Einzelausgaben im Bereich der OPD Bremen

Der Name für diese vorgestellten Belege variiert. Ob Einzelausgaben oder wie an anderer Stelle, Amtsausgaben macht keinen Unterschied.

Dieser R-Zettel Typ 7212 zeichnet sich durch das Fehlen der vorgegebenen Numeratoren und Ortsnamen aus. Vielfach sind in der Postgeschichte Blanko-R-Zettel zum Einsatz gekommen, die aber den Numerator bereits eingedruckt hatten.

Weder bei den Blanko-R-Zetteln noch bei den folgenden Amtsausgaben würde ich von Notmaßnahmen oder Not-R-Zetteln sprechen. Das Vorgehen war typisch für einen Zeit ab 1946 mit den bekannten Einschränkungen.

Von sieben Orten sind Belege aus dem Bereich der OPD Bremen bekannt:

  • Hambergen
  • Osterholz-Scharmbeck
  • Syke
  • Varel
  • Wiesmoor
  • Wittmund und
  • Zetel.

Von drei Orten kann ich hier Belege vorstellen:

R-Brief Syke nach (24) Hamburg, 27.6.1946

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Varel (Oldb) nach (13b) Nördlingen, 22.7.1946

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Wittmund nach (19) Grosswusterwitz, 20.5.1946

R-Zettel vom obigen Beleg

Den R-Zettel Typ von Wiesmoor kann ich Ihnen leider nur als Kopie zeigen:

Unterschieden wird bei diesen Typen nach der Auswahl des „R“ durch den Schriftsetzer. Diese zwei Typen entstanden vermutlich durch den Mangel an gleichen Lettern.

Typ 72121, schmales „R“

Typ 72122, fettes „R“

Offene Fragen:

Welche weiteren Orte mit diesen Typen sind Ihnen bekannt?

Welche Druckerei hat diese R-Zettel hergestellt?

Über eine Nachricht von Ihnen würde ich mich sehr freuen!

Lesetipp zu weiteren Amtsausgaben:

Quelle:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Amtsausgabe Hann. Münden

Im Bereich der Oberpostdirektion Braunschweig in der britischen Besatzungszone gab es verschiedene Einzelausgaben von Einschreibzetteln.

Die Amtsausgabe Hann. Münden und umliegender Orte, R-Zettel Typ 72112, weicht wegen der ungewöhnlichen Numeratoren erheblich von den damals gebräuchlichen R-Zetteln ab.

Diese Amtsausgabe wurde 1946 und 1947 in den folgen Orten eingesetzt:

  • Hann. Münden
  • Hedemünden
  • Jühnde
  • Landwehrhagen
  • Oberscheden.

Diese Orte liegen alle im Landkreis Göttingen.

R-Brief Hann. Münden nach 17a Volkertshausen. Poststempel Hann. Münden am 28.1.1946. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Hann. Münden nach 15 Eisenach. Poststempel Hann. Münden am 15.4.1946. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator, Bild nach oben verschoben

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Hann. Münden nach 21a Gelsenkirchen. Poststempel Hann. Münden am 4.5.1946. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator und Unterscheidungsbuchstabe „B„, fette Schrift und Großschreibung

R-Zettel vom obigen Beleg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist hann-Münden-C.jpg

Einzelner R-Zettel mit sechsstelligem Numerator und Unterscheidungsbuchstabe „C„, fette Schrift und Großschreibung

R-Brief Hann. Münden-Land nach 21 Dortmund. Poststempel Hann. Münden Land am8.3.1946. R-Zettel mit Zusatz Land und mit sechsstelligem Numerator. Poststellen-II-Stempel 20 Speele über Hann. Münden

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Hedemünden nach 20 Bad Harzburg. Poststempel Hedemünden am 4.4.1946. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Jühnde nach 20 Hildesheim. Poststempel Jühnde über Hann. Münden am 19.9.1947. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Landwehrhagen nach Attendorf. Poststempel Hann. Münden am 6.9.1946. R-Zettel mit sechsstelligem Numerator.

