagenturen dokumentiert.

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, Unterscheidungsbuchstabe (UB) ZV, Beleg vom 18. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZW, Beleg vom 19. April 1995, interner Agenturstempel 12 32 99 9005

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZX, Beleg vom 19. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZY, Beleg vom 19. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZZ, Beleg vom 19. April 1995, interner Agenturstempel 12 32 99 9008

Die Stadt Friesoythe und die Gemeinde Bösel liegen im Landkreis Cloppenburg.

Quellen:

  • Postamt 29 Oldenburg, Dienstanweisung II 3 S 125-4/215-1 zur Einführung der fahrbaren Postschalter am 9. Januar 1975
  • Nordwest-Zeitung, 23. Januar 1975, Haltepunkte und Haltezeiten
  • Nordwest-Zeitung, 20. April 1995, „Mit dem Paket zum Kaufmann“
  • Philatelistische und postgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land, Rundbrief Nr. 20, Oktober 1999, Wolfgang Letzel

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bad Zwischenahn

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Auch in 2903 Bad Zwischenahn startete ein fahrbarer Postschalter. Ein erster Kurs wurde nach über 14 Jahren beendet. Anschließend wurde ein weiterer Dienst für 15 Monate getestet.

Der erstbeschriebene Kurs startete am 1. Juni 1971 und wurde zum 31. März 1986 beendet. Der verwendete R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn hatte den Unterscheidungsbuchstaben „a“. Der Poststempel führte den Buchstaben „h“.

R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn mit Unterscheidungsbuchstaben „a“, Beleg vom 25. März 1986

Die unscheinbaren Einschreibzettel bei diesen Kursen lassen sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter oder mit Belegen, mit aussagekräftigen Absenderangaben nachweisen.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2903 Bad Zwischenahn 11, Ekern-Burgfelde, Burgfelder Str. 33, Gaststätte Krüger, mo-fr 8.40 Uhr bis 8.55 Uhr,
  • 2905 Edewecht 3, Portsloge, Portsloger Str. 22, EDEKA Kahlen, mo-fr 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr und sa 8.40 Uhr bis 9.10 Uhr
  • 2903 Bad Zwischenahn 12, Dänikhorst, Hauptstr. 26, Waffengeschäft Meinen, mo-fr 9.50 Uhr bis 10.05 Uhr und sa 9.25 bis 9.40 Uhr,
  • Querenstede, Siedlung, Bedarfshaltestelle, mo-fr 10.10 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 13, Ohrwege, Langer Damm 60, EDEKA Bruns, mo-fr 10.30 Uhr- 10.40 Uhr und sa 9.50 Uhr bis 10.10 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 4, Rostrup, Elmendorfer Str. 29, Altenwohnheim, mo-fr 10.50 Uhr bis 12.00 Uhr und 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr und sa 10.20 Uhr bis 12.00 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 7, Aschhauser Feld/Wiefelsteder Str. 37, BP-Tankstelle Keilers, mo-fr 13.45 Uhr bis 14.15 Uhr und sa 12.30 Uhr bis 12.45 Uhr,
  • 2901 Wiefelstede 5, Gristede, Schulstr., KP-Haltestelle, mo-fr 14.20 Uhr bis 14.40 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 6, Elmendorf, Stiller Bogen, EDEKA Meyerjürgens, mo-fr 14.50 Uhr bis 15.05 Uhr und sa 12.05 Uhr bis 12.20 Uhr,
  • 2910 Westerstede, Giesselhorst, Gastwirtschaft Schwengels, mo-fr 15.15 Uhr bis 15.35 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 5, Dreibergen, Dreiberger Str., Lehrerfortbildungsheim, mo-fr 15.45 Uhr bis 16.05 Uhr.

Nach dem Ende des obigen Kurses am 31. März 1986 wurde anschließend bis zum 30. Juni 1987 ein neuer Betriebsversuch eingerichtet. Es sollte geprüft werden, ob in den folgenden Ortsteilen eine feste Poststelle eingerichtet werden soll. Diese Orte aus dem ersten Kurs wurden jetzt mit erweiterten Haltezeiten bei gleichen Haltepunkten angefahren.

  • 2903 Bad Zwischenahn 7, Aschhauser Feld/Wiefelsteder Str. 37, mo-fr 8.35 Uhr bis 9.35 Uhr und 13.45 Uhr bis 14.45 Uhr und sa 8.35 Uhr bis 9.15 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 6, Elmendorf, Stiller Bogen, mo-fr 9.45 Uhr bis 10.45 Uhr und 14.55 Uhr bis 15.55 Uhr und sa 9.25 Uhr bis 10.25 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 4, Rostrup, Elmendorfer Str. 29, mo-fr 10.50 Uhr bis 12.00 Uhr und 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr und sa 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Bei diesem zweiten Kurs wurde ein Einschreibzettel mit einem anderen Unterscheidungsbuchstaben eingesetzt.

R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn mit Unterscheidungsbuchstaben „b“, Beleg vom 25. März 1986

Der Poststempel führte den gleichen Stempel wie bei Kurs 1:

Stempel vom Einlieferungsschein: 2903 Bad Zwischenahn mit UB „h“ vom 25. März 1986

Routenplan des fahrbaren Postschalters Bad Zwischenahn

Sehr geehrter Postkunde“ – Kundeninformation aus dem Jahr 1981 zu Veränderungen der Haltepunkte und Haltezeiten

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet. Folgende Orte können belegt werden:

Sowohl vor, als auch nach den Betriebsversuchen gab es in 2903 Bad Zwischenahn 4, Ortsteil Rostrup eine stationäre Poststelle:

R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) 9 D, Rostrup über Oldenburg (Oldb)

R-Zettel 2901 Rostrup, noch vor der Gebietsreform

R-Zettel von Rostrup nach der Gebietsreform, jetzt 2903 Bad Zwischenahn 4, Beleg vom 6. Mai 1993

Bei der Poststelle in 2903 Bad Zwischenahn 5, Ortsteil Dreibergen fehlte der eigene R-Zettel. Aushilfsweise wurde am 7. Dezember 1987 ein Einschreibzettel von Bad Zwischenahn 1 handschriftlich auf 5 geändert:

R-Zettel von 2903 Bad Zwischenahn 5, handschriftliche Änderung von 1 auf 5, Beleg vom 7. Dezember 1987

Poststempel vom Einlieferungsschein Bad Zwischenahn 5, vom 7. Dezember 1987 mit richtiger Bezeichnung der Poststelle

In 2905 Edewecht 3, Ortsteil Portsloge gab es später eine Poststelle:

R-Zettel 2905 Edewecht 3, Portsloge, Beleg vom 27. August 1990

Alle beschriebenen Orte liegen im Landkreis Ammerland.

Der Beitrag „Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Oldenburg“ beschreibt ebenfalls Haltepunkte in Bad Zwischenahn und Edewecht.

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Oldenburg

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Oldenburg aus wurde ab dem 2. April 1973 ein fahrbarer Postschalter eingesetzt. Der verwendete R-Zettel mit nur zweistelliger Postleitzahl 29 Oldenburg (Oldb) 1 verwendete die Unterscheidungsbuchstaben „ff“. Der Poststempel führte den Buchstaben „m“.

R-Brief 29 Oldenburg (Oldb) 1 und R-Zettel mit Unterscheidungsbuchstaben „ff“, Poststempel vom 17. Februar 1988. Datumstempel für die Aufbewahrungsfrist 25. Februar 1988

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2906 Wardenburg 7, Südmoslesfehn, Korsorsstr. 1, Gaststätte Büsselmann, mo-fr 8.30 Uhr bis 8.45 Uhr,
  • 2906 Wardenburg 6, Achternmeer, Korsorsstr. 171, Gaststätte, mo-fr 8.50 Uhr bis 9.05 Uhr und 13.15 Uhr bis 13.35 Uhr,
  • 2905 Edewecht 5, Klein Scharrel, Scharreler Damm 26, Kaufmann Stadtlander, mo-fr 9.15 Uhr bis 9.30 Uhr und 13.45 Uhr bis 14.00 Uhr,
  • 2905 Edewecht 6, Jeddeloh 2, Wischenstr. Ecke Gartenstr., Schlachterei Bley, mo-fr 9.40 Uhr bis 10.00 Uhr und 14.10 Uhr bis 14.25 Uhr,
  • 2905 Edewecht 4, Jeddeloh 1, Jeddeloher Damm 28, Gaststätte Bunjes, mo-fr 10.10 Uhr bis 10.35 Uhr und 16.35 Uhr bis 17.05 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 9, Petersfehn 2, Dorfstr., Kaufmann Helms, mo-fr 10.45 Uhr bis 11.00 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 8, Petersfehn 1, Mittellinie 63, Schule, mo-fr 11.05 Uhr bis 11.35 Uhr und 17.20 Uhr bis 17.50 Uhr,
  • 2905 Edewecht 7, Husbäke, Breslauer Str. 1, Kaufmann Orth, mo-fr 14.35 Uhr bis 15.05 Uhr,
  • 2905 Edewecht 8, Weserscheps, Hauptstr. Abzweigung Harkebrügge, mo-fr 15.50 Uhr bis 16.20 Uhr,
  • 2905 Edewecht 9, Osterscheps, Schepser Damm 20, Kaufmann Lahrig, mo-fr 15.15 Uhr bis 15.45 Uhr.

