Empfohlen

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen bei meinem Blog* zum Thema Einschreiben aus Niedersachsen. Diese Internetseiten haben das Ziel, Werbung für dieses Spezialgebiet der Philatelie zu machen. Die Fokussierung auf das Land Niedersachsen bringt es mit sich, dass nicht nur Postgeschichte, sondern auch Heimatgeschichte betrachtet werden.

Unter Einschreiben versteht der Philatelist:

Einschreibbriefe = R-Briefe:

ein Beispielbeleg, R-Brief von Salder nach Braunschweig, Ankunftsstempel vom 14. August 1879

und Einschreibzettel = R-Zettel:

ein Beispiel R-Zettel, 3321 Salzgitter-Salder, später 3320 Salzgitter 17

Die Idee dieser virtuellen Sammlung ist die Geschichte hinter dem R-Zettel oder der Geschichte zu einem Beleg. Immer mit dem Bezug zu Niedersachsen.

Sollten Sie das erste Mal diese Seiten besuchen, empfehle ich Ihnen zur besseren Orientierung einen Klick auf diese Seite:

Zum 1. Mal hier?

Für den informierten Leser erfolgt die Navigation über die Kategorien (neumodisch für Inhaltsverzeichnis) und die Funktion „Suche“.

Viel Spaß beim Stöbern!

* Wikipedia erklärt den Begriff Blog (auszugsweise):

Das oder auch der Blog oder auch Weblog (Wortkreuzung aus englisch Web und Log für Logbuch oder Tagebuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt. Häufig ist ein Blog eine chronologisch abwärts sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Der Blogger ist Hauptverfasser des Inhalts, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein Medium zur Darstellung von Aspekten zu spezifischen Themen.

Wahn, ein ehemaliges Dorf im Emsland

Zwischen Lathen und Sögel im Landkreis Emsland erinnert ein Heimatstein an das Dorf Wahn.

Wahn im Emsland, nicht zu verwechseln mit: Wahn (Rheinland) Schießplatz oder dem Flughafen Köln-Bonn, der früher Köln-Wahn hieß.

Gemeint ist Wahn im Naturpark Hümmling, im ehemaligen Landkreis Aschendorf-Hümmling.

Was ist das Besondere an Wahn? Warum gibt es den Ort heute nicht mehr? Wann wurde das Dorf abgerissen? Warum wurden die Menschen aus Wahn ausgesiedelt?

Wahn ca. 1940

Ein Blick zurück:

Seit dem 5. September 1877 ließen der Rüstungsbetrieb Krupp und seine wechselnden politischen Auftraggeber in der Nähe des Dorfes Wahn im Emsland scharf schießen. Besucher waren um die Jahrhundertwende Kaiser Wilhelm II. und eine Delegation aus China. Die Schießversuche waren zunächst auf 10 km, später auf 24 km begrenzt. Die wachsende Reichweite der Kruppschen Kanonen, die dort erprobt worden sind, brachten die Menschen von Wahn zunehmend in Bedrängnis. 1917 gab es einen ersten Enteignungsantrag der Krupp AG beim Königlichen Staatsministerium. Die Verhandlungen über die Durchführung der Enteignungsmaßnahmen standen kurz vor dem Abschluss. Durch den verlorenen 1. Weltkrieg wurden alle Planungen 1918 eingestellt.

Ab 1932/1933 wurden die Planungen zum „Schießplatz Meppen“ erneut aufgenommen.

Ab 1937 musste Wahn dann endgültig weichen, weil das Deutsche Reich Vorbereitungen für den 2. Weltkrieg begonnen hatte.

Ems-Zeitung 19. April 1941

Auszüge aus der obigen Anzeige: „Der Oberpräsident der Provinz Hannover, Hannover, den 18. März 1941. Entscheidung über die Auflösung der Gemeinde Wahn und die Eingliederung des Gebietes derselben in die Gemeinden Sögel, Lathen und Renkenberge, sowie Umgliederung von Flächen aus der Gemeinde Werpeloh in die Gemeinde Sögel

Die Gemeinde Wahn im Kreis Aschendorf-Hümmling wird mit dem 1. April 1941 aufgelöst.

Das Ortsrecht dieser Gemeinde wird mit dem gleichen Zeitpunkt aufgehoben. Die Amtszeit der ehrenamtlichen Amtsträger von Wahn endet mit dem 1. April 1941.“

Ems-Zeitung 17. Juli 1942

Text der obigen Anzeige: „Achtung! Abbruch in Wahn! Bis zum 31.7.1942 müssen in der früheren Ortschaft Wahn die Abbruchsarbeiten abgeschlossen und die Materialien abgefahren sein. Nach dem 31.7.1942 ist das Betreten des Geländes verboten. Die bis zum obigen Termin nicht abgebrochenen Gebäude bezw. nicht abgefahrenen Materialien dürfen dann nicht mehr entfernt werden. Eine Erstattung des Kaufpreises findet nicht statt. Reichsumsiedlungs-Gesellschaft mbH., Berlin. Bauleitung Sögel.“

Der Ort Wahn war über 1000 Jahre alt. Etwa 186 Wahner Familien und insgesamt 1000 Menschen verloren ihre Heimat.

Der ehemals kleine Ort war kein direktes Opfer des 2. Weltkrieges. Schon im Vorfeld wurden die Menschen für die Erprobung von Waffen aus ihrer Heimat vertrieben.

Der alte Ortseingang von Wahn liegt an der Landesstraße L 53 zwischen Lathen und Sögel.

Das Gelände des alten Dorfes ist heute zu besichtigen. Das Kopfsteinpflaster der alten Dorfstraße ist neben Spuren von Bundeswehrfahrzeugen gut zu erkennen,

Die Menschen von Wahn waren durch das Überschießen des Ortes ständig bedroht. Durch Drohungen mit Haft und durch verlockende Angebote der Reichsumsiedlungsgesellschaft (RUGES) wurde der Widerstand gegen die Umsiedlung gebrochen. Auf über 50 verschiedenen Orte, vom westfälischen Münsterland bis nach Mecklenburg, wurde die Dorfgemeinschaft zersiedelt.

Das Schicksal von Wahn wurde am 10. Juni 1936 bei einem Besuch des Schießplatzes durch die Herren Krupp und Hitler besiegelt.

Die Post in Wahn

Dieser Abschnitt ist dem Buch „Use Olde Waohn“, Autor Herrmann Röttgers aus Sögel, entnommen:

Wahn war für den Hümmling bis zum Jahr 1841 Mittelpunkt der Postbeförderung. Fürstbischof Bernhard von Galen, Münster, ordnete 1651 an, eine zweimal wöchentlich verkehrende Botenpost von Münster über Lingen, Haselünne, Wahn, Kluse, Aschendorf nach Ostfriesland einzurichten. In der Franzosenzeit (1807) wurde im Hause Grüter in Wahn eine Postspedition eingerichtet und dem Postamt Lingen unterstellt. Die Postspedition Wahn wurde später nach Lathen verlegt. Ab 1841 leitete man die Post von Meppen über Haselünne, Berßen, Sögel, Wahn, Kluse nach Aschendorf. Mit Inbetriebnahme der Eisenbahn Emden-Rheine im Jahre 1856 wurde eine Pferdepost eingerichtet, die von Lathen über Sögel nach Werlte führte, ohne den Ort Wahn zu berühren. Mit dem Bau einer festen Straße von Lathen nach Wahn im Jahre 1862 wurde der Ort wieder von der Post angefahren. Ab 1898 übernahm die Hümmlinger Kreisbahn den Transport der Postgüter.

Die Postagentur Wahn war zuletzt an der Hauptstraße im Hause des Kaufmanns und Gastwirts Bernh. Holtmann-Oldiges.

R-Brief von Wahn (Bz. Osnabrück) an die Fa. Bünting in Leer, Poststempel vom 22. August 1923, Portohöhe 2000,- Deutsche Reichsmark.

R-Zettel vom obigen Beleg, ganzseitig gezähnt und Zusatz No auf zwei Strichen

Hermann Winkler war ein Geschäftsmann in der alten Ortschaft Wahn. Er hatte eine Bäckerei und einen Gemischtwarenhandel. Die Umsiedlung erfolgte nach Sögel. Hermann Winkler hatte die Hofstelle 132.

Das der Brief an die Firma Bünting in Leer ohne Angaben von Straßenbezeichnung oder Postfach angekommen ist, ist keine Überraschung. Bünting ist ein (großes) Handelsunternehmen mit über 200 Jahren Firmengeschichte und bekannt für seinen Ostfriesentee.

Ein loser R-Zettel als Zeuge für ein verschwundenes Dorf, Wahn (Bz. Osnabrück)

Im Ortsverzeichnis des Reichspostzentralamtes vom Juli 1930 ist Wahn als reichsdeutscher Postort im Oberpostdirektionsbezirk Oldenburg gelistet.

Wie sieht es heute auf dem ehemaligen Gelände des Dorfes Wahn aus?

Die Grundmauern der Kirche sind zu sehen und ehemalige Hofstellen sind durch Schilder markiert. Informationstafeln beschreiben die Situation vor Ort.

Heute nutzt die Bundeswehr (WTD 91) den ehemaligen Kruppschen Schießplatz als Erprobungsgelände. Durch verfeinerte Messmethoden ist heute weniger Raum nötig. Der Ort hätte nach heutigen Erkenntnissen vermutlich stehen bleiben können.

Der Erinnerungsstein an Wahn, WAHN USE OLDE HEIMAT

Am 3. September 2018 lösten Schießübungen bei extremer Trockenheit einen Moorbrand auf dem Gelände der Bundeswehr aus. Der größtenteils unterirdische Brand verbrauchte eine Fläche von etwas mehr als 1000 Fußballfeldern. Erst am 10. Oktober 2018 würde dieser Moorbrand gelöscht. Der Brandgeruch wurde auch im über 200 km entfernten Hamburg wahrgenommen.

Auslöser des Brandes waren Raketenschießtests der Bundeswehr. Die Rauchfahne des verheerenden Feuers war sogar aus dem All sichtbar. Eine Satellitenaufnahme aus 824 Kilometern Höhe. © Deutscher Wetterdienst

Das Luftbild lässt das Ausmaß des Moorbrandes erahnen. © Bundeswehr / WTD 91

Quellen:

  • Ems-Zeitung 19. April 1941 und 17. Juli 1942
  • Buch „Use Olde Waohn“, Emil Goldschmidt, Juni 1981
  • Deutsche Wochenschau 1939, Umsiedlung von Bauern im Emsland
  • NDR, Hallo Niedersachsen, Peter Kliemann, Dezember 1987
  • Jahrbuch des emsländischen Heimatbundes, Band 39, 1993
  • https://www.erinnerungsort-wahn-huemmling.de/, abgerufen, 23.8.2022, Heimatverein Lathen-Wahn e.V., Wahner Str. 30, 49762 Lathen-Wahn
  • https://www.youtube.com/watch?v=2dpysb48WEs, Wahn – Der vergessene Ort, abgerufen 23.8.2022
  • https://www.ndr.de/geschichte/Wie-die-Nazis-fuer-Krupp-ein-Dorf-raeumen-liessen,wahn166.html, abgerufen 23.8.2022
  • Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91), Am Schießplatz, 49716 Meppen, https://www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung-baainbw/organisation/wtd-91, abgerufen am 23.8.2022
  • Hamburger Abendblatt, 21. September 2018
  • Deutscher Wetterdienst, September 2018
  • Ortsverzeichnis Reichspostzentralamt Berlin, Juli 1930
  • Topografische Karte Wahn und Umgebung, Quelle: ZVAB Ausgabe: Karte: Um Anfang 1940 Autor: unbekannt, zur Verfügung gestellt von H. Sievering, von https://www.erinnerungsort-wahn-huemmling.de/presseberichte
  • Foto vom Autor Mai 1997

R-Zettel Typ 7244, dritte Ausgabe für die britische Besatzungszone

Eine interessante Type!