Die Poststelle nutze den Poststellen-II-Stempel 20 Landwehrhagen über Hann. Münden. Dieses schließt einen eigenen R-Zettel eigentlich aus. Ein R-Zettel von Hann. Münden Land würde die Regel sein.

R-Zettel vom obigen Beleg

Einzelner R-Zettel mit sechsstelligem Numerator aus Oberscheden

Fragen:

Die abgebildeten R-Briefe und vorliegende Kopien von Auktionslosen der Amtsausgabe Hann. Münden stammen aus dem Zeitraum vom 28.12.1945 bis 29.10.1948. Können Sie weitere Belege vor und nach diesem Zeitraum beisteuern, die ich gern hier aufnehme?

Von welchen weiteren Orten im Umkreis von Hann. Münden sind Amtsausgaben bekannt?

Ich freue mich auf Ihre Zuschrift, vielen Dank!

Lesetipp zu weiteren Amtsausgaben:

Quelle:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Amtsausgabe Duderstadt

Im Bereich der Oberpostdirektion Braunschweig in der britischen Besatzungszone gab es verschiedene Einzelausgaben von Einschreibzetteln.

Die Amtsausgabe Duderstadt, R-Zettel Typ 72111, weicht wegen dem ungewöhnlichen Numerator erheblich von den damals gebräuchlichen R-Zetteln ab.

Am 5. April 1946 ging dieser Beleg auf die Reise in das ca. 30 km entfernte Göttingen. Ein Nachnahme Einschreibbrief in der Höhe von 69,90 Reichsmark.

Der Brief ist mit 2 Pfennig überfrankiert. Dieses ist bei der Qualität des Beleges und der Besonderheit bei diesem Einschreibezettel zu vernachlässigen.

R-Zettel vom obigen Beleg. Vom sechsstelligen Numerator sind die letzten drei Stellen zu erkennen. Die nicht gedruckten Ziffern haben über der Ziffer einen waagerechten Strich (wohl kein Periodenzeichen…)

Zum Vergleich ein loser R-Zettel dieser Amtsausgabe mit dem Ausfall der ersten drei Ziffern, ohne waagerechte Striche.

Lesetipp zu weiteren Amtsausgaben:

Quelle:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Günther Wagner, Hannover

Pelikan Werke Günther Wagner, Pelikan, eine Weltmarke!

Gelegentlich sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.

Mit Füllern von Pelikan sind viele Schüler in Berührung gekommen. In diesem Artikel geht es um die Weltmarke Pelikan, aber zuallererst um Günther Wagner.

Ein R-Zettel führt uns auf die Spur zu diesem Selbstbucher:

Die Firma Günther Wagner, Hannover bekam von der Post R-Zettel gestellt. Diese Zettel mit dem Vermerk 20 Hannover 15 wurden zusätzlich mit den Initialen „GW“ versehen. Ein Selbstbucher, diesmal nicht mit vorproduzierten Zetteln. Postkunden mit höheren Einlieferungsmengen bekamen „eigene“ Einschreibezettel, um den Einlieferungsvorgang zu beschleunigen. Eine Erklärung für die sogenannten Selbstbucher.

Eine Variante des obigen Einschreibezettels. Punkte hinter den Initialen.

Der Verwendungszeitraum dieses R-Zettel Typs ab 1946 aus der Druckerei Wegener, Alfeld ist in einem früheren Artikel beschrieben.

Grundstein der späteren Günther Wagner Werke war die Farbenfabrik Carl Hornemann in Groß Munzel (Barsinghausen). Hier arbeite der studierte Chemiker Wagner 21jährig ab 1863. Bereits 1871 kaufte er die Firma und führte sie unter eigenem Namen weiter.

Günther Wagner 1842 – 1930

Das Sortiment der Firma Pelikan für den Schul- und Schreibbedarf von den Anfängen bis heute ist für den Laien kaum überschaubar: Deckfarben, Tusche, Malfarben, Tinte und Tintenfässer, Zeichenblöcke, Kohle- und Durchschreibepapier, Schreibgeräte, Schreibbänder, Künstlerfarben, Klebstoff, Büroleim, Radiergummi, Pinsel, Siegellack, Technische Farben bis zur Jugendbuchreihe TKKG, u.v.m.

