Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Hameln

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Der Kurs in Hameln startete am 27. September 1972. Und dieser Kurs lief auch noch nach Einführung der fünfstelligen Postleitzahl. Die Tagesstempel und R-Zettel mit jeweils unterschiedlichen Buchstaben wurden im wöchentlichen Wechsel eingesetzt. Der Tagestempel 325 Hameln 1 führte die Unterscheidungsbuchstaben „fp“. Die R-Zettel sind belegt mit 325 Hameln 1 „fp“ und 3250 Hameln 1 „fs“. Später wurde der R-Zettel 31785 Hameln 1 mit den Unterscheidungsbuchstaben „fs“ eingesetzt.

R-Brief von der Deutsche Bundespost, Postamt 3250 Hameln 1, Postsache durchgestrichen, Nachgebühr 3,60 DM, R-Zettel 325 Hameln 1 „fp“, Poststempel 26. Februar 1986 „fp“

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief von Hameln nach Hannover, Poststempel vom 26. Januar 1993 „fs“, R-Zettel 3250 Hameln 1 „fs“ und interner Stempel 3250 Hameln 1 Fahrbarer Postschalter 

R-Zettel vom obigen Beleg

Nach der Einführung der fünfstelligen Postleitzahl am 1. Juli 1993 wurden bei Fahrbaren Postschaltern in 31785 Hameln, 26169 Friesoythe und 38102 Braunschweig  R-Zettel und Poststempel mit fünfstelliger Postleitzahl verwendet:

R-Brief von Hameln nach Hannover, Poststempel vom 29. September 1993 „l“, R-Zettel 31785 Hameln 1 „fs“

R-Zettel vom obigen Beleg

Die Post in Hameln hat mit „fp“ und „fs“ für Fahrbaren Schalter bzw. Postschalter eine klare Abkürzung gewählt.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 3250 Hameln 16, Bannensiek, Waldschänke 3, mo-fr 9.00 Uhr bis 9.15 Uhr,
  • 3250 Hameln 17, Halvestorf, Hoper Str. 1, mo-fr 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr,
  • 3250 Hameln 18, Danziger Str. 5, Wendeplatz, mo-fr 10.00 Uhr bis 10.15 Uhr,
  • 3250 Hameln 19, Barensenstr., mo-fr 10.30 Uhr bis 11.00 Uhr,
  • 3250 Hameln 21, Rohrsen, Alte Heerstr. 30, mo-fr 11.30 Uhr bis 11.45 Uhr,
  • 3250 Hameln 22, BHW – Beamtenheimstättenwerk, Lubahnstr. 2, Personaleingang, mo-fr. 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr,
  • 3250 Hameln 24, Welliehausen, Ostermark 16, Gasthaus Hesse, mo-fr 14.30 Uhr bis 14.45 Uhr,
  • 3250 Hameln 25, Unsen, Pötzer Str. 7, Gasthaus Meine, mo-fr 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr,
  • 3250 Hameln 23, Hohes Feld 22-24, Parkplatz, mo-fr 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr,
  • 3250 Hameln 26, Wehrbergen, Hauptstr., Bushaltestelle, mo-fr 17.15 Uhr bis 17.45 Uhr.
Im Laufe der Jahre wurden die Haltezeiten und Halteorte angepasst:

 

Information vom Postamt Hameln an alle Postkunden mit den Änderungen beim Fahrbaren Postschalter ab 1. April 1992

Der fahrbare Postschalter wurde beim Postamt Hameln 1 in der Osterstr. 15-16 geparkt.

Von den Orten 3251 Rohrsen, 3251 Unsen und 3251 Wehrbergen sind R-Zettel bekannt, können aber zur Zeit nicht belegt werden.

Alle beschriebenen Halteorte liegen, spätestens nach der niedersächischen Gebietsreform, in Hameln, der Kreisstadt von Landkreis Hameln-Pyrmont.

Quellen:

  • Informationen vom Postamt Hameln 1 vom 13. Februar 1984, 25. Februar 1986 und 5. November 1993

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bad Salzdetfurth

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Die Gebietsreform in Niedersachsen führte auch in Bad Salzdetfurth zur Umbenennung bisheriger Orte in z.B. Bad Salzdetfurth 12, 13, 14, 15. Gleichzeitig wurde die Organisation von Poststellen mit Öffnungszeiten überarbeitet oder geschlossen. An den folgenden vier Orte wurde ein Fahrbarer Postschalter eingesetzt.

Das Fahrzeug wurde bislang aus der Hannover-Messe eingesetzt.

Der Kurs aus 3202 Bad Salzdetfurth startete am 1. April 1977. Leider ist die Beendigung des Kurses bisher nicht belegt. Entsprechende Postsendungen liegen bis November 1992 vor.

Der verwendete R-Zettel 3202 Bad Salzdetfurth 1 hatte den Unterscheidungsbuchstaben „f“ und der Tagesstempel führte die Buchstaben „b“.

R-Brief 3202 Bad Salzdetfurth nach Hannover mit internem Stempel 3202 Bad Salzdetfurth 1 Fahrbarer Poststempel, Poststempel vom 7. Februar 1986, R-Zettel 3202 Bad Salzdetfurth 1, mit Unterscheidungsbuchstabe „f“

R-Zettel vom obigen Beleg

Der unscheinbare Einschreibzettel bei diesem Kurs lässt sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter, z.B. mit einem internen Stempel nachweisen.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 3202 Bad Salzdetfurth 12, Wehrstedt, Dorfstr. 33, mo-fr 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr,
  • 3202 Bad Salzdetfurth 14, Breinum, Piepenbrink 12/Ecke Feldberg, mo-fr 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr,
  • 3202 Bad Salzdetfurth 15, Östrum, Ahornallee 1, Gasthaus Mehl, mo-fr 12.25 Uhr bis 13.00 Uhr,
  • 3202 Bad Salzdetfurth 13, Wehrstedt, Bushaltestelle Schmiede, mo-fr 13.10 Uhr bis 14.10 Uhr.

Wurfsendung vom Postamt Hildesheim an die betroffenen Haushalte in Wehrstedt, Breinum und Oestrum

Die Poststelle I Wehrstedt und die Posthilfsstelle Breinum werden am 31. März 1977 geschlossen.

Die Regelausstattung an den Halteplätzen mit Aushangtafel, Telefonzelle, Doppelheftchengeber und Briefkasten wir am 1. September 1981 dokumentiert

Beispiel für eine Skizze der Deutschen Bundespost zur Haltestelle in Breinum

Alle beschriebenen Ortsteile gehören zur Kleinstadt Bad Salzdetfurth im Landkreis Hildesheim.

Quellen:

  • Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 24 Februar 1977 und 31. März 1977
  • Postamt Hildesheim, 25. August 1984 und 7. Februar 1986

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Friesoythe

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Von Friesoythe wurden ab dem 1. März 1975 zwei fahrbarer Postschalter eingesetzt. Auch nach Einführung der 5-stelligen Postleitzahlen am 1. Juli 1993 wurden diese Kurse beibehalten. Aus der vierstelligen Postleitzahl 2908 wurde die fünfstellige Postleitzahl 26169.

Am 17. April 1995 wurden die Kurse eingestellt.

Nur für einen Kurs liegen mir die Haltepunkte und Haltezeiten vor.

