R-Zettel Typ 2176, vor und nach der Inflation ??

Nach der Beschäftigung mit dem R-Zettel-Typ 7244 und dem R-Zettel- Typ 751 jetzt der Typ 2176.

Wie beschreibt man diesen R-Zettel, so dass die Unterschiede zu anderen R-Zetteln deutlich werden?

Als Vorlage dient ein R-Zettel aus Bramsche (Bz. Osnabrück)

In der Systematik des Overmann Katalogs wird dieser Typ aus der Westfälisch-Oldenburgisch-Bremischen Gruppe mehreren Reichspostdirektionen (RPD) zugeordnet: Arnsberg (später Dortmund), Bremen, Minden, Münster und Oldenburg.

Daher ist die Verwendung dieses Typen im Gebiet des heutigen Niedersachsen überschaubar.

  • R-Zettel aus Bogen, daher an vier Seiten gezähnt
  • R – links stehend
  • mageres No mit zwei Strichen unter 0 in kursiv
  • magere Grotesk Ziffern als Numerator
  • Einsatz ab 1904
  • Text nur noch zweizeilig
  • Papier in verschiedenen Qualitäten. Hier in diesem Beitrag geht es um die Papiervariante: dickeres gelbliches Papier. (Auch bekannt, aber hier nicht weiter beschrieben durchsichtiges glasiges weißes Papier und weißes Papier…)

Welche Orte bzw. Postämter sind aus dieser Phase belegt?

  • Bad Essen (Bz. Osnabrück)

R-Brief Berge (Hann.) geändert Kr. Bersenbrück nach Hannover, Poststempel mit Zusatz Kr. Bersenbrück vom 11. August 1934

(Der Landkreis Bersenbrück wurde am 1. Juli 1972 mit den Landkreisen Melle, Osnabrück und Wittlage zum neuen Landkreis Osnabrück vereinigt.)

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Bad Sachsa (Südharz)

R-Brief Bad Sachsa (Südharz) nach Rinteln, Poststempel vom 25. Oktober 1922

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Berge (Hann.), Hann. durchgestrichen und handschriftlich mit Kr. Bersenbrück ergänzt
  • Borkum (Nordseebad)
  • Bramsche (Bz. Osnabrück)

R-Brief Dissen (Teuteburgerwald) nach Hannover, Poststempel vom 28. November 1922, an Rittergutsbesitzer Else von Graevemeier in Bemerode bei Hannover. Briefmarke 2 Pf., unten rechts, mit Perfin des Absenders Fritz Homann, Dissen

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Dissen (Teuteburgerwald)
  • Fürstenau (Hann.)
  • Grossefehn

R-Brief Grossefehn nach Aurich, Poststempel vom 9. Dezember 1920

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Hagen (Bz. Osnabrück)

R-Brief Laer (Bz. Osnabrück), Poststempel vom 11. Juni 1926, an Preußische Regierung. Porto 2 x 20 Pf., Michel Nr. 341, Absender Viehhändler-Verein des Kreises Iburg

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Laer (Bz. Osnabrück)

R-Brief Marcardsmoor (Ostfriesland), Poststempel vom 22. Juni 1920, nach Weener an der Ems, unzustellbar und zurück an Absender

 

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Lohne (Oldb.)

R-Brief Lohne (Oldb.) nach Braunlage, Poststempel vom 2. Mai 1924

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Marcardsmoor (Ostfriesland)
  • Melle
  • Osnabrück 1
  • Osnabrück 1, UB a
  • Osnabrück 1, UB d

Einschreiben aus Osnabrück 1 mit Unterscheidungsbuchstabe d, Frei durch Ablösung Reich, Poststempel vom 15. Februar 1924, nach Bad Essen – Kreis Wittlage, Absender Finanzamt II Osnabrück, Inhalt Rentenbank Grundschuld

(Der Landkreis Wittlage wurde am 1. Juli 1972 mit den Landkreisen Bersenbrück, Melle und Osnabrück zum neuen Landkreis Osnabrück vereinigt.)

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Quakenbrück
  • Settrup (Ergänzung: Ortschaft der Stadt Fürstenau)
  • Werlte

R-Brief Werlte nach Leer, Poststempel vom 30. August 1923

 

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Wilhelmshaven c

R-Brief von Wilhelmshaven nach Königsberg, R-Zettel mit Unterscheidungsbuchstaben „c“, Poststempel vom 9. November 1920, MARINESACHE

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Wilhelmshaven d

R-Brief von Wilhelmshaven nach Hannover, R-Zettel mit Unterscheidungsbuchstaben „d“, Poststempel vom 21. August 1923

R-Zettel vom obigen Beleg

Je nach Größes des Postamtes und der Anzahl der aufgegebenen Einschreibbriefe fand ein jahrelanger Aufbrauch auch dieser R-Zettel Type statt.

1904 ist bereits sehr lange her, weit über 100 Jahre. Vieles dürfte nicht mehr existieren. Möglicherweise können Sie die Liste mit einem zugeschickten Scan verlängern. Ich würde mich sehr über Post von Ihnen freuen.

Vielen Dank!

Quelle:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

 

 

Bearbeitet: Briefe Album, Lk. Osnabrück und 7 Beleg aus Essen + Auktionen

INFLATION HINWEISE

Bernd Peltner Typen überprüfen lassen!!