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Tintenflasche mit der Nummer 4001, einzige Zahlenkombination neben der Weltmarke 4711, die warenzeichenrechtlich geschützt ist.

Die Post genehmigte der Fa. Wagner eigene Einschreibzettel, die direkt auf Päckchenaufkleber gedruckt wurden. Die folgenden R-Zettel sind im Bereich der OPD Hannover Amtsausgaben in der Britischen Zone.

R-Zettel Typ 72141, als Firmen-Selbstbucher:

Adresszettel für eine Einschreib-Drucksache der Firma Günther Wagner, Hannover. Mit Handrollstempel entwertet, Datum nicht erkennbar, auf Grund der Notopfermarke jedoch in den Dezember 1948 zu datieren.

R-Zettel 20 Hannover 15, Unterscheidungsbuchstaben GW, Zettel vom Bogenrand, vom obigen Beleg, lokaler R-Zettel mit großem Numerator

Ein Adressausschnitt von Hannover nach (14b) Wangen (Allgäu)

R-Zettel 20 Hannover 15, Unterscheidungsbuchstaben GW, vom obigen Beleg, lokaler R-Zettel mit großem Numerator

Es folgen zwei lose R-Zettel, gerader Fuß beim R, mit der Postleitgebietszahl 20, um den Unterschied der verschiedenen Typen deutlich zu machen.

PLGZ 20: Höhe des Buchstaben R – 7,5 mm

PLGZ 20: Höhe des Buchstaben R – 9 mm

Der Buchstabe R mit geschwungenem Fuß bei der Variante mit der Postleitgebietszahl 20 a:

PLGZ 20 a: Höhe des Buchstaben R – 7 mm

PLGZ 20 a: Höhe des Buchstaben R – 8,2 mm

Bereits 1912 war die Firma Günther Wagner als Selbstbucher bei der Post registriert. Eine Paketkarte für eine Sendung aus Hannover-List (Günter Wagner) nach Aarau in die Schweiz. Perfins Firmenlochung der 80 Pfennig Briefmarke mit den Initialen GW. Bulletin d’expédition vom 31.12.1912, Poststempel Hannover-List und Bahnpoststempel Frankfurt-Karlsruhe- Basel.

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Die Firma THE NEW BOOK Co. aus Singapur war 1933 optimistisch, dass die Post in Hannover das Werk auch ohne Straßenanschrift finden wird.

Eine Selbstbucher Paketkarte vom 1.6.1943 von Hannover 2 (Günther Wagner), Gebühr bezahlt nach Wassenheim im Elsass

Eine portopflichtige Dienstsache vom Außenhandelskontor Niedersachsen in die Podbi 292, innerorts, vom 28.4.1951, Notopfer Steuermarke und 10 Pfennig Nachgebühr…

Kein Kaufmannsbetrieb kann vor einem Gerichtsvollzieher sicher sein. Ein Beleg mit Notopfer Steuermarke und Frei durch Ablösung vom 19.6.1952

Das Wachstum der Firma machten mehrere Umzüge notwendig. Von Groß Munzel nach Hannover zum Engelbosteler Damm in Hannover-Hainholz und schließlich 1906 in den hannoverschen Stadtteil List an die Podbielskistraße.

Eine historische Zeichnung gibt einen Eindruck von der Lage der Firma in der hannoverschen List.

Das damalige Firmengelände wird heute von unterschiedlichen Betrieben genutzt. Allein der „PelikanTurm“ mit seinem Showroom und einem historischen Saal erinnern an die damalige Verwendung.

Der Firmenschriftzug auf dem Schonstein ist noch erhalten.

Eine kleine, unvollständige Zeittafel:

1842 Gründung der Farbenfabrik Carl Hornemann

1863 Eintritt von Günther Wagner bei Carl Hornemann.

1871 kauft Günther Wagner die Firma und führt sie unter eigenem Namen weiter.

