Am 1. November 1946 entstand Niedersachsen durch die Vereinigung des Landes Hannover mit den Freistaaten Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe. Es gab in der Geschichte dieser Regionen verschiedene politische Bezeichnungen.
Ab 9. Januar 1875 wurden die ersten Einschreibzettel eingeführt. Daher ein kurzer geschichtlicher Abriss aus der Zeit ab 1814. Natürlich geht die Geschichte wie überall sehr viel früher los:
Das Königreich Hannover entstand 1814 durch den Wiener Kongress als Nachfolgestaat des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg. 1866 verlor das Königreich Hannover an der Seite von Österreich den Preußisch-Österreichischen Krieg. Der Sieger Preußen gliederte das Königreich als Provinz Hannover in sein Staatsgebiet ein.
Nach dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Braunschweig 1814 in den alten Grenzen des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel und des Fürstentums Blankenburg errichtet. 1866 trat das Herzogtum Braunschweig der preußischen Allianz im Deutschen Krieg bei und rettete damit seine formale Eigenstaatlichkeit. Mit der Reichsgründung 1871 wurde das Herzogtum ein Bundesstaat des Deutschen Kaiserreichs. Der Freistaat Braunschweig trat nach der Novemberrevolution 1918 an die Stelle des Herzogtums.
Das Fürstentum Schaumburg-Lippe trat 1815 dem Deutschen Bund bei und wurde nach 1871 ein Gliedstaat des Deutschen Reiches. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Schaumburg-Lippe ein Freistaat innerhalb der Weimarer Republik.
1815 wurde das Großherzogtum Oldenburg durch den Wiener Kongress gegründet. Das Großherzogtum war Mitglied des Deutschen Bundes. Nach dem Deutschen Krieg 1866 an der Seite Preußens trat Oldenburg dem Norddeutschen Bund bei. Danach war es ein Gliedstaat des Deutschen Kaiserreichs. 1918 entstand der Freistaat Oldenburg. Der Freistaat Oldenburg wurde 1933/1934 gleichgeschaltet. Nach Inkrafttreten des Gesetzes über den Neuaufbau des Reichs firmierte der Freistaat als Land Oldenburg.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Land Hannover am 23. August 1946 durch die britische Besatzungsmacht (für zwei Monate und acht Tage) zum selbständigen Land bestimmt.
Ehemalige Landkreisbezeichnungen auf Einschreibzetteln
Eine Verwaltungsgliederung innerhalb der politischen Strukturen eines Landes ist die Bezeichnung Kreis oder Landkreis.
Häufig werden auf Poststempeln oder R-Zetteln hinter der Ortsbezeichnung zusätzliche Informationen abgebildet, um Orte mit gleichem Namen besser unterscheiden zu können.
Mich interessiert für diesen Artikel die Frage, ob Bezeichnungen von nicht mehr aktuellen Landkreisen auf Einschreibzetteln gedruckt worden sind.
(Abkürzungen mit Kr und Kr., jeweils ein Beispiel je früherem Landkreis)
Kreis Achim, bis 1932
R-Brief Posthausen (Kr. Achim), später Ottersberg 4, heute im Landkreis Verden, Poststempel Posthausen Bez. Bremen, 30. November 1936, Brief an die Bienen Zeitung in Leipzig
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Alfeld, bis 1. August 1977:
R-Zettel Marienhagen (Kr Alfeld), jetzt Duingen im Landkreis Hildesheim
Kreis Bersenbrück, bis 1. Juli 1972
R-Zettel 4559 Ankum, Kr Bersenbrück, heute im Landkreis Osnabrück
Kreis Bleckede, bis 1. Oktober 1932
R-Zettel Darchau (Kr. Bleckede), heute Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg
Weiterführende Informationen zum Amt Neuhaus finden Sie in einem eigenen Artikel.
Kreis Braunschweig, bis 1. März 1974
R-Zettel Wendeburg (Kr. Braunschweig), später Wendeburg 1, heute im Landkreis Peine
Kreis Burgdorf, bis 1. März 1974
R-Zettel (20a) Otze (Kr Burgdorf Han), später Burgdorf 3, heute in der Region Hannover
Kreis Dannenberg, bis 1. Oktober 1932
R-Zettel Zernien (Kr. Dannenberg), heute im Landkreis Lüchow-Dannenberg
Kreis Duderstadt, bis 1. Januar 1973
R-Zettel 3429 Breitenberg, Kr Duderstadt, Niedersachs, später Duderstadt 18, heute im Landkreis Göttingen
Kreis Einbeck, bis 1. März 1974
R-Zettel Dassel (Kr. Einbeck), heute im Landkreis Northeim
Kreis Emden, bis 1. Oktober 1932:
R-Zettel Wirdum (Kr. Emden), heute im Landkreis Aurich
Kreis Fallingbostel, bis 1. August 1977
R-Brief Hodenhagen (Kr Fallingbostel), später im Landkreis Heidekreis, Poststempel Hodenhagen (Kr Fallingbostel) 8. Januar 1942, Absender Heinrich Henke Kohlen-Kunstdünger-Kartoffeln, Brief an das Finanzamt Soltau
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Gandersheim, bis 1. August 1977
R-Brief (20a) Delligsen Kr. Gandersheim, heute im Landkreis Holzminden, Poststempel Delligsen (Kr. Gandersheim) 3. März 1947
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Geestemünde, bis 1932
R-Brief Stotel (Kr. Geestemünde), später Loxstedt 3 im Landkreis Cuxhaven, Poststempel Stotel über Wesermünde-Wulfsdorf 16. November 1935
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Grafschaft Diepholz, bis 1. August 1977
R-Zettel Brockum (Kr Grafsch Diepholz), Amtskennzeichen 9 B 7, heute im Landkreis Diepholz
Kreis Grafschaft Hoya, bis 1. August 1977
R-Brief Hassel (Kr Grafsch Hoya), heute im Landkreis Nienburg, Poststempel Hassel (Kr Grafsch Hoya) 7. Januar 1946
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Grafschaft Schaumburg, bis 1. August 1977
R-Brief Grossenwieden (Grafsch. Schaumburg), später Hessisch Oldendorf 3 im Landkreis Hameln-Pyrmont, Poststempel Grossenwieden 25. November 1920
R-Zettel vom obigen Beleg
Grossenwieden hat zu einem späteren Zeitpunkt die Schreibweise seines Namens in Großenwieden geändert.
Kreis Hameln, bis 1922
R-Zettel 20 Groß Berkel (Kr Hameln), später Aerzen 2 im Landkreis Hameln-Pyrmont
Landkreis Hannover, bis 1. November 2001
R-Zettel Grasdorf (Landkreis Hannover), später Laatzen 2 in der Region Hannover
Kreis Hoya, bis 1932
R-Zettel Bücken (Kr. Hoya), heute im Landkreis Nienburg
Kreis Hümmling, bis 1. Oktober 1932
R-Brief Neuarenberg (Kr. Hümmling), jetzt Friesoythe im Landkreis Cloppenburg, Poststempel Neuarenberg über Friesoythe 16. Oktober 1935
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Kehdingen, bis 1932
R-Zettel Neuland (Kr Kehdingen), Poststempel Neuland (Kr. Kehdingen) vom 1. Oktober 1923, Brief an das Finanzamt Stade, insgesamt 38 Briefmarken für ein Gesamtporto von 38:000 Reichsmark
Ausnahmsweise wird hier die Rückseite des Beleges mit abgebildet. Die Anzahl der Briefmarken ist beeindruckend. Und das sie in Teilen beschädigt sind, ist ein nachgeordneter Gedanke für die Dokumentation dieses Umschlags in der Inflationszeit eines ehemaligen Landkreises. Ankunftstempel Stade am gleichen Tag
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Land Hadeln, bis 1. August 1977
R-Zettel 2179 Neuenkirchen, Krs Land Hadeln, heute im Landkreis Cuxhaven
Kreis Lehe, bis 1932
R-Zettel Spieka (Kr. Lehe), später Nordholz 2, heute im Landkreis Cuxhaven
Kreis Linden, bis 1932
R-Brief Nordgoltern (Kr. Linden, Hnvr.), später Barsinghausen 9 in der Region Hannover, Poststempel Nordgoltern Linden Hnvr. 12. September 1932
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Lingen, bis 1. August 1977
R-Zettel Lohne (Kr. Lingen), später Wietmarschen 1, heute im Landkreis Grafschaft Bentheim
Kreis Lüchow, bis 1. Oktober 1932
R-Zettel Schnackenburg (Kr. Lüchow), heute im Landkreis Lüchow-Dannenberg
Kreis Melle, bis 1. Juli 1972
R-Brief von Neuenkirchen (Kr. Melle), R rechtsstehend, nach Braunschweig. Poststempel vom 18. November 1895 Neuenkirchen (Kr. Melle), Neuenkirchen später Melle 8, heute im Landkreis Osnabrück
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Meppen, bis 1. August 1977
R-Zettel 23 Herzlake (Kr Meppen), heute im Landkreis Emsland
Kreis Münden, bis 1. Januar 1973
R-Brief von 20b Speele Kr Hann Münden, Poststempel 20b Speele (Kr. Hann. Münden) vom 15. Mai 1952, Speele später Staufenberg 2, heute im Landkreis Göttingen. Absender Emwe Rathgeber, Fabrikation von Seilerwaren, Turngeräte, Sportartikel, Netze aller Art. Adressat Amtsgericht Salzgitter-Salder
R-Zettel vom obigen Beleg
Der Name des Landkreises lautete Münden, die Kreisstadt wurde Hannoversch Münden, abgekürzt Hann. Münden genannt. Den Namenszusatz hat die Stadt bekommen, um der Weserschifffahrt die Verwechselungsgefahr zu Minden/Westfalen ebenfalls an der Weser zu nehmen.
Kreis Neustadt, bis 1. März 1974
R-Brief Osterwald (Kr Neustadt a. Rübenbg.), später Garbsen 2 in der Region Hannover, Poststempel Osterwald Kr. Neustadt am Rübenberge 9. November 1923, die Zweigniederlassung der Sparkasse des Kreises schreibt an die Zentrale
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Norden, bis 1. August 1977
R-Zettel (23) Dornum (Kr Norden), heute im Landkreis Aurich
Landkreis Osterrode am Harz, bis 31. Oktober 2016
R-Brief Harriehausen (Kr Osterrode, Harz), heute ist Harriehausenein Stadtteil von Bad Gandersheim im Landkreis Northeim, Poststempel Harriehausen Seesen vom 22. Januar 1937
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Rinteln, bis 1. August 1977
R-Zettel Möllenbeck (Kr. Rinteln), R rechtsstehend, später Rinteln 6, heute im Landkreis Schaumburg
Kreis Schaumburg-Lippe, bis 1. August 1977
R-Brief Hagenburg (Schaumburg-Lippe), heute im Landkreis Schaumburg, Poststempel Hagenburg über Wunstorf vom 23. Juni 1944
Ich vermute, die vorgenommene Abkürzung der Kreisnamens führte auf Platzgründen zum Verzicht auf den Zusatz „Kr“.
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Soltau, bis 1. August 1977
R-Zettel Bispingen (Kr. Soltau), heute im Landkreis Heidekreis
Kreis Springe, bis 1. Januar 1973
R-Zettel (20a) Bakede (Kr Springe), später Bad Münder 4 im Landkreis Hameln-Pyrmont
Kreis Stolzenau, bis 1932
R-Zettel Steyerberg (Kr. Stolzenau), heute im Landkreis Nienburg
Kreis Uslar, bis 1. Oktober 1932
R-Zettel Adelebsen (Kr. Uslar), heute im Landkreis Göttingen
Kreis Wesermünde, bis 1. August 1977
R-Zettel (23) Freschluneberg (Kr Wesermünde), heute Lunestedt im Landkreis Cuxhaven
Kreis Winsen, bis 1932
R-Brief Salzhausen (Kr. Winsen, Luhe), heute im Landkreis Harburg, Poststempel Salzhausen (Kr. Winsen Luhe) 1919
R-Zettel vom obigen Beleg
Kreis Wittlage, bis 1. Juli 1972
R-Zettel 4509 Wehrendorf, Kr Wittlage, später Bad Essen 5 im Landkreis Osnabrück
Kreis Zeven, bis 1932
R-Brief Gyhum (Kr. Zeven), später Gyhum 1, heute im Landkreis Rotenburg Wümme, Poststempel 2. Februar 1935 Gyhum über Rotenburg (Hannover), Brief nach Hannover-Linden
R-Zettel vom obigen Beleg
Die Daten hinter den ehemaligen Landkreisen erlaubt einen Überblick über die durchgeführten Reformen zum Zwecke von Einsparungen bei den öffentlichen Haushalten, 1932 (preußische Verwaltungs- und Kreisreform), 1977 (kommunale Gebietsreform Niedersachsen) und 2016 aus wirtschaftlichen Gründen.