R-Brief von 2908 Friesoythe nach Hannover, Postsache, Poststempel vom 13. Februar 1986

R-Zettel vom obigen Beleg

Hinweis auf einen Fahrbaren Postschalter „A“, interner Stempel von einem Kurs, vom obigen Beleg

Während der Zeit der vierstelligen Postleitzahlen bis Ende Juni 1993 wurden R-Zettel mit 2908 Friesoythe 1 und den Unterscheidungsbuchstaben „b“ und „d“ eingesetzt. Die Poststempel führte den Buchstaben „b“ und „c“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2908 Friesoythe 11, Markhausen, Feuerwehrhaus, Hauptstr. 46, mo-fr 8.45 Uhr bis 9.15 Uhr und 17.05 Uhr bis 17.35 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 9, Thüle, Gaststätte Müller, Thüler Str. 52, mo-fr 9.25 Uhr bis 9.55 Uhr,
  • 2909 Bösel 2, Petersdorf, Gaststätte Tangermann, Hauptstr. 42, mo-fr 10.10 Uhr bis 10.40 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 8, Edewechterdamm, Gaststätte Duhme, Altenoyther Str. 107, mo-fr 11.05 Uhr bis 11.35 Uhr und 15.40 Uhr bis 16.10 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 7, Altenoythe, Firma Leimkühler, Altenoyther Str., mo-fr 11.45 Uhr bis 12.10 Uhr und 16.20 Uhr bis 16.45 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 3, Neuscharrel, Kaufmann Dumstorff, Hauptstr. 59, mo-fr 13.55 Uhr bis 14.25 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 4, Kamperfehn, Kreisstr. 11, Oldenburger Straße Abzweigung Birkenstraße, mo-fr 14.40 Uhr bis 14.55 Uhr,
  • 2908 Friesoythe 5, Kampe, Kaufmann Lieberum, Röbkenberg 2, mo-fr 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr.

Die Nordwest-Zeitung veröffentlichtet am 23. Januar 1975 die Haltepunkte und Haltezeiten

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Nach der Einführung der fünfstelligen Postleitzahl am 1. Juli 1993 wurden bei Fahrbaren Postschaltern in 26169 Friesoythe, 31785 Hameln und 38102 Braunschweig  R-Zettel und Poststempel mit fünfstelliger Postleitzahl verwendet:

Die eingesetzten R-Zettel 26169 Friesoythe 1 führten die Unterscheidungsbuchstaben „b“ und „c“, die Poststempel die Buchstaben „c“ und „d“.

R-Brief von 26169 Friesoythe 1 nach Hannover, Poststempel vom 12. April 1995. Zusätzlicher Stempel „Postamt 26169 Friesoythe 1 Fahrbahrer Poststempel „A

Der obige interne Stempel hat einen Fehler: Fahrbahrer statt Fahrbarer…

R-Zettel vom obigen Beleg, Unterscheidungsbuchstabe „c“

R-Brief von 26169 Friesoythe 1 nach Hannover, Poststempel vom 18. April 1995. Zusätzlicher Stempel „Postamt 26169 Friesoythe 1 Fahrbarer Poststempel „B

R-Zettel vom obigen Beleg, Unterscheidungsbuchstabe „b“

Vor dem Betriebsversuch gab es vereinzelt Poststellen in den Orten, die wie folgend belegt werden können.

Kampe, später Friesoythe 5

R-Zettel 2901 Kampe

Altenoythe, später Friesoythe 7

R-Zettel Altenoythe (Oldb), Amtskennzeichen AKZ 9 C 1

R-Zettel 2909 Altenoythe

Edewechterdamm, später Friesoythe 8

R-Zettel 2901 Edewechterdamm, unterschiedliche Druckstärke

R-Zettel Edewechterdamm, Amtskennzeichen AKZ 9 D

Blanko R- Zettel mit Stempel Edewechterdamm, Zettel gezähnt aus Bogen

Thüle, später Friesoythe 9

R-Zettel Thüle, Ausgabe Deutsches Reich

Markhausen, später Friesoythe 11

R-Zettel 2909 Markhausen, zwei unterschiedliche Varianten

R-Zettel Markhausen über Friesoythe, Amtskennzeichen AKZ 9 C 1

R-Zettel Markhausen (Oldb.), Ausgabe Deutsches Reich

R-Zettel 2908 Friesoythe 11, Stadtteil Markshausen

Und nach diesem Betriebsversuch wurden einige Orte mit einer stationären Post, Postagenturen, ausgestattet.

Nordwest-Zeitung, 20. April 1995, „Mit dem Paket zum Kaufmann“

Die Nordwest-Zeitung beschreibt in ihrem Artikel das Ende des 20-jährigen fahrbaren Postschalters und die Einführung von Postagenturen in:

  • Mittelsten-Thüle, EDEKA, Kurfürstendamm 18,
  • Petersdorf, Friseurladen Oltmann, Zu den Eichen 5,
  • Edewechterdamm, SPAR-Markt, Altenoyther Str. 168,
  • Altenoythe, Bäckerei Nehus, Altenoyther Landstr. 27
  • Neuscharrel, Bäckerei Engbers, Hauptstr. 18,
  • Kampe, EDEKA, Barßeler Straße.

In Kamperfehn übernahm der Landzusteller die Aufgaben des fahrbaren Schalters.

Die Postagenturen verwendeten selbstklebende Einschreibzettel mit markanten Unterscheidungsbuchstaben. Eine Zuordnung auf die jeweilige Postagentur ist nur mit einer klaren Absenderabgabe oder dem Agenturstempel möglich. Die niedrigen Numeratoren lassen eine Verwendung gleich nach der Eröffnung erahnen. Dank des Beschaffungsdienstes von Herrn Werner Haerdle , Gundelfingen, sind viele Poststellen II und Postagenturen dokumentiert.

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, Unterscheidungsbuchstabe (UB) ZV, Beleg vom 18. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZW, Beleg vom 19. April 1995, interner Agenturstempel 12 32 99 9005

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZX, Beleg vom 19. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZY, Beleg vom 19. April 1995

R-Zettel 26169 Friesoythe 1, UB ZZ, Beleg vom 19. April 1995, interner Agenturstempel 12 32 99 9008

Die Stadt Friesoythe und die Gemeinde Bösel liegen im Landkreis Cloppenburg.

Quellen:

  • Postamt 29 Oldenburg, Dienstanweisung II 3 S 125-4/215-1 zur Einführung der fahrbaren Postschalter am 9. Januar 1975
  • Nordwest-Zeitung, 23. Januar 1975, Haltepunkte und Haltezeiten
  • Nordwest-Zeitung, 20. April 1995, „Mit dem Paket zum Kaufmann“
  • Philatelistische und postgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land, Rundbrief Nr. 20, Oktober 1999, Wolfgang Letzel

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bad Zwischenahn

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Auch in 2903 Bad Zwischenahn startete ein fahrbarer Postschalter. Ein erster Kurs wurde nach über 14 Jahren beendet. Anschließend wurde ein weiterer Dienst für 15 Monate getestet.

Der erstbeschriebene Kurs startete am 1. Juni 1971 und wurde zum 31. März 1986 beendet. Der verwendete R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn hatte den Unterscheidungsbuchstaben „a“. Der Poststempel führte den Buchstaben „h“.

R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn mit Unterscheidungsbuchstaben „a“, Beleg vom 25. März 1986

Die unscheinbaren Einschreibzettel bei diesen Kursen lassen sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter oder mit Belegen, mit aussagekräftigen Absenderangaben nachweisen.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2903 Bad Zwischenahn 11, Ekern-Burgfelde, Burgfelder Str. 33, Gaststätte Krüger, mo-fr 8.40 Uhr bis 8.55 Uhr,
  • 2905 Edewecht 3, Portsloge, Portsloger Str. 22, EDEKA Kahlen, mo-fr 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr und sa 8.40 Uhr bis 9.10 Uhr
  • 2903 Bad Zwischenahn 12, Dänikhorst, Hauptstr. 26, Waffengeschäft Meinen, mo-fr 9.50 Uhr bis 10.05 Uhr und sa 9.25 bis 9.40 Uhr,
  • Querenstede, Siedlung, Bedarfshaltestelle, mo-fr 10.10 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 13, Ohrwege, Langer Damm 60, EDEKA Bruns, mo-fr 10.30 Uhr- 10.40 Uhr und sa 9.50 Uhr bis 10.10 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 4, Rostrup, Elmendorfer Str. 29, Altenwohnheim, mo-fr 10.50 Uhr bis 12.00 Uhr und 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr und sa 10.20 Uhr bis 12.00 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 7, Aschhauser Feld/Wiefelsteder Str. 37, BP-Tankstelle Keilers, mo-fr 13.45 Uhr bis 14.15 Uhr und sa 12.30 Uhr bis 12.45 Uhr,
  • 2901 Wiefelstede 5, Gristede, Schulstr., KP-Haltestelle, mo-fr 14.20 Uhr bis 14.40 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 6, Elmendorf, Stiller Bogen, EDEKA Meyerjürgens, mo-fr 14.50 Uhr bis 15.05 Uhr und sa 12.05 Uhr bis 12.20 Uhr,
  • 2910 Westerstede, Giesselhorst, Gastwirtschaft Schwengels, mo-fr 15.15 Uhr bis 15.35 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 5, Dreibergen, Dreiberger Str., Lehrerfortbildungsheim, mo-fr 15.45 Uhr bis 16.05 Uhr.