Karte der Haltepunkte und Haltezeiten des fahrbaren Postschalters aus Oldenburg

„Ihr Postamt“ informiert die Postkunden über die neue moderne Einrichtung des fahrbaren Postschalters

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Der Kurs wurde am 1. April 1988 eingestellt.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet.

Zum Beispiel 2901 Jeddeloh II, das spätere 2905 Edewecht 6:

R-Brief vom 16. Mai 1988 von der Edewechter Stahl und Beton GmbH aus 2901 Jeddeloh II nach 29 Oldenburg

R-Zettel vom obigen Beleg

Und 2901 Osterscheps, das spätere 2905 Edewecht 9:

R-Zettel 2901 Osterscheps

Und nach der Einstellung gab es in Achternmeer, 2906 Wardenburg 6 wieder eine Poststelle:

R-Zettel 2906 Wardenburg 6, Beleg vom 9. Oktober 1990

Die Orte Bad Zwischenahn und Edewecht liegen im Landkreis Ammerland, Wardenburg im Landkreis Oldenburg.

Der Beitrag „Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bad Zwischenahn“ beschreibt ebenfalls Haltepunkte in Bad Zwischenahn und Edewecht.

Der fahrbare Postschalter aus Oldenburg

Der abgebildete fahrbare Postschalter, ein Daimler Benz Kom O 309 D, wurde am 22. Dezember 1981 zugelassen und wurde beim Postamt Oldenburg von Januar 1982 bis 1994 eingesetzt. Dieser Daimler ist sechs Meter lang und 2,20 Meter breit.

Neben dem Einsatz als fahrbarer Postschalter wurde er bei Umbauten von Postämtern als Ausweichfiliale eingesetzt.

Heute gehört dieses Fahrzeug zum Bestand des „Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V. “ in Wuppertal.

Quellen:

  • Briefmarken Spiegel, Messe Magazin, Essen 2017
  • Deutsche Briefmarken-Zeitung, DBZ, Nr. 10, 28. April 2017
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, www.postverein.de
  • Philatelistische und postgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land, Rundbrief Nr. 20, Oktober 1999, Wolfgang Letzel

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Verden

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Verden starteten zwei Kurse zur Versorgung der Postkunden.

Kurs 1 startete am 1.9.1971 mit Änderungen ab 20.1.1986.

Der verwendete Einschreibzettel bei Kurs 1 verfügte über keinen Unterscheidungsbuchstaben:

R-Zettel 2810 Verden, Aller 1

Die unscheinbaren Einschreibzettel bei diesen zwei Kursen lassen sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter oder mit Belegen, mit aussagekräftigen Absenderangaben nachweisen. Der Tagesstempel führte die wechselnden Unterscheidungsbuchstaben „i“ bzw. „j“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2810 Verden 12, Eitze, Im Westerfeld, mo-fr 8.45 Uhr bis 9.40 Uhr und 13.50 Uhr bis 14.50 Uhr,
  • 2816 Kirchlinteln 8, Hohenaverbergen, Verdener Str. 8, mo-fr 9.50 Uhr bis 10.45 Uhr und 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr,
  • 2810 Verden 8, in Verden Salzstr./Renkestr., mo-fr 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Bis einschließlich 18. Januar 1986 wurden vom Kurs 1 weitere Orte versorgt:

  • 2811 Blender 2, Holtum
  • 2811 Blender 3, Einste
  • 2811 Blender 4, Intschede
  • 2811 Blender 5, Oiste
  • 2816 Kirchlinteln 6, Armsen
  • 2816 Kirchlinteln 7, Otersen,
  • 2816 Kirchlinteln 9, Luttum
  • 2816 Kirchlinteln 11, Weitzmühlen,
  • 2815 Langwedel 6, Cluvenhagen
  • 2810 Verden 3, Groß Hutbergen.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte aus dem Kurs 1 mit einer stationären Post ausgestattet:

R-Zettel der Einheitsausgabe von Intschede über Verden (Aller)

Der Ort Intschede (später 2811 Blender 4) hatte bereits im Deutschen Reich eine Poststelle.

Poststellen II Stempel 23 Luttum über Verden (Aller) auf einem Beleg nach Bremen mit Poststempel 29. Dezember 1958

Der Ort Luttum (später 2816 Kirchlinteln 9) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

R-Zettel 2810 Verden 3, Stadtteil Groß Hutbergen

Nach der Einstellung des Fahrbaren Postschalters wurde in Groß Hutbergen eine Poststelle eingerichtet.

Kurs 2 startete am 1.2.1973 mit Änderungen ab 20.1.1986.

Der verwendete Einschreibzettel bei Kurs 2 verfügte über den Unterscheidungsbuchstaben „d“:

R-Zettel 2810 Verden, Aller 1 mit Unterscheidungsbuchstabe „d“

Der Tagesstempel führte den Unterscheidungsbuchstaben „k“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2815 Langwedel 5, Cluvenhagen, Verdener Str. 41, mo-fr 9.15 Uhr bis 10.00 Uhr und 13.50 Uhr bis 14.55 Uhr,
  • 2810 Verden 5, Dauelsen, Schülerweg, mo-fr 10.20 Uhr bis 11.15 Uhr und 15.15 Uhr bis 16.30 Uhr,
  • 2810 Verden 4, Verden, Mainstr./Oderplatz, mo-fr 11.25 Uhr bis 12.30 Uhr und 16.40 Uhr bis 18.00 Uhr.

Bis einschließlich 18. Januar 1986 wurden vom Kurs 2 weitere Orte versorgt:

  • 2817 Dörverden 5, Stedebergen,
  • 2817 Dörverden 6, Wahnebergen,
  • 2817 Dörverden 7, Ahnebergen,
  • 2816 Kirchlinteln 4, Holtum
  • 2816 Kirchlinteln 5, Brunsbrock,
  • 2810 Verden 6, Dauelsen, Am Holzkamp 16,
  • 2810 Verden 7, Scharnhorst,
  • 2810 Verden 9, Borstel, Im Holze,
  • 2810 Verden 11, Borstel, Borsteler Dorfstr.,
  • 2810 Verden 13, Hönisch.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet:

R-Zettel 3091 Cluvenhagen

Der selbstständige Ort Cluvenhagen wurde 1968 zu Etelsen eingemeindet. Der R-Zettel mit der früheren Postleitzahl stammt aus der Zeit vor dem Betriebsversuch und dokumentiert das Bestehen einer Poststelle.

R-Zettel 2815 Langwedel, Kr Verden, Aller 5

Nach der Eingemeindung von Cluvenhagen zu Etelsen, ging die Gemeindereform weiter. Etelsen wurde 1972 von Langwedel übernommen. Und nach dem Ende des Betriebsversuches bekam Cluvenhagen (jetzt 2815 Langwedel 5) wieder eine stationäre Post.

Poststellen II Stempel 23 Dauelsen über Verden (Aller) mit Poststempel 1. Januar 1959

Der Ort Dauelsen (später 3091 Dauelsen und 2810 Verden 5) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

R-Zettel 3091 Dauelsen

R-Zettel Verden, Aller 5 (Dauelsen)

Dauelsen, Verden 5, zum Zweiten. Ein Beleg vom 24. Februar 1989 belegt die Einrichtung einer Poststelle.

R-Zettel Verden, Aller 4

In Verden 4 belegt eine Sendung vom 6. Februar 1989 die Einrichtung einer Poststelle.

Stempel vom Einlieferungsschein 2810 Verden, Aller 4. Datum 6. Februar 1989

Poststellen II Stempel 23 Brunsbrock über Verden (Aller) mit Poststempel 23 Verden vom, vermutlich, 21. Dezember 1957

Und auch hier: Der Ort Brunsbrock (später 2816 Kirchlinteln 5) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Verden.

Unterlagen der Deutschen Bundespost, Postamt 1, Postfach 1180, 2810 Verden 1, aus dem Februar 1986 belegen die genauen Haltezeiten bei Kurs 1 und Kurs 2.

Quelle:

  • Informationen vom Postamt 2810 Verden 1, Februar 1986

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bremervörde

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Aus ehemals drei Kursen sind am 1. November 1985 zwei Kurse geworden. Alle Haltestellen mit geringem Schalterverkehr sind weggefallen. Zu den zwei Kursen gibt es eine kombinierte Fahrt am Sonnabend. Von ehemals 19 Haltestellen (drei Kurse) werden jetzt neun Stellen (zwei Kurse) angefahren.

Fahrbarer Postschalter aus Bremervörde

Bis zum 28. Oktober 1980 hatte Bremervörde die Postleitzahl 2140. Die Unterscheidungsbuchstaben sind beim Wechsel der Postleitzahlen geblieben.

Die Karteikarten wurden dem Autor freundlicherweise vom Postamt Bremervörde zur Verfügung gestellt. Beschrieben werden hier die drei Kurse:

Fahrbarer Postschalter 1, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „d“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „g“.

Kurs 1 startete am 3. November 1969.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Alfstedt, Kaufmann Olfermann, mo-fr 8.50 Uhr bis 9.50 Uhr und sa 9.55 Uhr bis 10.10 Uhr
  • 2740 Eberstorf, Feuerwehrhaus. Hauptstr., mo-fr 9.55 Uhr bis 10.55 Uhr und 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr und sa 10.15 Uhr bis 10.40 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Volksbank, Bahnhofsstr., mo-fr 11.10 Uhr bis 12.10 Uhr und 14.05 Uhr bis 15.45 und sa 10.55 Uhr bis 12.20 Uhr

Fahrbarer Postschalter 2, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „e“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „h“.