R-Zettel werden nach einer Namensänderung durch Aufbrauch weiterverwendet, auch wenn die Kreisbezeichnung sich Jahre vorher geändert hat.
Tja, dieser Artikel ist ein Anfang. Obwohl es mir gelungen ist 42 ehemalige Landkreise im Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsen auf Einschreibzetteln nachzuweisen, bleibt diese Übersicht noch unvollständig. Von den nachfolgen 15 Kreisen fehlen mir die entsprechenden R-Zettel und Belege, soweit es sie denn gibt.
Wenn Sie mir bei der Komplettierung helfen könnten, würde ich mich sehr über Ihre Nachricht mit Ergänzungen freuen!
Stand: 1. März 2026
Fehlende Kreise für den obigen Artikel, in Klammern ausgewählte größere Orte aus den jeweiligen Altkreisen:
Kreis Aschendorf-Hümmling, bis 1. August 1977
Kreis Blankenburg (Niedersachsen), bis 1972
Kreis Blumenthal, bis 1932 (Schwanewede, Stadtgebiet Bremen)
Kreis Bremervörde, bis 1. August 1977 (Zeven)
Kreis Gronau, bis 1. Oktober 1932 (Deilmissen, Deinsen, Dunsen, Esbeck, Heinsen)
Landkreis Hildesheim-Marienburg, bis 1. März 1974 (Bad Salzdetfurth, Söhlde, Diekholzen, Gleidingen, Sarstedt, Hoheneggelsen)
Kreis Iburg, bis 1932 (Bad Rothenfelde, Dissen, Hilter)
Kreis Isenhagen, bis 1. Oktober 1932 (Brome, Groß Oesingen, Wesendorf)
Kreis Jork, bis 1. August 1932 (Buxtehude)
Kreis Neuhaus an der Oste, bis 1932 (Basbeck, Oberndorf, Warstade, Wingst)
Kreis Pyrmont, bis 1. April 1922 (Ösdorf, Holzhausen, deckungsgleich mit heutiger Stadt Bad Pyrmont)
Kreis Sulingen, 1. Oktober 1932 (Varrel, Ströhen, Wehrbleck)
Kreis Syke, bis 1932 (Brinkum, Leeste, Kirchweihe)
Kreis Weener, bis 1932 (Bunde, Holthusen, Stapelmoor, Jemgum)
Kreis Zellerfeld, bis 1. Juli 1972 (Lauthental, St. Andreasberg, Wildemann)
Der Landpostdienst am Beispiel der Orte im Landkreis Celle
Die Beschäftigung mit der Philatelie bringt es mit sich, dass kleine oder abgelegene Postorte von besonderem Interesse sind.
Einen Beleg oder Stempel vom Postamt Hannover 1 zu finden ist nicht besonders schwer. Das gleiche gilt auch für Einschreibzettel, auch R-Zettel genannt.
Heimatsammler stellen bei der Recherche schnell fest, dass die Postämter, die Poststellen I und II, die Agenturen, Partner-Filialen oder andere Dienststellen der Post je nach gestellten und definierten Aufgaben unterschiedlich ausgestattet sind.
So entdeckt man schnell die Stempel der Poststellen II, die je nach zeitlicher Periode auch das kleinste Dorf postalisch dokumentieren.
Am Beispiel der Postorte im Landkreis Celle möchte ich hier das Zusammenspiel von Poststellen II Stempeln und Einschreibzetteln beschreiben.
Welche Poststellen II Stempel hat es zwischen 1930 bis 1964 gegeben? Wie haben sie sich inhaltlich und äußerlich geändert?
Welche Vorschriften haben den Einsatz geregelt?
Welche Orte fehlen in der folgenden Aufstellung und könnten durch Sie ergänzt werden?
Welche Orte gehörten zum Landkreis Celle und sind nach den Gebietsreformen in benachbarte Landkreise eingegliedert worden?
Welche Literatur hat mir bei der Recherche geholfen?
Stempel der Poststellen II waren nicht genormt. Die Farbe der Stempelkissen war nicht einheitlich. Größe und Schriftart der Stempel in gleichen Zeitperioden können abweichen.
Beleg vom 10. September 1930. Poststempel Celle 1 Land, Poststellen II Stempel Oldau-Dorf Celle 1 Land, R-Zettel Celle 1 Land, nach Leipzig
Anhand dieses Beleges ist die Vorgehensweise gut zu erklären:
Die Poststelle II bekam den Beleg und frankierte ihn oder nahm ihn frankiert entgegen. Neben den Marken wurde der Poststellen II Stempel Oldau-Dorf Celle 1 Land abgeschlagen. Zur weiteren Bearbeitung ging der Beleg nach Celle zum dortigen Hauptpostamt (Schlossplatz). Hier wurde der Beleg mit dem Poststempel Celle 1 Land gestempelt und der R-Zettel Celle 1 Land auf den Beleg geklebt.
Nur wenn der Beleg in Oldau-Dorf geblieben wäre, wären vor Ort die Briefmarken mit dem Poststellen II Stempel gestempelt und in die lokale Zustellung gegeben worden.
Dieser Blog beschäftigt sich mit Einschreiben aus dem Gebiet des heutigen Niedersachsens. Daher folgt vorab eine Zusammenstellung aller mir bekannten Einschreibzettel „Celle Land“:
R-Zettel Celle 1 Land, R-Zettel vom Beleg 10. September 1930, Oldau-Dorf Celle 1 Land (s.u.)
R-Zettel Celle 1 Land, Unterscheidungsbuchstabe w, R-Zettel vom Beleg 22. Februar 1944, abgestempelt mit Tagesstempel Celle 1, ohne Abbildung
R-Zettel Celle 1 Land, mit Postleitgebietszahl (PLGZ) 20, dritte Einheitsausgabe für das gesamte Reichgebiet, Verwendung ab 1944
R-Brief mit Kastenstempel 20 Celle 1 Land auf gezähntem blanko R-Zettel, R-Zettel vom Beleg mit Tagesstempel Celle 1 Land vom 30. Januar 1947, Zensur, Absender aus Wieckenberg, (s.u.)
R-Zettel 20 a Celle 1, Unterscheidungsbuchstabe d handschriftlich, ohne Zusatz Land, R-Zettel auf grauem Papier vom Beleg 12. August 1947, 20 Hustedt-Jägerei über Celle, (s.u.)
R-Zettel Celle 1 Land, R-Zettel vom Beleg 28. Januar 1948, 20 Hohnhorst über Celle, R-Zettel Typ Druckerei Wegener, (s.u.)
R-Zettel (20 a) Celle 1 Land, mit Unterscheidungsbuchstabe a, zweite Ausgabe für die britische Besatzungszone, Verwendung ab 1951
R-Zettel (20 a) Celle 1 Land, mit Unterscheidungsbuchstabe b, zweite Ausgabe für die britische Besatzungszone, Verwendung ab 1951
R-Zettel 20 a im Kreis, Celle 1 Land, mit Unterscheidungsbuchstabe a, auf dünnem durchsichtigen Pergaminpapier, dritte Ausgabe für die britische Besatzungszone, Verwendung ab 1951
R-Zettel 20 a im Kreis, Celle 1 Land, mit Unterscheidungsbuchstabe b, auf dünnem durchsichtigen Pergaminpapier, dritte Ausgabe für die britische Besatzungszone, Verwendung ab 1951
R-Zettel Celle 1 Land, ohne Unterscheidungsbuchstabe, Rautenausgabe mit Amtskennzeichen 12 E, Verwendung ab 1956
R-Zettel Celle 1 Land, Unterscheidungsbuchstabe a und Amtskennzeichen 12 E, R-Zettel vom Beleg 8. November 1958, 20a Altenhagen über Celle, (s.u.)
R-Zettel Celle 1 Land, Unterscheidungsbuchstabe b und Amtskennzeichen 12 E, R-Zettel vom Beleg 6. Juni 1959, Poststellen II Stempel 20a Diesten über Celle, (s.u.)
R-Zettel Celle 1 Land, fetter Schrifttyp mit Amtskennzeichen 12 E, ohne Unterscheidungsbuchstaben, R-Zettel vom Beleg 21. Dezember 1963, Poststellen II Stempel 3101 Oberohe, (s.u.)
R-Zettel 31 Celle 1 Land, R-Zettel vom Beleg 28. Dezember 1985, abgestempelt mit dem Tagesstempel 3101 Pollhöfen, ohne Abbildung
Die nachfolgend abgebildeten Stempel geben jeweils eine Struktur mit den beschriebenen Varianten wieder. Spätverwendungen sind nicht unüblich.
(1928) 1930 bis 1940: OrtsnameCelle 1 Land, Variante mit und ohne 1 hinter Celle
1931 bis 1944: Ortsname über Celle, in Fraktur
1945 bis 1961: 20Ortsname über Celle
1950 bis 1967: 20 aOrtsname über Celle, 20 a wurde bereits in anderen Orten ab 1946 verwendet
1963 bis 1964: 3101Ortsname
In alphabetischer Reihenfolge folgen die Poststellen II Stempel aus dem Landkreis Celle. Innerhalb der Orte sind sie nach Jahren aufsteigend sortiert. Zu berücksichtigen sind Stempel mit dem Zusatz „über Celle“, und soweit sie Orte aus diesem Landkreis betreffen auch „über Bergen“, „über Gifhorn“, „über Unterlüß“ und „über Soltau“. Darüber hinaus sind die Postleitgebietszahlen 20 und 20 a, sowie die Postleitzahl 3101 bei der Suche hilfreich. Hinter dem Ortsnamen in () der Ort zu dem die Eingemeindung oder Umbenennung stattgefunden hat:
Adelheidsdorf
Adelheidsdorf über Celle, 1933
20 Adelheidsdorf über Celle, 1952
20 a Adelheidsdorf über Celle, 1957
3101 Adelheidsdorf, 1963
Ahnsbeck
Ahnsbeck Celle 1 Land, 1931
Ahnsbeck über Celle, 1934
20 Ahnsbeck über Celle, 1946
Altencelle (Celle)
Altencelle Celle 1 Land, 1930
Altencelle über Celle, 1934
Altenhagen (Celle)
Altenhagen über Celle, 1939
20 Altenhagen über Celle, Archivabschlag 1944
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, Unterscheidungsbuchstabe a und Amtskennzeichen 12 E, Poststempel Celle 1 Land vom 8. November 1958, Poststellen II Stempel 20 Altenhagen über Celle, nach Duisburg-Ruhrort
3101 Altenhagen
Altensalzkoth (Eversen)
Altensalzkoth Celle 1 Land, 1933
Altensalzkoth über Celle, 1935
20 Altensalzkoth über Celle, 1948
20 a Altensalzkoth über Celle, 1957
3101 Altensalzkoth
Bannetze (Winsen, Aller)
Bannetze Celle Land, 1932
Bannetze über Celle, 1937
20 Bannetze über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Bannetze über Celle, 1947, Kastenform
20 a Bannetze über Celle, 1960
Bargfeld (Eldingen)
Bargfeld Celle 1 Land, 1931
Bargfeld über Celle, 1939
20 Bargfeld über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Bargfeld über Celle, 1961
3101 Bargfeld
Baven (Hermannsburg/Südheide)
Baven über Unterlüß, 1934
Baven über Unterlüß, 1940
Baven siehe auch: Hermannsburg-Baven, s.u.