Nach dem Ende des obigen Kurses am 31. März 1986 wurde anschließend bis zum 30. Juni 1987 ein neuer Betriebsversuch eingerichtet. Es sollte geprüft werden, ob in den folgenden Ortsteilen eine feste Poststelle eingerichtet werden soll. Diese Orte aus dem ersten Kurs wurden jetzt mit erweiterten Haltezeiten bei gleichen Haltepunkten angefahren.

  • 2903 Bad Zwischenahn 7, Aschhauser Feld/Wiefelsteder Str. 37, mo-fr 8.35 Uhr bis 9.35 Uhr und 13.45 Uhr bis 14.45 Uhr und sa 8.35 Uhr bis 9.15 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 6, Elmendorf, Stiller Bogen, mo-fr 9.45 Uhr bis 10.45 Uhr und 14.55 Uhr bis 15.55 Uhr und sa 9.25 Uhr bis 10.25 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 4, Rostrup, Elmendorfer Str. 29, mo-fr 10.50 Uhr bis 12.00 Uhr und 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr und sa 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Bei diesem zweiten Kurs wurde ein Einschreibzettel mit einem anderen Unterscheidungsbuchstaben eingesetzt.

R-Zettel 2903 Bad Zwischenahn mit Unterscheidungsbuchstaben „b“, Beleg vom 25. März 1986

Der Poststempel führte den gleichen Stempel wie bei Kurs 1:

Stempel vom Einlieferungsschein: 2903 Bad Zwischenahn mit UB „h“ vom 25. März 1986

Routenplan des fahrbaren Postschalters Bad Zwischenahn

Sehr geehrter Postkunde“ – Kundeninformation aus dem Jahr 1981 zu Veränderungen der Haltepunkte und Haltezeiten

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet. Folgende Orte können belegt werden:

Sowohl vor, als auch nach den Betriebsversuchen gab es in 2903 Bad Zwischenahn 4, Ortsteil Rostrup eine stationäre Poststelle:

R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) 9 D, Rostrup über Oldenburg (Oldb)

R-Zettel 2901 Rostrup, noch vor der Gebietsreform

R-Zettel von Rostrup nach der Gebietsreform, jetzt 2903 Bad Zwischenahn 4, Beleg vom 6. Mai 1993

Bei der Poststelle in 2903 Bad Zwischenahn 5, Ortsteil Dreibergen fehlte der eigene R-Zettel. Aushilfsweise wurde am 7. Dezember 1987 ein Einschreibzettel von Bad Zwischenahn 1 handschriftlich auf 5 geändert:

R-Zettel von 2903 Bad Zwischenahn 5, handschriftliche Änderung von 1 auf 5, Beleg vom 7. Dezember 1987

Poststempel vom Einlieferungsschein Bad Zwischenahn 5, vom 7. Dezember 1987 mit richtiger Bezeichnung der Poststelle

In 2905 Edewecht 3, Ortsteil Portsloge gab es später eine Poststelle:

R-Zettel 2905 Edewecht 3, Portsloge, Beleg vom 27. August 1990

Alle beschriebenen Orte liegen im Landkreis Ammerland.

Der Beitrag „Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Oldenburg“ beschreibt ebenfalls Haltepunkte in Bad Zwischenahn und Edewecht.

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Oldenburg

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Oldenburg aus wurde ab dem 2. April 1973 ein fahrbarer Postschalter eingesetzt. Der verwendete R-Zettel mit nur zweistelliger Postleitzahl 29 Oldenburg (Oldb) 1 verwendete die Unterscheidungsbuchstaben „ff“. Der Poststempel führte den Buchstaben „m“.

R-Brief 29 Oldenburg (Oldb) 1 und R-Zettel mit Unterscheidungsbuchstaben „ff“, Poststempel vom 17. Februar 1988. Datumstempel für die Aufbewahrungsfrist 25. Februar 1988

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2906 Wardenburg 7, Südmoslesfehn, Korsorsstr. 1, Gaststätte Büsselmann, mo-fr 8.30 Uhr bis 8.45 Uhr,
  • 2906 Wardenburg 6, Achternmeer, Korsorsstr. 171, Gaststätte, mo-fr 8.50 Uhr bis 9.05 Uhr und 13.15 Uhr bis 13.35 Uhr,
  • 2905 Edewecht 5, Klein Scharrel, Scharreler Damm 26, Kaufmann Stadtlander, mo-fr 9.15 Uhr bis 9.30 Uhr und 13.45 Uhr bis 14.00 Uhr,
  • 2905 Edewecht 6, Jeddeloh 2, Wischenstr. Ecke Gartenstr., Schlachterei Bley, mo-fr 9.40 Uhr bis 10.00 Uhr und 14.10 Uhr bis 14.25 Uhr,
  • 2905 Edewecht 4, Jeddeloh 1, Jeddeloher Damm 28, Gaststätte Bunjes, mo-fr 10.10 Uhr bis 10.35 Uhr und 16.35 Uhr bis 17.05 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 9, Petersfehn 2, Dorfstr., Kaufmann Helms, mo-fr 10.45 Uhr bis 11.00 Uhr,
  • 2903 Bad Zwischenahn 8, Petersfehn 1, Mittellinie 63, Schule, mo-fr 11.05 Uhr bis 11.35 Uhr und 17.20 Uhr bis 17.50 Uhr,
  • 2905 Edewecht 7, Husbäke, Breslauer Str. 1, Kaufmann Orth, mo-fr 14.35 Uhr bis 15.05 Uhr,
  • 2905 Edewecht 8, Weserscheps, Hauptstr. Abzweigung Harkebrügge, mo-fr 15.50 Uhr bis 16.20 Uhr,
  • 2905 Edewecht 9, Osterscheps, Schepser Damm 20, Kaufmann Lahrig, mo-fr 15.15 Uhr bis 15.45 Uhr.

Karte der Haltepunkte und Haltezeiten des fahrbaren Postschalters aus Oldenburg

„Ihr Postamt“ informiert die Postkunden über die neue moderne Einrichtung des fahrbaren Postschalters

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Der Kurs wurde am 1. April 1988 eingestellt.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet.

Zum Beispiel 2901 Jeddeloh II, das spätere 2905 Edewecht 6:

R-Brief vom 16. Mai 1988 von der Edewechter Stahl und Beton GmbH aus 2901 Jeddeloh II nach 29 Oldenburg

R-Zettel vom obigen Beleg

Und 2901 Osterscheps, das spätere 2905 Edewecht 9:

R-Zettel 2901 Osterscheps

Und nach der Einstellung gab es in Achternmeer, 2906 Wardenburg 6 wieder eine Poststelle:

R-Zettel 2906 Wardenburg 6, Beleg vom 9. Oktober 1990

Die Orte Bad Zwischenahn und Edewecht liegen im Landkreis Ammerland, Wardenburg im Landkreis Oldenburg.