Kurs 2 startete am 1. Oktober 1971.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Bremervörde 5, Gnarrenburger Str. 73, mo-fr 8.40 Uhr bis 9.20 Uhr und 17.05 Uhr bis 17.50 Uhr und sa 8.00 Uhr bis 8.25 Uhr
  • 2740 Bremervörde 6, Kaufmann Krause, Mittelkamp 2, mo-fr 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr und sa 8.35 Uhr bis 8.55 Uhr
  • 2740 Bremervörde 11, Nieder Ochtenhausen, Vorfeldring, mo-fr 10.40 Uhr bis 11.40 Uhr und sa 9.05 Uhr bis 9.20 Uhr
  • 2740 Bremervörde 9, Iselersheim, Gasthof Pülsch, mo-fr 11.50 Uhr bis 12.20 Uhr und sa 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Gasthof Dallmann, mo-fr 14.10 Uhr bis 15.40 Uhr und sa 11.45 Uhr bis 12.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, Gasthof Lüdemann, mo-fr 15.55 Uhr bis 16.40 Uhr und sa 12.40 Uhr bis 13.00 Uhr

Fahrbarer Postschalter 3, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „f“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „i“.

Kurs 3 startete am 1. April 1978 und wurde am 31. Oktober 1985 eingestellt.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Ebersdorf, mo-fr 9.15 Uhr bis 10.00 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Bahnhofsstr., mo-fr 10.20 Uhr bis 11.00 Uhr
  • 2740 Oerel 4, Barchel, Barcheler Str., mo-fr 11.15 Uhr bis 11.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 3, Oese, mo-fr 12.30 bis 12.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 2, Volkmarst, mo-fr 12.55 Uhr bis 13.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, mo-fr 13.25 Uhr bis 15.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, mo-fr 15.20 Uhr bis 16.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 8, Augustendorf, mo-fr 16.10 Uhr bis 16.20 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 6, Fahrendahl, mo-fr 16.35 Uhr bis 16.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 5, Fahrendorf, mo-fr 16.50 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Übersichtskarte der vom Postamt Bremervörde angefahrenen Haltepunkte

Sonderumschlag Tag der Briefmarke 1972 mit Abbildung 1. Fahrbarer Postschalter

Zum Tag der Briefmarke und der damit verbundenen Briefmarkenausstellung „VÖRPOSTA“ wurde ein Sonderumschlag verkauft. Abgebildet ist der 1. Fahrbare Postschalter des Postamtes 214 Bremervörde. Der verwendete Nummerneinschreibzettel (NEZ) 214 Bremervörde Vörposta ´72, der anlässlich dieser Veranstaltung eingesetzt wurde, hat eine Auflage von 476 Exemplaren.

(Weitere Informationen zu NEZ finden Sie hier)

Folgende sechs Dokumente wurden mir freundlicherweise vom „Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V.“ aus Wuppertal zur Verfügung gestellt.

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs I

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs II

Fahrtenbuch für ungerade Monate, FaPo = Fahrbarer Postschalter

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994. Seit dem 1. Juli 1993 gilt die fünfstellige Postleitzahl 26169, auch bei der DEA-Station

Auszug aus dem Fahrtenbuch April 1993, Stempel der Esso Station aus 2908 Friesoythe

Nachdem einige Haltestellen nicht mehr angefahren wurden, wurden in den Orten teilweise Poststellen eröffnet:

2740 Alfstedt. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Ebersdorf b Bremervörde, Beleg vom 6. Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Hipstedt, statt Hipstedt 1, Beleg vom 6.Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Beleg vom 25. November 1988

Quellen:

  • Postamt Bremervörde, Broschüre zum Neubau des Postamtes Bremervörde 1983
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, https://www.postverein.de/fahrzeuge

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Zeven

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Zeven startete ab dem 1. November 1985 ein Kurs zur Versorgung der Postkunden in Kirchtimke 2, Hepstedt, Rhade 1 und 2, Ostereistedt 1 und Zeven 2.

Als Einschreibzettel wurde 2730 Zeven 1 mit dem Unterscheidungsbuchstaben „b“ verwendet. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „d“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2733 Kirchtimke 2, Ostertimke, Hemeler Str., mo-sa 8.40 Uhr bis 9.00 Uhr,
  • 2733 Hepstedt, mo-sa 9.10 Uhr bis 9.50 Uhr und nachmittags mo-fr 14.25 Uhr bis 15.15 Uhr,
  • 2730 Rhade 1, Hauptstr., mo-sa 10.05 Uhr bis 11.00 Uhr und nachmittags mo-fr 15.30 Uhr bis 16.25 Uhr,
  • 2730 Rhade 2, Rhadereistedt, Landstr., mo-sa 11.05 Uhr bis 11.25 Uhr,
  • 2730 Ostereistedt 1, Hauptstr., mo-sa 11.30 Uhr bis 11.50 Uhr,
  • 2730 Zeven 2, Industriestr., mo-sa 12.05 Uhr bis 12.40 Uhr und nachmittags mo-fr 16.50 Uhr bis 17.45 Uhr.

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

R-Zettel 2733 Hepstedt

Hepstedt ist im Ortsverzeichnis der Post Ausgabe 1989 noch eine mAST. Am 5. November 1988 wurde ein eigener R-Zettel 2733 Hepstedt verwendet.

Auch 2730 Rhade bei Zeven ist mit einem eigenen Einschreibzettel ausgestattet.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Einführung

Eine allgemeine Einführung in das Thema.

Fahrbare Postschalter wurden zu unterschiedlichsten Anlässen, wie Veranstaltungen oder Umbauten eingesetzt. Belegt sind Poststempel und Briefmarken mit entsprechender Nennung u.a. aus:

  • Bangladesch (Mobile Post Office), auch auf Briefmarke 1983, Michel Nr. 211,
  • Böhmen und Mähren (Fahrbares Postamt-Autoposta),
  • Bundesrepublik Deutschland (Fahrbares Sonderpostamt),
  • DDR (Fahrbares Postamt)
  • Deutschen Reich (Fahrbares Postamt),
  • Großbritannien (Mobile Post Office),
  • Österreich (Fahrbares Postamt),
  • Portugal (Autocarro Ambulância Postal – Postwagen)
  • Schweden (Bilpostkontoret – Autopostamt),
  • Schweiz (Bureau de poste automobile, Automobil Postbureau),
  • USA (Mobile Post Office, Post Office on Wheels).

Mich interessiert der Nachweis von Fahrbaren Postämter aus dem heutigen Niedersachsen. Und der Nachweis soll nicht über Stempel, sondern über Einschreibzettel (R-Zettel) erfolgen.

Bevor die einzelnen Postkurse der fahrbaren Postschalter in weiteren Artikeln vorgestellt werden, folgt hier eine allgemeine Einführung ins Thema.

(Am Ende des Artikels finden Sie auszugsweise ein Konzept des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen für die zukünftige Postversorgung auf dem Lande)

Für die Postkunden brachte die Einrichtung der Poststellen II eine entscheidende Verbesserung der Postversorgung. Nachdem die Motorisierung der Landzustellung viele Poststellen entbehrlich gemacht hatte, suchte die Post nach neuen Wegen der (Land-) Bevölkerung in dünn besiedelten Gebieten einen Postservice anzubieten zu können. Und lange vor der Einrichtung der heutigen Postagenturen bzw. Partnerfilialen hatte die Deutsche Bundespost eine Idee.

In Niedersachsen wurden seit dem 1. November 1969 im Rahmen eines Betriebsversuches fahrbare Postschalter erprobt.

Ein fahrbarer Postschalter aus Oldenburg

Dieser fahrbare Postschalter aus Oldenburg wurde gelegentlich auf der Briefmarken Messe in Essen dem interessierten Publikum gezeigt, hier Mai 2018.

Ein fahrbarer Postschalter aus Celle (ca. 1985)

Dieser Beitrag befasst sich daher mit den fahrbaren Postschaltern aus der Phase der vierstelligen und fünfstelligen Postleitzahlen.

In den Betriebsregelungen für fahrbare Postschalter waren verschiedene Punkte geregelt, u.a.:

  • Ausstattung des Halteplatzes
  • Verkehrstage
  • Haltezeiten
  • Streckenführung bis
  • Personaleinsatz.

Der fahrbare Postschalter war Annahmestelle im Sinne § 41, Absatz 2 der Postordnung. Bei ihm wurden grundsätzliche alle Postdienstleistungen angeboten.

Die eingesetzten Fahrzeuge waren eine Spezialkonstruktion mit Einrichtungsgegenständen für den Annahme- und Ausgabedienst. Es konnten bis zu acht (!) Kunden gleichzeitig den Besucherraum betreten.

Halteplatzschild mit Angabe der Haltezeit

An jedem Halteplatz wies eine Aushangtafel auf den fahrbaren Postschalter hin.

Ein fahrbarer Postschalter aus Celle. Mit Telefonzelle, Briefkasten mit Briefmarken-Heftchengeber und Halteplatzschild. (ca. 1985)

Außerdem waren am Halteplatz eine Telefonzelle, ein Briefkasten und ein Heftchengeber als Regelausstattung vorgesehen. Die Ausstattung sollte dem Halteplatz einen hohen Aufmerksamkeitswert verschaffen. Zugleich sollte sie außerhalb der Haltezeiten des fahrbaren Postschalters ausweisen, dass der Ort postalische versorgt wurde.