Beckedorf (Hermannsburg/Südheide)
Beckedorf Unterlüß Land, 1930
Beckedorf über Unterlüß, 1934
Beckedorf über Unterlüß, 1945
20 a Beckedorf über Celle, 1950, Kastenform
20 a Beckedorf über Celle, 1953
3101 Beckedorf
Becklingen (Bergen)
Becklingen Soltau (Hnvr.) Land 23, 1933
Becklingen über Soltau (Hnvr), 1933
20 Becklingen über Soltau (Han), 1950
20 a Becklingen über Soltau (Han), 1957
Belsen (Bergen)
Belsen Bergen bei Celle Land, 1933
Belsen über Bergen (Kr. Celle), 1933
Bleckmar (Bergen)
Bleckmar Soltau (Hnvr.) Land, 1930
Bleckmar über Soltau (Hnvr), 1934
20 Bleckmar über Soltau, 1952
20 a Bleckmar über Soltau (Han), 1953
Bockelskamp (Wienhausen)
Bockelskamp über Celle, 1934
20 Bockelskamp über Celle, 1953
20 a Bockelskamp über Celle, 1957
3101 Bockelskamp
Bollersen (Bergen)
Bollersen Unterlüß Land, 1930
Bollersen über Celle, 1941
20 Bollersen über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Bollersen über Celle, 1956
Bonstorf (Hermannsburg/Südheide)
Bonstorf über Unterlüß, 1944
Bostel (Celle)
Bostel über Celle, 1939
20 Bostel über Celle, 1945
Boye (Celle)
Boye Celle 1 Land, 1930
Boye über Celle, 1934
20 Boye über Celle, Archivabschlag 1944
Bröckel
Bröckel Celle 1 Land, 1932
Bunkenburg (Lachendorf)
Bunkenburg über Celle, 1933
20 Bunkenburg über Celle, 1949
20 a Bunkenburg über Celle, 1957
3101 Bunkenburg
Diesten (Bergen)
Diesten Unterlüß Land, 1931
20 Diesten über Celle, 1948
20 a Diesten über Celle, 1959
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land mit Unterscheidungsbuchstaben b und Amtskennzeichen 12 E, Poststempel (20 a) Celle 1 Land vom 6. Juni 1959, Poststellen II Stempel 20a Diesten über Celle, nach Hamburg
3101 Diesten, 1964
Dohnsen (Bergen)
Dohnsen (Bergen b. Celle Land) 1932
Dohnsen Unterlüß Land, 1932
Dohnsen über Bergen (Kr. Celle), 1938
Dohnsen über Celle, 1949
20 a Dohnsen über Celle, 1956
3101 Dohnsen, 1961
Endeholz (Scharnhorst)
Endeholz Celle 1 Land, 1930
Endeholz über Celle, 1931
20 Endeholz über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Endeholz über Celle, 1957
3101 Endeholz
Eversen (Bergen)
Eversen Celle 1 Land, 1932
Eversen über Celle, 1935
Eversen über Celle, 1949
20 Eversen über Celle, Archivabschlag 1944
Faßberg Siedlung
Faßberg Siedlung über Unterlüß, 1936
Feuerschützenbostel (Eversen)
Feuerschützenbostel über Celle, 1933
Feuerschützenbostel Celle 1 Land, 1933
20 Feuerschützenbostel über Celle, 1950
Garßen (Celle)
Garßen Celle 1 Land, 1930
Gockenholz (Lachendorf)
Gockenholz Celle 1 Land, 1933
Gockenholz über Celle, 1937
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, Poststempel Celle 1 vom 12. Januar 1937, Poststellen II Stempel Gockenholz über Celle, nach Kiel
20 Gockenholz über Celle, Archivabschlag 1944
Grebshorn (Eldingen)
20 Grebshorn über Celle, Archivabschlag 1944
3101 Grebshorn
Eine Postkarte vom Gasthaus zur Post, 1970, belegt zusätzlich die Postaktivitäten.
Groß-Eicklingen und Groß Eicklingen (Eicklingen)
Groß-Eicklingen Celle 1 Land, 1933
Groß Eicklingen über Celle, 1940
20 Groß-Eicklingen über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Groß Eicklingen über Celle, 1950, ohne Bindestrich, anderer Schrifttyp
20 a Groß-Eicklingen, 1955
3101 Groß Eicklingen
Groß-Hehlen und Gr. Hehlen (Celle)
Groß-Hehlen Celle 1 Land, 1932
Gr. Hehlen über Celle, 1934
20 Groß-Hehlen über Celle, Archivabschlag 1944
Großmoor und Groß-Moor (Adelheidsdorf)
Großmoor Celle Land, 1932
Großmoor über Celle, 1944
20 Groß-Moor über Celle, 1946
20 a Groß-Moor über Celle. 1959
3101 Großmoor, 1963
Habighorst (Eschede)
Habighorst Celle 1 Land, 1930
Habighorst über Celle, 1936
20 Habighorst über Celle, 1947
20 a Habighorst über Celle, 1958
(20 a) Habighorst über Celle, 1954, Kastenstempel
Hagen (Bergen)
Hagen über Soltau (Hnvr), Einsatz zwischen 1931 und 1944
20 a Hagen über Soltau (Han), Einsatz ab 1946
Hambühren
Hambühren Celle 1 Land, 1931
Hambühren über Celle, 1936
20 a Hambühren A über Celle, 1951. Das A gibt einen Hinweis auf eine Stadtpoststelle
Hassel (Bergen)
Hassel über Celle, 1934
20 Hassel über Celle, 1951
20 a Hassel über Celle, 1957
Hasselhorst (Lohheide)
Hasselhorst über Bergen (Kr. Celle), 1944
20 a Hasselhorst Post Bergen (Kr. Celle), 1957
Helmerkamp (Hohne)
Helmerkamp Celle 1 Land, 1930
20 Helmerkamp über Celle, 1957
Vor Einführung der Poststellen II Stempel wurde diese Karte (Ausschnitt) im Januar 1918 verschickt. Die Posthilfsstelle, Hauptstr.43, wurde von Hermann und Erna Mohwinkel bis 1968 geleitet, heute Privatgebäude.
Interessiert an Helmerkamp? Hier gehts zu einem weiterführenden Artikel.
Hermannsburg-Baven (Hermannsburg/Südheide)
Hermannsburg-Baven über Unterlüß Land, 1930
Höfer (Eschede)
Höfer über Celle, 1938
Höver 2
Höver 2 über Celle, 1937
Höfer Aschenberg (Eschede)
Höfer Aschenberg über Celle, 1942
Höfer Ort (Eschede)
Höfer Ort über Celle, 1942
20 Höfer-Ort über Celle, Archivabschlag 1944
Hohnebostel (Eldingen)
20 Hohnebostel über Gifhorn, 1947
20 a Hohnebostel über Celle, 1957
Hohne Dorf und Hohne-Dorf (Lohheide – Bergen)
Hohne Dorf Bergen bei Celle Land, 1932
Hohne-Dorf über Bergen (Kr. Celle), 1934
Eine Ergänzung zu Hohne bei Bergen (Gutbezirk Platz Bergen)
Hierbei handelt es sich um „Hohne Dorf“. „Hohne-Forst“ wurde 1933 in Hohnerode umbenannt. Die Landgemeinde Hohne wurde im Februar 1936 ausgesiedelt und die beiden Poststellen wurden am 28. Februar 1936 aufgehoben. (Vielen Dank für diese Ergänzung an Herrn Ahrens, Berlin)
Hohne-Forst über Bergen (Bergen)
Hohne-Forst über Bergen (Kr. Celle), 1933, (aus Griese S. 357)
Hohnerode
Hohnerode über Bergen (Kr. Celle), 1935
Hohnhorst (Eldingen)
Hohnhorst Celle 1 Land, 1933
Hohnhorst über Celle, 1934
20 Hohnhorst über Celle, 1948
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, Poststempel Celle 1 vom 28. Januar 1948, Nachträglich entwertet, Poststellen II Stempel 20 Hohnhorst über Celle, nach Leipzig
Hornbostel (Wietze)
Hornbostel Celle Land, 1935
Hornbostel über Celle, 1940
20 Hornbostel über Celle, Archivabschlag 1944
Hornbostel ü. Celle (20 a), 1951. Kastenstempel, ungewöhnliche Reihenfolge, Postleitzahl am Ende des Textes, (aus Griese S. 373)
20 a Hornbostel über Celle, 1956
Hornshof (Garßen/Celle)
Hornshof über Celle, 1937
20 Hornshof über Celle, 1952
Hustedt (Celle)
3101 Hustedt, 1963
Hustedt-A (Celle)
20 Hustedt – A über Celle, Archivabschlag 1944, das A könnte einen Hinweis auf eine Stadtpoststelle geben
Hustedt-Jägerei (Celle)
Hustedt-Jägerei Celle 1 Land, 1925
Hustedt-Jägerei über Celle, 1933
20 Hustedt-Jägerei über Celle, 1947
R-Brief mit R-Zettel 20 a Celle 1 Unterscheidungsbuchstabe d handschriftlich, Poststempel Celle 1 Land vom 12. August 1947, Poststellen II Stempel 20 Hustedt-Jägerei über Celle, Absender Dampfsägewerk Hustedt, nach Hamburg-Billbrook
20 a Hustedt-Jägerei über Celle, 1962
Hustedt Ort (Celle)
Hustedt-Ort über Celle, 1940
20 Hustedt-Ort über Celle, Archivabschlag 1944
Jarnsen (Lachendorf)
Jarnsen Celle 1 Land, 1937
Jarnsen über Celle, 1938
Jeversen (Wietze)
Jeversen Celle Land, 1932
Jeversen über Celle, 1934
20 Jeversen über Celle, Archivabschlag 1944
Katensen (Offen/Bergen)
Katensen Unterlüß Land, 1930
20 Katensen über Celle
Klein-Eicklingen und Kl. Eicklingen (Eicklingen)
Klein-Eicklingen Celle 1 Land, 1930
Kl. Eicklingen über Celle, 1936
20 Klein-Eicklingen über Celle, 1945
Kl. Eicklingen über Celle, 1948
Kl. Eicklingen 20 a über Celle, 1949
Kragen (Scharnhorst)
Kragen Celle 1 Land, 1930
Kragen über Celle, 1931
20 Kragen über Celle, 1948
20 a Kragen über Celle, 1957
Lachtehausen (Celle)
20 Lachtehausen über Celle, Archivabschlag 1944
Lutterloh (Unterlüß/Südheide)
Lutterloh Unterlüß Land, 1930
Lutterloh über Unterlüß, 1933
20 a Lutterloh über Unterlüß, 1957
3101 Lutterloh, 1963
Luttern (Eldingen)
Luttern Celle 1 Land, 1933
Luttern über Celle, 1935
20 Luttern über Celle, 1946
Marwede (Scharnhorst)
Marwede Celle 1 Land, 1933
Marwede über Celle, 1935
20 Marwede über Celle, 1948
3101 Marwede
Metzingen (Eldingen)
Metzingen Celle 1 Land, 1930
20 Metzingen über Celle, 1952
20 a Metzingen über Celle, 1959
3101 Metzingen, 1963
Nindorf (Bergen)
Nindorf Soltau (Hnvr.) Land 19, 1931
Nindorf über Soltau (Hnvr), 1935
20 Nindorf über Soltau (Han), 1953
20 a Nindorf über Soltau (Han), 1954
Nienhagen
Nienhagen Celle Land, 1932
Nienhagen über Celle, 1933
Nienhof (Langlingen)
Nienhof Celle 1 Land, 1931
Nienhof über Celle, 1939
20 Nienhof über Celle, 1950
20 a Nienhof über Celle, 1955
3101 Nienhof, 1964
Ober-Ohe und Oberohe (Höfer/Eschede)
Ober-Ohe über Unterlüß, 1947
20 a Ober-Ohe über Unterlüß, 1957
3101 Oberohe, 1963
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, fetter Schrifttyp mit Amtskennzeichen 12 E, ohne Unterscheidungsbuchstaben, Poststempel 31 Celle 1 vom 21. Dezember 1963, Poststellen II Stempel 3101 Oberohe, nach Celle
Offen (Bergen)
Offen über Celle, 1935
20 Offen über Celle, 1957
3101 Offen
Offensen (Wienhausen)
Offensen über Celle, 1937
20 Offensen über Celle, Archivabschlag 1944
3101 Offensen, 1964
Oldau (Hambühren)
Oldau über Celle, 1935
20 Oldau über Celle, 1948
20 a Oldau über Celle, 1952
3101 Oldau, 1962
Oldau-Dorf (Hambühren)
Oldau-Dorf Celle 1 Land, 1933
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, Beleg vom 10. September 1930. Poststempel Celle 1 Land, Poststellen II Stempel Oldau-Dorf Celle 1 Land, nach Leipzig
Oldau-Dorf über Celle, 1933
Oldau-Kolonie (Hambühren)
Oldau-Kolonie Celle 1 Land, 1930
Oldendorf (Hermannsburg/Südheide)
Oldendorf Unterlüß Land, 1932
Oldendorf über Unterlüß, 1934
Oldendorf über Unterlüß, 1944
Poststelle Oldendorf über Celle, 1953, Kreisstempel
Die Kreisstempelform ist für Poststellen sehr ungewöhnlich und in Verwendung nur von sehr wenigen Poststellen bekannt (aus Griese S. 273).