Bei der Beschäftigung mit R-Zetteln fallen gelegentlich besondere Typen auf. Fast immer ist der Schrifttyp des R für Recommandé deutlich und klar ausgewählt.

Bei der „Dritten Ausgabe für die britische Besatzungszone“ fällt die Größe des Einschreibzettels auf. Er ist etwas kleiner als frühere und spätere andere Ausgaben.

Zur Einstimmung auf das Thema Postleitgebietszahl auf R-Zetteln empfehle ich Ihnen diesen Artikel.

Die Gruppe des Typs 724 wurde ab 1951 in der Schlüterschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Hannover in Rollen zu 1000 Stück hergestellt. Diese Zettel sind senkrecht gezähnt. Das markante „R“ ist 11 mm hoch. Der Rahmen hat die Maße 17 mm x 36 mm. Die Ausgabe unterscheidet vier verschiedene Varianten.

Zwei Typen auf dünnem durchsichtigen Pergaminpapier:

  • 7241 Blanko R-Zettel ohne Postleitgebietszahl (PLGZ)
  • 7242 mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis

Zwei weitere Typen auf dünnem weißen Papier:

  • 7243 Blanko R-Zettel ohne Postleitgebietszahl (PLGZ)
  • 7244 mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis

Dieser Typ kam ab 1951 bis zum Aufbrauch der Zettel (in Niedersachsen belegt bis 1956) in folgenden Oberpostdirektionen zum Einsatz: Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Kiel. Keinen Einsatz gab es für diesen Einschreibzettel Typen im Bereich der Oberpostdirektionen Dortmund, Köln und Münster.

Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit der Auflistung aller R-Zettel mit dem Typ 7244 dünnes weißen Papier und mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis aus dem Gebiet des heutigen Niedersachsen, die auf Brief (Datum) oder als loser R-Zettel (ohne Datum) im Original oder als Kopie vorgelegen haben.

Stand: 16. September 2022

ein Beispiel R-Zettel vom Typ 7244, 23 Nordhorn 1, Unterscheidungsbuchstaben NdB

Wissen Sie, was „NdB“ bedeutet und welcher Selbstbucher sich dahinter verbirgt? Für einen Hinweis wäre ich sehr dankbar!

Die Auflistung hat das Ziel die bekannten R-Zettel mit Typ 7244 zu dokumentieren. Textumbrüche in zwei Zeilen und versetzte Unterscheidungsbuchstaben (UB) und verschieden große PLGZ im Kreis sind bekannt, werden aber in der folgenden Auflistung nicht weiter spezifiziert.

Welche R-Zettel aus dem heutigen Niedersachsen sind von diesem Typ 7244 bekannt?

20a:

  • Ahlden (Aller)
  • Ahlten (Han)
  • Alfeld (Leine), UB a
  • Alfeld (Leine), UB b
  • Alfeld (Leine), UB c, Poststempel 23.12.1955

R-Brief 20a Alfeld (Leine) Land nach Berlin, Poststempel 3. Juli 1956

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Alfeld (Leine) Land, Poststempel 3.7.1956
  • Arnum über Hannover
  • Bad Eilsen
  • Bad Münder (Deister)
  • Bad Münder (Deister), UB a (klein)
  • Bad Münder (Deister), UB A (groß)
  • Bad Nenndorf
  • Bad Rehburg über Wunstorf
  • Bad Salzdetfurth
  • Barsinghausen, UB a

R-Brief 20a Bemerode (Han) nach Berlin, Poststempel 5. August 1955

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Bemerode (Han), Stempeldatum 5.8.1955
  • Benefeld über Walsrode
  • Bergen (Kr Celle)
  • Bevensen (Kr Uelzen)
  • Bevensen (Kr Uelzen), UB A
  • Bleckede
  • Bockenem
  • Bleckmar über Soltau (Han)
  • Bodenteich (Han)
  • Brome (Han)
  • Bückeburg, UB a (auch bekannt mit geänderter PLGZ 20b, kein Setzfehler)
  • Burgdorf (Han), UB a
  • Burgdorf (Han), UB a gestrichen, c handschriftlich
  • Celle 1
  • Celle 1, UB d
  • Celle 1, UB f
  • Celle 1 Land, UB a
  • Celle 1 Land, UB b
  • Celle 2, UB b
  • Dahlenburg

R-Brief 20a Dahlenburg (Landpoststelle) Poststempel 5. Februar 1956, nach Hamburg, Notopfer

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Dahlenburg (Landpoststelle), Stempeldatum 6.2.1956
  • Dahlenburg (Annahme), Stempeldatum 7.10.1954
  • Dorfmark
  • Ebstorf (Kr Uelzen)
  • Elze-Bennemühlen
  • Elze (Han), UB a
  • Elze (Han) Land
  • Emmendorf über Uelzen
  • Eschede (Kr Celle)
  • Eystrup (Weser)
  • Fallersleben, Stempeldatum 27.2.1953
  • Fallingbostel
  • Gehrden (Han)
  • Gifhorn, UB b
  • Gifhorn Land
  • Gronau (Han)
  • Großenheidorn über Wunstorf
  • Groß Ilsede
  • Groß Oesingen über Wittingen (Han)
  • Hackenstedt über Derneburg
  • Hänigsen über Lehrte
  • Hameln Land

R-Brief 20a Hameln 1, UB a nach Hannover, Notopfer, Poststempel 21. Oktober 1954

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Hameln 1, UB a, Stempeldatum 21.10.1954
  • Hameln 1, UB b
  • Hameln 1, UB c
  • Hameln 2, UB a
  • Hameln 2, UB a, handschriftlich
  • Hameln 2, UB a, 2 handschriftlich auf 1
  • Hameln 3
  • Hameln 4, Stempeldatum 29.6.1956
  • Handorf über Peine
  • Hankensbüttel
  • Hannover 1
  • Hannover 1, UB a
  • Hannover 1, UB b, Stempeldatum 19.7.1955
  • Hannover 1, UB c
  • Hannover 1, UB d, Stempeldatum 5.6.1954
  • Hannover 1, UB e
  • Hannover 1, UB f
  • Hannover 1, UB g, Stempeldatum 10.12.1953
  • Hannover 1, UB h
  • Hannover 1, UB k
  • Hannover 1, UB m
  • Hannover 1, UB r
  • Hannover 1, UB dd
  • Hannover 1, UB nn
  • Hannover 1, UB vv
  • Hannover 1, UB fff
  • Hannover 1, UB hhh
  • Hannover 3
  • Hannover 6, UB b
  • Hannover 6, UB g
  • Hannover 6, UB m
  • Hannover 11
  • Hannover 16
  • Hannover 16, UB a
  • Hannover 16, UB a handschriftlich
  • Hannover 17
  • Hannover 18
  • Hannover 19
  • Hannover 20
  • Hannover 21
  • Hannover-Linden 1, UB a
  • Hannover-Linden 1, UB b
  • Hannover-Linden 1, UB c
  • Hannover-Linden 2, UB b
  • Hannover-Linden 3
  • Hannover-Messegelände, UB c, Stempeldatum 27.4.1954
  • Hannover Postscheckamt
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel E
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel H, Stempeldatum 11.6.1956
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel J
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel k (klein)
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel K (groß)
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel M, Stempeldatum 3.2.1956

R-Brief Postsache vom Postscheckamt (20a) Hannover nach (21a) Bad Salzuflen, Poststempel vom 11. Februar 1956

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel S, Stempeldatum 11.2.1956
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel T
  • Hannover Postscheckamt, UB Stempel U
  • Hannover-Ricklingen
  • Hannover-Ricklingen, UB a

R-Brief 20a Hannover-Seelhorst ü. Hannover nach Berlin, Poststempel 2. Februar 1956

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Hannover-Seelhorst ü. Hannover, Stempeldatum 2.2.1956
  • Haste (Han)
  • Hellendorf über Schwarmstedt
  • Hermannsburg
  • Hermannsburg, UB a
  • Hildesheim 1, UB a
  • Hildesheim 1, UB g
  • Hildesheim 1, UB m
  • Hildesheim 1, UB n
  • Hildesheim 2
  • Hildesheim 5
  • Hildesheim 6
  • Hildesheim-Moritzberg
  • Hoheneggelsen (Han)
  • Hohenhameln über Lehrte
  • Hornburg (Kr Wolfenbüttel)
  • Husum über Nienburg (Weser)
  • Ilten über Hannover
  • Knesebeck (Han)
  • Langenhagen (Han) 1
  • Lauenau (Deister)

R-Brief 20a Leese über Nienburg (Weser) nach Bremerhaven, Poststempel 2. Juni 1956

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Leese über Nienburg (Weser), Stempeldatum 2.6.1956
  • Liebenau über Nienburg (Weser)
  • Lüchow, UB c
  • Misburg
  • Müden (Aller) über Gifhorn
  • Munster (Lager)
  • Nettlingen (Han)
  • Neustadt am Rübenberge, UB b
  • Neustadt am Rübenberge, Land, Stempeldatum 31.7.1950
  • Nienburg (Weser) 1, UB a
  • Nienburg (Weser) 1, UB b
  • Nienburg (Weser) 1, UB k
  • Obernkirchen (Han)
  • Otterstedt über Rotenburg (Han), Stempeldatum 16.4.1956
  • Peine, UB a
  • Peine, UB b
  • Rinteln, UB a
  • Rinteln, UB b
  • Rodenberg (Deister)
  • Rosche über Uelzen (Han)
  • Sarstedt
  • Schwarmstedt
  • Seelze
  • Soltau (Han), UB a
  • Soltau 2 (Han)
  • Springe (Deister)
  • Stadthagen, UB a
  • Stadthagen, UB b
  • Stadthagen, UB c
  • Uelzen
  • Uelzen, UB a
  • Uelzen, UB b
  • Uelzen, UB d
  • Uelzen, UB e

R-Brief 20a Uelzen Fernmeldeamt nach Soltau, Poststempel 5. Oktober 1954, Postsache

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Uelzen Fernmeldeamt, Stempeldatum 5.10.1954
  • Uelzen Land
  • Uetze (Han)
  • Unterlüß-Hohenrieth
  • Vinnhorst Post Hannover-Hainholz
  • Walsrode, UB a
  • Walsrode, UB c
  • Walsrode Land
  • Wennigsen (Deister)
  • Wieren
  • Wittingen (Han)
  • Wittingen (Han), UB a
  • Wittingen (Han), UB b
  • Wolfsburg 1, UB d
  • Wolfsburg 1, UB VVD (groß)
  • Wolfsburg 1, UB VWW (groß)
  • Wunstorf, UB a

20b:

  • Adelebsen
  • Bad Gandersheim, UB a
  • Bad Lauterberg (Harz)
  • Bad Sachsa (Südharz), UB a
  • Bodenwerder
  • Braunlage (Harz), UB a
  • Braunlage (Harz), UB b
  • Braunschweig-Kralenriede
  • Braunschweig 1, UB d, Stempeldatum 14.3.1955
  • Braunschweig 1, UB k
  • Braunschweig 1, UB n
  • Braunschweig 1, UB 0
  • Braunschweig 1, UB u
  • Braunschweig 1, UB aa
  • Braunschweig 1, UB bb
  • Braunschweig 1, UB dd
  • Braunschweig 2
  • Braunschweig 3
  • Braunschweig 3, UB a
  • Braunschweig 5
  • Braunschweig 6
  • Brünnighausen über Hameln
  • Bückeburg, UB a (auch bekannt mit geänderter PLGZ 20a, kein Setzfehler)
  • Bündheim-Bad Harzburg
  • Buntenbock über Clausthal-Zellerfeld
  • Clausthal-Zellerfeld 1
  • Clausthal-Zellerfeld 2
  • Dassel (Kr Einbeck)
  • Dettum über Wolfenbüttel
  • Dorste über Northeim (Han)
  • Dransfeld
  • Echte über Northeim (Han)
  • Einbeck, UB c
  • Einbeck, UB wwc
  • Emmerstedt über Helmstedt
  • Fischbeck (Weser)
  • Friedland (Leine)
  • Gerblingerode über Duderstadt
  • Gieboldehausen
  • Goslar 1
  • Goslar 1, UB a
  • Goslar 2
  • Göttingen 1
  • Göttingen 1, UB b
  • Göttingen 1, UB f
  • Göttingen 2, UB a
  • Göttingen 2, UB b
  • Grafhorst über Vorsfelde
  • Grasleben über Helmstedt

R-Brief 20b Groß Rhüden über Seesen nach Hildesheim, Poststempel 12. November ?