Über fahrbare Postschalter abgefertigte Einschreiben sind nur am Unterscheidungsbuchstaben der R-Zettel diesen Dienststellen zuzuordnen.

Keine Regel ohne Ausnahme:

R-Zettel 3380 Goslar 1 mit dem Zusatz Fahrbarer Schalter, 25. Juni 1982

Neben dem Einsatz in Goslar gab es einen zweiten R-Zettel mit obigem Zusatz in 6980 Wertheim.

Wie findet man in den Unterlagen der Post die mobilen Postämter?

Auszug aus dem Ortsverzeichnis Post

Am Beispiel 2733 Hepstedt erklärt. Unter dem Ort steht die Abkürzung mASt für mobile Annahmestelle = Fahrbarer Postschalter. Das zuständige Postamt mit Verwaltungsdienst ist 2720 Rotenburg, Wümme 1. Die Zustellung wird aus Tarmstedt organisiert. Die zuständige Oberpostdirektion sitzt in Bremen (Brm). Telefonisch ist Hepstedt an das Ortsnetz (ON) Tarmstedt angeschlossen.

Und nach einigen Recherchen wird klar, Hepstedt wird von einem fahrbaren Postschalter bedient, der in Zeven eingesetzt wird.

In den kommenden Monaten werden die einzelnen Kurse in Niedersachsen vorgestellt:

Der Start der fahrbaren Postämter mit den jeweiligen Kursen ist bekannt. Leider fehlen Information über das jeweilige Ende des Betriebsversuche. Ich würde mich freuen, wenn Sie die fehlenden Informationen belegen könnten. Und alle Daten sind eine jeweilige Momentaufnahme. Änderung der Kurse und Haltezeiten hat es gegeben.

Sollten Sie von einigen Orten keine R-Zettel finden, könnte der Einsatz der mobile Annahmestellen (mAst) ein Grund dafür sein.

Ein Blick zurück:

Erfreulicherweise sind in Amtsblättern der Deutschen Reichspost frühere Einsätze von fahrbaren Postämtern bei Veranstaltungen veröffentlicht worden. Diese Fahrzeuge der Deutschen Reichspost waren rot lackiert.

Berlin Fahrbares Postamt, mit Unterscheidungsbuchstabe (UB) „f“

Bereits seit 1934 wurden fahrbare Postämter eingesetzt. Obiger R-Zettel fand seine Verwendung bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. R-Zettel dieses Typs sind mit weiteren UB bekannt.

Der Autor Herr Paul-Jürgen Hueske hat 2002 im Band 158 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. die fahrbaren Postämter im Deutschen Reich 1934 bis 1944 aufgelistet und ausführliche Informationen (Entwicklung, Ausstattung, Betrieb) und Abbildungen zusammengestellt. Diese fahrbaren Postämter hatten gelegentlich Sonderstempel der Veranstaltung im Einsatz. R-Zettel mit entsprechenden Hinweisen sind nur von den Spielen 1936 belegt.

Auflistung niedersächsischer Orte nach Hueske, nach Datum sortiert:

  • Bückeberg bei Hameln, Erntedanktage: 5.-6.10.1935, 3.-4.10.1936, 2.-3.10.1937 auch in den benachbarten Orten Afferde, Kirchosen und Tündern, 1.-2.10.1938. Einen detaillierten Bericht zu Bückeberg finden Sie hier.

Fahrbarer Postschalter beim Reichserntedankfest Bückeberg, 1937

  • Northeim (Han), Reichsarbeitstag der NS-Kriegsopferversorgung und des Hauptamts für Kriegsopfer der Reichsleitung der NSDAP und 3. Niedersächsischen Frontsoldaten- und Kriegsopfertreffen: 10.-14.6.1937, 6.-8.5.1938
  • Rothenfelde über Vorsfelde, Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes mit 2 Fahrbaren Postämter: 26.5.1938, einen weiterführenden Artikel zu Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben finden Sie hier.
  • Hannover, Gautag der NSDAP: 9.-12.6.1938
  • Bad Gandersheim, Motor-, Wehr-, Sportübungen des NSKK: 17.-22.6.1938
  • Goslar, Motorsportwoche des NSKK im Harz, 10. Dreitage-Mittelgebirgsfahrt: 23.-25.6.1938
  • Braunschweig, 100 Jahre Staatsbahn Ausstellung: 19.8.-4.9.1938
  • Hannover, Flugtag 1938, NSFK: 25.9.1938
  • Hannover, 16. Internationales Eilenriede-Rennen, NSKK: 14.-16.4.1939
  • Braunschweig, 4. Reichsführer- und Führerrinnenlager der HJ.: 14.-25.5.1939
  • Hannover, Niedersächsisches Sängerfest, Stadthalle: 19.-21.5.1939
  • Gehrden über Hannover, Kreistag Kalenberg: 10.-11.6.1939
  • Northeim (Han), Reichsarbeitstagung der Nationalsozialistischen Kriegsopferversehrten: 16.-19.6.1939
  • Bookholzberg, Niederdeutsche Gedenkstätte-Stedingsehre, Gau Weser-Ems, Sommer-Sonnenwendfeier: 17.6.1939 (Bookholzberg heute Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee im Landkreis Oldenburg)
  • Lüneburg, Land zwischen Meer und Heide, Ausstellung: 23.6.-2.7.1939
  • Emden, Ausstellung Wille und Leistung Ostfrieslands: 21.-30.7.1939
  • Hannover, 28. Deutsches Meisterschaftsrudern: 12.-13.8.1939

Der fahrbare Postschalter ist Geschichte:

Sonderstempel mit Abbildung eines fahrbaren Postschalters, 63150 Heusenstamm, Deutsche Post, Internationaler Museumstag, Museum für Kommunikation Frankfurt Heusenstamm, 17.5.2020

In der Außenstelle des Museums für Kommunikation, Philipp Reis Str. 4-8, 63150 Heusenstamm, gibt es weitere Postfahrzeuge zu besichtigen.

Und jetzt für Sie zum Nachlesen, eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise im Post-Originalton:

Postversorgung auf dem Lande

Die Postversorgung auf dem Lande war für den Deutschen Bundestag in Bonn am 8. Mai 1981 ein Thema. Die Bundesregierung informierte die Angeordneten mit einem Konzept des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen
für die künftige Postversorgung auf dem Lande, 9. Wahlperiode. (Auszug zum Thema fahrbare Postschalter)

3.3 Mobile Amtsstellen (Fahrbare Postschalter)

Der in Betriebsversuchen erfolgreich erprobte Fahrbare Postschalter wird künftig für die Postversorgung des Landes und in Stadtrandgebieten eingesetzt.
Der Fahrbare Postschalter ist eine mobile Amtsstelle, die nach einem Fahrplan (Kurs) zu bestimmten Zeiten (Haltezeiten) an bestimmten Orten (Haltepunkte) eingesetzt wird. Einzelheiten über den Einsatz Fahrbarer Postschalter sind aus der als Anlage beigefügten Regelung ersichtlich.

8 Fahrbare Postschalter

Fahrbare Postschalter sind einzusetzen, wenn
– bei Übertragung der Annahmebefugnis auf den Zusteller dieser mehr als 10 v. H. seiner Arbeitszeit Annahmedienst leisten müßte und die Einrichtung bzw. Beibehaltung einer ortsfesten Amtsstelle von mindestens sechs Wochenstunden Grundarbeitszeit für Tätigkeiten im Hause aus postbetrieblichen, kundendienstlichen und wirtschaftlichen Erwägungen nicht in Betracht kommt
– für die Einrichtung einer ortsfesten Amtsstelle die räumlichen oder personellen Voraussetzungen nicht sogleich geschaffen werden können.

Fahrbare Postschalter können eingerichtet werden, wenn
– bei als notwendig erachteter Neueinrichtung im Amtsstellennetz die künftige Inanspruchnahme nicht bekannt ist, eine Verdichtung des Angebots im Amtsstellennetz im kundendienstlichen Interesse liegt und wirtschaftlich vorteilhaft oder zumindest vertretbar ist. In diesem Fall können in einem Einzugsbereich nach Tz 4.2 unter Bildung neuer Einzugsbereiche mit herabgesetzter Entfernungsbedingung mehrere Bedienungsstandorte eingerichtet werden.

Richtlinien über die Organisation der Postämter, § 12 der Amtsstellenorganisation

(6) Fahrbare Postschalter sind mobile Amtsstellen ohne Zustellung, die an bestimmten Haltepunkten zu bestimmten Haltezeiten eingesetzt werden. Sie werden mit entsprechenden Angaben im Ortsverzeichnis Post aufgeführt.

§ 13 Bedingungen für die Einrichtung, Umwandlung und Aufhebung von Amtsstellen

(7) Fahrbare Postschalter sind einzusetzen, wenn
– die Bedingung für die Übertragung der Annahmebefugnis des Zustellers nach Abs. (6) überschritten wird und nach Maßgabe des Abs. (4) keine ortsfeste Amtsstelle eingerichtet werden soll und der Einsatz in postbetrieblicher und kundendienstlicher Hinsicht zweckmäßig und wirtschaftlich ist,
– räumliche oder personelle Voraussetzungen für die Einrichtung einer ortsfesten Amtsstelle nicht sogleich geschaffen werden können.