20 a Oldendorf über Celle, 1961
Oppershausen (Wienhausen)
Oppershausen über Celle, 1935
20 Oppershausen über Celle, 1951
20 a Oppershausen über Celle, 1960
Osterloh (Altencelle/Celle)
Osterloh über Celle, 1941
20 Osterloh über Celle, Archivabschlag 1944
Ovelgönne (Hambühren)
Ovelgönne über Celle, 1937
Papenhorst (Nienhagen)
Papenhorst Celle 1 Land, 1933
Papenhorst über Celle, 1934
20 Papenhorst über Celle, 1960
3101 Papenhorst, 1963
Poitzen (Faßberg)
20 a Poitzen über Unterlüß, 1955
3101 Poitzen, 1964
Pollhöfen (Ummern)
Pollhöfen Celle 1 Land, 1931
Pollhöfen über Celle, 1944
20 Pollhöfen über Celle, Archivabschlag 1944
Sandlingen (Eicklingen)
Sandlingen über Celle, 1940
20 a Sandlingen über Celle, 1952
3101 Sandlingen, 1964
Scharnhorst (Eschede)
Scharnhorst über Celle, 1933
Scharnhorst Celle 1 Land, 1940
20 Scharnhorst über Celle, Archivabschlag 1944
Scheuen (Celle)
Scheuen Celle 1 Land, 1930
Scheuen über Celle, 1933
Schmarbeck (Poitzen/Faßberg)
Schmarbeck über Unterlüß, 1933
Stedden (Winsen, Aller)
Stedden Celle 1 Land, 1933
20 Stedden über Celle, Archivabschlag 1944
3101 Stedden
Thören (Winsen, Aller)
Thören Celle Land, 1932
Thören über Celle, 1935
20 Thören über Celle, 1945
20 a Thören über Celle, 1957
3101 Thören
Ummern
Ummern Celle 1 Land, 1932
R-Brief mit R-Zettel Celle 1 Land, Beleg vom 7. Februar 1936. Poststempel Celle 1 Land, Poststellen II Stempel Ummern über Celle, nach Hannover
Ummern über Celle, 1936, vom obigen Beleg
20 Ummern über Celle, Archivabschlag 1944
20 Ummern über Celle, Kastenstempel, 1946
Vorwerk (Celle)
Vorwerk über Celle, 1949, Kastenstempel
20 Vorwerk über Celle, Archivabschlag 1944
20 a Vorwerk über Celle, 1953
Wacholderdorf (Starkshorn/Eschede)
Wacholderhof über Celle. 1941
20 Wachholderhof über Celle, Archivabschlag 1944
Walle (Winsen, Aller)
3101 Walle
Wardböhmen (Bergen)
Wardböhmen Soltau (Hnvr.) Land 22, 1930
Wardböhmen über Soltau (Hnvr.), 1938
WARDBÖHMEN ÜBER SOLTAU/HANN., 1942
(20 a) WARDBöHMEN ÜBER SOLTAU HANN., 1947
20a Wardböhmen über Celle, 1948
WARDBÖHMEN HANN, 1949
Wathlingen-Kolonie (Wathlingen)
20 a Wathlingen-Kolonie über Celle, 1957
Wieckenberg (Wietze)
Wieckenberg über Celle, 1934
R-Brief mit Kastenstempel 20 Celle 1 Land auf blanko R-Zettel, Tagesstempel Celle 1 Land vom 30. Januar 1947, Zensur, Absender aus Wieckenberg, nach Bad Nauheim, Poststellen II Stempel fehlt
20 Wieckenberg über Celle, 1947
Wiedenrode (Langlingen)
Wiedenrode Celle 1 Land, 1932
Wiedenrode über Celle, 1935
20 Wiedenrode über Celle, Archivabschlag 1944
3101 Wiedenrode
Wietze
20 Wietze-A über Celle, 1948. Das A gibt einen Hinweis auf eine Stadtpoststelle
Wietzenbruch (Celle)
Celle-Wietzenbruch, 1934
Wohlde (Dohnsen/Bergen)
Wohlde über Bergen (Kr. Celle), 1937
Wohlde über Bergen (Kr. Celle), 1942
3101 Wohlde
Wohlenrode (Eldingen)
20 a Wohlenrode über Celle, 1964, ohne Rahmen
3101 Wohlenrode, 1964
Wohlenrode-Ort (Eldingen)
Wohlenrode-Ort über Celle, 1934
20 Wohlenrode-Ort über Celle, Archivabschlag 1944
Wohlenrode-Ziegelei (Eldingen)
20 Wohlenrode-Ziegelei über Celle, Archivabschlag 1944
Wolthausen (Winsen, Aller)
Wolthausen Celle 1 Land,1933
Wolthausen über Celle, 1934
20 Wolthausen über Celle, Archivabschlag 1944
Pollhöfen und Ummern haben gemeinsam zum 1. April 1974 den Landkreis Celle verlassen und sich dem Landkreis Gifhorn angeschlossen.
Die Einschreibbriefe, die in einer der obigen Poststellen II aufgegeben wurden, wurden im übergeordneten Postamt in Celle, Schloßplatz 8 mit einem Einschreibzettel „Celle Land“ abgefertigt.
Außenansicht des Postgebäudes der Kaiserlichen Deutschen Reichspost in Celle, Schoßplatz 8, um 1900. Erbaut 1886 bis 1888, vormals Standort der Alten Münze
123 Jahre später, am 31. Mai 2023. Die Beschriftung über der ersten Etage weist auf die frühere Nutzung hin
Über der Uhr zum Haupteingang der Hinweis: erbaut in den Jahren 1886-87
Es fehlen in der Auflistung die Orte aus dem Landkreis Celle, die durchgängig mit einem Postamt oder einer Poststelle I ausgestattet waren.
Welche Orte mit einer Poststelle II fehlen bei den Abbildungen und in der Auflistung?
In diesem Artikel können bisher 100 Postorte mit Poststellen II im Landkreis Celle belegt werden.
Letzte Änderung 4. Juli 2026
Die Suche geht weiter. Haben folgende Orte jemals eine Poststelle gehabt?
Im Ortsverzeichnis (Verzeichnis der Postanstalten, Eisenbahn-, Kraftwagen-, Luftverkehr- und Dampfschiffstationen in Deutschland und der wichtigeren Orte im Auslande) bearbeitet im Reichspostzentralamt Berlin aus dem Juli 1930 sind folgende Orte (in Klammern das Ziel einer Eingemeindung) aus dem Landkreis Celle aufgeführt.
Müden, Örtze (Faßberg)
Steinförde (seit 1929 zu Wietze)
Sülze (Bergen)
zu Sülze: Eröffnung Postagentur 1. April 1889. Umbenennung in Poststelle I am 1. April 1939. Postamt vom 1. August 1984 bis zum 9. September 1997, Bergen 2
Westercelle (Celle)
Und folgende Orte nicht. Diese könnten aber in dem Zeitraum von 1930 bis 1964 noch in den Genuss einer lokalen Postversorgung gekommen sein:
Alvern (Garßen)
Burg (Altencelle)
Dalle (Eschede)
Fernhavekost (seit 1929 zu Hohnebostel)
Hahnenhorn, zu Hohne im Landkreis Celle, seit 1. März 1974 zu Müden, Aller im Landkreis Gifhorn. Hahnenhorn hieß bis 1932 Hahnenmoor
Heese (Eldingen)
Hohne bei Bergen (Gutbezirk Platz Bergen)
Klein Hehlen (Celle)
Lohe (seit 1929 zu Dalle)
Meißendorf (Winsen, Aller)
Neuhaus (seit 1929 zu Langlingen)
Neuwinsen (seit 1929 zu Südwinsen)
Nordburg (Wienhausen)
Ohe (seit 1929 zu Höfer)
Rebberlah (Eschede)
Schwachhausen (seit 1929 zu Offensen)
Siedenholz (seit 1910 zu Unterlüß)
Spechtshorn (Hohne)
Starkshorn (Eschede)
Südwinsen (Winsen, Aller)
Weesen (Hermannsburg)
Weyhausen (Eschede)
Wittbeck (seit 1929 zu Wolthausen)
Es ist keine Überraschung, dass diese Auflistung nicht komplett ist. Der Betrieb einer Poststelle II wurde eingestellt, war nicht durchgehend besetzt oder wurde bei stärkerer Kundennachfrage zur Poststelle I hochgestuft. Nicht immer war die Deutsche Reichspost und später die Deutsche Bundespost in jedem noch so kleinen Ort mit einem Postangebot vertreten. Diverse Postorte haben ihren Namen bei Gebietsreformen und Eingemeindungen ab 1905 und in den Jahren 1929, 1961, 1964, 1968, 1971, 1973, 1974, 2014 und 2015 verloren.
Diese Veränderungen gäben ausreichend Stoff zur Recherche und zur Dokumentation. Aber der Umfang würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Und dieser Blog soll sich weiter mit Einschreiben aus Niedersachsen beschäftigen. Bei doch so vielen interessanten benachbarten Themen, bitte ich um Nachsicht.
Lesetipps für Sie, für weitere Beiträge aus diesem Blog mit Orten aus dem Landkreis Celle:
Oder Sie probieren bitte die Suche Funktion mit einem Stichwort Ihrer Wahl.
Planung:
Die Postorganisation kannte neben dem Postamt, Bahnpostamt, Zweigpostamt, Poststellen I und II, Postagenturen, Posthilfsstellen auch Stadtpoststellen. Da hier auch die Stadt Celle und Orte aus dem Landkreis Celle betroffen waren, könnte zu einem späteren Zeitpunkt ein Artikel über Stadtpoststellen folgen…
Der Landkreis Celle liegt nordöstlich von der Region Hannover. Die Landeshauptstadt Hannover liegt ca. 45 km von der Kreisstadt Celle entfernt.
Quellen:
Die abgebildeten Stempel stammen aus der eigenen Sammlung, von Auktionslosen, von philastempel.de und aus der philatelistischen Literatur
Ortsverzeichnis (Verzeichnis der Postanstalten, Eisenbahn-, Kraftwagen-, Luftverkehr- und Dampfschiffstationen in Deutschland und der wichtigeren Orte im Auslande) bearbeitet im Reichspostzentralamt Berlin, Juli 1930
Amtsblatt des Reichspostministeriums, Bekanntmachungen der Deutschen Reichspost, Berlin, Nr. 47, 26. Mai 1933, Verfügung 206, mit der neuen Bezeichnung „Ortsname/ über Leitpostamt“
Amtsblatt des Reichspostministeriums, Bekanntmachungen der Deutschen Reichspost, Berlin, Nr. 56, 6. Juni 1944, Verfügung 175, Postleitzahlen in Stempeln, Muster Abbildungen von Poststellen II Stempeln
Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, 3. November 1961, Nr. 126, Einführung der vierstelligen Postleitzahlen mit Auflistung der Orte
Postgebiet Landkreis Celle, Ausstellungskatalog Cephila 1962, Edmund Dittrich
Philatelie und Heimat Celle, Briefmarkenausstellung 1968, Edmund Dittrich, Postgeschichte im Raum Celle, S. 59 ff.