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Groß Rhüden über Seesen, Stempeldatum 12.11. 195x – Jahreszahl nicht lesbar
  • Hahnenklee-Bockswiese (Oberharz)
  • Hann. Münden
  • Hann. Münden, UB b
  • Hann. Münden, UB d
  • Hardegsen über Nörten-Hardenburg
  • Harlingerode (Nordharz)
  • Helmstedt 1, UB a (klein)
  • Helmstedt 1, UB A (groß)
  • Helmstedt 1, UB b
  • Helmstedt 1, UB c, Stempeldatum 8.3.1954
  • Helmstedt 2
  • Helmstedt-Zonengrenze, Stempeldatum 20.7.1955

Zusätzliche Informationen zu Helmstedt-Zonengrenze finden Sie in einem separatem Artikel.

  • Herzberg (Harz), UB a
  • Hessisch-Oldendorf
  • Hohegeiß (Harz)
  • Holzminden 1, UB a
  • Holzminden 1, UB b
  • Holzminden 1, UB c
  • Holzminden 2, UB g
  • Katlenburg (Kr Northeim, Han)
  • Klein-Mahner über Salzgitter-Bad
  • Königslutter, UB c
  • Liebenburg über Goslar
  • Nörten-Hardenberg, UB c

R-Brief 20b Nörten-Hardenberg Land, Poststellen II Stempel 20b Parensen über Nörten-Hardenberg, Notopfer, Brief nach Laggenbeck, Poststempel 28. Oktober 1955

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Nörten-Hardenberg Land, Stempeldatum 28.5.1955
  • Northeim (Han), UB a
  • Northeim (Han), UB b, Stempeldatum 10.2.1955
  • Oker (Harz)
  • Osterode (Harz)
  • Osterode (Harz), UB a
  • Osterode (Harz), UB b
  • Salzgitter-Bad 1
  • Salzgitter-Bad 1, UB a
  • Salzgitter-Bad 1, UB b
  • Salzgitter-Bad 1 Land
  • Salzgitter-Bad 2
  • Salzgitter-Drütte 1
  • Salzgitter-Gebhardshagen
  • Salzgitter-Groß-Mahner
  • Salzgitter-Lebenstedt 1, UB A
  • Salzgitter-Lebenstedt 1 Land
  • Salzgitter-Salder
  • Salzgitter-Thiede, UB a
  • Salzgitter-Watenstedt
  • St. Andreasberg
  • Schladen (Harz)
  • Schöningen (Braunschw)
  • Seulingen über Duderstadt
  • Stadtoldendorf
  • Stadtoldendorf, UB b
  • Stöckheim über Northeim (Han)

R-Brief 20b Stroit über Kreiensen nach Alfeld, Notopfer, Poststempel 8. August 1955

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Stroit über Kreiensen, Stempeldatum 8.8.1955
  • Uslar, UB b
  • Vienenburg, UB a
  • Vorsfelde, UB aa
  • Vorsfelde (Land)
  • Wolfenbüttel, UB a
  • Wolfenbüttel, UB b (es ist ein R-Zettel mit 24b Wolfenbüttel, UB b bekannt. Wolfenbüttel im Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein)
  • Wolfenbüttel, UB nb

21a:

  • Baarsen über Bad Pyrmont
  • Bad Pyrmont 1
  • Bad Pyrmont 1, UB a
  • Bad Pyrmont 1, UB b
  • Bad Pyrmont 1, UB c
  • Lauenförde (Oberweser)

23:

  • Achim (Bz Bremen)
  • Ahlhorn (Oldb)
  • Altengroden über Wilhelmshaven
  • Ankum (Bz Osnabrück)
  • Aschendorf (Ems)
  • Aurich
  • Aurich, UB a, Stempeldatum 23.12.1953
  • Aurich, UB c
  • Badbergen
  • Bad Essen (Bz Osnabrück)
  • Bad Rothenfelde (Teutoburgerw)
  • Bad Zwischenahn
  • Bad Zwischenahn, UB a
  • Barnstorf (Bz Bremen)
  • Barßel (Oldb)
  • Bassum
  • Bassum, UB b
  • Bassum, UB A (groß)
  • Bederkesa
  • Bentheim
  • Bentheim Bhf (= Bahnhof)
  • Berge (Kr Bersenbrück)
  • Berne (Oldb)
  • Bersenbrück
  • Beverstedt
  • Bissendorf über Osnabrück 5
  • Blexen
  • Bockholzberg
  • Bockhorn
  • Bohmte

R-Brief Bohmte Land, Absenderfreistempel Heinrich Hamker, Margarinefabrik-Molkerei, 23 Lintorf (Bz Osnabrück), Freistempel 25. April 1956

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Bohmte Land, Poststempel 25.4.1956
  • Borgloh (Kr Osnabrück)
  • Brake (Unterweser), UB B
  • Brake (Unterweser), UB c
  • Brake (Unterweser), UB d, Stempeldatum 20.12.1955
  • Brake (Unterweser), UB e
  • Bramsche
  • Bremervörde
  • Bremervörde, UB a
  • Bremervörde, UB b
  • Bremervörde, UB c
  • Bruchhausen-Vilsen 1
  • Bruchhausen-Vilsen 2
  • Buer (Bz Osnabrück)
  • Bunde (Ostfriesl)
  • Carolinensiel (Ostfriesl)
  • Cloppenburg, UB a
  • Cloppenburg, UB b
  • Cloppenburg, UB b handschriftlich
  • Damme (Oldb)
  • Delmenhorst
  • Delmenhorst, UB a
  • Delmenhorst, UB b
  • Delmenhorst, UB d, Stempeldatum 4.6.1956
  • Delmenhorst, UB e
  • Dinklage
  • Diepholz
  • Dissen (Teutoburgerw), Stempeldatum 23.11.1954
  • Dornum (Kr Norden)
  • Dörverden (Kr Verden, Aller)
  • Dorum (Kr Wesermünde)
  • Einswarden (Oldb)
  • Elm über Bremervörde
  • Elsfleth
  • Emden 1
  • Emden 1, UB a
  • Emden 1, UB b
  • Emden 1, UB d
  • Emden 3
  • Emden 4, Emden 1 handschriftlich in 4 geändert
  • Emlichheim
  • Esens (Ostfriesl), UB a
  • Esens (Ostfriesl), UB c
  • Esens (Ostfriesl), UB d
  • Essen (Oldb)
  • Fischerhude über Bremen 5
  • Freren
  • Friedeburg über Wittmund
  • Friesoythe
  • Fürstenau (Kr Bersenbrück)
  • Ganderkesee (Oldb)
  • Garrel (Oldb)
  • Georgsmarienhütte (Kr Osnabrück)
  • Georgsmarienhütte (Kr Osnabrück), UB a
  • Gildehaus
  • Glandorf (Kr Osnabrück)
  • Gnarrenburg (Bz Bremen)
  • Hage (Ostfriesl)
  • Hagen über Osnabrück 5
  • Hahn (Oldb)
  • Haren (Ems)
  • Harpstedt (Bz Bremen)
  • Hasbergen (Kr Osnabrück)
  • Haselünne, UB a
  • Heidmühle (Oldb)
  • Herzlake (Kr Meppen)
  • Hilter (Teutoburgerw)
  • Hoya (Weser)
  • Hoya (Weser), UB a
  • Hoya (Weser) Land
  • Horumersiel (Oldb)
  • Hude
  • Hunteburg
  • Iburg
  • Jever
  • Jever, UB a
  • Kirchdorf üb Sulingen
  • Kirchweyhe (Bz Bremen), UB a
  • Kuhstedt über Bremervörde
  • Laer (Bz Osnabrück)
  • Lathen (Ems)
  • Leer (Ostfriesl) 1
  • Leer (Ostfriesl) 2
  • Lemförde
  • Lilienthal über Bremen 5
  • Lingen, UB a
  • Lingen, UB b
  • Lingen, UB e
  • Lingen (Ems), UB a
  • Lingen (Ems), UB b
  • Lohne (Oldb)
  • Löningen
  • Lüstringen (Kr Osnabrück)
  • Melle, UB a
  • Melle, UB b
  • Melle, UB c
  • Melle, UB d
  • Meppen, UB b
  • Meppen, UB c
  • Neuenhaus (Numerator 000, handschriftlich um 1 ergänzt)
  • Norden

R-Brief 23 Norden mit UB Ldp, Poststellen II Stempel 23 Nodörst über Norden, Notopfer, Brief nach Oldenburg, Poststempel 31. Oktober 1953

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Norden, UB Ldp = Landkraftposten, Stempeldatum 31.10.1953
  • Nordenham, UB a
  • Nordenham, UB b
  • Nordenham, UB c
  • Nordhorn 1, UB a
  • Nordhorn 1, UB p
  • Nordseebad Norderney, UB c
  • Oesede (Bz Osnabrück)
  • Oldenburg (Oldb)
  • Oldenburg (Oldb), UB o
  • Oldenburg (Oldb), UB u (klein)
  • Oldenburg (Oldb), UB U (groß)
  • Oldenburg (Oldb), UB aaa
  • Oldenburg (Oldb), UB bba
  • Oldenburg (Oldb) 2
  • Oldenburg (Oldb) 3
  • Oldenburg (Oldb) 3, UB A
  • Oldenburg (Oldb) 6
  • Osnabrück 1, UB
  • Osnabrück 1
  • Osnabrück 1, UB a
  • Osnabrück 1, UB b
  • Osnabrück 1, UB d
  • Osnabrück 1, UB i
  • Osnabrück 1, UB am
  • Osnabrück 1, UB av
  • Osnabrück 2
  • Osnabrück 3
  • Osnabrück 4
  • Osnabrück 5
  • Osnabrück 6
  • Osnabrück 8
  • Osnabrück B
  • Osnabrück-Eversburg
  • Osnabrück-Haste
  • Osterholz-Scharmbeck
  • Osterholz-Scharmbeck, UB a
  • Osterholz-Scharmbeck, UB b
  • Ottersberg (Bz Bremen)
  • Otterstedt über Rotenburg (Han), Stempeldatum 16.4.1956
  • Papenburg 1, UB a, Stempeldatum 11.7.1953
  • Papenburg 1, UB b
  • Quakenbrück, UB a
  • Rabber (Bz Osnabrück)
  • Reimels (Ostfriesl)
  • Rhade üb Zeven (Bz Bremen), Abbildung im Overmann Katalog
  • Rotenburg (Han)
  • Rotenburg (Han), UB b
  • Sandbostel über Bremervörde
  • Scheeßel (Bz Bremen)
  • Scheeßel (Bz Bremen) Land
  • Schledehausen (Kr Osnabrück)
  • Schüttorf
  • Sittensen (Bz Bremen)
  • Stolzenau (Weser)
  • Sulingen
  • Syke, UB a
  • Thedinghausen (Bz Bremen)
  • Twistringen, UB a
  • Uchte
  • Varel (Oldb)
  • Varel (Oldb), UB a
  • Vechta
  • Vechta, UB a
  • Vechta, UB b
  • Verden (Aller)
  • Verden (Aller), UB a
  • Verden (Aller), UB L (L = Land)
  • Visbek über Vechta
  • Visselhövede
  • Visselhövede, UB b
  • Wagenfeld (Bz Bremen)
  • Wellendorf (Kr Osnabrück)
  • Westerstede
  • Westrhauderfehn Kr Leer
  • Wiesmoor
  • Wildeshausen
  • Wilhelmshaven 1, UB a
  • Wilhelmshaven 1, UB b
  • Wilhelmshaven 1, UB m
  • Wilhelmshaven 1, UB ob
  • Wilhelmshaven 2, UB a
  • Wilhelmshaven 2, UB b
  • Wilhelmshaven 3, UB a
  • Wilhelmshaven 3, UB b
  • Wilhelmshaven-Fedderwardergroden
  • Wissingen (Kr Osnabrück)
  • Wittmund
  • Zetel
  • Zeven (Bz Bremen)
  • Zeven (Bz Bremen), UB a
  • Zeven (Bz Bremen), UB b, Stempeldatum 13.2.1954
  • Nordhorn 1, UB NdB
  • Nordhorn 3
  • Nordseebad Borkum
  • Nordseebad Borkum, UB b
  • Nordseebad Borkum, UB c
  • Nordseebad Juist, Poststempel 10.9.1954
  • Nordseebad Juist, UB a handschriftlich