Am 27.11.1878 ließ Wagner den Pelikan (Familienwappen) als Schutzmarke beim Amtsgericht Hannover eintragen.

1881 tritt der spätere Nachfolger von Günther Wagner, Fritz Beindorff als Reisender in die Firma ein.

1890, die erste Schreibmaschine wird angeschafft

1906 Umzug der Firma an die Podbielskistraße

1930, Beginn der Herstellung von Plaka-Farbe

7.2.1938 Tod von Fritz Beindorff

Im Jahr 1965 kauft Pelikan (Günther Wagner) die Greif-Werke in Goslar.

Ende der 1960 Jahre wurde der Name des Markenzeichens auch offiziell zum Firmennamen gemacht und von Fa. Günther Wagner in Pelikan umbenannt.

1973 verlagert Pelikan Teile der Produktion aus dem Stammsitz nach Voehrum bei Peine.

1978 wird aus der Pelikan GmbH eine Aktiengesellschaft.

1982 meldet die Pelikan AG Vergleich an

Im Jahr 1990 übernimmt Pelikan den Wettbewerber GEHA – Gebrüder-Hartmann-Werke in Hannover.

1993 Umwandlung des Firmengeländes in Büro, Hotel, Restaurant u.ä.

2003 Auszug der Pelikan Verwaltung.

Aktuell wird die Nachfolgeorganisation aus Puchong, Selangor in Malaysia geführt.

In Hannover sind nach den drei prägenden Unternehmern der Firmengeschichte Straßen benannt worden:

  • Carl Hornemann: Carl-Hornemann-Straße, zwischen Immengarten und Günther-Wagner-Allee
  • Günther Wagner: Günther-Wagner-Allee, unweit der Stadtbahn Haltestelle Pelikanstraße
  • Fritz Beindorff: Fritz-Beindorff-Allee, in der Nähe der Stadtbahn Haltestelle Vier Grenzen

Nachsatz zu der Pelikan-Marke:

Die Anzahl der Pelikan Kinder variiert in der Pelikan-Marke:

Kopf einer Firmenrechnung, ca. 1910, oben links vier Pelikan Kinder im Nest.

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Die Pelikan-Marke mit zwei jungen Pelikanen im Nest, ca. 1960

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Das aktuelle Logo, ein Pelikan mit einem jungen Pelikan im Nest.

Quellen:

  • Wagner ist nicht an allem schuld, Willi Bongard, Die Zeit, 48/1963
  • Pelikan: Der traditionelle Schreibwarenhersteller muß saniert werden – Politiker und Beschäftigte kämpfen um Arbeitsplätze: Gnadenlos abgewirtschaftet, Stefan Merx, Die Zeit, 30.9. 1994
  • Geschichte der Stadt Hannover, vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Klaus Mlynek und Walter R. Röhrbein, 1994 Agenten, Bader und Copisten, Ludwig Hoerner, 1995
  • Geha vs. Pelikan, Wettrüsten der blauen Wunder, Stefan Schmitt, Der Spiegel, 12.11.2008
  • „…da ich von Hitler begeistert war“, wie braun war Fritz Beindorff? Hannoversche Allgemeine Zeitung, Simon Benne, 5.2.2018
  • Günther Wagner, 1838-1938, Buch zum 100. Jahrestag des Firmen Bestehens, Wilhelm Grabow, 1938, Stadtbibliothek Hannover
  • Der Beitrag der hannoverschen Industrie zum technischen Fortschritt, Albert Lefevre, 1970, Hannoversche Geschichtsblätter, Stadtbibliothek Hannover
  • Günther Wagner 1838-1906, verfasst von Hermann Löns, 16.9.1906, Stadtbibliothek Hannover
  • Fotos vom Autor Juni 2019
  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Noch nicht für diesen Beitrag ausgewertet:

  • Tinte und Blech, Eine Pilotstudie zu Fritz Beindorff (1860-1944) und den Günther Wagner Pelikan Werken im Nationalsozialismus, Annemone Christians

Lesetipp zu weiteren Amtsausgaben:

Amtsausgabe Hildesheim

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In diesem Beitrag geht es nur auf den ersten Blick um einen R-Brief von Hildesheim nach Düsseldorf, mit Poststempel vom 27. Juli 1946.