Bernhard Brunner, Mömlingen, http://www.plz-stempel.de/10301/index.html, abgerufen am 7. Juli 2025, Archivabschläge 20 „Ort“ über Celle 1944, Herstellung durch Fa. Heinrich Bönecke, Hannover
Peter Griese, Poststellen-Stempel 1928-1988, Neue Schriftreihe der Poststempelgilde, Band 175
Werner Vogler, 28.1.2014, https://www.briefmarkenverein-bamberg.de/vortraege/v_Poststellen.pdf
Briefmarken und Stempel mit Abbildungen von Celle, https://www.barth-celle.de/celler-briefmarken.html, abgerufen am 7. Juli 2025
Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Berlin, Onlinesammlung der Museumsstiftung, abgerufen im Mai 2025
Abbildung Kreis Celle von https://www.niedersachsen.de/startseite/land_leute/das_land/kreise_und_gemeinden, abgerufen Juli 2025
Eike Ahrens, Berlin, Informationen zu Sülze (Bergen), u.a. mit Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Lüneburg vom 12. April 1889 und Bezirksblatt der OPD Hannover Nr. 39 vom 27. September 1974 und zu Hagen (Bergen) Umwandlung in eine Poststelle 19. Mai 1930 (Schreiben Heinrich Munk), Bezirksblatt der OPD Hannover Nr. 39 vom 27.09.1974 vom 24.09.1974, Schließung der Poststelle II am 30. Juni 1980 (Cellesche Zeitung 30. Juni 1980) und Ergänzungen zu Hohne bei Bergen (Gutbezirk Platz Bergen), Hohne Dorf, Hohne-Forst, Hohnerode und Hohne/Bergen.
Fotos Postamt vom Autor, 31. Mai 2023, 23. März 2026
https://www.philastempel.de, letztmals abgerufen am 12. August 2025
Der Zusatz „Amt“ vor der Ortsbezeichnung macht neugierig.
Das Amt Delmenhorst war ab 1814 ein Verwaltungsbezirk des Großherzogtums Oldenburg und des späteren Freistaats Oldenburg.
Die Bezeichnung Amt war gleichzusetzen mit der eines Landkreises.
Das Amt Delmenhorst wurde 1814 gegründet und ging 1932 weitestgehend im Amt Oldenburg, dem späteren Landkreis Oldenburg auf.
Zum Amt Delmenhorst gehörten, teils temporär:
Altenesch
Delmenhorst (ab 1855 zur Stadt Delmenhorst)
Ganderkesee (ab 1858)
Hasbergen (ab 1858)
Hude (ab 1858)
Schönemoor
Stuhr
R-Brief Ganderkesee (Amt Delmenhorst), Poststempel vom 1. Dezember 1941, an das Arbeitsamt in Bremen
R-Zettel Ganderkesee (Amt Delmenhorst), vom obigen Beleg
R-Brief Ganderkesee, Poststempel 19. März 1920 nach Vechta. Dieser R-Zettel mit dem Zusatz Amt Delmenhorst ist ganzseitig gezähnt und weist einen Setzfehler auf: Gandersee statt Ganderkesee.
R-Zettel vom obigen Beleg
R-Brief Grüppenbühren (Amt Delmenhorst) nach Hude, Poststempel vom 21. Juni 1926
R-Zettel Grüppenbühren (Amt Delmenhorst), vom obigen Beleg
R-Brief Grüppenbühren (Amt Delmenhorst) nach Lübeck, Poststempel vom 28. Oktober 1935
R-Zettel Grüppenbühren (Amt Delmenhorst), vom obigen Beleg
Grüppenbühren ist ein Ortsteil von Ganderkesee.
Die R-Zettel wurden auch nach dem Übergang zum Landkreis Oldenburg 1933 weiterverwendet bzw. aufgebraucht.
Delmenhorst und das frühere Amt liegen in direkter Nachbarschaft westlich von Bremen.
Frage:
Kennen Sie weitere R-Zettel mit dem Zusatz Amt Delmenhorst? Über einen Scan würde ich mich sehr freuen!
Eine Kreisstadt mit einem Landkreisnamen aus einem anderen Bundesland!
Niedersachsen hat aktuell 37 Landkreise und neun kreisfreie Städte. Die Landkreise tragen in 28 Fällen den Namen ihrer Kreisstadt und in sieben Fällen den Namen ihrer Region. Neben dem Landkreis Oldenburg mit der Kreisstadt Wildeshausen fällt noch ein Landkreis „aus der Rolle“.
Winsen/Luhe ist die Kreisstadt vom Landkreis Harburg. Harburg ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg.
Warum heißt der Landkreis nicht wie seine Kreisstadt?
Der Autor Günter Könke stellt die Entwicklungen im Buch „Der Landkreis 1918-1949“ zusammen (auszugsweise zitiert):
„Pläne einer umfassenden preußischen Verwaltungsreform wurden Ende der 1920er Jahre diskutiert. Ziel der Reformpläne war die Kostenbegrenzung bei den Kreisverwaltungen, die durch die Zusammenlegung nicht leitungsfähiger kleiner Kreise erreicht werden sollte. Betroffen war in erster Linie die Provinz Hannover, die innerhalb des preußischen Staatsgebietes die weitaus größte Anzahl sogenannter Zwergkreise umfasste. Im Regierungsbezirk Lüneburg wurde der Bevölkerungsschnitt der preußischen Landkreise von ca. 53.000 Einwohnern als gewisser Richtwert für eine entsprechende Größe eines Landkreises angenommen.
Der Kreis Winsen (31.000 Einwohner) und der Kreis Harburg (36.500 Einwohner) lagen mit ihren Werten deutlich darunter. Die Notwendigkeit einer Reform war weitgehend unumstritten.
Der Vollzug der Reform mit dem Zusammenschluss der beiden Landkreise Winsen und Harburg zum Landkreis Harburg per Verordnung der kommissarischen preußischen Regierung am 1. August 1932 kam für alle Beteiligten überraschend. Die autoritäre Durchführung der Neugliederung betraf insgesamt 46 Landkreise.
Der Kreis Winsen wurde gemeinsam mit Orten aus dem aufgelösten Kreis Jork zum 1. Oktober 1932 in den Kreis Harburg eingegliedert. Die Kreisverwaltung blieb auch für den Neukreis in der Eißendorfer Straße in Harburg.
Die nächsten Veränderungen erfolgten durch das Groß-Hamburg-Gesetz vom 26. Januar 1937. Der Kreis Harburg verlor seine Kreisstadt Harburg und diverse Gemeinden mit über 23 % seiner Bevölkerung an die neugebildete Hansestadt Hamburg.“
Zum 1. Januar 1939 wurde durch Vereinheitlichung der Verwaltungseinheiten im Deutschen Reich aus der Bezeichnung Kreis Harburg auch offiziell, die schon landläufig verwendete Form Landkreis Harburg.
Harburg blieb jedoch zunächst Sitz des Landkreises Harburg. Nachdem das Gebäude der Kreisverwaltung in Harburg im Krieg zerstört worden war, siedelte diese 1944 ins Schloss nach Winsen (Luhe) um. 1958 wurde Winsen (Luhe) endgültig als Kreissitz festgelegt. 1961 zog die Kreisverwaltung in einen modernen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses.
Interessanterweise ist Winsen als Kreisstadt nicht die größte Gemeinde in diesem Landkreis. Buchholz in der Nordheide und Seevetal haben durch Eingemeindungen und die Wohnortnähe zu Hamburg mehr Einwohner.
Historische Gründe sprechen für Winsen.
Die Einschreibzettel von Winsen an der Luhe:
R-Brief von Winsen (Luhe) nach Hannover, 2.5.1894
geschnittener R-Zettel, R rechtsstehend, vom obigen Beleg, R-Zettel Typ 2164 der Norddeutschen Gruppe
R-Brief Winsen (Luhe) nach Borstel, 30.7.1914, Frei lt. Aversf. No. 21 Kgl. Pr. Amtsgericht., daher ohne Briefmarken. Borstel ist heute ein Stadtteil von Winsen.
R-Zettel Winsen (Luhe) vom obigen Beleg, an vier Seiten gezähnt, R-Zettel Typ 2165 der Norddeutschen Gruppe
R-Zettel Winsen (Luhe), Einheitsausgabe der Deutschen Reichspost, Typ 33, Schrifttyp normal, Verwendung ab 1910
R-Zettel Winsen (Luhe), Einheitsausgabe der Deutschen Reichspost, Schrifttyp fett
R-Zettel Winsen (Luhe), Einheitsausgabe der Deutschen Reichspost, zweizeilig
R-Zettel Winsen (Luhe), Einheitsausgabe der Deutschen Reichspost, zweizeilig, Numerator veränderter Schrifttyp
R-Zettel Winsen (Luhe), Einheitsausgabe der Deutschen Reichspost, zweizeilig, kleinere Schrift, schmaler Rahmen
Blanko R-Zettel mit Stempel Winsen (Luhe) mit Kreis zum Eintragen der Postleitgebietszahl (PLGZ), R-Zettel Typ 342, Verwendung ab 1942
R-Brief 24a Winsen (Luhe) nach 24a Ehestorf, 27.4.1948
R-Zettel vom obigen Beleg, an vier Seiten gezähnter Blanko R-Zettel aus einem Bogen, Stempel 24a Winsen (Luhe), R-Zettel Typ 762, zweite Ausgabe für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet der amerikanischen und britischen Zone
R-Zettel 24a Winsen (Luhe), 1948, Postleitgebietszahl 24 a im Kreis, R-Zettel auf grauem Papier
R-Brief von Winsen (Luhe) nach Berlin an den Magistrat von Groß-Berlin, 2.2.1949, Luftpost, Absender Wassermühle Winsen (Luhe), Briefmarken Kölner Dom in drei Farben.
Die Wassermühle ist ein Stromerzeuger.
R-Zettel vom obigen Beleg, Blanko R-Zettel, geschnitten mit Stempel, Druckerei Wegener, R-Zettel Typ 7611
R-Zettel (24a) Winsen (Luhe), 1949, R-Zettel Typ 7653
R-Zettel 24a Winsen (Luhe), kleineres Format, weißes Papier, R-Zettel Typ 7663, Druckerei Sontag, Nieder-Olm, Verwendungszeit ab 1952
Die folgenden R-Zettel, Rautenausgabe mit Amtskennzeichen (AKZ) wurden zwischen 1956 und 1964 eingesetzt, R-Zettel Typ 771:
R- Zettel mit AKZ 6 E 7, zweizeilig, Freistempler (24a) Winsen (Luhe) Firma Winsenia 18.8.62
R-Zettel vom obigen Beleg
R- Zettel mit AKZ 6 E 7, einzeilig
R- Zettel mit AKZ 6 E 7, einzeilig, fette Schrift
Einschreibzettel unterschiedlicher Typen ab 1.4.1964 mit der noch dreistelligen Postleitzahl 209:
R-Zettel 209 Winsen, Luhe 1
R-Zettel 209 Winsen, Luhe 1, fetter Schrifttyp
R-Zettel 209 Winsen, Luhe 1, zweizeilig
R-Zettel 209 Winsen, (Luhe), zweizeilig, Luhe in Klammern
R-Zettel 209 Winsen, (Luhe), einzeilig, Luhe in Klammern
R-Zettel 209 Winsen, (Luhe), einzeilig, Luhe in Klammern, fetter Schrifttyp
R-Zettel 209 Winsen, (Luhe), einzeilig, Luhe in Klammern
Unterschiedlicher Typen mit der um eine „0“ ergänzte, jetzt vierstelligen, Postleitzahl 2090:
Die fünfstelligen Postleitzahlen kamen ab dem 1. Juli 1993 bis zu der Einführung der R-Labels 1997 auf Einschreibzetteln zum Einsatz:
21423 Winsen, Luhe 1, RZ naßklebend , zweizeilig
21423 Winsen, Luhe 1, RZ naßklebend, Unterscheidungsbuchstabe „a“ nicht fett, fehlende Leerstelle hinter Komma, einzeilig
R-Brief 21423 Winsen, Luhe 1, mit Poststempel 21423 Drage, Elbe 28.9.2005 nach Stockelsdorf. Drage verwendete keine eigene Einschreibezettel. Dieser wurde beim übergeordneten Postamt Winsen 1 aufgeklebt. Ein Landpostbrief, der durch den Poststempel erkannt wird. Üblicherweise würde der R-Zettel den Zusatz „Land“ tragen. Drage gehört zur Samtgemeinde Elbmarsch und nicht zu Winsen.