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bremervörde

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Aus ehemals drei Kursen sind am 1. November 1985 zwei Kurse geworden. Alle Haltestellen mit geringem Schalterverkehr sind weggefallen. Zu den zwei Kursen gibt es eine kombinierte Fahrt am Sonnabend. Von ehemals 19 Haltestellen (drei Kurse) werden jetzt neun Stellen (zwei Kurse) angefahren.

Fahrbarer Postschalter aus Bremervörde

Bis zum 28. Oktober 1980 hatte Bremervörde die Postleitzahl 2140. Die Unterscheidungsbuchstaben sind beim Wechsel der Postleitzahlen geblieben.

Die Karteikarten wurden dem Autor freundlicherweise vom Postamt Bremervörde zur Verfügung gestellt. Beschrieben werden hier die drei Kurse:

Fahrbarer Postschalter 1, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „d“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „g“.

Kurs 1 startete am 3. November 1969.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Alfstedt, Kaufmann Olfermann, mo-fr 8.50 Uhr bis 9.50 Uhr und sa 9.55 Uhr bis 10.10 Uhr
  • 2740 Eberstorf, Feuerwehrhaus. Hauptstr., mo-fr 9.55 Uhr bis 10.55 Uhr und 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr und sa 10.15 Uhr bis 10.40 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Volksbank, Bahnhofsstr., mo-fr 11.10 Uhr bis 12.10 Uhr und 14.05 Uhr bis 15.45 und sa 10.55 Uhr bis 12.20 Uhr

Fahrbarer Postschalter 2, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „e“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „h“.

Kurs 2 startete am 1. Oktober 1971.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Bremervörde 5, Gnarrenburger Str. 73, mo-fr 8.40 Uhr bis 9.20 Uhr und 17.05 Uhr bis 17.50 Uhr und sa 8.00 Uhr bis 8.25 Uhr
  • 2740 Bremervörde 6, Kaufmann Krause, Mittelkamp 2, mo-fr 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr und sa 8.35 Uhr bis 8.55 Uhr
  • 2740 Bremervörde 11, Nieder Ochtenhausen, Vorfeldring, mo-fr 10.40 Uhr bis 11.40 Uhr und sa 9.05 Uhr bis 9.20 Uhr
  • 2740 Bremervörde 9, Iselersheim, Gasthof Pülsch, mo-fr 11.50 Uhr bis 12.20 Uhr und sa 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Gasthof Dallmann, mo-fr 14.10 Uhr bis 15.40 Uhr und sa 11.45 Uhr bis 12.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, Gasthof Lüdemann, mo-fr 15.55 Uhr bis 16.40 Uhr und sa 12.40 Uhr bis 13.00 Uhr

Fahrbarer Postschalter 3, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „f“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „i“.

Kurs 3 startete am 1. April 1978 und wurde am 31. Oktober 1985 eingestellt.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Ebersdorf, mo-fr 9.15 Uhr bis 10.00 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Bahnhofsstr., mo-fr 10.20 Uhr bis 11.00 Uhr
  • 2740 Oerel 4, Barchel, Barcheler Str., mo-fr 11.15 Uhr bis 11.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 3, Oese, mo-fr 12.30 bis 12.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 2, Volkmarst, mo-fr 12.55 Uhr bis 13.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, mo-fr 13.25 Uhr bis 15.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, mo-fr 15.20 Uhr bis 16.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 8, Augustendorf, mo-fr 16.10 Uhr bis 16.20 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 6, Fahrendahl, mo-fr 16.35 Uhr bis 16.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 5, Fahrendorf, mo-fr 16.50 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Übersichtskarte der vom Postamt Bremervörde angefahrenen Haltepunkte

Sonderumschlag Tag der Briefmarke 1972 mit Abbildung 1. Fahrbarer Postschalter

Zum Tag der Briefmarke und der damit verbundenen Briefmarkenausstellung „VÖRPOSTA“ wurde ein Sonderumschlag verkauft. Abgebildet ist der 1. Fahrbare Postschalter des Postamtes 214 Bremervörde. Der verwendete Nummerneinschreibzettel (NEZ) 214 Bremervörde Vörposta ´72, der anlässlich dieser Veranstaltung eingesetzt wurde, hat eine Auflage von 476 Exemplaren.

(Weitere Informationen zu NEZ finden Sie hier)

Folgende sechs Dokumente wurden mir freundlicherweise vom „Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V.“ aus Wuppertal zur Verfügung gestellt.

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs I

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs II

Fahrtenbuch für ungerade Monate, FaPo = Fahrbarer Postschalter

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994. Seit dem 1. Juli 1993 gilt die fünfstellige Postleitzahl 26169, auch bei der DEA-Station

Auszug aus dem Fahrtenbuch April 1993, Stempel der Esso Station aus 2908 Friesoythe

Nachdem einige Haltestellen nicht mehr angefahren wurden, wurden in den Orten teilweise Poststellen eröffnet:

2740 Alfstedt. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Ebersdorf b Bremervörde, Beleg vom 6. Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Hipstedt, statt Hipstedt 1, Beleg vom 6.Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Beleg vom 25. November 1988

Quellen:

  • Postamt Bremervörde, Broschüre zum Neubau des Postamtes Bremervörde 1983
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, https://www.postverein.de/fahrzeuge