24a:

  • Buchholz (Kr Harburg), UB b
  • Buxtehude 1, UB b
  • Cuxhaven-Duhnen
  • Cuxhaven 1, UB a
  • Cuxhaven 1, UB b (klein)
  • Cuxhaven 1, UB B (groß)
  • Cuxhaven 1, UB c, Stempeldatum 26.8.1953
  • Egestorf über Hmb-Harburg 1
  • Garstedt (Bz Hamburg), UB a
  • Garstedt (Bz Hamburg), UB b
  • Garstedt (Bz Hamburg), UB c
  • Horneburg (Niederelbe)
  • Jesteburg
  • Jork (Bez Hamburg)
  • Lüneburg 2
  • Lüneburg 3, UB a
  • Neu-Wulmstorf über Buxtehude
  • Oederquart über Stade

R-Brief 24a Osten über Basbeck (Niederelbe) nach Bremerhaven, Notopfer, Poststempel 27. Dezember 1955

R-Zettel vom obigen Beleg

  • Osten über Basbeck (Niederelbe), Stempeldatum 27.12.1955
  • Otterndorf (Niederelbe)
  • Sahlenburg über Cuxhaven
  • Stade 1, UB a
  • Stade 1, UB b
  • Tostedt
  • Tostedt, UB a handschriftlich
  • Winsen (Luhe)
  • Winsen (Luhe), UB a
  • Winsen (Luhe), UB aa
  • Winsen (Luhe), UB aa durchgestrichen

Die Auflistung zeigt, dass nicht alle Orte/Postämter mit diesem R-Zettel Typ ausgestattet worden sind. Und bei einigen Postämtern dürften weitere Unterscheidungsbuchstaben zu entdecken sein.

Sollten Sie in Ihrer Sammlung weitere R-Zettel mit dem Typ 7244 aus dem heutigen Niedersachsen vorliegen haben, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Die obige Auflistung könnte mit Ihrer Hilfe ergänzt werden.

Danke!

Eine Auflistung mit dem Typ 7242 auf dünnem durchsichtigen Pergaminpapier mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis ist geplant.

Welche R-Zettel gibt es von Orten aus Niedersachsen mit interessanten Typen?

Weitere Bestandslisten für Sie zum Stöbern und Abgleichen:

Quelle:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.

Norderney, die einwohnerstärkste ostfriesische Insel in der Nordsee

Zu den bewohnten ostfriesischen Inseln vor der niedersächsischen Nordseeküste zählen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Norderney, der Insel mit der größten Stadt auf den Inseln.

Norderney, vom Fischerdorf zum Nordseeheilbad

Die Stadt Norderney hat mit etwa 6.100 Einwohnern die größte Bevölkerungszahl aller ostfriesischen Inseln. Die große Zahl der temporären Urlauber ist hier nicht berücksichtigt.

Norderney gehört heute zum Landkreis Aurich. Die Entfernung zur Küste beträgt ca. drei Kilometer.

1815 kam Ostfriesland inkl. Norderney zum Königreich Hannover. 1819 machte die Regierung das Norderneyer Seebad zum Staatsbad. Dadurch begann die Blütezeit der Insel. Das Postaufkommen ist geprägt von der Post der Insulaner, der üblichen Geschäftspost und den Sendungen der Urlauber, insbesondere zur Ferienzeit. Und Norderney verzeichnet in der Anzahl der Postsendungen (und der Badegäste) eine stetige Aufwärtsentwicklung.

Ein philatelistischer Spaziergang zu „Postorten“ auf der Insel Norderney

Wer mag, kann mit einem philatelistischen Spaziergang die Insel erkunden.

  • Markt 1 (Bülowallee: Schuchhardts Hotel, heute Inselhotel König), hier wird erstmals am 1. Juli 1820 eine Posteinrichtung eingerichtet. Und 1823 folgt hier eine Wattenpoststation zur Personen- und Postbeförderung über das Watt aus Hilgenriedersiel.
  • 1823 war die Post auf dem Gelände des einstigen „Haus der Insel“.
  • 1841 befindet sich die Postspedition in der Luisenstr. 24.
  • 1869 bekommt das Postbüro ein neues Domizil im Haus Brunnenstraße, Ecke Luisenstraße und ist der OPD Oldenburg unterstellt.
  • Zum 1. Januar 1876 wird die Postexpedition 2. Klasse auf Norderney zum Postamt 3. Klasse (Postamt III) aufgestockt. Das kaiserliche Post- und Telegrafenamt befindet sich bis 1892 in der Strandstr. 5 (heute Bücher Lübben).

R-Zettel Norderney, R rechtsstehend, Einsatz dieser R-Zettel ab 1883

1887 beginnen durch den Kauf mehrerer Grundstücke die Vorbereitungen zum Bau eines Postdienstgebäudes in der heutigen Poststraße. Am 1. April 1892 zieht die Kaiserliche Post dort in das von der Kaiserlichen Postdirektion Oldenburg erbauten Gebäude ein. In der Poststraße 1 steht das historische imposante Kaiserliche Postgebäude heute noch. Leider wird dieses imposante Gebäude anderweitig mit Geschäften und Wohnungen genutzt.

Kunstvolle Backsteinverblendungen und -verzierungen schmücken das Postgebäude. Hoch über dem Eingangsportal befindet sich eine Wappenrosette. Aufgesetzte Ziergiebel, hell abgesetzte Ornamente und Schmuckbänder zeugen vom hohen Stand des Handwerks im Backsteinbau. Von der Inschrift „Kaiserliches Postamt“ ist die Bezeichnung „Postamt“ geblieben.

2010 wurde das Gebäude der (Kaiserlichen) Post an einen Investor verkauft.

Nach der Postgeschichte beginnt jetzt die Reise mit den unterschiedlichsten Typen von Einschreibzetteln des Inselpostamtes.

R-Brief Norderney, Poststempel vom 18. Juli 1917 nach Rostock

R-Zettel vom obigen Beleg. Diese R-Zettel Variante war seit 1904 im Einsatz. Das R ist jetzt links abgebildet, mageres No mit zwei Strichen in kursiv, allseitige Zähnung, aus Bogen

Stempel von der Vorderseite des obigen Beleges, u.a. Posthorn und Name Norderney

Stempel von der Rückseite des obigen Beleges, Absender Inselwacht Bataillon, genaue Bezeichnung „2. KGL. PR. Inselwacht-Bataillion Norderney X 41. Stern“

R-Brief Norderney, Poststempel mit Zusatz Nordseebad vom 28. Juni 1937, nach Branitz, Luftpost und durch Eilboten

R-Zettel vom obigen Beleg. R-Zettel der Deutsches Reichspost sind mit schmalem und breitem Rahmen bekannt

R-Brief Nordseebad Norderney, Poststempel 3. Januar 1946, nach Pillnitz/Elbe

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Nordseebad Norderney, Poststempel 25. Mai 1948, nach Norden Ostfriesland, Absender und Adresse mit PLGZ 23

R-Zettel vom obigen Beleg. Wegener Druck, erste Ausgabe für das vereinigte Wirtschaftsgebiet, aus Bögen geschnitten, Blanko Zettel mit Stempel

Die zweite Ausgabe für das vereinigte Wirtschaftsgebiet der amerikanischen und britischen Zone wurde in Bögen produziert. Die R-Zettel sind allseitig gezähnt. Die Postämter hatten die Aufgabe die R-Zettel zu stempeln. Unterschiedliche Stempelvariationen kamen so zum Einsatz:

R-Zettel Typ 762, allseitig gezähnt, Nordseebad Norderney, Blanko Zettel mit Stempel

Seit 1951 wurden R-Zettel auf dünnem weißem Papier mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis eingesetzt:

R-Zettel 23 Nordseebad Norderney, UB c, auf weißem Papier, R-Zettel Typ 7244

Zu dem R-Zettel Typ 7244 finden Sie hier weitere Informationen.

Auf dünnem durchsichtigen Pergaminpapier, ebenfalls mit Ortsnamen und PLGZ im Kreis:

R-Zettel 23 Nordseebad Norderney, UB a, durchsichtiges Pergaminpapier, R-Zettel Typ 7242

Die Rautenausgabe mit Amtskennzeichen (AKZ) für die Bundesrepublik Deutschland lösten die zweistelligen Postleitgebietszahlen ab. Mit Amtsblattverfügung 274/1956 galten die Amtskennzahlen am 30. Juli 1956 auch für die Rautenausgabe der Einschreibezettel.

Amtskennzeichen 9 D 4, Nordseebad Norderney

Amtskennzeichen 9 D 4, Nordseebad Norderney

R-Brief Nordseebad Norderney, Stempeldatum 19. Oktober 1963 nach Hannover, R-Zettel mit AKZ 9 P und UB a

R-Zettel vom obigen Beleg

Amtskennzeichen 9 P, Nordseebad Norderney, fette Schrifttype

Zum 1. Januar 1965 wurden in der Bundesrepublik Deutschland Postleitzahlen mit vier Ziffern eingeführt. In den 28 Jahren bis zur nächsten Veränderung haben die Schriftsetzer eine Vielzahl von Schriftarten und Schriftgrößen eingesetzt:

R-Zettel 2982 Nordseebad Norderney

R-Zettel 2982 Nordseebad Norderney, neuer Type bei Unterscheidungsbuchstabe

R-Zettel 2982 Norderney, der Zusatz Nordseebad ist weggefallen

R-Zettel 2982 Norderney, handschriftliche Veränderung des UB

R-Zettel 2982 Norderney, mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Schalterbuchstaben

R-Zettel 2982 Norderney, der letzte Schrifttyp mit der vierstelligen Postleitzahl

Ab dem 1. Juli 1993 galten auch auf Norderney die fünfstelligen Postleitzahlen:

26548 Norderney mit unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben

26548 Norderney mit unterschiedlichen „fetten“ Unterscheidungsbuchstaben

  • Eine Postagentur auf Norderney:

Von 2019 bis 24. März 2020 war die Postagentur beim Tankstop Bodenstab in der Hafenstr. 6 untergebracht.

Ein für Menschen vom Festland ungewöhnliches Postauto.

  • Seit dem 25. März 2020 befindet sich die Post-Partnerfiliale im ehemaligen Haus Schifffahrt, der heutigen HS 2 Passage, in der Bülowallee 2.
  • Die Partnerfiliale Asia Kiosk, Jann-Berghaus-Str. 66 wurde am 30. September 2020 geschlossen.
  • Ein DHL Paketshop bei Genuss Company Klus im Herrenpfad 6 wurde am 1. Dezember 2020 eingerichtet.

Ziel eines Spaziergangs kann auch eine Bake, eine Postbake sein!

Heute wird die Post per Fährschiff von Norddeich Mole zur Insel und zurück transportiert. Ab 1844 richtete die hannoversche Post, mit Unterbrechungen bis 1892, eine Postbeförderung über das Watt mittels Karriol Post ein. Karriol Post nannte man einen ein- oder zweiachsigen Briefpostwagen, der auch Personen befördern durfte.