Der Beitrag „Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bad Zwischenahn“ beschreibt ebenfalls Haltepunkte in Bad Zwischenahn und Edewecht.

Der fahrbare Postschalter aus Oldenburg

Der abgebildete fahrbare Postschalter, ein Daimler Benz Kom O 309 D, wurde am 22. Dezember 1981 zugelassen und wurde beim Postamt Oldenburg von Januar 1982 bis 1994 eingesetzt. Dieser Daimler ist sechs Meter lang und 2,20 Meter breit.

Neben dem Einsatz als fahrbarer Postschalter wurde er bei Umbauten von Postämtern als Ausweichfiliale eingesetzt.

Heute gehört dieses Fahrzeug zum Bestand des „Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V. “ in Wuppertal.

Quellen:

  • Briefmarken Spiegel, Messe Magazin, Essen 2017
  • Deutsche Briefmarken-Zeitung, DBZ, Nr. 10, 28. April 2017
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, www.postverein.de
  • Philatelistische und postgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land, Rundbrief Nr. 20, Oktober 1999, Wolfgang Letzel

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Verden

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Verden starteten zwei Kurse zur Versorgung der Postkunden.

Kurs 1 startete am 1.9.1971 mit Änderungen ab 20.1.1986.

Der verwendete Einschreibzettel bei Kurs 1 verfügte über keinen Unterscheidungsbuchstaben:

R-Zettel 2810 Verden, Aller 1

Die unscheinbaren Einschreibzettel bei diesen zwei Kursen lassen sich nur durch Bestätigung der zuständigen Postämter oder mit Belegen, mit aussagekräftigen Absenderangaben nachweisen. Der Tagesstempel führte die wechselnden Unterscheidungsbuchstaben „i“ bzw. „j“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2810 Verden 12, Eitze, Im Westerfeld, mo-fr 8.45 Uhr bis 9.40 Uhr und 13.50 Uhr bis 14.50 Uhr,
  • 2816 Kirchlinteln 8, Hohenaverbergen, Verdener Str. 8, mo-fr 9.50 Uhr bis 10.45 Uhr und 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr,
  • 2810 Verden 8, in Verden Salzstr./Renkestr., mo-fr 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Bis einschließlich 18. Januar 1986 wurden vom Kurs 1 weitere Orte versorgt:

  • 2811 Blender 2, Holtum
  • 2811 Blender 3, Einste
  • 2811 Blender 4, Intschede
  • 2811 Blender 5, Oiste
  • 2816 Kirchlinteln 6, Armsen
  • 2816 Kirchlinteln 7, Otersen,
  • 2816 Kirchlinteln 9, Luttum
  • 2816 Kirchlinteln 11, Weitzmühlen,
  • 2815 Langwedel 6, Cluvenhagen
  • 2810 Verden 3, Groß Hutbergen.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte aus dem Kurs 1 mit einer stationären Post ausgestattet:

R-Zettel der Einheitsausgabe von Intschede über Verden (Aller)

Der Ort Intschede (später 2811 Blender 4) hatte bereits im Deutschen Reich eine Poststelle.

Poststellen II Stempel 23 Luttum über Verden (Aller) auf einem Beleg nach Bremen mit Poststempel 29. Dezember 1958

Der Ort Luttum (später 2816 Kirchlinteln 9) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

R-Zettel 2810 Verden 3, Stadtteil Groß Hutbergen

Nach der Einstellung des Fahrbaren Postschalters wurde in Groß Hutbergen eine Poststelle eingerichtet.

Kurs 2 startete am 1.2.1973 mit Änderungen ab 20.1.1986.

Der verwendete Einschreibzettel bei Kurs 2 verfügte über den Unterscheidungsbuchstaben „d“:

R-Zettel 2810 Verden, Aller 1 mit Unterscheidungsbuchstabe „d“

Der Tagesstempel führte den Unterscheidungsbuchstaben „k“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2815 Langwedel 5, Cluvenhagen, Verdener Str. 41, mo-fr 9.15 Uhr bis 10.00 Uhr und 13.50 Uhr bis 14.55 Uhr,
  • 2810 Verden 5, Dauelsen, Schülerweg, mo-fr 10.20 Uhr bis 11.15 Uhr und 15.15 Uhr bis 16.30 Uhr,
  • 2810 Verden 4, Verden, Mainstr./Oderplatz, mo-fr 11.25 Uhr bis 12.30 Uhr und 16.40 Uhr bis 18.00 Uhr.

Bis einschließlich 18. Januar 1986 wurden vom Kurs 2 weitere Orte versorgt:

  • 2817 Dörverden 5, Stedebergen,
  • 2817 Dörverden 6, Wahnebergen,
  • 2817 Dörverden 7, Ahnebergen,
  • 2816 Kirchlinteln 4, Holtum
  • 2816 Kirchlinteln 5, Brunsbrock,
  • 2810 Verden 6, Dauelsen, Am Holzkamp 16,
  • 2810 Verden 7, Scharnhorst,
  • 2810 Verden 9, Borstel, Im Holze,
  • 2810 Verden 11, Borstel, Borsteler Dorfstr.,
  • 2810 Verden 13, Hönisch.

Vor und nach diesem Betriebsversuch waren einige Orte mit einer stationären Post ausgestattet:

R-Zettel 3091 Cluvenhagen

Der selbstständige Ort Cluvenhagen wurde 1968 zu Etelsen eingemeindet. Der R-Zettel mit der früheren Postleitzahl stammt aus der Zeit vor dem Betriebsversuch und dokumentiert das Bestehen einer Poststelle.

R-Zettel 2815 Langwedel, Kr Verden, Aller 5

Nach der Eingemeindung von Cluvenhagen zu Etelsen, ging die Gemeindereform weiter. Etelsen wurde 1972 von Langwedel übernommen. Und nach dem Ende des Betriebsversuches bekam Cluvenhagen (jetzt 2815 Langwedel 5) wieder eine stationäre Post.

Poststellen II Stempel 23 Dauelsen über Verden (Aller) mit Poststempel 1. Januar 1959

Der Ort Dauelsen (später 3091 Dauelsen und 2810 Verden 5) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

R-Zettel 3091 Dauelsen

R-Zettel Verden, Aller 5 (Dauelsen)

Dauelsen, Verden 5, zum Zweiten. Ein Beleg vom 24. Februar 1989 belegt die Einrichtung einer Poststelle.

R-Zettel Verden, Aller 4

In Verden 4 belegt eine Sendung vom 6. Februar 1989 die Einrichtung einer Poststelle.

Stempel vom Einlieferungsschein 2810 Verden, Aller 4. Datum 6. Februar 1989

Poststellen II Stempel 23 Brunsbrock über Verden (Aller) mit Poststempel 23 Verden vom, vermutlich, 21. Dezember 1957

Und auch hier: Der Ort Brunsbrock (später 2816 Kirchlinteln 5) wurde durch eine Poststelle II bedient und führte keine eigenen Einschreibzettel. Beim übergeordneten Postamt in Verden wurde der Poststempel und der R-Zettel mit Amtskennzeichen (AKZ) und Zusatz Land ergänzt.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Verden.

Unterlagen der Deutschen Bundespost, Postamt 1, Postfach 1180, 2810 Verden 1, aus dem Februar 1986 belegen die genauen Haltezeiten bei Kurs 1 und Kurs 2.

Quelle:

  • Informationen vom Postamt 2810 Verden 1, Februar 1986

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Bremervörde

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Aus ehemals drei Kursen sind am 1. November 1985 zwei Kurse geworden. Alle Haltestellen mit geringem Schalterverkehr sind weggefallen. Zu den zwei Kursen gibt es eine kombinierte Fahrt am Sonnabend. Von ehemals 19 Haltestellen (drei Kurse) werden jetzt neun Stellen (zwei Kurse) angefahren.