R-Zettel vom obigen Beleg, fehlende Leerstelle hinter Komma.
R-Brief mit Freistempler vom 10.5.1996, 21423 Winsen, Luhe 1 und Unterscheidungsbuchstabe a.
R-Zettel vom obigen Beleg, fehlende Leerstelle hinter Komma.
21423 Winsen, Luhe 1, R-Zettel kleineres Format, selbstklebend, fehlende Leerstelle hinter Komma
21423 Winsen, Luhe 1, R-Zettel größeres Format, selbstklebend, fehlende Leerstelle hinter Komma, Postamtsbezeichnung in zweiter Zeile „verhungert“
Damals:
Das Kaiserliche Postamt in Winsen, Baubeginn 1895 und Nutzung bis 1972
Heute:
Das ehemalige Kaiserliche Postamt in Winsen. Über dem Eingang ist der Schriftzug Postamt in vergoldeter Schrift zu sehen, früher Bahnhofsstraße, jetzt Rathausstraße
Am 1. Juli 1972 wurden die nachfolgen Gemeinden im Zuge der Gebiets- bzw. Gemeindereform eingegliedert. Die Einwohnerzahl stieg dadurch von ca. 12.000 Personen in Winsen im Jahr 1970 auf rund 22.000 Einwohner nach den Eingemeindungen.
Die Poststellen I und II aus dem Stadtgebiet Winsen, die bisher mit der Postleitzahl 2091 gearbeitet haben, wurden zum 1. November 1972 in 2090 Winsen, Luhe 1 bis 13 umbenannt.
Die eingemeindeten Orte und ihre Einschreibzettel:
Die aufgeführte Einwohnerzahl der Ortsteile ergibt eine Einschätzung zum Postaufkommen und der möglichen Einschreibbelege.
Bahlburg, ca. 750 Einwohner, AKZ 6 E 7, 2091, 2090 Winsen 11,
R-Zettel Bahlburg über Winsen (Luhe) AKZ 6 E 7
Poststellen II Stempel aus den Jahren 1941, 1944 und 1947 sind bekannt. 1947 mit der Bezeichnung 24 Bahlburg über Winsen (Luhe).
Borstel, ca. 2500 Einwohner, 2091, 2090 Winsen (Luhe) 6
Ein Poststellen II Stempel von Borstel über Winsen (Luhe) aus dem Jahr 1940.
Poststellen II führten keine eigenen R-Zettel. Einschreiben wurden beim übergeordneten Postamt entsprechend bearbeitet und mit einem R-Zettel versehen.
In Borstel wurde am 24.7.1895 eine Posthilfsstelle eingerichtet. 1929 erfolgte eine Umwandlung ist eine Poststelle II und 1948 in eine Poststelle I. 1975 wurde die Post wieder eine Poststelle II und am 31.12.1976 dann geschlossen.
Poststempel 2090 Winsen, Luhe 6 vom 13.12.1976
Gehrden, ca. 250 Einwohner
Von Gehrden liegt bisher kein Einschreibzettel vor.
In Gehrden wurde am 1.4.1948 eine Posthilfsstelle eingerichtet. Nach 1961 wurde die Post geschlossen.
Hoopte, ca. 800 Einwohner, 2091, 2090 Winsen 3
R-Zettel 2091 Hoopte
Laßrönne, ca. 780 Einwohner, 2091 Lassrönne, 2090 Winsen 4
Poststempel 2019 Lassrönne vom 19.19.1977, das zweite 19 ist sicherlich ein Einstellungsfehler
Poststempel 209 Winsen, Luhe 4 vom 22.7.1987
Die Poststempel als Nachweis für die Poststelle, leider liegt bisher kein Einschreibzettel vor.
Ein Poststellen II Stempel von 24 Lassrönne über Winsen (Luhe) von ca. 1947.
Ein weiterer Poststellen II Stempel Lassrönne aus dem Jahr 1935 ist bekannt.
In Lassrönne wurde am 20.11.1891 eine Posthilfsstelle eingerichtet. 1929 erfolgte eine Umwandlung ist eine Poststelle II und 1948 in eine Poststelle I. Bereits 1957 erfolgte eine Rückstufung in eine Poststelle II.
Luhdorf, ca. 2.300 Einwohner, AKZ 9 E 7, 2091, 2090 Winsen 9, 21434 Winsen 9
R-Zettel mit fünfstelliger Postleitzahl, 21423 Winsen, Luhe 8, naßklebend, einzeilig, fehlende Leerstelle hinter Komma
Selbstklebender R-Zettel der Postagentur in Rottorf, Unterscheidungsbuchstaben ZG
Poststempel Winsen auf Einlieferungsschein (Ausschnitt) zu obigem R-Zettel vom 7.1.1997
Roydorf, ca. 1.200 Einwohner, 2091
Ein Poststellen II Stempel von 24a Roydorf über Winsen (Luhe) aus dem Jahr 1957
Poststellen II führten keine eigenen R-Zettel. Einschreiben wurden beim übergeordneten Postamt entsprechend bearbeitet und mit einem R-Zettel versehen.
In Roydorf wurde am 15.10.1947 eine Poststelle II eingerichtet und zum 31.12.1972 aufgehoben.
Sangenstedt, ca. 500 Einwohner, 2091, 2090 Winsen 7
Ein Poststellen II Stempel von 24a Sangenstedt über Winsen (Luhe) aus dem Jahr 1960
Poststempel 2091 Sangenstedt vom 19.16.1980, die Monatsbezeichnung 16 ist sicherlich ein Einstellungsfehler.
Der Poststellen II- und der Poststempel als Nachweis für die Poststelle, leider liegt bisher kein Einschreibzettel vor.
In Sangenstedt wurde am 1.8.1929 eine Poststelle II eingerichtet. 1948 erfolgte eine Umwandlung ist eine Poststelle I. Bereits 1959 erfolgte eine „Rückstufung“ in eine Poststelle II.
Scharmbeck, ca. 1.600 Einwohner, 21423 Winsen, 2090 Winsen 2, 2091 Scharmbeck, AKZ 6 E 7
R-Zettel 2091 Scharmbeck
R-Zettel Scharmbeck über Winsen (Luhe) AKZ 6 E 7
R-Zettel Scharmbeck Winsen Luhe, handschriftlich auf Blankozettel, Wegener Druck
Selbstklebender R-Zettel der Postagentur in Scharmbeck, Unterscheidungsbuchstaben ZW
Agenturstempel der Postagentur in Scharmbeck
Poststempel Winsen Luhe auf Einlieferungsschein(Ausschnitt) zu obigem RZ vom 24.1.1997
Die Postagentur in Scharmbeck wurde am 4.10.1995 eröffnet.
Stöckte, ca. 1.800 Einwohner, 2091, 2090 Winsen 13
R-Zettel 2091 Stöckte
In Stöckte wurde am 1.8.1929 eine Poststelle II eingerichtet und 1948 erfolgte eine Umwandlung ist eine Poststelle I. Die Poststelle II „2090 Winsen (Luhe) 13“ in Stöckte wurde am 31.3.1976 geschlossen.
Tönnhausen, ca. 700 Einwohner, 2091, 2090 Winsen 5
Ein Poststellen II Stempel von (24a) Tönnhausen über Winsen (Luhe) aus dem Jahr 1961
Der Poststellen II Stempel als Nachweis für die Poststelle, leider liegt bisher kein Einschreibzettel vor.
In Tönnhausen wurde am 1.5.1902 eine Posthilfsstelle eingerichtet und 1929 erfolgte eine Umwandlung ist eine Poststelle II.
Einige der vorgestellten Einschreibezettel gibt es auch mit unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben. Der Übersichtlichkeit wegen wurde jeweils ein R-Zettel je Typ ausgesucht.
Weitere R-Zettel und Poststellen II Stempel von Orten mit dem Zusatz „über Winsen/Luhe“ gehören zu Orten, die nicht zum Stadtgebiet gehören.
In Niedersachsen gibt es einen zweiten Ort mit dem Namen Winsen: Winsen an der Aller im Landkreis Celle, etwa 90 km südlich von Winsen an der Luhe.
Quellen:
Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
Auszüge aus der Postgeschichte Winsens im Katalog Winsen ’92: Rang 3 Briefmarkenausstellung26./27. September 1992 in Winsen/Luhe, Dieter Fullrich
Der Landkreis Harburg 1918-1949, Dirk Stegmann, Christians Verlag Hamburg, 1994
Foto vom Autor, März 2020
Ein besonders herzlicher Dank geht an Herrn Dieter Fullrich, Winsen/Luhe für die tatkräftige Unterstützung!
Rautenausgabe mit Amtskennzeichen für die Bundesrepublik Deutschland
Amtskennzahlen für Pakete
Für den Paketdienst wurde 1956 ein neues System entwickelt. Dabei erhielt jedes selbständige Postamt zusammen mit seinen Zweigpostämtern und Poststellen eine Amtskennzahl.
Das System dieser Amtskennzeichen war eine Art Verschlüsselung. Die ersten Zahlen von 1 bis 20 wurden, nach dem Paketaufkommen gestaffelt, den Oberpostdirektionen zugeteilt. Die darunter stehenden Buchstaben von A–Z (ohne I, O, Q wegen der Möglichkeit der Verwechslung mit Ziffern) erhielten die Postämter nach gleichen Gesichtspunkten zugeteilt. War das Alphabet erschöpft, wurde eine dreiteilige Kombination vorgesehen: Ziffern – Buchstaben – Ziffern.
Amtskennzahlen für Einschreibezettel
Mit Amtsblattverfügung 274/1956 galten die Amtskennzahlen am 30. Juli 1956 auch für die Rautenausgabe der Einschreibezettel.
Amtsblatt des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen Nr. 56 Jahrgang 1956
Die Amtskennzeichen der Zweigpostämter, Poststellen I und II im Bundesgebiet und in Berlin (West) stimmten mit den Amtskennzeichen der Abrechnungs- oder Leitpostämter überein. Nach der Postreform 1959 galt dies für Postämter und Poststellen. Insgesamt wurden 22 Grundnummern vergeben. Die Nummern 21 für die Landespostdirektion Berlin und 22 für die OPD Saarbrücken wurden unabhängig von dem Zuteilungskriterium des Paketaufkommens vergeben.
Einen klassischen Erstverwendungstag für die neuen R-Zettel („Formblätter zum Nummernzettel für Einschreibsendung“) hat es nicht gegeben. Aus der Verfügung zitiert: „Ämter und Amtsstellen, deren Bestände an Nummernzetteln der bisherigen Ausführung nicht bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen ausreichen, können Nummernzettel neuer Art auch bereits vor dem 30. Juli 1956 verwenden“.
Das System wurde am 1. April 1964 von der bis 1993 gültigen Form der ein- bis vierstelligen Postleitzahlen abgelöst. Die alten R-Zettel durften bis zum 31. Mai 1964 weiterverwendet werden. Von kleineren Poststellen wurde das Datum jedoch nicht eingehalten, so dass spätere Verwendungen bekannt sind.
Haben Sie in Ihrer Sammlung AKZ-Belege mit Verwendungsdaten vor dem 30. Juli 1956 oder nach dem 31. Mai 1964?