Karriol Post der Thurn und Taxis´schen Post 1846, Tag der Briefmarke 1952, Michel Nr. 160, 100. Jahrestag der Erstausgabe der Briefmarken von Thurn und Taxis.

So elegant wie auf der Briefmarke, ging es sicher nicht über das Watt, denn die Fahrt war mit allerlei Gefahren verbunden.

Die benutzten Postwagen hatten breitere und höhere Räder, um das tiefe Einschneiden der Räder in Sand und Schlick und die Berührung des Personenabteils und des Packraumes mit dem Seewasser zu vermeiden. Start der Postbeförderung war auf dem Festland Hilgenriedersiel (heute ein Ortsteil der Gemeinde Hagermarsch im Landkreis Aurich).

Auf einem „befestigten“ Wattfahrweg wurde als Transportmittel ein Pferdegespann und ein hölzerner Wagen mit breiten Rädern eingesetzt.

Eine Postbake auf der Wattseite der Insel diente als Orientierungshilfe.

Nach dem Herbst 1892 wurde die Wattenpost zu Gunsten einer funktionieren Dampfschiffsverbindung eingestellt.

Heute erinnern der „Alte Postweg“ am Südsaum der Insel als Wanderweg und die Postbake im Osten der Insel als historisches Orientierungszeichen an die einstige Wattenpost.

Als bunter Abschluss des Artikels, die zwei Briefmarken der Deutschen Post AG, die bisher Norderney würdigen:

Leuchtturm Norderney 2009, erbaut 1875, Michel Nr. 2742, 0,45 €

Tag der Briefmarke 2010, Kaiserlich Deutsche Post nach Helgoland-Norderney-Sylt Postplakat von 1890 der Albert Ballin Dampfschiff Reederei, Michel Nr. 2819, 0,55 €. Von Hamburg morgens um 8 Uhr nach Norderney, jeden Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

Viel Freude beim Erobern der Insel!

Nicht alle wesentlichen R-Zettel Typen der Insel Norderney konnte ich belegen. Gern nehme ich Ihren Scan zur Abrundung dieses Artikels entgegen. Kontakt.

Offene Fragen:

  • Gab es beispielhaft im Sommer 1933 eine Poststelle II im Marienheim auf Norderney, Georgstr. 5?
  • An welchen Orten war die Post auf Norderney von 2010 bis 2019 untergebracht?

Quellen:

  • Postgeschichtliche Blätter Weser Ems, Heft 1/1960, Aus der wirtschaftlichen und postalischen Entwicklung der Insel Norderney, Herr Fritz Thole
  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
  • Post- und Telekommunikationsgeschichte, Regionalbereich Nord, 1/1998, Das kaiserliche Postgebäude in Norderney, Herr Georg Friedrich
  • Norderney entdecken, das historische Schaufenster, 1998, http://www.norderney-chronik.de/download/insel-stadt/schaufenster.pdf, abgerufen 2.3.2021
  • Ein Rückblick in Jahreszahlen aus der Postchronik der Insel, 100 Jahre Postamtsgebäude Norderney, http://www.norderney-chronik.de, abgerufen 22.2.2021
  • Norderney Nordsee Magazins vom 6.2.2020, https://magazin.norderney-zs.de, Herr Hans Joachim Vollmer
  • Baken an der Nordsee, Jade, Weser und Elbe, www.baken-net.de, Herr Gerd Liedtke

Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben

Eine Stadt, die unter diesem Namen nicht einmal sieben Jahre existierte.

Um diesen Käfer ging es. Auf der Tür die Abkürzung KdF.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel Abbildungen aus dem Dritten Reich enthält.

Und bitte beachten Sie §86 und §86a Strafgesetzbuch. Sie versichern die Abbildungen aus der Zeit des III. Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken zu lesen oder weiter zu verarbeiten.

Bitte respektieren Sie diese Aufforderung!

Die Geschichte der Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben, von Wolfsburg und von Volkswagen ist dermaßen umfangreich, dass sie viele Meter Literatur in Bibliotheken füllt und einen Blog zur Postgeschichte von Niedersachsen sprengen würde.

Am 4. Oktober 1937 erließ die damalige Reichsregierung das Gesetz zur Neugestaltung deutscher Städte. Dieses Gesetz zielte auf den repräsentativen Umbau von zunächst vier Städten, die im Blick Hitlers lagen – die sog. Führerstädte München, Nürnberg, Berlin, Hamburg, sowie Linz nach der Annektion Österreichs. Auf Druck der Gauleiter wurden die meisten Gauhauptstädte einbezogen, als erste Stadt Weimar; schließlich das zukünftige Wolfsburg als neuer Industriestandort.

Am 26. Mai 1938 fand die feierliche Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes statt. Mit Wirkung vom 1. Juli wird durch Erlass des Oberpräsidenten der Provinz Hannover die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ gegründet.

Sonderstempel, Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes, 26. Mai 1938, Rothenfelde über Vorsfelde, Abbildung Volkswagen, DAF-Rad (Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront)

Aus diesem Anlass wurden zwei fahrbare Postämter vor Ort eingesetzt.

Das Sonderpostamt und der oben abgebildete Sonderstempel wurden im Amtsblatt des Reichspostministeriums, Bekanntmachungen der Deutschen Reichspost, Nr. 60 am 24. Mai 1938 angekündigt

Text der Ankündigung: Rothenfelde über Vorsfelde: 2 Fahrbare Postämter, Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes durch den Führer und Reichskanzler, 26. Mai 1938, Fußnote. Auch nehmen die Sonder-PÄ Telegramme an und vermitteln Ferngespräche. Es werden auch die Sonderwertzeichen zum 30. Januar 1938 (6+4 Rpf, 12+ 8 Rpf, Postkarten 6 + 4 Rpf) abgegeben. Schriftliche Anträge auf Gefälligkeitsstempelungen – jedoch nur für die angegebenen Sondermarken – sind bis zum 31. Mai an die Versandstelle für Sammlermarken in Berlin W 30 zu richten. Beschreibung des Stempels: Rothenfelde über Vorsfelde, Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes 26.5.1938 und das Bild des Volkswagens mit dem Zahnrad der Deutschen Arbeitsfront im Hintergrund.

Der KdF Wagen, der spätere VW Käfer von 1938 mit dem typischen Brezelfenster (Rückfenster)

Im Amtsblatt der Regierung zu Lüneburg wird am 9. Juli 1938 die Stadtgründung bekannt gemacht.

Das heute Wolfsburg wurde als Stadt des KdF.-Wagens bei Fallersleben 1938 gegründet. Gründungsanlass war die Entscheidung ein Automobilwerk und die dazu gehörende Stadt zu bauen. Dieses sollte strategisch gelegen auf der grünen Wiese passieren. Vordergründig ging es um den Bau von KdF.-Wagen für fleißige Sparer zum festgesetzten Preis von 990 Reichsmark. In Wahrheit diente das Werk als Rüstungsbetrieb.

Was bedeutet KdF? Die nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) wurde am 27. November 1933 als Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF) gegründet.

Poststempel Stadt des KdF.-Wagens bei Fallersleben, 6. September 1938, Unterscheidungsbuchstabe C

Die Aller-Zeitung berichtet am 4. November 1938 vom „Der Postdienst in der Stadt des KdF.-Wagens“:

Auszüge aus dem abgebildeten Zeitungsartikel:

„Der ständige Berichterstatter des NS-Gaudienstes Ost-Hannover beim Volkswagenwerk gibt uns folgenden Bericht: …Äußerlich unterscheidet sich das Postamt der Stadt des KdF.-Wagens im Gemeinschaftslager nur durch das Schild „Deutsche Reichspost“, den Briefkasten, den Marken- und Wertzeichengeber und den Postkraftwagen von den anderen Baracken…Das Postamt liegt im Mittelpunkt des Lagers…Das Postamt ist zuständig für das gesamte Stadtgebiet der Stadt des KdF.-Wagens, einschl. der Ortsteile Wolfsburg, Rothenfelde, Rothenhof und Heßlingen…Sechs Schalter liegen hier nebeneinander…Postamt gehört seit 1. September 1938 zur RPD (Reichspostdirektion) Hannover…eigene Verzollungsstelle für Auslandspakete…33700 Briefsendungen und Postkarten ins Inland und 25100 Sendungen ins Ausland, monatlich…

Die R-Zettel der Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben unterscheiden sich durch die Schriftart, Schriftgröße, Unterscheidungsbuchstaben, Postamtsbezeichnung und durch die Anzahl der Zeilen:

R-Zettel zweizeilig, ohne Postamtsbezeichnung

R-Zettel dreizeilig, ohne Postamtsbezeichnung

R-Zettel zweizeilig, ohne Postamtsbezeichnung, Unterscheidungsbuchstabe a

R-Zettel zweizeilig, ohne Postamtsbezeichnung, Unterscheidungsbuchstabe b

R-Brief Stadt des KdF.-Wagens bei Fallersleben, Poststempel vom 15. August 1938, nach Münster

R-Zettel vom obigen Beleg, dreizeilig, ohne Postamtsbezeichnung

Am Montag, 18. Juli 1938 erhielt die damals gerade knapp drei Wochen alte Stadt ihr eigenes Postamt im Bereich der alten Dorfstelle Wellekamp, Rothehofer Straße / Ecke Clausewitzstraße.

In der neugegründeten „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ war die Stellung des Postamtes besonders bedeutsam. Denn die Bevölkerung der neugegründeten Stadt setzte sich aus vielen Teilen Deutschlands zusammen. Der Briefverkehr war für die neuen Einwohner zumeist die einzige Möglichkeit, Kontakt zur Familie in der Heimat zu halten. Nachdem im September 1938 die ersten italienischen Arbeitskräfte in der Stadt angekommen waren und im Laufe des Krieges vermehrt ausländische Zwangsarbeiter in der Stadt und im Werk eingesetzt wurden, begann die Post als Kommunikationsmittel weiter an Bedeutung zu gewinnen. 

Das neue Postamt, 1939, Aufnahme von Fritz Heidrich

Das neue Postamt verfügte über sechs Schalter und befand sich in einer Baracke am Appellplatz des Gemeinschaftslagers. Der Aller-Zeitung zufolge unterschied es sich lediglich durch das Schild „Deutsche Reichspost“, den Briefkasten, den Marken- und Wertzeichengeber sowie den Postkraftwagen von den anderen Baracken, die das Erscheinungsbild der Stadt bis weit in die Nachkriegszeit prägen sollten.

Zuvor war der Postverkehr durch eine Zweigstelle des Postamtes Vorsfelde in Heßlingen abgewickelt worden.

Die Aller-Zeitung berichtet am 12. Juli 1939 über „Das neue Postamt eröffnet“:

„Das neue Postamt eröffnet. Das ansprechende Gebäude des neuen Postamtes, das gegenüber der Tullio-Cianetti-Halle liegt, hat am Montag seinen Betrieb eröffnet. Der gesamte Postbetrieb erfolgt jetzt hier und nicht mehr in der alten Postbaracke, die einem anderen Zweck zugeführt wird. Der große Schalterraum läßt eine reibungslose und schnelle Abfertigung zu. Die eine Seite dieses Raumes ist nur für Paketausgabe und -annahme eingerichtet. Die hinter dem Schalterraum liegenden großen freien Räume sind für den nötigen Postverwaltungsbetrieb eingerichtet. Nett und freundlich liegt der hell und bunt geputzte langgestreckte Bau neben der riesigen Halle. Einladend wirken die beiden am Eingang angebrachten Kandelaber.“

Die Stadt des KdF-Wagens war eine einzige Großbaustelle und bestand in ihren Anfängen im Wesentlichen aus Baracken:

Postkarte, Das deutsche Volkswagenwerk, Gemeinschaftslager

Die Postkarte ist im Juli 1942 abgestempelt worden, die Aufnahme also aus dem Jahr oder früher. Das Gemeinschaftslager ist als Barackenlager eingerichtet. Die Cianetti-Halle ist als höchstes Gebäude zu erkennen.