Fahrbarer Postschalter aus Bremervörde

Bis zum 28. Oktober 1980 hatte Bremervörde die Postleitzahl 2140. Die Unterscheidungsbuchstaben sind beim Wechsel der Postleitzahlen geblieben.

Die Karteikarten wurden dem Autor freundlicherweise vom Postamt Bremervörde zur Verfügung gestellt. Beschrieben werden hier die drei Kurse:

Fahrbarer Postschalter 1, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „d“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „g“.

Kurs 1 startete am 3. November 1969.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Alfstedt, Kaufmann Olfermann, mo-fr 8.50 Uhr bis 9.50 Uhr und sa 9.55 Uhr bis 10.10 Uhr
  • 2740 Eberstorf, Feuerwehrhaus. Hauptstr., mo-fr 9.55 Uhr bis 10.55 Uhr und 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr und sa 10.15 Uhr bis 10.40 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Volksbank, Bahnhofsstr., mo-fr 11.10 Uhr bis 12.10 Uhr und 14.05 Uhr bis 15.45 und sa 10.55 Uhr bis 12.20 Uhr

Fahrbarer Postschalter 2, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „e“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „h“.

Kurs 2 startete am 1. Oktober 1971.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Bremervörde 5, Gnarrenburger Str. 73, mo-fr 8.40 Uhr bis 9.20 Uhr und 17.05 Uhr bis 17.50 Uhr und sa 8.00 Uhr bis 8.25 Uhr
  • 2740 Bremervörde 6, Kaufmann Krause, Mittelkamp 2, mo-fr 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr und sa 8.35 Uhr bis 8.55 Uhr
  • 2740 Bremervörde 11, Nieder Ochtenhausen, Vorfeldring, mo-fr 10.40 Uhr bis 11.40 Uhr und sa 9.05 Uhr bis 9.20 Uhr
  • 2740 Bremervörde 9, Iselersheim, Gasthof Pülsch, mo-fr 11.50 Uhr bis 12.20 Uhr und sa 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Gasthof Dallmann, mo-fr 14.10 Uhr bis 15.40 Uhr und sa 11.45 Uhr bis 12.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, Gasthof Lüdemann, mo-fr 15.55 Uhr bis 16.40 Uhr und sa 12.40 Uhr bis 13.00 Uhr

Fahrbarer Postschalter 3, Einschreibzettel 2740 Bremervörde mit dem Unterscheidungsbuchstaben „f“. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „i“.

Kurs 3 startete am 1. April 1978 und wurde am 31. Oktober 1985 eingestellt.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2740 Ebersdorf, mo-fr 9.15 Uhr bis 10.00 Uhr
  • 2740 Hipstedt 1, Bahnhofsstr., mo-fr 10.20 Uhr bis 11.00 Uhr
  • 2740 Oerel 4, Barchel, Barcheler Str., mo-fr 11.15 Uhr bis 11.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 3, Oese, mo-fr 12.30 bis 12.45 Uhr
  • 2740 Basdahl 2, Volkmarst, mo-fr 12.55 Uhr bis 13.10 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, mo-fr 13.25 Uhr bis 15.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 9, Glinstedt, mo-fr 15.20 Uhr bis 16.00 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 8, Augustendorf, mo-fr 16.10 Uhr bis 16.20 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 6, Fahrendahl, mo-fr 16.35 Uhr bis 16.45 Uhr
  • 2742 Gnarrenburg 5, Fahrendorf, mo-fr 16.50 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Übersichtskarte der vom Postamt Bremervörde angefahrenen Haltepunkte

Sonderumschlag Tag der Briefmarke 1972 mit Abbildung 1. Fahrbarer Postschalter

Zum Tag der Briefmarke und der damit verbundenen Briefmarkenausstellung „VÖRPOSTA“ wurde ein Sonderumschlag verkauft. Abgebildet ist der 1. Fahrbare Postschalter des Postamtes 214 Bremervörde. Der verwendete Nummerneinschreibzettel (NEZ) 214 Bremervörde Vörposta ´72, der anlässlich dieser Veranstaltung eingesetzt wurde, hat eine Auflage von 476 Exemplaren.

(Weitere Informationen zu NEZ finden Sie hier)

Folgende sechs Dokumente wurden mir freundlicherweise vom „Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V.“ aus Wuppertal zur Verfügung gestellt.

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs I

Unterlage vom Postamt 214 Bremervörde, Fahrplan für den fahrbaren Postschalter, Kurs II

Fahrtenbuch für ungerade Monate, FaPo = Fahrbarer Postschalter

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994

Auszug aus dem Fahrtenbuch aus dem Oktober 1994. Seit dem 1. Juli 1993 gilt die fünfstellige Postleitzahl 26169, auch bei der DEA-Station

Auszug aus dem Fahrtenbuch April 1993, Stempel der Esso Station aus 2908 Friesoythe

Nachdem einige Haltestellen nicht mehr angefahren wurden, wurden in den Orten teilweise Poststellen eröffnet:

2740 Alfstedt. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Ebersdorf b Bremervörde, Beleg vom 6. Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2740 Hipstedt, statt Hipstedt 1, Beleg vom 6.Dezember 1988. Im Ortsverzeichnis von 1988 noch als mASt verzeichnet

2742 Gnarrenburg 3, Kuhstedt, Beleg vom 25. November 1988

Quellen:

  • Postamt Bremervörde, Broschüre zum Neubau des Postamtes Bremervörde 1983
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, https://www.postverein.de/fahrzeuge

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Zeven

Bitte lesen Sie zur Einstimmung in das Thema „Fahrbarer Postschalter“ die Einführung, hier.

Von Zeven startete ab dem 1. November 1985 ein Kurs zur Versorgung der Postkunden in Kirchtimke 2, Hepstedt, Rhade 1 und 2, Ostereistedt 1 und Zeven 2.

Als Einschreibzettel wurde 2730 Zeven 1 mit dem Unterscheidungsbuchstaben „b“ verwendet. Der Tagesstempel führte den Buchstaben „d“.

Haltepunkte mit Ortsbezeichnung und Haltezeiten:

  • 2733 Kirchtimke 2, Ostertimke, Hemeler Str., mo-sa 8.40 Uhr bis 9.00 Uhr,
  • 2733 Hepstedt, mo-sa 9.10 Uhr bis 9.50 Uhr und nachmittags mo-fr 14.25 Uhr bis 15.15 Uhr,
  • 2730 Rhade 1, Hauptstr., mo-sa 10.05 Uhr bis 11.00 Uhr und nachmittags mo-fr 15.30 Uhr bis 16.25 Uhr,
  • 2730 Rhade 2, Rhadereistedt, Landstr., mo-sa 11.05 Uhr bis 11.25 Uhr,
  • 2730 Ostereistedt 1, Hauptstr., mo-sa 11.30 Uhr bis 11.50 Uhr,
  • 2730 Zeven 2, Industriestr., mo-sa 12.05 Uhr bis 12.40 Uhr und nachmittags mo-fr 16.50 Uhr bis 17.45 Uhr.

Die Haltepunkte mit ihren Ortsbezeichnungen waren eine Momentaufnahme.

R-Zettel 2733 Hepstedt

Hepstedt ist im Ortsverzeichnis der Post Ausgabe 1989 noch eine mAST. Am 5. November 1988 wurde ein eigener R-Zettel 2733 Hepstedt verwendet.

Auch 2730 Rhade bei Zeven ist mit einem eigenen Einschreibzettel ausgestattet.

Alle aufgeführten Orte gehören heute zum niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Fahrbare Postschalter – mobile Annahmestelle (mAst) – Einführung

Eine allgemeine Einführung in das Thema.