Verfügung Nr. 274/1956
Eine wesentliche Änderung für die Sendungsart Einschreiben wird in der Verfügung festgehalten:
„Eingeschriebene Briefsendungen – ausgenommen eingeschriebene Eilbrief- und Nachnahmebriefsendungen – werden am Bestimmungort nicht mehr mit dem Tagesstempel bedruckt.“
Das Amtsblatt beschreibt in seinen Anlage 1 zu obiger Verfügung die Abbildung eines Nummernzettels für Einschreibsendungen am Beispiel des AKZ Lünen 10 E 8.
In der Anlage 2 wird nachfolgender R-Zettel dargestellt:
Nummernzettel Beispiel für Einschreibsendungen vom Ausland
Für Bahnposten wurde der Zettel ohne Ortsaufdruck hergestellt.
In diesen knapp acht Jahren von 1956 bis 1964 wurden in unterschiedlichen Druckereien im Auftrag von verschiedenen Oberpostdirektionen (OPD) R-Zettel in Auftrag gegeben. Dieses erklärt eine große Anzahl unterschiedlicher Schrifttypen und Schriftgrößen.
Druckereien für die Amtskennzeichen:
Bundesdruckerei, Berlin
Hannoversche Gummieranstalt August Wegener, Langenholzen bei Alfeld
Schlüterscher Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Hannover
Druckerei C.C. Bruns, Minden
Adolf Sontag, Nieder-Olm über Mainz
F. Fronhofer, Regensburg
Alle Druckereien stellten R-Zettel Rollen zu 1000 Stück, senkrecht gezähnt, her.
Der Reiz einer AKZ Sammlung besteht in der Dokumentation der Verwendungsjahre, in der sich eine Vielzahl kleinerer Orte tummeln.
Spezialisten unterscheiden bei AKZ 15 verschiedenen Typen im gesamten Bundesgebiet, die je nach Druckerei und OPD regional zum Einsatz kamen. Wesentliche Merkmale sind Schrifttyp, Schriftgröße oder die Höhe der Numeratoren.
Ein Rollenpaar, blanko
Blanko AKZ mit Stempeln oder handschriftlichen Vermerken überbrückten im Postdienst die Wartezeit auf die fehlenden R-Zettel mit eingedruckter Ortsangabe.
Die regionalen Zuständigkeiten der Oberpostdirektionen deckten sich nicht mit den Grenzen der Bundesländer.
Niedersachsen lag ganz oder in Teilen in den Gebieten folgender Oberpostdirektionen:
Hamburg 6
Münster 7
Bremen 9
Hannover 12
Braunschweig 16.
Wie sammelt man am besten R-Zettel mit Amtskennzeichen? Diese Frage sollte sich jeder Sammler selbst beantworten. Hilfreich kann eine Eingrenzung des Sammelgebietes auf ein definiertes Gebiet (Bund, DDR, Bundesland, regionales Gebiet, Stadt) sein.
In Niedersachsen hat es nach Recherchen von Herrn Friedrich J. Opaterny (Autor vom Katalog der Einschreibzettel mit Amtskennzeichen der Bundesrepublik), etwa 2.300 verschiedene AKZ gegeben.
Ergänzungen auf den R-Zetteln bereichern jede Sammlung und fordern den Interessierten auf, der möglichen Geschichte dahinter nachzugehen:
Frühere Landkreisbezeichnungen:
Bakede (Kr Springe) 12 A 1, heute Landkreis Hameln Pyrmont
Dassel (Kr Einbeck) 16 A 8, heute Landkreis Northeim
Dornum (Kr Norden) 9 P, heute Landkreis Aurich
Freschluneberg (Kr Wesermünde) 9 E, heute Landkreis Cuxhaven
Fürstenau (Kr Bersenbrück) 9 C 2, heute Landkreis Osnabrück
Klein Berßen (Kr Meppen) 9 D 1, heute Landkreis Emsland
Neuenkirchen (Kr Melle) 9 W, heute Landkreis Osnabrück
Speele (Kr Hann. Münden) 16 E, heute Landkreis Göttingen
Thuine (Kr Lingen) 9 R, heute Landkreis Emsland
Westerhausen (Kr. Melle) 9 W, heute Landkreis Osnabrück
Ergänzende Angaben zur Ortsbezeichnung:
Bentheim Bhf 9 A 8 = Bahnhof, ein- und zweizeilig
Dedelsdorf (Lager) über Wittingen 12 R, zwei unterschiedliche Schriftarten
Hannover-Flughafen 12 A, Unterscheidungsbuchstabe „a“, Beleg vom 26.4.60
Hannover Messegelände 12 A, mit Unterscheidungsbuchstaben „g“
Helmstedt Zonengrenze 16 F
Hesepe-Bahnhof über Bramsche 9 T
Munster (Lager) 12 M, jeweils mit Unterscheidungsbuchstabe „c“, unterschiedliche Typen, 2. Abbildung blanko AKZ mit Stempel
Neuenkirchen Hospital über Bremen-Vegesack 9 N
Papenburg-Forsthaus 9 D 5
Wathlingen-Kolonieüber Celle 12 E
Wintermoor-Krankenhaus über Soltau 12 M
AKZ mit ergänzenden Stadtteilnamen:
Nur wenige Orte in Niedersachsen weisen zusätzlich eine Stadtteilbezeichnung auf diesen R-Zetteln aus. Wie einleitend beschrieben sind die AKZ ein Fundus für kleinere Orte. Hier eine Auswahl, ein R-Zettel je Ort sollte zur Erklärung reichen.
Cuxhaven-Duhnen 6 W
Aurich-Oldendorf über Aurich 9 A 3
Nordenham-Blexen 9 D 3
Osnabrück-Eversburg 9 B
Wilhelmshaven-Fedderwardergroden 9 F
Celle-Vorwerk 12 E
Hannover-Ricklingen 12 B, UB „b“
Hildesheim-Moritzberg 12 C
Braunschweig-Melverode 16 A
Goslar-Sudmerberg 16 C
Salzgitter-Lobmachtersen 16 V
Postämter mit mehr als einem AKZ:
Im Regelfall gibt es ein Amtskennzeichen je Postamt. Gelegentlich sind auch zwei verschiedene AKZ bekannt. Von folgenden Orten sind drei verschiedene Kennzeichen bekannt:
Baddeckenstedt 16 C1, 16 V, 16 T
Bornum 16 A 6, 16 G, 16 A
Salzgitter Ringelheim 16 C1, 16 V, 16 T
Walkenried 16 C 9, 16 P, 16 Z
Wieda Südharz 16 C 9, 16 Z, 16 P
Zorge 16 C 9, 16 Z, 16 P.
Und ein Ort ist die Ausnahme von der Regel, mit vier verschiedene AKZ: Schladen (Harz) ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel
Schladen (Harz) 16 A 6
Schladen (Harz) 16 C 6
Schladen (Harz) 16 G
(Im Moment kann ich den vierten R-Zettel mit dem AKZ 16 C 4 leider noch nicht mit einer Abbildung nachweisen. Aber vielleicht könnten Sie mir einen Scan zur Verfügung stellen?)
Hinweise auf Postdienststellen:
BPA Hannover 12 D 9, BPA = Bahnpostamt, Unterscheidungsbuchstabe klein „b“
Hannover 2 12 D 8, Unterscheidungsbuchstabe groß „T“, T vermutlich = Telegrafenamt
Hannover Postscheckamt 12 E 1, Unterscheidungsbuchstabe gestempelt „P“, siehe auch Hinweise auf Selbstbucher
Vinnhorst Post Hannover-Hainholz 12 A
Westercelle Post Celle
(Kopie des R-Zettels entnommen aus: Systematik der R- und V-Zettel, Heft 18 B, Arbeitsgemeinschaft R- und V-Zettel e.V.)
Hinweise auf Selbstbucher:
Braunschweig Forschungsanstalt für Landwirtschaft 16 A, heutiger Name: Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei – Johann Heinrich von Thünen-Institut
Mehr Informationen zur Forschungsanstalt für Landwirtschaft erhalten Sie in einem eigenen Artikel.
Hameln 2 – 12 D mit drei Unterscheidungsbuchstaben „EWW“. Hinter diesem Kürzel sollte sich das Elektrizitätswerk Wesertal verbergen.
Hannover Postscheckamt 12 E 1, mit gestempelten Unterscheidungsbuchstaben „G“, Briefausschnitt vom 10.9.62, siehe auch Hinweise auf Postdienststellen
Nordhorn 1 9 G, mit den ungewöhnlichen drei Unterscheidungsbuchstaben „NdB“. Welcher Selbstbucher verbirgt sich hinter diesem R-Zettel?
Setzfehler:
In einem späteren Artikel wird das Thema Setzfehler behandelt. Dann wird auch erklärt, warum es Setzfehler und nicht Druckfehler heißt.
Ein „I“ statt einer „1“ bei Buxtehude Land 6 B 1
Buxtehude 1 Land 6 B 1
Dörverden (Kr Verden (Aller) 9 M, statt der Klammer vor Aller sollte ein Komma stehen.
Dörverden (Kr Verden, Aller) 9 M, in der richtigen Variante.
Kirchhorst über Stadthagen 12 U, fehlen zwei Buchstaben zur richtigen Schreibweise
Kirchhorsten über Stadthagen 12 U, in der richtigen Schreibweise
Galberlah heißt richtig Calberlah über Gifhorn 12 X. Ein AKZ in der richtigen Schreibweise liegt bisher nicht vor.
Handorf über Peine 12 J, der Setzfehler ist das „J“ im Amtskennzeichen. Der Bereich 12 J ist im Bereich Nienburg (Weser) angesiedelt
Handorf über Peine 12 F, 12 F ist die richtige Bezeichnung
Obernkirchen (Han) 12 K, das „K“ ist ein Setzfehler. Es gibt überstempelte R-Zettel „U“ auf „K“
Obernkirchen (Han) 12 U, das richtige Amtskenzeichen 12 U
Uetze (Han) 12 I, das „I“ war ein Setzfehler und wurde mit einem „N“ überstempelt
Uetze (Han) 1, 12 N, mit dem richtigen Amtskennzeichen
Zeilen vertauscht bei Braunschweig 7 – 16 A
Zeilen in der richtigen Reihenfolge bei Braunschweig 7 – 16 A
Emmernstedt über Helmstedt 16 F, ein „n“ zu viel
Emmerstedt über Helmstedt 16 F, in der richtigen Schreibweise
Woltwische 16 A, es fehlt ein „e“ hinter dem „i“
Woltwiesche 16 A, in der richtigen Schreibweise
Weitere Auffäligkeiten sind bei den R-Zetteln mit Amtskennzeichen fehlende senkrechte oder waagerechte Striche oder fehlhaft gesetzte Kommata.
Bezeichnung „über …“:
Viele R-Zettel mit Amtskennzeichen führen ein „über“ im Text. Bei den folgenden abgebildeten AKZ wird deutlich, dass hier ein Zuordnung zu einem größeren Postamt vermerkt ist, dem der Ort organisatorisch zugeordnet war. AKZ mit „über“ im Text kommen relativ häufig vor. Gelegentlich beschreiben Sammler diese Einschreibezettel nicht richtigerweise als Landpostzettel. Sie sind aber stehts ein Hinweis auf kleinere Postorte. (Landpost R-Zettel werden in diesem Artikel in einem nachfolgenden Kapitel vorgestellt.)
Bendestorf über Buchholz (Kr Harburg) 6 A 8
Bendestorf über Hamburg-Harburg 6 J
… über Jever 9 C 6
Dieser „über“ R- Zettel ist für mich ein Landpostzettel. Der Absender hat den Brief nach Polen am 8.12.56 vermutlich in Schoost über Jever aufgegeben. Der Zensurbrief hat gelitten und auf der Rückseite weitere Briefmarken.
Landpostzettel:
Poststellen II waren nicht zwingend mit eigenen Einschreibezetteln ausgestattet. Wollte hier ein Kunde ein Einschreiben aufgeben, wurde der Beleg hier entsprechend frankiert und ein Einlieferungsschein erstellt. Links neben der Frankatur sollte der Landpoststempel gesetzt werden. Der R-Zettel, häufig mit dem Zusatz Land, wurde beim übergeordneten Postamt aufgeklebt.