Tullio-Cianetti-Halle, Postkartenmotiv

Die Cianetti-Halle, eine Holzkonstruktion, wurde auch „Halle der Fünftausend“ genannt, was eine ungefähre Vorstellung von der Größe dieses Veranstaltungsortes mitten im Gemeinschaftslager geben mag. Sie war Veranstaltungsort für Konzerte, Theater, Kabarett, Kino, Sport und politische Kundgebungen.

(Anmerkung zu Tullio Cianetti: Italiener, 1899 bis 1976, Gewerkschaftsvertreter verhandelte 1937 als Präsident des italienischen Industriearbeiterverbandes mit Robert Ley, Leiter Deutsche Arbeitsfront DAF, über eine Entsendung von italienischen Facharbeitern in das Deutsche Reichsgebiet.)

Die Absenderangaben einzelner Belege sind ein eigenes Forschungsgebiet, beispielhaft: Gemeinschaftslager 8/6, Hafenlager Stuben 95 Barraque 7, Gemeinschaftslager Volkswagenwerk, (nur) 7/42, Gemeinschaftslager 21/56 oder Gemeinschaftslager 9/58.

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, größere Schrift

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, kleinere Schrift

R-Brief Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben 1, Poststempel vom 14. August 1944, Brief nach Wittingen, Nachnahme, Absender Gemeinschaft Deutscher Sammler e.V., Gau Ost-Hannover, Kreis Gifhorn, Ortsgruppe Stadt des KdF.-Wagens

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, Unterscheidungsbuchstabe a

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, Unterscheidungsbuchstabe b, Verwendung ca. 1942

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, Unterscheidungsbuchstaben VW, Selbstbucher Volkswagenwerk

R-Brief Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben 1, Unterscheidungsbuchstaben VWW (Volks Wagen Werk), Absenderfreistempel vom 25. April 1944 Volkswagen-Werk GmbH, Selbstbucher

R-Zettel vom obigen Beleg

Absenderfreistempel vom obigen Beleg

Das Postaufkommen lag im November 1938 bereits bei etwa 2.000 Sendungen pro Tag – und dies obgleich die Stadt in jenen Tagen gerade einmal rund 5.500 Einwohner hatte, davon etwa 2.500 Italiener. Zum gleichen Zeitpunkt hatte die Post bereits mehr als 25.000 Auslandssendungen abgefertigt. Der Presseberichterstattung zufolge hätten die Postbeamten aus diesem Grund gar italienisch gelernt. Die Zustellung im Lager selbst erfolgte direkt an die Empfänger, und zwar zweimal am Vormittag und einmal in den Abendstunden. Pakete mussten jedoch direkt im Postamt, das über eine eigene Verzollungsstelle verfügte, abgeholt werden. Zudem existierten gesonderte Briefumschläge für deutsche und italienische Arbeiter. Auch den im Laufe des Krieges in die Siedlung am Mittellandkanal verschleppten Zwangsarbeitern war der Postverkehr mit ihren Angehörigen in der Heimat gestattet, solange Postverbindungen in die besetzten Gebiete bestanden. Allerdings unterlagen die Briefe der Zensur. 

Die Aller-Zeitung berichtet am 18. November 1939 vom „Dienst am Kunden“ in der Stadt des KdF.-Wagens:

„Stadt des KdF.-Wagens – Das Postamt übt Dienst am Kunden. Nachdem wir erst kürzlich davon berichtet hatten, daß im Vorraum des Postamtes Schließfächer eingerichtet worden sein, hat man jetzt auch zwei Telefonzellen dort geschaffen, in denen Münzfernsprecher angebracht sind. Die Fernsprecher sind auch während der Mittagsstunden zu benutzen. Es sei schließlich noch darauf hingewiesen, daß sich dort auch Markenautomaten befinden. Man sieht, daß unsere Reichspost vorbildlich bemüht ist, Dienst am Kunden zu üben.“

R-Zettel dreizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1

R-Zettel dreizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, Unterscheidungsbuchstabe a

R-Brief Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben 1, Unterscheidungsbuchstaben a, Poststempel vom 23. April 1943 nach Laußig

R-Zettel vom obigen Beleg, dreizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1

R-Zettel dreizeilig, mit Postamtsbezeichnung 1, Unterscheidungsbuchstabe a, Wort „des“ nicht ausgeschrieben

Die Aller-Zeitung berichtet am 5. September 1940 von der Eröffnung des Zweigpostamtes im Stadtteil Steimker Berg:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Aller-Zeitung-5.9.40-Das-erste-Zweigpostamt-errichtet-Ausschnitt-1024x489.png

„Stadt des KdF.-Wagens. Das erste Zweigpostamt errichtet. Mit Wirkung zum 3. September wurde in der Stadt des KdF-Wagens ein neues Postamt als erstes Zweigpostamt am Steimker Berg, Alte Landstr. (Hausnr. 25), errichtet, das als Zweigpostamt der Stadt unterstellt ist. Im Zuge des Ausbaus wurde ein neuer Münzfernsprecher aufgestellt, und neue Briefkästen wurden in den einzelnen Stadtteilen angebracht. Das Personal wurde weiterhin insbesondere für die Zustellung vermehrt, so daß in der Brief- und Paketzustellung eine wesentliche Beschleunigung erreicht worden ist.“

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 2, größere Schrift

R-Zettel zweizeilig, mit Postamtsbezeichnung 2, kleinere Schrift

Ein R-Zettel mit dem Unterscheidungsbuchstaben „a“ ist belegt (ohne Abbildung).

Angesichts des kriegsbedingten Mangels an Arbeitskräften stellte die Post im März 1943 erstmals auch vier Frauen als Postbotinnen ein und setzte sie im Zustell- und Bahnhofsdienst ein. Obwohl der Aufbau der als NS-Musterstadt geplanten „Stadt des KdF-Wagens“ voranschritt, erhielt das Postamt damit erneut einen provisorischen Bau. 

Stadtplanausschnitt Stadt des KdF.-Wagens, Stand Oktober 1941. Die Stadt ist südlich des Mittelkanals gebaut. (Das Werk nördlich des Kanals, nicht eingezeichnet) Die beiden Postämter sind eingetragen. Die Hauptpost oben links gegenüber der Cianetti-Halle Rothehofer Straße / Ecke Clausewitzstraße. Das Zweigpostamt im Stadtteil Steimkerberg, unten rechts auf der Karte, Alte Landstraße.

Paketkarten von Stadt des KdF.-Wagens bei Fallersleben mit dem Taxquadrat 1049 sind bekannt von den Postämter 1 und 2, und ohne Postamtsbezeichnung.

Das wahre Gesicht des KdF-Programms veranschaulicht folgendes: Ab 1938 sollte die Massenmotorisierung der deutschen Bevölkerung eingeleitet werden. Dazu wurden Sparkarten für den eigens entwickelten sehr günstigen Volkswagen ausgegeben. Keiner der 336.000 Besteller erhielt jedoch seinen Wagen, die Menschen finanzierten stattdessen mit ihren Spargroschen den Bau des „Kübelwagens“ für den Kriegseinsatz.

Die Stadtverordnetenversammlung von „Wolfsburg“ trat am 25. Mai 1945 zum ersten Mal zusammen und beschloss auf Drängen der Besatzungsmacht die Änderung des bisherigen Stadtnamens „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in „Wolfsburg“. Damit erhielt die Stadt ihren endgültigen Namen nach dem bereits 1302 urkundlich erwähnten Schloss Wolfsburg an der Aller.

Zum 1. Oktober 1951 wurde Wolfsburg kreisfreie Stadt und aus dem Landkreis Gifhorn „ausgekreist“.

Das Volkswagen Werk Wolfsburg, am Mittellandkanal, 2017

„Wolfsburgs Entwicklungsgeschichte ist vielleicht das bewegendste Beispiel dafür, das aus einem überaus fragwürdigen Beginn dennoch eine gute Sache werden kann. Der Volkswagen, ersonnen in der Zeit des bösen Deutschlands, wurde zum Symbol des guten.“ Zitat von Christoph Stölzl

Lesetipp:

In Niedersachsen gibt es zwei Städte mit vergleichsweise jungen Gründungsdaten. Neben Wolfsburg (1945) ist das die ca. 55 km entfernte, südlich gelegene Stadt Salzgitter (1942).

Etwas Buntes zum Abschluss des Artikels. Nicht nur viele Meter Literatur in Bibliotheken füllt das Thema KDF und VW. Auch in den unterschiedlichsten Ecken dieser Welt ist das Thema auf Briefmarken oder Belegen präsent:

Deutsches Reich, 17. Februar 1939, Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung, Berlin, Volkswagen (KDF-Wagen), Michel Nr. 688

Der komplette Briefmarkensatz (Michel Nr. 686-688) mit 6+4 Pf., 12+8 Pf. und obiger 25+10 Pf. wurde in Berlin auf der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung, in Mengen von bis zu zwei ganzen Sätzen beschränkt auf eine Eintrittskarte zur Ausstellung (zu 1,- M) abgegeben. Abgabe nur beim Sonderpostamt vom 17. Februar bis 5. März und von besonderen Markenabgebern innerhalb der Ausstellung, sowie an den Kassen zur Ausstellung. Der Wert für das Auslandsporto zeigt den KdF-Wagen.

Bundesrepublik Deutschland, 5. Dezember 2002, Wohlfahrt, Oldtimer Mobile, VW Käfer 1949, Michel Nr. 2292, mit Bogenrand und Abbildung Käfer

Die folgenden Exemplare aus der Serie Laeders of the World sind angeblich auf Karibik Inseln herausgegeben worden. Vermutlich sind diese Marken nie auf den Inseln verwendet worden, sondern von einer Agentur für den Philamarkt geschaffen worden…, aber halt schöne Zeichnungen.

Nevis, 23. Oktober 1984, Volkswagen/Beetle 1947, Michel Nr. 198 und 199 (Nevis ist eine Insel in der Karibik mit ca. 11.500 Einwohnern)

Saint Lucia, 29. März 1985, KdF 1937, Michel Nr. 742 und 743 (Saint Lucia ist eine Insel in der Karibik mit etwa 184.000 Bewohnern)

Quellen:

  • Die Wolfsburg Saga, Konrad Theiss Verlag GmbH, Stuttgart, 2008
  • „Der Postdienst in der Stadt des KdF-Wagens“, Aller Zeitung vom 4. November 1938
  • „Das neue Postamt eröffnet“, Aller-Zeitung vom 12. Juli 1939
  • „Das Postamt übt Dienst am Kunden“, Aller-Zeitung vom 19. November 1939
  • „Das erste Zweigpostamt errichtet“, Aller-Zeitung vom 5. September 1940
  • Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Goethestr. 10a, 38440 Wolfsburg, https://www.wolfsburg.de/newsroom/2018/04/25/08/22/gemeinschaftslager-postamt und Zeitschrift „Das Archiv“, Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte
  • Arbeitskreis Zukunft braucht Erinnerung, Choriner Str. 23, 10435 Berlin, https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de – abgerufen am 7.2.2022
  • Katalog 1. Ost-Niedersächsische Briefmarkenausstellung in der Volkswagenstadt Wolfsburg, 5. bis 7. November 1966, Kulturzentrum
  • Katalog Wolfsburger Postwertzeichenausstellung, 20. bis 27. Mai 1973, Bürgerhalle im Wolfsburger Rathaus, Die Entwicklung des Postwesens im Raum der Volkswagenstadt, Herbert Engelmann
  • Katalog Landesausstellung Rang 2, Jubiläumsaustellung in der Stadthalle Wolfsburg, 28. und 29. März 1987, Einschreibezettel deutscher Automobilwerke, Wilhelm Bergmann und die Geschichte des Postwesens im heutigen Wolfsburger Raum, Ursula Rumpf
  • Fotos vom Autor September 2017

Amt Delmenhorst

Der Zusatz „Amt“ vor der Ortsbezeichnung macht neugierig.