(8) Fahrbare Postschalter können eingesetzt werden, wenn
– das Verkehrsaufkommen noch nicht bekannt ist oder
– eine Verdichtung des Angebots im Amtsstellennetz im kundendienstlichen Interesse liegt und wirtschaftlich vertretbar ist.

Betriebsregelungen für Fahrbare Postschalter

1.1 Postdienste
Der Fahrbare Postschalter ist Annahmestelle im Sinne § 41 Abs. 2 Postordnung. Bei ihm sind grundsätzlich alle Postdienstleistungen anzubieten. Die Ausgabe von Sendungen an benachrichtigte Empfänger kann zugelassen werden.
1.2 Fernmeldedienste
Ferngespräche werden nicht vermittelt (wegen Fernsprechhäuschen [FeH] s. Ausstattung des Halteplatzes). Telegramme werden wie beim Landzusteller entgegengenommen. Sie sind bei der nächsten am Kurs liegenden Telegrafen-Dienststelle zur weiteren Übermittlung abzuliefern.
2 Halteplätze (Standortwahl)
Die Halteplätze sind für den Kunden leicht erreichbar auf ausreichend befestigten Flächen unter Berücksichtigung des Einzugsbereichs (§ 13 Abs. [2]
OrgRichtlPost) in möglichst zentraler Lage einzurichten. Der Zu- und Abgang der Postkunden soll durch den fließenden Straßenverkehr nicht beeinträchtigt werden. Bei der Standortwahl sind die Kommunalbehörden in angemessener Weise zu beteiligen.
3 Ausstattung des Halteplatzes
Die Ausstattung soll dem Halteplatz einen hohen Aufmerksamkeitswert verschaffen. Zugleich soll sie außerhalb der Haltezeiten des Fahrbaren Postschalters ausweisen, daß der Ort postalisch versorgt ist. Die Regelausstattung besteht aus
– einer Aushangtafel für Hinweise und Bekanntgabe der Haltezeiten,
– einem FeH, das unmittelbar am Halteplatz liegen soll,
– einem Doppelheftchengeber und
– einem Briefkasten.
Über den Einsatz von Einzelmarkengebern ist fallweise zu entscheiden.
4 Verkehrstage
Die Fahrbaren Postschalter verkehren grundsätzlich werktags.
5 Haltezeiten
Die Haltezeiten sind nach ihrer Dauer und möglichst auch nach der zeitlichen Lage dem Verkehrsaufkommen und den kundendienstlichen Bedürfnissen anzupassen. Die Mindesthaltezeiten betragen bei Haltepunkten werktäglich
— bis unter 6 Stunden wöchentlich 20 Minuten
— 6 bis unter 7 Stunden wöchentlich 30 Minuten
— 7 bis unter 8 Stunden wöchentlich 35 Minuten
— 8 Stunden und mehr wöchentlich 45 Minuten
(Die Stundenangaben beziehen sich auf Tätigkeiten im Hause bei Poststellen [Grundarbeitszeit nach Erhebungsbogen 135,4]). Die Haltezeiten können wahlweise auf den Vormittag, den Nachmittag oder — bei größeren Orten —
auf den Vor- und Nachmittag gelegt werden.
6 Streckenführung
Je nach Zahl und Lage der Haltepunkte sowie der Haltezeiten sind Kurse einzurichten als
– Rundfahrten,
– Stichfahrten oder
– Kombinationen von Rund- und Stichfahrten.
7 Bezeichnung der Kurse
Die Kurse sind unter dem Namen des Postamts (V) fortlaufend mit der Postleitzahl und einer arabischen Ziffer zu bezeichnen, z. B.: Bonn 15300-1.
8 Bezeichnung der Haltepunkte
Die Haltepunkte sind entsprechend § 10 Abs. 4 OrgRichtlPost zu bezeichnen. Im Ortsverzeichnis Post sind Orte, die durch einen Fahrbaren Postschalter
versorgt werden, künftig in der dritten Spalte mit einem m = mobile Annahmestelle zu kennzeichnen.
9 Personaleinsatz
Die Wahrnehmung des Annahmedienstes und das Führen des Kfz obliegen derselben Person. Der Fahrer muß im Besitz des Postführerscheins Klasse drei
sein. Er erhält Entschädigung im Kraftfahrdienst.
10 Bewertung
Die Bewertung richtet sich nach den Aufgabenträger „Schalterbeamter 1″ (Regelbewertung A 7, jede 1., 4., 8. usw. ArbE A 8).
11 Bemessung
Die Bemessung richtet sich nach der DA Bem Ä. Als Anhaltspunkt für die Planung bedarfsgerechter Haltezeiten ist der neue Erhebungsbogen für Poststellen II (Erhebungsbogen 135,4) heranzuziehen, solange für den Schalterdienst bei Fahrbaren Postschaltern oder Postämtern noch kein neues Bemessungsverfahren vorliegt

Offene Fragen:

  • Wann wurden die Betriebsversuche der regelmäßig eingesetzten fahrenden Postämter/Kurse in Niedersachsen beendet?

Quellen:

  • Ortsverzeichnis Post, Verzeichnis der Orte im Bereich der deutschen Postverwaltungen, 1984
  • Fahrbare Postämter in Deutschland 1934 bis 1944, Paul-Jürgen Hueske, 2002, Band 158 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V.
  • Deutscher Bundestag, 8.5.1981, Drucksache 9/408, 9. Wahlperiode, Sachgebiet 901, https://dserver.bundestag.de/btd/09/004/0900408.pdf. Unterrichtung durch die Bundesregierung, Postversorgung auf dem Lande, Konzept
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, https://www.postverein.de/fahrzeuge
  • Das fahrbare Postamt der OPD Halle 1952, philatelie Nr. 560, Februar 2024
  • Fotos vom Autor November 1985, Mai 2018

 

Borkum, die größte ostfriesische Insel in der Nordsee

Borkum ist die westlichste aller ostfriesischen Inseln und gleichzeitig die flächenmäßig größte dieser sieben bewohnten Inseln.

Durch die preußische Kreisreform wurde Borkum am 1. Oktober 1932 aus dem aufgelösten Kreis Emden ausgegliedert und gehört seitdem zum Landkreis Leer.

Im Nordseeheilbad Borkum leben über 5.000 (Stand: 2021) Einwohnerinnen und Einwohner und temporär viele, viele Urlauber. Die Zahl der Gästebetten ist im Laufe der Heilbadgeschichte auf 19.000 (Stand: 2023) angestiegen. Über 300.000 Gäste besuchten (Stand: 2017) die Insel und trugen auch mit ihren Postkarten und Briefen zu einer umfangreichen Postdokumentation bei. Natürlich gibt es auch viele Einschreiben, der Nachwelt durch einzelne R-Zettel und R-Briefe erhalten.

Die Besucherzahlen haben sich seit 1850 rasant entwickelt:

  • 1850: 252 Besucher
  • 1865: 1.024 (erstmals vierstellig)
  • 1893: 10.603 (erstmals fünfstellig)
  • 1900: 16.474 (und 2114 Personen mit festem Wohnsitz, 70 Pferde, 388 Rindvieh, 354 Schafe, 97 Schweine, 46 Ziegen und 2328 Federvieh)
  • 1975: 102.388 (erstmals sechsstellig)

Wer nicht mit dem Flugzeug anreist, startet mit einem Schiff ab Emden Außenhafen. 20 km vom Festland entfernt erreichen die Reisenden je nach gewählter Schiffsverbindung in 60 bis 130 Minuten die Insel. Nach einer Fahrt mit der Inselbahn ist das Zentrum erreicht, den Bahnhof und man steht mittendrin in der Borkumer Postgeschichte.

Aber der Reihe nach.

Am 2. Juli 1867 gab die Oberpostdirektion Hannover bekannt:

„Auf der Nordseeinsel Borkum ist für die Dauer der diesjährigen Badesaison eine Post-Expedition eingerichtet worden.“

1876 wurde für die Sommersaison ein Postamt III. Klasse eingerichtet.

Aufzeichnungen aus dem Jahr 1879 im Archiv für Post- und Telegraphie halten die Postaktivitäten fest (Auszug):

„Die Postanstalt in Borkum ist während des diesjährigen Sommers 106 Tage in Thätigkeit gewesen. Der Gesamtverkehr bei der Postanstalt in Borkum beziffert sich auf 97 722 Postsendungen; davon sind abgegangen 40 510 Stück Brief-, 1328 Stück Packet- und Geldsendungen, eingegangen 40 510 Stück Brief-, 2815 Stück Packet und Geldsendungen…“

Thätigkeit und Packet wurde damals so geschrieben.

Drei Jahre später, 1882, verewigte sich der Herr Postpraktikant G. Kubath aus Osnabrück mit einer Inselbeschreibung und Beobachtungen zur Post im Archiv für Post- und Telegraphie:

Die Verbindung mit dem Festlande wird durch die in der Woche durchschnittlich sechs Mal verkehrenden Dampfer der Ems-Dampfschifffahrts-Gesellschaft und durch das Segelfährschiff hergestellt. Die Fahrten des letzten sind völlig unbestimmt, da sie zu sehr von Wind und Wetter abhängen… Die Dampfer können nur bei Hochwasser in Emden einlaufen bz. von Emden abfahren…Unter einer derartigen Unregelmäßigkeit…hat natürlich der Postbetrieb sehr zu leiden. Die Erwartung des Badepublikums bei Ankunft einer Post und der Zudrang zum Schalter ist deshalb auch um so größer. Die Postdienstgeschäfte werden von einem Beamten und zwei Unterbeamten, die Telegrafengeschäfte von einem Privat-Telegrafenbeamten versehen…“

„Außerhalb der Badesaison gehörte Borkum zum Landbestellbezirk des Postamtes Emden. Die Landbriefbestellung erfolgte einmal wöchentlich durch den Führer des Segelbootes (Fährschiffer), soweit Wind und Wetter die Verbindung mit dem Festlande gestatten.“ (Auszug)

R-Zettel Borkum, R rechtsstehend, Einsatz dieser R-Zettel ab 1883

Die während der Sommermonate bestehende Post-Expedition war bis 1884 im Köhlers Dorfhotel untergebracht. Für die Badesaison wurde ein Postbote nach Borkum abgeordnet.