Fahrbare Postschalter wurden zu unterschiedlichsten Anlässen, wie Veranstaltungen oder Umbauten eingesetzt. Belegt sind Poststempel und Briefmarken mit entsprechender Nennung u.a. aus:

  • Bangladesch (Mobile Post Office), auch auf Briefmarke 1983, Michel Nr. 211,
  • Böhmen und Mähren (Fahrbares Postamt-Autoposta),
  • Bundesrepublik Deutschland (Fahrbares Sonderpostamt),
  • DDR (Fahrbares Postamt)
  • Deutschen Reich (Fahrbares Postamt, Fahrbares Feldpostamt bei der Truppe),
  • Großbritannien (Mobile Post Office),
  • Österreich (Fahrbares Postamt),
  • Polen (Poczta objazdowa)
  • Portugal (Autocarro Ambulância Postal – Postwagen)
  • Schweden (Bilpostkontoret – Autopostamt),
  • Schweiz (Bureau de poste automobile, Automobil Postbureau),
  • USA (Mobile Post Office, Post Office on Wheels).

Mich interessiert der Nachweis von Fahrbaren Postämter mit Postkursen aus dem heutigen Niedersachsen. Und der Nachweis soll nicht über Stempel, sondern über Einschreibzettel (R-Zettel) erfolgen.

Bevor die einzelnen Postkurse der fahrbaren Postschalter in weiteren Artikeln vorgestellt werden, folgt hier eine allgemeine Einführung ins Thema.

(Am Ende des Artikels finden Sie auszugsweise ein Konzept des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen für die zukünftige Postversorgung auf dem Lande)

Für die Postkunden brachte die Einrichtung der Poststellen II eine entscheidende Verbesserung der Postversorgung. Nachdem die Motorisierung der Landzustellung viele Poststellen entbehrlich gemacht hatte, suchte die Post nach neuen Wegen der (Land-) Bevölkerung in dünn besiedelten Gebieten einen Postservice anzubieten zu können. Und lange vor der Einrichtung der heutigen Postagenturen bzw. Partnerfilialen hatte die Deutsche Bundespost eine Idee.

In Niedersachsen wurden seit dem 1. November 1969 im Rahmen eines Betriebsversuches fahrbare Postschalter erprobt.

Ein fahrbarer Postschalter aus Oldenburg

Dieser fahrbare Postschalter aus Oldenburg wurde gelegentlich auf der Briefmarken Messe in Essen dem interessierten Publikum gezeigt, hier Mai 2018.

Ein fahrbarer Postschalter aus Celle (ca. 1985)

Dieser Beitrag befasst sich daher mit den fahrbaren Postschaltern aus der Phase der vierstelligen und fünfstelligen Postleitzahlen.

In den Betriebsregelungen für fahrbare Postschalter waren verschiedene Punkte geregelt, u.a.:

  • Ausstattung des Halteplatzes
  • Verkehrstage
  • Haltezeiten
  • Streckenführung bis
  • Personaleinsatz.

Der fahrbare Postschalter war Annahmestelle im Sinne § 41, Absatz 2 der Postordnung. Bei ihm wurden grundsätzliche alle Postdienstleistungen angeboten.

Die eingesetzten Fahrzeuge waren eine Spezialkonstruktion mit Einrichtungsgegenständen für den Annahme- und Ausgabedienst. Es konnten bis zu acht (!) Kunden gleichzeitig den Besucherraum betreten.

Halteplatzschild mit Angabe der Haltezeit

An jedem Halteplatz wies eine Aushangtafel auf den fahrbaren Postschalter hin.

Ein fahrbarer Postschalter aus Celle. Mit Telefonzelle, Briefkasten mit Briefmarken-Heftchengeber und Halteplatzschild. (ca. 1985)

Außerdem waren am Halteplatz eine Telefonzelle, ein Briefkasten und ein Heftchengeber als Regelausstattung vorgesehen. Die Ausstattung sollte dem Halteplatz einen hohen Aufmerksamkeitswert verschaffen. Zugleich sollte sie außerhalb der Haltezeiten des fahrbaren Postschalters ausweisen, dass der Ort postalische versorgt wurde.

Über fahrbare Postschalter abgefertigte Einschreiben sind nur am Unterscheidungsbuchstaben der R-Zettel diesen Dienststellen zuzuordnen.

Keine Regel ohne Ausnahme:

R-Zettel 3380 Goslar 1 mit dem Zusatz Fahrbarer Schalter, 25. Juni 1982

Neben dem Einsatz in Goslar gab es einen zweiten R-Zettel mit obigem Zusatz in 6980 Wertheim.

Wie findet man in den Unterlagen der Post die mobilen Postämter?

Auszug aus dem Ortsverzeichnis Post

Am Beispiel 2733 Hepstedt erklärt. Unter dem Ort steht die Abkürzung mASt für mobile Annahmestelle = Fahrbarer Postschalter. Das zuständige Postamt mit Verwaltungsdienst ist 2720 Rotenburg, Wümme 1. Die Zustellung wird aus Tarmstedt organisiert. Die zuständige Oberpostdirektion sitzt in Bremen (Brm). Telefonisch ist Hepstedt an das Ortsnetz (ON) Tarmstedt angeschlossen.

Und nach einigen Recherchen wird klar, Hepstedt wird von einem fahrbaren Postschalter bedient, der in Zeven eingesetzt wird.

In den kommenden Monaten werden die einzelnen Kurse in Niedersachsen vorgestellt:

Der Start der fahrbaren Postämter mit den jeweiligen Kursen ist bekannt. Leider fehlen Information über das jeweilige Ende des Betriebsversuche. Ich würde mich freuen, wenn Sie die fehlenden Informationen belegen könnten. Und alle Daten sind eine jeweilige Momentaufnahme. Änderung der Kurse und Haltezeiten hat es gegeben.

Sollten Sie von einigen Orten keine R-Zettel finden, könnte der Einsatz der mobile Annahmestellen (mAst) ein Grund dafür sein.

Ein Blick zurück:

Erfreulicherweise sind in Amtsblättern der Deutschen Reichspost frühere Einsätze von fahrbaren Postämtern bei Veranstaltungen veröffentlicht worden. Diese Fahrzeuge der Deutschen Reichspost waren rot lackiert.

Berlin Fahrbares Postamt, mit Unterscheidungsbuchstabe (UB) „f“

Bereits seit 1934 wurden fahrbare Postämter eingesetzt. Obiger R-Zettel fand seine Verwendung bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. R-Zettel dieses Typs sind mit weiteren UB bekannt.

Der Autor Herr Paul-Jürgen Hueske hat 2002 im Band 158 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. die fahrbaren Postämter im Deutschen Reich 1934 bis 1944 aufgelistet und ausführliche Informationen (Entwicklung, Ausstattung, Betrieb) und Abbildungen zusammengestellt. Diese fahrbaren Postämter hatten gelegentlich Sonderstempel der Veranstaltung im Einsatz. R-Zettel mit entsprechenden Hinweisen sind nur von den Olympischen Spielen 1936 belegt.

Auflistung niedersächsischer Orte nach Hueske, nach Datum sortiert:

  • Bückeberg bei Hameln, Erntedanktage: 5.-6.10.1935, 3.-4.10.1936, 2.-3.10.1937 auch in den benachbarten Orten Afferde, Kirchosen und Tündern, 1.-2.10.1938. Einen detaillierten Bericht zu Bückeberg finden Sie hier.