Das Amt Delmenhorst war ab 1814 ein Verwaltungsbezirk des Großherzogtums Oldenburg und des späteren Freistaats Oldenburg.

Die Bezeichnung Amt war gleichzusetzen mit der eines Landkreises.

Das Amt Delmenhorst wurde 1814 gegründet und ging 1932 weitestgehend im Amt Oldenburg, dem späteren Landkreis Oldenburg auf.

Zum Amt Delmenhorst gehörten, teils temporär:

  • Altenesch
  • Delmenhorst (ab 1855 zur Stadt Delmenhorst)
  • Ganderkesee (ab 1858)
  • Hasbergen (ab 1858)
  • Hude (ab 1858)
  • Schönemoor
  • Stuhr

R-Brief Ganderkesee (Amt Delmenhorst), Poststempel vom 1. Dezember 1941, an das Arbeitsamt in Bremen

R-Zettel Ganderkesee (Amt Delmenhorst), vom obigen Beleg

R-Brief Ganderkesee, Poststempel 19. März 1920 nach Vechta. Dieser R-Zettel mit dem Zusatz Amt Delmenhorst ist ganzseitig gezähnt und weist einen Setzfehler auf: Gandersee statt Ganderkesee.

R-Zettel vom obigen Beleg

R-Brief Grüppenbühren (Amt Delmenhorst) nach Lübeck, Poststempel vom 28. Oktober 1935

R-Zettel Grüppenbühren (Amt Delmenhorst), vom obigen Beleg

Grüppenbühren ist ein Ortsteil von Ganderkesee.

Die R-Zettel wurden auch nach dem Übergang zum Landkreis Oldenburg 1933 weiterverwendet bzw. aufgebraucht.

Delmenhorst und das frühere Amt liegen in direkter Nachbarschaft westlich von Bremen.

Frage:

Kennen Sie weitere R-Zettel mit dem Zusatz Amt Delmenhorst? Über einen Scan würde ich mich sehr freuen!

Fehlliste für R-Zettel aus Niedersachsen

Keine Sammlung ist komplett. Fehllisten können helfen den Überblick zu bewahren um weitere Exemplare zu finden.

Für weitere Artikel suche ich Originale oder Scans, lose oder auf Brief.

Bitte schreiben Sie mir.

Neben der folgenden Auflistung ältere Exemplare, gibt es auch Fehllisten für R-Zettel aus anderen Perioden:

R-Zettel Amtskennzeichen – AKZ

R-Zettel mit zweistelligem Numerator

R-Zettel mit vierstelligen Postleitzahlen, sortiert nach Leitbereichen:

Leitbereich 2

Leitbereich 3

Leitbereich 4

R-Zettel mit FÜNF-stelligen Postleitzahlen 21217 bis 49849

Die abgebildeten R-Zettel sind teilweise Scans aus fremden Sammlungen oder Auktionsangeboten, die für eine bessere Beschreibung der gesuchten R-Zettel sorgen sollen.

Letzte Aktualisierung: 25. September 2022

  • R-Zettel mit der früheren Schreibweise von Coppenbrügge, Landkreis Hameln-Pyrmont: Koppenbrügge
  • R-Zettel mit dem Zusatz Bahnhof, Bhf, Hbhf, Staatsbhf, Reichsbhf oder Hauptbhf.:
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Wunstorf-1-Bahnhof-R-rechtsstehend.jpg
  • Wunstorf 1 (Bahnhof), R rechtsstehend
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Frellstedt-Bahnhof-RZ_000039-1.jpg
  • Frellstedt 1 (Bahnhof) ca. 1920
  • R-Zettel von Braunschweig-Flughafen, gibt es diesen R-Zettel überhaupt?
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fuer-Homepage-Fehlliste-Lueneburg-2-1882-2.jpg
  • R-Zettel Lüneburg 2, ohne „R“, ca. 1882
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist R-Brief-Lehre-Braunschweig-KOS-Hannover-1917-fpr-Fehlliste.jpg
  • R-Zettel Lehre (Braunschweig), „R“ rechtsstehend, ca. 1917
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist s-l1600.jpg
  • Ahmer über Bramsche
  • Dorste über Northeim (Han)
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Duderstadt-2.5.46.jpg
  • Duderstadt,* hinter dem Numerator, 1946
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist emden_000687.jpg
  • Emden Tel
  • Emmerke, Amtsausgabe Hildesheim, R-Typ fett
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Garbsen-üb..jpg
  • (20) Garbsen üb. Seelze
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist gö_000688.jpg
  • Göttingen Flughafen
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Gronau-1024x434.jpg
  • Gronau (Hannover), dieser Typ, Hannover nicht abgekürzt, sondern ausgeschrieben
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist opd_000689.jpg
  • Hannover 1 OPD, OPD=Oberpostdirektion
  • 20a Hannover Messegelände, dieser R-Zettel Typ mit den Unterscheidungsbuchstaben a, c, g und h.
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist psh_000690.jpg
  • Hannover 1, P. Sch. A. N. – Postscheckamt
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 016_000678.jpg
  • Hannover 1 (Postscheckamt) – Postscheckamt in Klammern
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 673_000679.jpg
  • Hannover 1 Postscheckamt – Postscheckamt ohne Klammern
  • Helmstedt-Zonengrenze, Drucktyp Wegener
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist zone_000189.jpg
  • (20b) Helmstedt-Zonengrenze
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Heerte_000041.jpg
  • Heerte Wohnlager über Wolfenbüttel
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Heerte.jpg
  • Heerte Wohnlager über Wolfenbüttel (Salzgitter), ca. 1943
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist göring_000187.jpg
  • Herrmann-Göring-Stadt (Braunschw), heute Salzgitter
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist s-l500.jpg
  • Höltinghausen (Oldb), dieser Typ
  • Jameln über Dannenberg
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Nendorf.jpeg
  • Nendorf über Stolzenau (Weser)
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Oetzen-fuer-Fehlliste-blog.jpg
  • Oetzen über Uelzen (Bz Han)
  • Rotenburg i. Hannover, Amtsausgabe, der R-Zettel ist an einem vierstelligen Numerator und einem * auf dem Zettel zu erkennen.
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Salzgitter_000043.jpg
  • 20b Salzgitter 1 Land
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seelze-Land_001184.jpg
  • (20) Seelze Land, Amtsausgabe
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Stadt-des-KDF-Wagens-6.7.1942-italienischer-Zwangsarbeiter-R-Brief-RZ.jpg
  • Stadt des KDF-Wagens bei Fallersleben 1, Unterscheidungsbuchstabe b, Text zweizeilig
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Stat-d-KdF-Wagens-bei-Fallersleben-1-vww-1.jpg
  • Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben 1, Unterscheidungsbuchstaben vww, Text dreizeilig
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Varel-Amtsausgabe-6.7.1946-Am-Post-17-1979-R-Zettel.jpg
  • Varel (Oldb) Unterscheidungsbuchstabe „A“, Amtsausgabe ca. 1946
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wiesmoor_000051.jpg
  • Blanko R-Zettel Wiesmoor, Ortsangabe mit Stempel, Numerator handschriftlich, dieser Typ mit schmalem Fuß
  • Winnigstedt über Börßum
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 20-Winsen-Aller-25.3.46-RZ-2.jpg
  • Winsen (Aller) mit PLGZ 20
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist wittmund_000048.jpg
  • Blanko R-Zettel Wittmund, Ortsangabe mit Stempel, Numerator handschriftlich

R-Zettel vom Auslande über…:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist deutscher-R-Zettel-Vom-Auslande-ueber-Bp.-1-Hannover-Berlin.jpg

..über Bp. 1 Hannover-Berlin, ca. 1987

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Transvaal-seltener-R-Zettel-Vom-Auslande-ueber-Bp.1-Hildesheim-Berlin.jpg

..über Bp. 1 Hildesheim-Berlin, ca. 1902

R-Stempel:

  • Aerzen
  • Bippen
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist cloppenburg.jpg
  • Cloppenburg, ohne Unterscheidungsbuchstabe
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Cloppenburg_000046.jpg
  • Cloppenburg, UB a
  • Haselünne, mit UB a
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist hemmelte_000045.jpg
  • Hemmelte (Oldenburg)
  • Hilter (Teuteburgerw.)
  • Lindern (Oldb), 1946
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Markhausen-ueber-Friesoythe.jpg
  • Markhausen über Friesoythe
  • Menslage ü. Quakenbrück, ohne UB
  • Molbergen, 1946
  • 23 Nordhorn, ohne UB
  • 23 Nordhorn (Grafsch. Bentheim), mit UB a, a handschriftlich
  • 23 Nordhorn (Grafsch. Bentheim), mit UB a, a gestempelt
  • Osterholz-Scharmbeck, rechter Fuß vom „R“ breit
  • Quakenbrück, mit UB d

  • R-Zettel mit Zusatzbezeichnung:
  • 318 Wolfsburg 1, Unterscheidungsbuchstabe k, Stempel DRESDNER BANK. Unklar, ob dieser R-Zettel ein Selbstbucher ist oder der Stempel „zufällig“ auf dem Zettel gelandet ist. Vorlage auf Beleg wäre hilfreich
  • Reichsausgabe Gandersheim Finanzamt, ca. 1930
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Greifwerke-RZ-1920_000037-1.jpg
  • Goslar Greifwerke, ca. 1920

  • R-Zettel mit vierstelliger Postleitzahl:
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist neuwerk_000186.jpg
  • 2191 Cuxhaven-Insel Neuwerk in schmaler Schrift
  • 2191 Cuxhaven-Insel Neuwerk in fetter Schrift

Umschlag mit RZ – Aufdruck links oberhalb des Fensters, sowie teilweise hineinreichend wegen der aufgedruckten Briefnummer:

  • 3000 Hannover 1 UB: mg, Nutzer: Magdeburger Versicherungen frühestes Datum: 16.11.90
  • 3000 Hannover 51 UB: mg, Nutzer: Magdeburger Versicherungen frühestes Datum: 14.05.92
  • 3012 Langenhagen 7, fester Numerator 107, Unterscheidungsbuchstaben „ex“, Nutzer Expert, ohne Belegdatum

u.v.m.

  • R-Zettel mit fünfstelliger Postleitzahl:
  • Fester Numerator, R-Zettel auf Umschlag gedruckt: 510, UB: mg, 30655 Hannover 51, Nutzer: Vereinigte Versicherungen, Belegdatum ca. 1997
  • Fester Numerator, R-Zettel auf Umschlag gedruckt: 790, UB: bk, 38102 Braunschweig 1, Nutzer 38093 Braunschweig Belegdatum ca. 1995
  • R-Zettel nassklebend mit postamtlichen Zusatzeindruck des Ortsnamens mit fortlaufender Nummerierung von der Rolle: 26138 Oldenburg Niederl. Briefpost, Nutzer: Niederlassung Briefpost, nassklebend

  • Suche Amtskennzeichen (AKZ):
  • Elze, Stempel auf Blanko AKZ 321 Elze Landpoststelle
  • Haste (Han) Land – 12 B 9
  • Salzgitter Ringelheim Land 16 V
  • Salzgitter Ringelheim Land 16 T
  • Westerstede Lkp – 9 F 2

Braunschweig Sammlermarkenstelle

Zu verschiedenen Zeiten gab es in Deutschland Versandstellen für Postwertzeichen.

Bekannt ist die Versandstelle in Berlin, die zur Zeit des Deutsches Reiches auch Briefmarken aus den Kolonien (Kolonial – Wertzeichenstelle) an Sammler oder sonstige Käufer lieferte. Und die Versandstelle in Frankfurt am Main lieferte auch Marken der Deutschen Bundespost Berlin an Interessierte.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es verschiedene Standorte, von denen aber nur acht gleichzeitig aktiv waren.

Neben Berlin-West (ab 18. Juni 1946 bis 2010, Goethestr. 12) gab es auch eine Versandstelle in Berlin- Ost (ab 8. Juli 1947 bis 1990).