Im Jahre 1884 übernahm der Apotheker und spätere Badedirektor Willhelm Bakker (Dienstzeit von 1885 bis 1913), Neue Straße 58, die Postagentur für die Wintermonate.

(Von 1880 bis 1882 war Wilhelm Bakker Verwalter, von 1883 bis 1907 Eigentümer der selbstständigen Apotheke.)

Die Nordsee Apotheke heute, Neue Str. 2, Ecke Wilhelm-Bakker-Straße

(Zum 1. Oktober 1961 wurden die Hausnummern auf Borkum neu „benummert“. So erklärt sich die Veränderung der Hausnummer in der Neuen Straße von 58 zu 2)

Ab 1888 organisierte die Firma Habich & Goth ganzjährig die Postbeförderung mit ihren Dampfern zwischen Emden und Borkum und nahm die Borkumer Kleinbahn in Betrieb. Im Bahnhofsgebäude wurden Räume für eine ganzjährig betriebene Postagentur eingerichtet. Die Postagentur wurde für die Dauer der Saison in ein Postamt III umgewandelt.

1894, zum 1. April wurde die Postagentur endgültig ein Postamt III.

Ein Postamt III. Klasse hieß vorher Postexpeditionen und wurde von einem Postverwalter geführt. Im Gegensatz zu den Postämtern der I. (Postdirektor) und II. Klasse (Postmeister) wurde nach Größe und Aufgaben unterschieden.

Das Postamt wurde im Jahr 1900 im Bahnhofshotel Johann Dabelstein eingerichtet.

Das Bahnhofshotel Dabelstein stand als erstes und einziges Hotel ganzjährig den Gästen zur Verfügung. Noch bis 1922 war beispielsweise im heutigen Restaurant (jetzt: Inselhotel Vier Jahreszeiten) das Telegraphen- und Postamt untergebracht. Dieses Hotel wurde wegen seiner direkten Lage am Bahnhof gern von Notaren zum Beurkunden oder von Beamten, die vom Festland auf die Insel kamen, genutzt.

Die Mitarbeiter der Deutsches Reichspost vor dem Kaiserlichen Postamt beim Gruppenbild 1906 vor dem Bahnhofs-Hotel, J. Dabelstein, Urlaubsgäste über dem Haupteingang verfolgen die Aktivität. Der Neue Leuchtturm (Baujahr 1879) im Hintergrund rechts.

frühes, undatiertes Foto vom Bahnhofshotel, Inselhotel Vier Jahreszeiten

R-Zettel Borkum (Nordseebad), vierseitig gezähnt aus Bogen, R-Zettel Typ 2176, Verwendung ab 1904, mageres No mit zwei Strichen unter 0 in kursiv, hier in der Papiervariante dickeres gelbliches Papier.

R-Zettel Borkum (Nordseebad), Text zweizeilig, vierseitig gezähnt aus Bogen

R-Zettel Borkum, ohne Zusatz Nordseebad, vierseitig gezähnt aus Bogen

Borkum, Zeichnung, um 1910

R-Zettel Borkum (Nordseebad), zweizeilig, Zusatz in Klammern, ca. 1923

1925 kaufte die Deutsche Reichspost das Hotel „Hof van Holland“. Nach Umbau und Einrichtung eines Wählamtes wurde das neue Postamtsgebäude am 1. April 1926 bezogen.

Außenansicht des Postamtes in der Bismarckstraße, ca. 1928, vormals Hotel Deutsches Haus

Blick in Schalterhalle 1927

Borkum erhält den Titel „Nordseebad“ meldet die Ostfriesische Landeszeitung, 26. Januar 1937

R-Brief innerorts Borkum, Poststempel Nordseebad Borkum 24. Februar 1938

R-Zettel vom obigen Beleg, Text einzeilig

R-Zettel Borkum (Nordseebad), Einheitsausgabe Deutsches Reich, schmaler Rahmen

R-Zettel Borkum (Nordseebad), Einheitsausgabe Deutsches Reich, breiter Rahmen

R-Brief aus Borkum nach 1 Berlin-Tempelhof, Poststempel vom 15. August 1946

R-Zettel vom obigen Beleg, Text Nordseebad Borkum zweizeilig

Ab 1946 wurden R-Zettel der ersten Ausgabe für die britische Besatzungszone in Bögen zu 20 Stück hergestellt. Hierbei kamen zwei verschiedene gleichgroße Lettern für das R zum Einsatz, die im Overmann Katalog als Typen 7221 und 7222 erfasst wurden.

Der Unterschied ist der rechte Fuß des Buchstaben R, Typ 7224 linke Abbildung mit geschwungenem Fuß, Typ 7223, rechts. Nordseebad Borkum, R-Zettel mit dickem grauem Papier und der Postleitgebietszahl 23 im Kreis

Einlieferungsschein für einen R-Brief nach Köln, Poststempel Nordseebad Borkum vom 15. September 1947. Postformular der Deutschen Reichspost aus dem Jahr 1943

Poststempel vom obigen Einlieferungsschein

R-Brief aus 23 Nordseebad Borkum nach 22 Bad Godesberg, Poststempel vom 30. Dezember 1947. R-Zettel mit Stempel und mit Postleitzahl 23. Der Briefumschlag wurde von der Zensurstelle geöffnet, geprüft und anschließend mit einer Banderole verschlossen.

Vom 1. September 1947 bis April 1948 existierte eine britische Zensurstelle in Bremen, die dort Postsendungen aus dem Bereich der Oberpostdirektion Bremen prüfte. Schrift auf der Banderole: OPENED BY EXAMINER 4180 und Abbildung Krone, Stempel auf der Vorderseite in Teilen auf der Banderole: BRITISH CENSORSHIP 3613 GERMANY. (vom Prüfer geöffnet – Britische Zensur)

überklebter R-Zettel vom obigen Beleg, Stempel 23 Nordseebad Borkum auf Blanko R-Zettel, R-Zettel aus Bogen, daher an vier Seiten perforiert.

Verleihung der Bezeichnung „Stadt“ für die Gemeinde Borkum

Zum 1. Mai 1950 wurde Borkum vom Niedersächsischen Innenministerium die Stadtrechte verliehen.

Ab 1951 kamen diese R-Zettel 23 Nordseebad Borkum zum Einsatz. Typ 7244 auf dünnem weißem Papier mit Ortsnamen und Postleitgebietszahl im Kreis

Zu dem R-Zettel Typ 7244 finden Sie hier weitere Informationen.

Ab 1. Oktober 1953 übernimmt die Postsachenbeförderung von Emden nach Borkum und umgekehrt wieder die Borkumer Dampfschiffahrts AG. Der Vertrag mit dem Unternehmer Teerling wird gleichzeitig gegenstandslos.

1956 lösten die Rautenausgaben mit Amtskennzeichen (AKZ) für die Bundesrepublik Deutschland die zweistelligen Postleitgebietszahlen ab. Mit Amtsblattverfügung 274/1956 galten die Amtskennzahlen am 30. Juli 1956 auch für die Rautenausgabe der Einschreibezettel.

Mit „9 B 2“ und „9 V“ kamen auf Borkum zwei verschiedene Amtskennzeichen zum Einsatz:

Zwei fast gleiche AKZ „9 B 2“ vom Nordseebad Borkum. Der Spezialist achtet bei Postformularen auch auf die ausgewählten Drucktypen und Varianten. Hier der Unterscheidungsbuchstabe „b“ in zwei verschiedenen Größen

Bei der größeren Variante sind die Unterscheidungsbuchstaben (UB) a, b, c, d und e belegt. Bei der kleineren Variante sind die UB a, b und c bekannt.

Amtskennzeichen „9 V“ Nordseebad Borkum mit UB a.

Neben diesem UB sind auch R-Zettel „9 V“ mit den UB c und e bekannt.

Am 1. April 1959 wird das Postamt Borkum dem Postamt Emden unterstellt. Auch wird an diesem Tage die Postbeförderung nach Borkum auf den Behälterverkehr umgestellt. Die Pakete mussten bis dahin einzeln auf die Dampfer verladen und dann gezählt werden.

Postamt Borkum im neuen Gewand, beschreibt die Ostfriesische Rundschau die Umbauten, 4. Juni 1959

Die Postschalterstunden der Post auf Borkum 1961

Die Öffnungszeiten wurden während der Saison erweitert. Ganzjährig war das Postamt sonntags von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. In Vergessenheit dürfte die Dienstbereitschaft außerhalb der Schalterstunden geraten sein. Beispielhaft wurde für die Annahme von Einschreibsendungen eine zusätzliche Gebühr von 40 Pfennig erhoben.