Fahrbarer Postschalter beim Reichserntedankfest Bückeberg, 1937

  • Northeim (Han), Reichsarbeitstag der NS-Kriegsopferversorgung und des Hauptamts für Kriegsopfer der Reichsleitung der NSDAP und 3. Niedersächsischen Frontsoldaten- und Kriegsopfertreffen: 10.-14.6.1937, 6.-8.5.1938
  • Rothenfelde über Vorsfelde, Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes mit 2 Fahrbaren Postämter: 26.5.1938, einen weiterführenden Artikel zu Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben finden Sie hier.
  • Hannover, Gautag der NSDAP: 9.-12.6.1938
  • Bad Gandersheim, Motor-, Wehr-, Sportübungen des NSKK: 17.-22.6.1938
  • Goslar, Motorsportwoche des NSKK im Harz, 10. Dreitage-Mittelgebirgsfahrt: 23.-25.6.1938
  • Braunschweig, 100 Jahre Staatsbahn Ausstellung: 19.8.-4.9.1938
  • Hannover, Flugtag 1938, NSFK: 25.9.1938
  • Hannover, 16. Internationales Eilenriede-Rennen, NSKK: 14.-16.4.1939
  • Braunschweig, 4. Reichsführer- und Führerrinnenlager der HJ.: 14.-25.5.1939
  • Hannover, Niedersächsisches Sängerfest, Stadthalle: 19.-21.5.1939
  • Gehrden über Hannover, Kreistag Kalenberg: 10.-11.6.1939
  • Northeim (Han), Reichsarbeitstagung der Nationalsozialistischen Kriegsopferversehrten: 16.-19.6.1939
  • Bookholzberg, Niederdeutsche Gedenkstätte-Stedingsehre, Gau Weser-Ems, Sommer-Sonnenwendfeier: 17.6.1939 (Bookholzberg heute Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee im Landkreis Oldenburg)
  • Lüneburg, Land zwischen Meer und Heide, Ausstellung: 23.6.-2.7.1939
  • Emden, Ausstellung Wille und Leistung Ostfrieslands: 21.-30.7.1939
  • Hannover, 28. Deutsches Meisterschaftsrudern: 12.-13.8.1939

Eine Auflistung aller Einsätze z.B. mit Daten und KM-Leistung von Fahrbaren Postschaltern (ohne Postkurse) oder Postcontainern bei Umbauten oder Sonderpostämtern sind in den Unterlagen des Bundesarchivs in Koblenz einzusehen.

Der fahrbare Postschalter ist Geschichte:

Sonderstempel mit Abbildung eines fahrbaren Postschalters, 63150 Heusenstamm, Deutsche Post, Internationaler Museumstag, Museum für Kommunikation Frankfurt Heusenstamm, 17.5.2020

In der Außenstelle des Museums für Kommunikation, Philipp Reis Str. 4-8, 63150 Heusenstamm, gibt es weitere Postfahrzeuge zu besichtigen.

Und jetzt für Sie zum Nachlesen, eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise im Post-Originalton:

Postversorgung auf dem Lande

Die Postversorgung auf dem Lande war für den Deutschen Bundestag in Bonn am 8. Mai 1981 ein Thema. Die Bundesregierung informierte die Angeordneten mit einem Konzept des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen
für die künftige Postversorgung auf dem Lande, 9. Wahlperiode. (Auszug zum Thema fahrbare Postschalter)

3.3 Mobile Amtsstellen (Fahrbare Postschalter)

Der in Betriebsversuchen erfolgreich erprobte Fahrbare Postschalter wird künftig für die Postversorgung des Landes und in Stadtrandgebieten eingesetzt.
Der Fahrbare Postschalter ist eine mobile Amtsstelle, die nach einem Fahrplan (Kurs) zu bestimmten Zeiten (Haltezeiten) an bestimmten Orten (Haltepunkte) eingesetzt wird. Einzelheiten über den Einsatz Fahrbarer Postschalter sind aus der als Anlage beigefügten Regelung ersichtlich.

8 Fahrbare Postschalter

Fahrbare Postschalter sind einzusetzen, wenn
– bei Übertragung der Annahmebefugnis auf den Zusteller dieser mehr als 10 v. H. seiner Arbeitszeit Annahmedienst leisten müßte und die Einrichtung bzw. Beibehaltung einer ortsfesten Amtsstelle von mindestens sechs Wochenstunden Grundarbeitszeit für Tätigkeiten im Hause aus postbetrieblichen, kundendienstlichen und wirtschaftlichen Erwägungen nicht in Betracht kommt
– für die Einrichtung einer ortsfesten Amtsstelle die räumlichen oder personellen Voraussetzungen nicht sogleich geschaffen werden können.

Fahrbare Postschalter können eingerichtet werden, wenn
– bei als notwendig erachteter Neueinrichtung im Amtsstellennetz die künftige Inanspruchnahme nicht bekannt ist, eine Verdichtung des Angebots im Amtsstellennetz im kundendienstlichen Interesse liegt und wirtschaftlich vorteilhaft oder zumindest vertretbar ist. In diesem Fall können in einem Einzugsbereich nach Tz 4.2 unter Bildung neuer Einzugsbereiche mit herabgesetzter Entfernungsbedingung mehrere Bedienungsstandorte eingerichtet werden.

Richtlinien über die Organisation der Postämter, § 12 der Amtsstellenorganisation

(6) Fahrbare Postschalter sind mobile Amtsstellen ohne Zustellung, die an bestimmten Haltepunkten zu bestimmten Haltezeiten eingesetzt werden. Sie werden mit entsprechenden Angaben im Ortsverzeichnis Post aufgeführt.

§ 13 Bedingungen für die Einrichtung, Umwandlung und Aufhebung von Amtsstellen

(7) Fahrbare Postschalter sind einzusetzen, wenn
– die Bedingung für die Übertragung der Annahmebefugnis des Zustellers nach Abs. (6) überschritten wird und nach Maßgabe des Abs. (4) keine ortsfeste Amtsstelle eingerichtet werden soll und der Einsatz in postbetrieblicher und kundendienstlicher Hinsicht zweckmäßig und wirtschaftlich ist,
– räumliche oder personelle Voraussetzungen für die Einrichtung einer ortsfesten Amtsstelle nicht sogleich geschaffen werden können.

(8) Fahrbare Postschalter können eingesetzt werden, wenn
– das Verkehrsaufkommen noch nicht bekannt ist oder
– eine Verdichtung des Angebots im Amtsstellennetz im kundendienstlichen Interesse liegt und wirtschaftlich vertretbar ist.