AKZ Braunschweig Land 16 A, Landpoststempel 20 b Hülperode über Braunschweig, 25.3.60 nach Hannover
AKZ Alfeld (Leine) Land 12 G, Landpoststempel 3221 Capellenhagen, 10.5.63 nach Hildesheim, der Übergang zur vierstelligen Postleitzahl wird dokumentiert.
Nicht immer wurden die Land-R-Zettel mit dem Zusatz „Land“ gekennzeichnet. Auch über unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben gibt es Hinweise auf diese Verfahrensweise:
Augustfehn 9 A 2, Unterscheidungsbuchstaben Ldkp = Landkraftpost
Bückeburg 12 T, Unterscheidungsbuchstabe L = Land
Norden 9 P, Unterscheidungsbuchstaben Ldp = Landpost
Nordenham 1, 9 D 3, Unterscheidungsbuchstabe „L“ = Land
Oldenburg (Oldb) 9 D, Unterscheidungsbuchstaben Lkp = Landkraftpost
Osterholz-Scharmbeck 1, 9 H, Unterscheidungsbuchstaben Ld = Land
Verden (Aller) 9 M, Unterscheidungsbuchstabe L = Land
AKZ Wolfenbütte 1, 16 G, Unterscheidungsbuchstaben „kp“ = Kraftpost, Landpoststempel 20 b Achim über Wolfenbüttel, 22.12.61 nach Wolfenbüttel.
Keine Regel ohne Ausnahme. In Wolfsburg wurde ein AKZ mit einem Stempel Land ergänzt:
Wolfsburg 1, 12 W, Landpost- und Poststempel nicht lesbar, nach Helmstedt
Wolfsburg 1, 12 W, mit Stempel Land
Große Unterscheidungsbuchstaben:
Unterscheidungsbuchstaben werden im Regelfall in der klein geschriebene Variante gebraucht. Unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben (UB) wurden in einem Postamt mit mehreren Schaltern eingesetzt.
Brake (Unterweser) 9 Y mit UB A
Lüneburg 1 C, 6 S mit UB C neben der 1
Meppen 9 D 1 mit UB A
Nordhorn 1, 9 G mit UB A
Nordhorn 1, 9 G mit UB R
Nordhorn 1, 9 G mit UB W
Oldenburg (Oldb) 1 A, 9 D, mit UB A neben der 1
Oldenburg (Oldb) 3, 9 D mit UB A
Oldenburg (Oldb) 3, 9 D mit UB J
Hannover 1, 12 A mit UB B, B neben 1
Hannover 1, 12 A mit UB B, B über 1
Hannover 1, 12 A mit UB D
Hannover 2, 12 D 8 mit UB A
Hannover 2, 12 D 8 mit UB R
Hannover 2, 12 D 8 mit UB T
Hannover 2, 12 D 8 mit UB V
Hildesheim 1, 12 C mit UB C
Hildesheim 1, 12 C mit UB I
Herzberg (Harz) 16 P mit UB A
Orte, die im Ortsverzeichnis nicht mehr aufgeführt werden:
Die Deutsche Bundespost hat in der Phase der Amtskennzeichen, und danach in den Jahren 1956, 1958, 1960 und 1965, Ortverzeichnisse veröffentlicht. Folgende Orte sind mit Amtskennzeichen registriert, fehlen aber in einem nachfolgenden Ortsverzeichnis.
Was ist hier passiert?
Die drei heutigen Göttinger Stadtteile Geismar, Grone und Weende „verschwinden“ aus den Ortsverzeichnissen, ohne das neue Göttinger Postämter zu einer entsprechenden Zuordnung passen (am 4. Juli 1964 wurde Geismar zusammen mit den Gemeinden Grone, Nikolausberg und Weende in die Stadt Göttingen eingegliedert):
Geismar über Göttingen 16 B
Grone über Göttingen 16 B
Weende über Göttingen 16 B
Etwas einfacher gestaltet es sich mit dem Ort Höftgrube.
Dieser Ort wurde eingemeindet nach Dobrock (ca. 1970) und anschließend in die Gemeinde Wingst (Landkreis Cuxhaven). Ein Landpoststempel ist ein Hinweis darauf, das in der Poststelle keine eigenen R-Zettel mehr zum Einsatz gekommen sind:
Landpoststempel 24a Wingst-Dobrock Post Höftgrube (Niederelbe)
Höftgrube (Niederelbe) 6 A 7
Eine besondere Geschichte gibt es über die folgenden zwei Orte zu berichten.
Alversdorf war ein Dorf, etwa 4 km nordöstlich von Schöningen und 2 km nordwestlich von Offleben im Landkreis Helmstedt gelegen. Es musste von 1967 bis 1974 dem Braunkohletagebau weichen.
Alversdorf (Kr Helmstedt) 16 S
Runstedt war eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt. Sie befand sich etwa drei Kilometer östlich von Wolsdorf und musste dem Braunkohletagebau im Helmstedter Revier weichen. Von 1958 bis 1968 erfolgte der Abriss des Dorfes, weil es sich auf abzubauender Kohle befand. Am 1. April 1960 wurde das Dorf Runstedt in die Stadt Helmstedt eingemeindet. 1972 wurde mit der Mühle das letzte Gebäude von Runstedt abgerissen.
Runstedt über Helmstedt 16 F
Blanko AKZ mit Stempel oder handschriftlichen Vermerken:
Blanko AKZ mit Stempel 24 a Erbstorf über Lüneburg, handschriftlich 6 S ergänzt
Blanko AKZ mit Stempel Soderstorf über Lüneburg 1. Fehlendes Amtskennzeichen 6 S
Zum Vergleich der normale R-Zettel Soderstorf über Lüneburg 1, 6 S
Blanko AKZ mit Stempel Norden. Amtskennzeichen 9 P handschriftlich ergänzt
Stempel Bordenau über Wunstorf 12 L, 12 auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Brief vom 16.7.61 nach Celle
Vorbereiteter AKZ: über Hannover 12 A. Ergänzt mit Stempel Hannover 27, Dieser R-Zettel war für andere Orte als Reserve vorgesehen. Hannover über Hannover macht keinen Sinn
Zum Vergleich der normale R-Zettel Hannover 27, 12 A
Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12 A, Stempel Langenhagen (Han) 4. Vermutlich spätere Verwendung eines Blanko R-Zettels nach der Gebietsreform
Zum Vergleich der normale AKZ Engelbostel über Hannover 12 A. Engelbostel wurde zu Langenhagen 4
Handschriftlicher Eintrag Messenkamp, 12 auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Landpoststempel 3251 Messenkamp, Brief nach Hannover
Stempel Obernkirchen (Han), 12 U auf Blanko R-Zettel vorgegeben, Brief nach Hannover
Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12, Stempel Ohof über Gifhorn und Stempel mit X, andere Schriftgröße
Zum Vergleich der normale R-Zettel Ohof über Gifhorn 12 X
Blanko Zettel mit vorbereitetem AKZ 12, Stempel (20a) Steinhude am Meer, Kennzeichen L handschriftlich ergänzt
Zum Vergleich der normale R-Zettel Steinhude am Meer 12 L
Abweichender Poststempel:
Wittingen 12 R, Poststempel von 3121 Weddersehl, 2.1.64 Brief nach Celle, Beleg mit Aufkleber „Vergiss Mein Nicht: Die Postleitzahl 312 Wittingen“
Überstempelte AKZ:
Uslar 16 W, überstempelt mit Allershausen
Sehr späte Verwendung:
3030 Walsrode 11, Poststempel 303 Walsrode 11 vom 20.9.88, Blanko AKZ mit handschriftlichem Eintrag
Eine weitere späte Verwendung aus Krelingen, 3030 Walsrode, Stempel vom 29.6.92 aus 3030 Walsrode 11, Blanko AKZ mit handschriftlichem Eintrag.
AKZ nach Typen, natürlich…
Einführend hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass bei den AKZ 15 verschiedenen Typen im gesamten Bundesgebiet, die je nach Druckerei und OPD regional zum Einsatz kamen.
Am Beispiel von Algermissen 12 C, lassen sich zwei wesentliche Drucktypen beschreiben:
Typ 7721, schlanke Schrift, Druckerei Schlüter – Hannover
Typ 776, sehr fette Schrift, Druckerei Bruns – Minden
Wer Spaß an der Spezialisierung findet, kann den Typ 7721 vom Typ 7722 duch die Höhe der Zahlen (Numerator) unterscheiden: 4 mm Höhe zu 4,5 mm Höhe. Wie gesagt…
Bitte beachten Sie den folgenden Link Fehlliste AKZ auf dieser Website
Querverweis: einen ergänzenden Artikel zum Thema Amtskennzeichen finden Sie in der Kategorie „Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen – Delmenhorst.“
Quellen:
Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, AmtsblattNr.59/1959 mit Verfügung Nr. 274/1956
Katalog der Einschreibzettel mit Amtskennzeichen der Bundesrepublik, Friedrich J. Opaterny, Nürnberg, 1984
Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
Systematik der R- und V-Zettel, R-Zettel mit Amtskennzeichen, Heft 18 B, Arbeitsgemeinschaft R- und V-Zettel e.V.
Am 1. November 2016 feierte das Land Niedersachsen seinen 70. Geburtstag. Und am gleichen Tag verlor die Stadt Osterode ihren Status als Kreisstadt. Der Landkreis Osterode ging an diesem Tag im Landkreis Göttingen auf.
Nach jahrelangen Vorbereitung fusionierten der Landkreis Osterode und der Landkreis Göttingen zum „neuen“ Landkreis Göttingen. Es ist der erste Zusammenschluss zweier Landkreise in Niedersachsen seit den 1970er Jahren. Die Fusion soll die beiden Landkreise vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zukunftsfähig machen.
Grund genug nach R-Zetteln zu suchen, die sich mit Osterode beschäftigen. Leider gibt es in der Sammlung vom bisherigen Landkreis Osterrode keinen Einschreibezettel mit dem Hinweis Landkreis Osterode. Vielmehr wurde mehrheitlich bei den Orten des ehemaligen Landkreises der Zusatz Südharz gewählt. Aber im benachbarten Landkreis Northeim bin ich fündig geworden. Der Ort Harriehausen verwendete im Jahr 1937 ein R-Zettel mit dem Zusatz Landkreis Osterrode. Harriehausen wurde am 1.3.1974 in die Stadt Bad Gandersheim (Lk. Northeim) eingegliedert.
R-Brief von Harriehausen nach Hannover, 22.1.1939
Zusatz im R-Zettel Kr. Osterode, Harz
Auch Calefeld (jetzt Kalefeld) liegt in der Zwischenzeit im Landkreis Northeim:
Zusatz im R-Zettel Kr. Osterode, Harz. Dieser R-Zettel wurde am 5.9.1929 verwendet.
Wie sich die R-Zettel im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, wird hier am Beispiel des Osteroder Stadtteils Lerbach von 1879 bis 1997 gezeigt:
Deutsches Reich Einschreiben Postkarte, 5 Pfennig mit Zusatzfrankatur 2×10 Pfennig, K1 Lerbach 6.10.1879, R-Zettel mit roter No., Braunschweigerische Gruppe, nach Clausthal.
mit PLGZ 20b
Wegener, 1945-1947
Amtskennzeichen ab 30. Juli 1956
AKZ
PLZ Numerator fett, ab 23.3.1962
PLZ Numerator dünn
Lerbach wird Osterode 14, dreistellige PLZ, ab 1972
Lerbach ist Osterode 14, vierstellige PLZ
fünfstellige Postleitzahl seit 1.7.1993, nur kurze Verwendungszeit dieser R-Zettel bis 1997, dann Einführung der R-Label.
Lerbach gehörte bis 1972 zum Landkreis Zellerfeld, seit der Gebietsreform am 1.7.1972 zu Osterode und zum gleichnamigen Landkreis, ab 1.11.2016 als Teil von Osterode zum Landkreis Göttingen.