19. Mai 1961: das Postamt verwendet intern den Stempel mit der Postleitgebietszahl: 23 Nordseebad Borkum

Der Amtsstempel, nicht der Poststempel, vom Postamt Nordseebad Borkum, Unterscheidungsbuchstabe „a“, 1961

Eine Besonderheit auf dieser Insel: zweimal tägliche Postzustellung, Borkumer Zeitung vom 29. Mai 1962:

„Zweimal tägliche Postzustellung. Die Saison ist da, an der zweimal täglich die Post ausgetragen wird. Das trifft zwar nicht für montags und sonnabends zu. An diesen Tagen ist in der ganzen Bundesrepublik nur einmalige Zustellung. Für die Briefträger beginnt jetzt die schwere Zeit. Wenn sie in der Saison auch Unterstützung durch auswärtige Postkräfte haben, müssen sie doch von dienstags bis freitags auch zweimal nach Eingang des Dampferzuges die Post sortieren und verteilen.“

Ein Stummes Postamt wird eingerichtet:

Neben dem Postamt wird gebaut“, meldet die Borkumer Zeitung am 11. Dezember 1962

Die Ostfriesen Zeitung vom 14. Juni 1963 meldet die Fertigstellung des Stummen Postamtes

„…Das stumme Postamt soll durch einen Münzwechsler, der auf ein 1-DM-Stück ein 50-Pfennig-Stück und fünf Groschen herausgibt, einen Postkartengeber und einen Doppelwertzeichengeber ergänzt werden“

Am 5. Juli 1963 informiert die Oberpostdirektion Bremen: „Der Niedersächsische Minister des Innern und das BPM (Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen) haben zugestimmt, daß der Zusatz „Nordseebad“ in der postamtlichen Bezeichnung beibehalten wird.“

16. August 1963: das Postamt verwendet intern den Stempel mit der neuen vierstelligen Postleitzahl: 2972 Nordseebad Borkum, der Zeit etwas voraus

Zum 1. Januar 1965 wurden in der Bundesrepublik Deutschland Postleitzahlen mit vier Ziffern eingeführt. In den 28 Jahren bis zur nächsten Veränderung wurden durch viele Nachbestellungen eine Vielzahl von Schriftarten und Schriftgrößen eingesetzt:

R-Zettel 2972 Nordseebad Borkum, „fetter“ Numerator und verschiedene Schalterbuchstaben

R-Zettel 2972 Nordseebad Borkum, Numerator „dünn“ und verschiedene Schalterbuchstaben

Ab 27. Juni 1968 stellt die Reederei AG Ems ein neues Fährschiff, eine Autofähre mit Namen Rheinland, in Dienst. Mit Lkw wird jetzt die Post nach und von Borkum befördert. Es entfällt das bisherige Beladen und Entladen der Postbehälter.

1976 wurde in Borkum die Fußgängerzone in der Bismarckstraße (Postamt, Bismarckstr. 9) eingerichtet.

Ausschnitt von einem Stadtplan von Borkum aus dem Jahr 1992. Die Post ist in der Bismarckstr. 9, in der Nähe zum Bahnhof/Borkumer Kleinbahn eingetragen.

R-Zettel 2972 Borkum, „fetter“ Numerator und verschiedene Schalterbuchstaben. Der Zusatz Nordseebad ist verschwunden…

2972 Borkum mit unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben

Eine letzte Drucktypveränderung für die R-Zettel mit vierstelliger Postleitzahl von 2972 Borkum

Seit dem 1. Juli 1993 lautet die fünfstellige Postleitzahl von Borkum 26757:

R-Zettel mit 5-stelliger Postleitzahl 26757 Borkum mit unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben

26757 Borkum mit unterschiedlichen „fetten“ Unterscheidungsbuchstaben

Diese nassklebenden R-Zettel sind belegt. Vermutlich gibt es weitere R-Zettel, wie bei allen anderen abgebildeten Typen bisher, mit weiteren Unterscheidungsbuchstaben. Ob es auch selbstklebende R-Zettel mit fünfstelliger Postleitzahl gibt, ist mir im Moment nicht bekannt.

Am Abend des 19. Februar 2007 war die Postfiliale für Postkunden in der Bismarckstraße Geschichte. Der Postbetrieb (Sortierung, Zustellung, Verwaltung) wurde weiter von dort organisiert. Für Kunden wurde eine Postagentur im City Center, Edeka, Strandstr. 5 eingerichtet.

Standort der neuen Postagentur im city center, Inselmärkte, Strandstr. 5

Die Borkumer Zeitung meldet am 10. November 2020 (Auszug):

„Borkum – In den 1920er Jahren zog die Post- und Paketverteilung für die Insel vom heutigen Gebäude des Hotels Vier Jahreszeiten am Bahnhof in das Gebäude in der Bismarckstraße, welches einen erkennbaren neoklassizistischen Baustil aufweist. Jetzt wird nach 95 Jahren das Licht für die Post ausgeschaltet, denn der bestehende Pachtvertrag wurde nicht weiter verlängert…Was nun aus dem Gebäude wird, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden…Im Gegensatz zu den Jahren zuvor kommt die Briefpost schon in Kisten aus dem Verteilerzentrum aus Oldenburg auf die Insel. Somit müssen die entsprechenden Zusteller ihre vorsortierten Kisten verladen… Die Hallen und Räume in der Bismarckstraße leeren sich zunehmend und der Wechsel in die neuen Räumlichkeiten in der Speckschniederstraße 7 wird in Eigenregie durchgeführt…“

Was der Autor der Borkumer Zeitung 2020 noch nicht wusste (aber ahnte), war vermutlich keine Überraschung. In dem alten Postgebäude wurden Appartements für Urlauber eingerichtet:

Die Appartements stellen mit dem Wort „Posthus“ eine Verbindung zur Geschichte her. Auch der Posthof findet, wie die Abbildung des früheren Postamtes einen Platz in der Werbung.

Im Februar 2021 gab es einen neuen Standort für die Postagentur auf Borkum. Die Agentur (Deutsche Post Filiale 577) ist jetzt im Kaufhaus Domus, Wilhelm-Bakker-Str. 14 zu finden.

Poststempel der Agentur auf Borkum vom 12. Juni 2023, 11.00 Uhr und mit den Unterscheidungsbuchstaben „zz“

Außenansicht, Domus – Das Kaufhaus, mit Postschild

Innenansicht, die Postagentur

Für die Postversorgung der Insel wurde von der Deutschen Post AG im September 2021 ein neuer Zustellstützpunkt in der Specksniederstrate 7 eröffnet.

Deutsche Post AG, Zustellstützpunkt (ZSP) Borkum, Specksniederstrate 7

In Borkum ist der Street Scooter für die Zustellung im Einsatz

Bildpostkarte Borkum, Insel im Hochseeklima, größte der ostfriesischen Inseln, Luftbildaufnahme, 1989

Die Deutsche Post AG verausgabte ab dem 12. Juli 2012 in der Serie Leuchttürme auch eine Briefmarke zu Borkum: Kleiner Leuchtturm erbaut 1888/89, Michel Nr. 2942

Die Privatisierung der Deutschen Post AG macht es möglich. Auf Borkum gibt es seit 2007 einen privaten Postdienst, die Borkumpost, ohne eigene Briefmarken.

Briefkasten der Borkumpost, „Bitte keine Sendung der Deutschen Post AG“, 2023

Werbeaufsteller der Borkumpost in der Fußgängerzone, 2023

Gab es am Flughafen Borkum eine Poststelle?

Außenansicht Flughafen Insel Borkum

Flugplatz Borkum, Lage auf der Insel mit Kontrollturm, Start- und Landebahn, Grasbahn, Hubschrauber Start- und Landeplatz

Der Flughafen auf Borkum wurde 1925 zwischen West- und Ostland auf der Insel errichtet. Ein erster Post-Flug fand am 15. Juni 1926 statt. Poststempel von „Borkum Nordseebad Flughafen“ vom 12. August 1927, 16. Juli 1928 und 27. Februar 1929 belegen die Existenz einer Poststelle am Flughafen. Im Ortsverzeichnis des Reichspostministeriums von Juli 1928 wird Borkum aufgeführt, leider ohne einen Hinweis auf eine zweite Poststelle auf der Insel zu geben:

Ausschnitt aus dem Ortsverzeichnis: Borkum Nordseebad, Symbol „Flugzeug“ für: Luftverkehr, Symbol „Schiff“ für: Dampferverbindung. „Oldb“ Abkürzung für Oberpostdirektions-Bezirk Oldenburg

Im März 1897 wagte der Autor im Archiv für Post- und Telegraphie einen Ausblick: „Es wird nicht ausbleiben, daß Borkum dereinst zu den betuchten Seebädern gehört.“

Ich bitte um Nachsicht, aber die sehr interessante Geschichte der Telegrafie und die besondere Rolle Borkums hierbei und die Rolle des Militärs auf der Insel würden diesen Artikel sprengen.

Offene Fragen:

  • Von wann bis wann gab es eine Poststelle am Inselflughafen Borkum?
  • Nach dem Auszug der Schalter aus dem Postamt in der Bismarckstr. wurde für Kunden 2007 eine Agentur im „city center“ eingerichtet. Bis wann war diese Agentur dort platziert, bevor sie zum Kaufhaus Domus weitergezogen ist?

Lesetipps: als Ergänzung zu diesem Artikel in diesem Blog: Außenhafen von Emden und einer ostfriesischen Nachbarinsel: Insel Norderney.