Betriebsregelungen für Fahrbare Postschalter

1.1 Postdienste
Der Fahrbare Postschalter ist Annahmestelle im Sinne § 41 Abs. 2 Postordnung. Bei ihm sind grundsätzlich alle Postdienstleistungen anzubieten. Die Ausgabe von Sendungen an benachrichtigte Empfänger kann zugelassen werden.
1.2 Fernmeldedienste
Ferngespräche werden nicht vermittelt (wegen Fernsprechhäuschen [FeH] s. Ausstattung des Halteplatzes). Telegramme werden wie beim Landzusteller entgegengenommen. Sie sind bei der nächsten am Kurs liegenden Telegrafen-Dienststelle zur weiteren Übermittlung abzuliefern.
2 Halteplätze (Standortwahl)
Die Halteplätze sind für den Kunden leicht erreichbar auf ausreichend befestigten Flächen unter Berücksichtigung des Einzugsbereichs (§ 13 Abs. [2]
OrgRichtlPost) in möglichst zentraler Lage einzurichten. Der Zu- und Abgang der Postkunden soll durch den fließenden Straßenverkehr nicht beeinträchtigt werden. Bei der Standortwahl sind die Kommunalbehörden in angemessener Weise zu beteiligen.
3 Ausstattung des Halteplatzes
Die Ausstattung soll dem Halteplatz einen hohen Aufmerksamkeitswert verschaffen. Zugleich soll sie außerhalb der Haltezeiten des Fahrbaren Postschalters ausweisen, daß der Ort postalisch versorgt ist. Die Regelausstattung besteht aus
– einer Aushangtafel für Hinweise und Bekanntgabe der Haltezeiten,
– einem FeH, das unmittelbar am Halteplatz liegen soll,
– einem Doppelheftchengeber und
– einem Briefkasten.
Über den Einsatz von Einzelmarkengebern ist fallweise zu entscheiden.
4 Verkehrstage
Die Fahrbaren Postschalter verkehren grundsätzlich werktags.
5 Haltezeiten
Die Haltezeiten sind nach ihrer Dauer und möglichst auch nach der zeitlichen Lage dem Verkehrsaufkommen und den kundendienstlichen Bedürfnissen anzupassen. Die Mindesthaltezeiten betragen bei Haltepunkten werktäglich
— bis unter 6 Stunden wöchentlich 20 Minuten
— 6 bis unter 7 Stunden wöchentlich 30 Minuten
— 7 bis unter 8 Stunden wöchentlich 35 Minuten
— 8 Stunden und mehr wöchentlich 45 Minuten
(Die Stundenangaben beziehen sich auf Tätigkeiten im Hause bei Poststellen [Grundarbeitszeit nach Erhebungsbogen 135,4]). Die Haltezeiten können wahlweise auf den Vormittag, den Nachmittag oder — bei größeren Orten —
auf den Vor- und Nachmittag gelegt werden.
6 Streckenführung
Je nach Zahl und Lage der Haltepunkte sowie der Haltezeiten sind Kurse einzurichten als
– Rundfahrten,
– Stichfahrten oder
– Kombinationen von Rund- und Stichfahrten.
7 Bezeichnung der Kurse
Die Kurse sind unter dem Namen des Postamts (V) fortlaufend mit der Postleitzahl und einer arabischen Ziffer zu bezeichnen, z. B.: Bonn 15300-1.
8 Bezeichnung der Haltepunkte
Die Haltepunkte sind entsprechend § 10 Abs. 4 OrgRichtlPost zu bezeichnen. Im Ortsverzeichnis Post sind Orte, die durch einen Fahrbaren Postschalter
versorgt werden, künftig in der dritten Spalte mit einem m = mobile Annahmestelle zu kennzeichnen.
9 Personaleinsatz
Die Wahrnehmung des Annahmedienstes und das Führen des Kfz obliegen derselben Person. Der Fahrer muß im Besitz des Postführerscheins Klasse drei
sein. Er erhält Entschädigung im Kraftfahrdienst.
10 Bewertung
Die Bewertung richtet sich nach den Aufgabenträger „Schalterbeamter 1″ (Regelbewertung A 7, jede 1., 4., 8. usw. ArbE A 8).
11 Bemessung
Die Bemessung richtet sich nach der DA Bem Ä. Als Anhaltspunkt für die Planung bedarfsgerechter Haltezeiten ist der neue Erhebungsbogen für Poststellen II (Erhebungsbogen 135,4) heranzuziehen, solange für den Schalterdienst bei Fahrbaren Postschaltern oder Postämtern noch kein neues Bemessungsverfahren vorliegt

Offene Fragen:

  • Wann wurden die Betriebsversuche der regelmäßig eingesetzten fahrenden Postämter/Kurse in Niedersachsen beendet?

Quellen:

  • Ortsverzeichnis Post, Verzeichnis der Orte im Bereich der deutschen Postverwaltungen, 1984
  • Fahrbare Postämter in Deutschland 1934 bis 1944, Paul-Jürgen Hueske, 2002, Band 158 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V.
  • Bundesarchiv Koblenz, Fahrbare Postämter, Meldungen über den Einsatz
    1963 – 1981, B 257/26778, Band 1 mit 1963 – 1975, B 257/26779 Band 2 mit 1976 – 1981
  • Deutscher Bundestag, 8.5.1981, Drucksache 9/408, 9. Wahlperiode, Sachgebiet 901, https://dserver.bundestag.de/btd/09/004/0900408.pdf. Unterrichtung durch die Bundesregierung, Postversorgung auf dem Lande, Konzept
  • Verein zur Erhaltung historischen Postgutes e.V., Wuppertal, https://www.postverein.de/fahrzeuge
  • Das fahrbare Postamt der OPD Halle 1952, philatelie Nr. 560, Februar 2024
  • Fotos vom Autor November 1985, Mai 2018

Nachsatz:

Als Motiv auf Briefmarken finden sich ebenfalls Fahrbare Postschalter, z.B. in..

  • Polen

Tag der Briefmarke 1979, Mobiles Postamt für die Landbevölkerung, Michel Nr. 2654, Poczta objazdowa übersetzt „Reisepost“

 

Siegfried Kaliwerk, Giesen

R-Zettel mit Zusätzen machen neugierig. Gab es ein Kaliwerk mit eigener Poststelle?

Siegfried ist heute Teil der Gemeinde Giesen im Landkreis Hildesheim.

Der Name Siegfried für den Gemeindeteil ist übernommen vom Namen der Kalischachtanlage Siegfried der Firma „Kali und Salz AG, Kassel“.

R-Brief von 3201 Siegfried Kaliwerk nach Hildesheim, Poststempel vom 14. Februar 1968

R-Zettel vom obigen Beleg

ehemalige Einfahrt zum Werksgelände, Schachtstraße

ehemaliges Verwaltungsgebäude, Schachtstraße

Ein Foto von 1990, der Briefkasten zeigt den Standort der Poststelle, Schachtstraße.

Die Post am Eingang zum Werksgelände in der Schachtstraße war in einem früheren Kiosk untergebracht. Das Gebäude ist abgerissen.

Heute gibt es in Siegfried keine Poststelle mehr.

Aus den Ortsverzeichnissen der Deutschen Bundespost sind die folgenden Einträge übernommen:

  • 1958: Poststelle 1, 20a Siegfried Giesen / über Hildesheim
  • 1968: 3201 Siegfried, Kaliwerk ü. Hildesheim

Von 1958 bis 1964 kam dieser R-Zettel, Amtskennzeichen (AKZ) 12 C, zum Einsatz: Siegfried-Giesen über Hildesheim

Die Kalischachtanlage „Siegfried“ war ab 1906 in Betrieb und hat 1987 ihren Betrieb eingestellt. 2013 wurde bekannt, dass „Kali und Salz AG, Kassel“ eine Wiederaufnahme der Kaliförderung in Giesen und Umgebung und umfangreiche Investitionen in die gesamte Bergwerksanlage plant.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Postgeschichte. Weitere Informationen zum Thema Kali, Siegfried und der Zukunft des Standortes entnehmen Sie bitte den informativen Links bei der Quellenangabe.

Die Kalihalde auf dem Stadtplan

Die Folgen der Kaliförderung sind von weitem zu erkennen:

Die Halde des Kalibergbaus wird auch „Kalimandscharo“ genannt.

Je nach Lichtverhältnissen wirkt die Halde optisch anders.

Ein Größenvergleich, rechts die Halde, links der Gemeindeteil Siegfried Giesen

Die der Schachtstraße abgewandte Seite

Die folgenden zwei Aufnahmen sind der Ortschronik von Ahrbergen von 2005 entnommen. Sie zeigen eindrucksvoll die Anlagen von Siegfried Kaliwerk:

Die Schachtanlage Siegfried Giesen mit dem damaligen Förderturm, Schornstein und der ehemaligen Poststelle vorn links im Bild.

Das Betriebsgelände von Kali + Salz mit dem Wohngebiet Siegfried Giesen und der Kalihalde

Quellen:

  • Ortsverzeichnis I, Teil A, Verzeichnis der Orte mit Postanstalt im Bereich der Deutschen Postverwaltungen, 1958, Herausgegeben vom Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen
  • Deutsche Bundespost, Ortsverzeichnis II, Ausgabe 1968
  • Ortsrat Ahrbergen, Chronik Ahrbergen 2005
  • Heimatverein Giesen e.V., Herr Jörg Stelzner, heimatverein-giesen@web.de
  • Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands, Lars Baumgarten, https://www.lars-baumgarten.de/die-reviere-und-ihre-sch%C3%A4chte/4-s%C3%BCdhannover/4-17-siegfried-giesen/
  • Bürgerinitiative GiesenSchacht e.V.: https://www.bi-giesenschacht.de/index.php/was-hat-k-s-vor
  • K+S Aktiengesellschaft Kassel: https://www.kpluss.com/de-de/bergbaulexikon/
  • Fotos vom Autor Mai 2020, Juni 2021