Durch die Kenntnis dieses abgebildeten R-Zettels von Hildesheim 1, Numerator 389, ergibt sich eine Erklärung für vier verschiedene R-Typen. Bei der genauen Betrachtung fällt auf, dass die zusammenhängenden Zettel zwei unterschiedliche R-Typen abbilden. Bei einem entsprechenden Mangel (1946) an gleichen Lettern ergibt sich hieraus eine Erklärung. Der Postbeamtin sei Dank für eine unsaubere Trennung.

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Der Overmann Katalog steckt voller nützlicher Hinweise. Einschreibezettel Typ 72142, auszugsweise aus dem Katalog zitiert:

  • Gebrauchszeit 1946/7
  • Druckerei und Bogengröße unbekannt.
  • Wegen Lettermangel wurden für den Buchstaben „R“ vier verschiedene Typen verwendet.
  • Ohne Numeratorzahlen, diese wurden handschriftlich eingesetzt.
  • Druck ganz in rot, grauweißes festes Papier.
  • Senkrecht mitgedruckter sägezahnförmiger Durchstich in roter Farbe, waagerecht und an den Außenkanten des Bogens ungezähnte Verwendung bekannt.

Am Beispiel der folgenden Abbildungen lassen sich die vier unterschiedlichen „R“-Typen gut unterscheiden:

„R“ dünn:

nord

„R“ schmal:

hi-20

„R“ fett:

hi

„R“ Füße weit:

hi-5

Folgende Tabelle dokumentiert die bisher bekannten Orte, in denen die Amtsausgabe Hildesheim eingesetzt wurde. Die Eintragungen in fetter Schrift kennzeichnen Originalvorlagen, normale Schrift beschreibt Kopien, „lose“ ist der Hinweis auf lose R-Zettel ohne Beleg und Datum.

Letzte Aktualisierung: 26. April 2020

  R dünn R schmal R fett R weit
Algermissen   23.3.46   16.4.46
Almstedt lose 24.7.46 lose  
Borsum     8.5.46  
Dingelbe   14.3.46    
Dinklar 21.6.46      
Emmerke     lose  
Garbolzum   7.5.46 11.6.46  
Groß Düngen   4.5.46    
Harbarnsen   lose 7.1.47  
Harsum   26.8.46   24.6.46
Hasede   23.8.46   18.4.46
Hildesheim 1 27.7.46 6.4.46 24.4.46 25.3.46
Hildesheim 2 a   lose   5.4.46
         
Hildesheim 2 b*  28.3.46 xx.xx.46 26.3.46 7.3.46
Hildesheim 2 b**   11.4.46   5.3.46
Hildesheim 3   29.3.46 6.3.46 lose
Hildesheim 4   29.7.46    10.5.46
Himmelsthür   25.11.46    
Holle    3.6.46    lose
Nettlingen 11.5.46 3.6.46    lose
Nordstemmen  9.7.46 25.4.46 27.5.46  
Rautenberg    23.xx.4x  8.7.47  
Sehlem       1.11.46
Sibbesse    24.6.xx    21.6.46

Bis heute sind 24 Postämter mit verschiedenen R-Typen dokumentiert.

Zur Zeit frühestes belegtes Datum bei lesbaren Poststempeln:

25.2.46 (Hildesheim 2 a), bisher spätestes Datum: 8.7.47 (Rautenberg).

xx im Datumsfeld bedeutet, der Stempel ist nicht lesbar.

Bei Hildesheim 2 a und b gibt es eine Auffälligkeit:

  • Hildesheim 2 a* und 2 b* – der Unterscheidungsbuchstabe befindet sich unter der 2, siehe Abbildung am Beispiel 2 b:

  • Hildesheim 2 b** – der Unterscheidungsbuchstabe b befindet sich unterhalb der 2 und nach rechts versetzt, siehe Abbildung:

Zusätze auf dem jeweiligen R-Zettel:

  • Almstedt + Rautenberg + Sibbesse mit Zusatz „Hannover“:

  • Borsum + Harsum + Hasede + Himmelsthür mit Zusatz „Krs. Hildesheim“:

  • Harbarnsen mit Zusatz „Krs Alfeld“ – ohne und mit Punkt hinter „Krs“:

  • Holle + Nettlingen mit Zusatz „Bez. Hannover“:

Die bisher bekannten Belege stammen überwiegend aus dem Jahr 1946, einzelne Belege auch aus dem Jahr 1947.