Quellen:

  • Archiv für Post- und Telegraphie, Amtsblatt der Deutschen Reichspost- und Telegrafenverwaltung, Nr. 6, März 1876, Nr. 22, November 1879 und Nr. 19, Oktober 1882
  • Deutsches Reichpostministerium, Ortsverzeichnis, Verzeichnis der Postanstalten Eisenbahn-, Kraftwagen-, Luftverkehr- und Dampfschiffsstationen in Deutschland, Juli 1928
  • Geschichte des Postamtes in Emden, Erich Schlehufer, 1953
  • Ostfriesische Rundschau, 4. Juni 1959
  • Ostfriesische Landeszeitung, 26. Januar 1937
  • Postgeschichtliche Blätter Weser Ems 1994, Die Borkumer Post und ihre Vorgeschichte
  • Deutsche Postorte 1490 bis 1920, Autor: Günther Hass
  • Alte Apotheken in Ostfriesland, Heinrich Buurmann, Leer 2010 ISBN: 978-3-9814038-0-0
  • Borkumer Zeitung vom 29. Mai 1962, 11. Dezember 1962, 10. November 2020, 22. und 23. September 2021
  • Ostfriesen Zeitung, 14. Juni 1963
  • Inselhotel Vier Jahreszeiten, https://www.inselhotel.de/das-hotel/historie/, abgerufen am 18. Mai 2023
  • Borkumer Inselgeschichte, private Internetseiten von Karsten Schönbeck und Sören Schönbeck, https://www.schoenbeck-borkum.de/index.html, abgerufen am 18. Mai 2023
  • Borkum-Aktuell, Das Inselmagazin, https://www.borkum-aktuell.de, Ausgaben vom März 2007, Dezember 2020, Oktober 2021 und Januar 2022
  • Private Post auf Borkum: www.borkumpost.de
  • Heimatmuseum Borkum Dykhus, Museum für Lokalgeschichte auf Borkum, Roelof-Gerritz-Meyer-Straße 8, 26757 Borkum
  • Fotos vom Autor Juni 2023
  • Niedersächsisches Landesarchiv, Standort Aurich
  • Ein besonders herzlicher Dank gilt Herrn Rudolf Erdwiens, Borkum, für die Unterstützung bei diesem Artikel

Fehlliste: R-Zettel mit dem Zusatz „Land“

Welche Bedeutung haben R-Zettel mit dem Zusatz Land?

Gelegentlich fragt sich der Sammler, warum er von einem bestimmten Ort mit Poststelle keinen entsprechenden R-Zettel findet.

Die Antwort ist banal. Es gab keinen R-Zettel für diese Poststelle!

Am Beispiel des nachfolgen Beleges ist die Verfahrensweise einfach zu erklären. Der Brief wurde bei der Poststelle in Seinstedt aufgegeben und frankiert. Neben den Briefmarken wurde ein Poststellenstempel abgeschlagen, hier Seinstedt Börssum Land. Beim übergeordneten Postamt in Börßum wurde der R-Zettel dazu geklebt und die Briefmarken abgestempelt. Zur Unterscheidung mit anderen Briefen aus Börßum hatte dieser den Zusatz Land aufzuweisen.

Seinstedt nach Braunschweig, R-Zettel Börßum mit Zusatz Land, Stempel mit doppeltem Rahmen der Poststelle II „Seinstedt Börssum Land“, Poststempel „Börssum Land“ 18. Juni 1928

Die Verwendung von Einschreibbriefen mit R-Zettel und dem Zusatz Land ist für Orte aus Niedersachsen durchgehend dokumentiert von 1928 bis 1968. Weitere Verwendungen in den Jahren 1973, 1976 bis 1982, 1984 bis 1986, 1991 bis 1993 und 1997 mit fünfstelliger Postleitzahl sind ebenfalls belegt.

Und jetzt zu dieser Fehlliste:

Folgende R-Zettel, lose oder auf Beleg werden von mir gesucht. Bitte senden Sie mir gern einen Scan (mit Verkaufsangebot).

Herzlichen Dank!

Stand: 26. Februar 2024

  • 322 Alfeld (Leine) Land
  • 328 Bad Pyrmont Land (ohne Bezeichnung 1)
  • (23) Bersenbrück Land
  • Bevensen, ca. 1940
  • Bisperode Hameln Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • …über Bockenem, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 288 Brake (Unterweser) 1 Land
  • Bramsche Ld, Ld für Land, handschriftlich, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Brockau Land, Deutsches Reich ohne PLGZ, ehemals Reichspostdirektion Braunschweig
  • Buchholz Kr. Harburg Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Buxtehude mit Stempel (Buxtehude Land) in Klammern, ca. 1930
  • Dahlenburg Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Damme (Oldb) Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Dannenberg (Elbe) Land, zweizeilig, (Elbe) in 2. Zeile, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Damme (Oldb) Land, zweizeilig, (Oldb) in 2. Zeile, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • (23) Damme (Oldb) Land
  • Elstorf Harburg-Wilhelmsburg 1 Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Elze, Stempel auf blanko Amtskennzeichen (AKZ) mit Postleitzahl, 321 Elze Landpoststelle
  • Fürstenau (Kr Bersenbrück) Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Grasleben Helmstedt Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Goslar Land, Land gestempelt, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 20a Hameln Land, dreizeilig
  • … über Hannover, 12 A, Amtskennzeichen (AKZ), mit Querstrich
  • Harburg-Wilhelmsburg 1 Land, dieser Typ – schmaler Rahmen, zweizeilig, im Zusammenhang mit Poststellen II Stempel auf Beleg, ca. 1930
  • Harburg-Wilhelmsburg 1 Land, dieser Typ – breiter Rahmen, dreizeilig, im Zusammenhang mit Poststellen II Stempel auf Beleg, ca. 1933
  • Haste (Bz. Minden) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 20a Haste (Han) Land, einzeilig
  • Haste (Han) Land – 12 B 9, Amtskennzeichen (AKZ)
  • Herzberg (Harz) Land, zweizeilig, Land handschriftlich ergänzt, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 20a Hildesheim Landpoststelle, (Landpoststelle Stempel Lps)

  • Jesteburg Harburg-Wilhelmsburg 1 Land
  • Jever Land, allseitig gezähnter Blanko R-Zettel mit Kreis, ca. 1947
  • Kreis Leer Ostfr, 9 L, Amtskennzeichen (AKZ), Blanko Stempel
  • Lingen (Ems) mit Unterscheidungsbuchstabe l = Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Lohne (Oldb.) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Lüthorst Kreiensen Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 447 Meppen 1 Land, (ohne Stempel)
  • Münder Deister Land, Deister und Land in 2. Zeile, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Neustadt a. Rübenberge Land, Blanko R-Zettel mit Kreis und mit Stempel
  • Neustadt a Rübenberge, Land, zweizeilig, Wegener, Typ 761
  • Nordenham L, vierseitig gezähnter R-Zettel, L = Land
  • Nordenham L, L = Land, Wegener, Typ 761
  • Oederquart Stade Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Oldendorf Himmelpforten (Niederelbe Land), zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Querum (Braunschw.) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Rotenburg (Han) 1 Land, ab Han in 2. Zeile, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Salzgitter 1 Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Salzgitter 1 Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • 20b Salzgitter-Bad 1 Land, dreizeilig
  • 20b Salzgitter-Lebenstedt 1 Land, dreizeilig
  • Salzgitter Ringelheim Land – 16 T, Amtskennzeichen AKZ
  • Salzgitter Ringelheim Land – 16 V, Amtskennzeichen AKZ
  • Schöningen (Bschwg.) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Stade 2 mit Unterscheidungsbuchstabe l = Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • über Stade, hier das Beispiel handschriftlich Bützfleth 24a über Stade, ca. 1948
  • Süpplingen Helmstedt Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Uelzen (Bz. Hannover) Land, dreizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Uelzen (Bz. Han) Land, allseitig gezähnter Blanko R-Zettel mit Kreis, mit Kastenstempel, ca. 1946
  • Unterlüß Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Vechta Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Verden (Aller) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • (23) Westerstede Lkp, Unterscheidungsbuchstaben für Landkraftpost
  • Westerstede Lkp – 9 F 2, Unterscheidungsbuchstaben für Landkraftpost, Amtskennzeichen AKZ
  • Wilhelmshafen – Rüstringen Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Winsen (Luhe) Land, zweizeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Wirdum Norden Land, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • Wittmund Land, einzeilig, Deutsches Reich ohne PLGZ
  • (20b) Wolfenbüttel mit Unterscheidungsbuchstaben Ldkp = Landkraftpost
  • Wolfenbüttel mit Unterscheidungsbuchstaben LA = Land, allseitig gezähnter Blanko R-Zettel mit Kreis, ca. 1948

Quelle:

  • Die Einschreibzettel der Landpostämter im Deutschen Reich und seiner Nachfolgestaaten, Herr Friedrich J. Opaterny, Nürnberg, Januar 1993

Zu meinem Sammelgebiet Einschreiben aus Niedersachsen habe ich weitere Fehllisten erstellt:

Fehlliste

Fehlliste – Amtskennzeichen (AKZ)

Fehlliste – fünfstellige Postleitzahl

Fehlliste – vierstellige Postleitzahl

Fehlliste – Zweisteller (zweistellige Numeratoren)

Ich freue mich sehr auf Ihre Nachricht!