Hier eine Übersicht der bisher vorliegenden unterschiedlichen Varianten:

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„R-schmal“ Algermissen, loser R-Zettel

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„R-weit“ Algermissen, 16.4.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-dünn“ Almstedt Hannover, 24.7.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Borsum Krs. Hildesheim, Gebühr bezahlt, 8.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Dingelbe, 14.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-dünn“ Dinklar, Zensur, 21.6.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Garbolzum, 7.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Garbolzum, 11.6.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Groß Düngen, 4.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Harbarnsen Krs Alfeld, loser R-Zettel

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„R-schmal“ Harsum Krs. Hildesheim, 26.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Harsum Krs. Hildesheim, 24.6.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hasede Krs. Hildesheim, 23.8.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hasede Krs. Hildesheim, 18.4.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-dünn“ Hildesheim 1, 27.7.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hildesheim 1, 25.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hildesheim 1, 6.4.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hildesheim, 26.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hildesheim 2 a, loser R-Zettel

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„R-weit“ Hildesheim 2 a, Zensur, 25.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-dünn“ Hildesheim 2 b, Zensur, 26.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hildesheim 2 b, 2x.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Hildesheim 2 b, 26.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hildesheim 2 b, 7.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hildesheim 2 b, b versetzt, 11.4.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Hildesheim 3, 26.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Hildesheim 3, 2.3.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hildesheim 3, loser R-Zettel

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„R-schmal“ Hildesheim 4, 29.7.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Hildesheim 4, 10.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-schmal“ Himmelsthür Krs. Hildesheim, 25.11.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Holle Bez. Hannover, loser R-Zettel

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„R-dünn“ Nettlingen Bez. Hannover, 11.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-dünn“ Nordstemmen, 9.7.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Norstemmen, 27.5.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-fett“ Rautenberg Hannover,8.1..1947

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Sehlem, 1.11.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

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„R-weit“ Sibbesse Hannover, 21.6.1946

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R-Zettel vom obigen Beleg

Offene Fragen:

  • Ist der Einsatz dieser Einschreibezettel in einem Amtsblatt angekündigt worden?
  • War die Buchdruckerei Olms aus Hildesheim die Druckerei für diese Einschreibezettel?
  • Gibt es diesen R-Zettel Typ auch aus: Groß Giesen, Ahrbergen, Groß Förste, Hönnersum, Adlum, Hüddessum, Machtsum, Hackenstedt, Heersum, Derneburg, Sottrum, Grasdorf, Silium, Oedelum, Ottbergen, Bettmar, Kemme, Groß Himstedt, Bettrum oder anderer Orte?

Lesetipp zu weiteren Amtsausgaben:

Quellen und Literaturhinweise:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
  • Hibria 03, Katalog zur Briefmarkenausstellung Hildesheimer Briefmarkensammler-Verein von 1913 e.V., 14./15. Juni 2003, Hildesheim
  • AM Post Bundesarbeitsgemeinschaft, Rundbrief 90/2009
  • Arge R-und V-Zettel, Rundbrief 158/2009
  • Festschrift 125 Jahre Briefmarkenclub Hannover von 1886 e.v., 2011

Ich danke Herrn Dr. W. Dilg  für die Bereitstellung des in das Thema einführenden Briefes. Und für die zahlreichen Kopien und Informationen geht mein Dank an: Ulrich Hentschel, Gerhard Koelbel, Hans-Henning Mücke, Rolf Neckermann, Wolfgang Renz, Dr. Friedrich W. Schembra, Oskar Schwarz, Hans-Joachim Schirrmacher, Jürgen Spilker, Armin Weiß.