In der Amerikanischen Zone wurden Briefmarken aus Frankfurt (ab 17. Juni 1947, letzte Adresse: Zeil 108/110) und aus Stuttgart (1947, zeitweise) geliefert.

Standorte in der Französischen Zone waren Freiburg (5. Oktober 1947 bis 23. Dezember 1949), Tübingen (6. Dezember 1946 bis 5. Mai 1949), Ebingen (2. Mai 1948 bis 6. Dezember 1949), Koblenz (3. Mai 1946 bis 31. Dezember 1949) und Saarbrücken (30. März 1948 bis 23. August 1959).

Die Daten basieren auf Belegen von Sammlern und geben nicht abschließend die echten Öffnungszeiten der Versandstellen wieder.

In der Britischen Zone gab es eine Sammlermarkenstelle in Braunschweig (August 1947 bis Juli 1948) beim Postamt 1.

Warum wurde eine Versandstelle in Braunschweig eingerichtet?

Basis dafür war die Gebietswertzeichenstelle Braunschweig, die die bei der Staatsdruckerei Berlin gedruckten Briefmarken auf die Oberpostdirektion der Britischen Zone, später auch der amerikanischen Zone aufteilte. Der Versandorganisation für Postwertzeichen stand eine ähnlich aufgebaute Versandorganisation für postalische Formblätter zur Seite.

Die OPD Braunschweig gründete 1947 eine Versandstelle für Sammlermarken, um die hohe Nachfrage nach Sondermarken und höhere Wertstufen zu bedienen. Die Versandstelle war organisatorisch der Gebietswertzeichenstelle angegliedert. Diese konnte eine Anzahl von Postbediensteten beschäftigen, die durch die Beendigung der Wertzeichenherstellung bei der Druckerei Westermann ohne Beschäftigung waren. Die Versandstelle bestand mit beachtlichen Umsätzen über die Währungsreform (20. Juni 1948) hinaus.

Beim Versand der Briefmarken kam beim Versand als Einschreiben, statt eines Einschreibzettels, ein R-Stempel zum Einsatz.

R-Brief (20b) Braunschweig Sammlermarkenstelle, R-Stempel mit handschriftlichem Numerator, Poststempel vom 19. August 1947, Nachnahme, Postsache, Brief nach Köln-Bickendorf

R- Stempel vom obigen Beleg, Höhe 18 mm, Breite 62 mm, Stempel mit Postleitgebietszahl 20.

Rückseite des Beleges, Absenderstempel: Sammlermarkenstelle Braunschweig

Ein weiterer Beleg der Sammlermarkenstempel zeigt einen R-Stempel in einem größeren Format und ohne PLGZ:

R-Brief Braunschweig Sammlermarkenstelle, R-Stempel mit handschriftlichem Numerator, Poststempel vom 23. August 1947, Nachnahme, Postsache, Brief innerorts

R-Stempel vom obigen Beleg, Höhe 24 mm, Breite 62 mm, Stempel ohne Postleitgebietszahl

Beilage in diesem Briefumschlag von der Sammlermarkenstelle Braunschweig an den Empfänger:

„Betr. Ihren Dauerauftrag, Wir übersenden Ihnen die gewünschten Marken. Ihrem Antrag auf Eintragung als Dauerbezieher können wir jedoch nicht mehr entsprechen, da wir unseren Betrieb im Hinblick auf die Eröffnung der Versandstelle für Sammlermarken bei der Oberpostdirektion Frankfurt (Main) auflösen müssen. Wir bitten Sie, sich wegen des Dauerbezugs an die Versandstelle in Frankfurt (Main) zu wenden. Einzelaufträge, insbesondere auch über Ziffernmarken, können wir bis auf weiteres noch ausführen.“ (23.8.1947)

Der R-Stempel „Braunschweig Sammlermarkenstelle“ kann aktuell in dem Zeitraum vom 19. Mai 1947 bis 3. März 1948 mit Belegkopien nachgewiesen werden. Dieser Stempel ist als Selbstbucher einzuordnen.

Die Einsatzzeiten des schmalen und breiten Stempels überschneiden sich.

Belegt ist ein Brief der Sammlermarkenstelle vom Juni 1948 mit R-Zettel der Einheitsausgabe Braunschweig 1.

Weitere Versandstellen gab es in Halle für die Provinz Sachsen, Leipzig für West-Sachsen und Schwerin für Mecklenburg-Vorpommern.

Im Jahre 2022 gibt es in Deutschland nur noch eine Versandstelle, die Niederlassung Postphilatelie in Weiden in der Oberpfalz/Bayern (Eröffnet 1980).

Lesetipp:

Weitere R-Stempel aus der Bizone finden Sie hier.

Quellen:

  • AM-Post Sammler, Heft 69, Bundesarbeitsgemeinschaft AM-Post, Rolf Ritter
  • 100 Jahre Oberpostdirektion Braunschweig, 1898 bis 1998
  • Deutsche Briefmarken Zeitung DBZ, Heft 2, 2022, Dr. Paetzold

Friedrich-August-Hütte, Nordenham

Ein Beleg aus dem Jahr 1941 gibt Gelegenheit sich mit Friedrich-August-Hütte zu beschäftigen. Friedrich-August-Hütte ist ein Stadtteil von Nordenham im Landkreis Wesermarsch.

Einschreibbrief mit Poststempel Friedrich-August-Hütte (OLDB) vom 23. November 1941, Auslands R-Brief nach Liege, Belgien. Beleg mit OKW-Zensur und Lager Zensur Stempel „geprüft“. (OKW= Oberkommando der Wehrmacht)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist FAH-2_002797.jpg

R-Zettel vom obigen Beleg mit Kürzel (Oldb)

Die Abkürzung „Oldb“ steht für den Freistaat Oldenburg und nicht für die Stadt Oldenburg.

Der Stadtteil ist benannt nach Großherzog Friedrich August von Oldenburg und einer gleichnamigen Zink- und Bleihütte.

Ein Kartenausschnitt von 1910 beschreibt die Lage von Friedrich-August-Hütte direkt an der Weser. Rechter Nachbar der Hütte ist die Superphosphatfabrik. Rechts daneben die Frerische Werft

(Zum besseren Leseverständnis: die aufgeführten Orte Atens, Blexen, Einswarden und Friedrich-August-Hütte gehören heute zu den 35 Ortsteilen von Nordenham.)

Am 1. Mai 1908 wurde Nordenham im Großherzogtum Oldenburg zur Stadt II. Klasse erhoben.

Im Juli 1908 nahm der erste Zinkofen den Betrieb auf, am 8. September 1908 gestattete es der Großherzog, den Betrieb nach ihm Friedrich-August-Hütte zu nennen. Am 12. März 1912 genehmigte die großherzogliche Regierung den Bau einer Bleihütte, am 20. Dezember 1914 wurde auch die Verarbeitung von Bleierzen genehmigt.

Die Zink- und Bleihütte wechselte mehrmals den Besitzer.

1933 wurde der Ort zusammen mit der Gemeinde Blexen in die Stadt Nordenham eingemeindet. Nordenham liegt an der Weser, schräg gegenüber von Bremerhaven, fast an der Mündung der Weser.

Während des zweiten Weltkrieges waren ca. tausend Menschen in Nordenham als Zwangsarbeiter eingesetzt.

In Nordenham sind sechs Zwangsarbeiterlager bekannt: Die Weserflug (Flugzeughersteller) unterhielt Lager in Blexen (an der Papenkuhle) in Friedrich-August-Hütte und an der Adolf-Vinnen-Straße. Die Lager Midgard, Adena und Seekabelwerk standen ebenfalls in Nordenham. Weitere Standorte sind das Lager Haverkiel in Blexersande, in Friedrich-August-Hütte die Sammelunterkunft „Ledigenwohnheim“ und die Gemeinschaftsunterkünfte „Volkers II“, außerdem die „Strandhalle“ in Großensiel.

Beispielhafte Abbildung eines Barackenlagers in Nordenham, das Lager Haverkiel, ca. 1941. Auf dem Schild steht „Blindgänger Lebensgefahr“

Im Lager Haverkiel waren Zwangsarbeiter aus Belgien, Frankreich, Niederlande und Polen untergebracht. Diese Zwangsarbeiter arbeiteten bei der „Weserflug“. Nach Kriegsende waren erst kanadische, später amerikanische Besatzungssoldaten einquartiert. Abriss der Baracken etwa 1960.

Die Rückseite des obigen Beleges:

Rückseite vom obigen Beleg mit Absenderangabe im Lager: Pietra Joseph, …..Lager, Herdejürgen Harmsen, Friedrich August Hütte, i Old, Nord Deutschland

Leider kann ich den Namen des Lagers in der Absenderangabe nicht entziffern. Können Sie bitte helfen?

Weitere Informationen über Herrn Joseph Pietra liefert das Archiv des Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen: Herr Pietra wurde am 24. Mai 1883 geboren und wird als belgischer Staatsangehöriger geführt. Aufenthalt im Wohnlager Herdejürgen & Harmsen von 16. September 1940 bis 16. Januar 1942.

(Anmerkung: in dem Archiv des Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen wird auch ein Herr Josef Pietra (Josef nicht Joseph) als ein italienischer Staatsbürger aus Cremona mit gleichem Geburtsdatum geführt. Die Antwort des Archivs im Februar 2022 konnte den Sachverhalt nicht weiter aufklären.)

Von der Bauunternehmung Herdejürgen & Harmsen, Nordenham wurde mir freundlicherweise aus den firmeneigenen Unterlagen eine Personalkarte von Herrn Josf (vermutlich Tippfehler: Josef) Pietra zur Verfügung gestellt.

Er hat von 1940 bis 1942 als Zimmermann auf einer Baustelle in Wesermünde (heute Bremerhaven) gearbeitet. Vermutlich hat Herr Pietra im Wohnlager Haverkiel in Friedrich August Hütte gelebt.

Personalkarte von Herrn Josef Pietra, zur Verfügung gestellt von der Bauunternehmung Herdejürgen & Harmsen, Nordenham

Zum Thema Post:

Poststellen-II-Stempel von „Friedrich-August-Hütte (Nordenham)“ von 1910 und „Friedrich-August Hütte über Hude-Blexen“ von 1934 sind belegt.

R-Briefe aus Friedrich-August-Hütte aus den Jahren 1945 und 1947 mit dreizeiliger Ortsangabe sind bekannt:

Schwarz weiß Abbildung eines R-Zettels mit dreizeiligem Text Friedrich-August-Hütte (Oldb), 30. Oktober 1947, Aufbrauch der Reichausgabe

Die obige Abbildung ist mit freundlicher Genehmigung dem Rundbrief 45, April 2008 der Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land entnommen.

In der Literatur und in Postverzeichnissen gibt es leider wenig Material über Friedrich-August-Hütte.

Dem Ortsverzeichnis I, Verzeichnis der Postanstalten, Eisenbahn- und Dampfschiffstationen im Deutschen Reich ist 1938 folgender Eintrag zu entnehmen:

Eintrag Friedrich-August-Hütte über Hude-Blexen. Das Dreieck vor der Ortsbezeichnung bezeichnet eine Poststelle

Im selbigen Verzeichnis 1940 wird Friedrich-August-Hütte als Poststelle 1 geführt. 1941 bis 1943 ist hier ein „ZdA“ gelistet, ein Zweigpostamt des Amtes Nordenham.

Um die Thematik Lager und Zwangsarbeiter besser einordnen zu können, ein Exkurs zur Industriegeschichte, soweit Friedrich-August-Hütte Erwähnung findet.

In den „Postgeschichtlichen Blättern Weser-Ems“ gibt der dortige Autor einen Einblick in die Situation, aus dem Blickwinkel des Jahres 1958:

„Die Weiterführung der Eisenbahnlinie Hude-Nordenham bis Blexen im Jahre 1904 zog weitere Industriegründungen nach sich. Die neuen Werke lagen zwar auf Blexer Gebiet, trugen aber infolge ihrer Nähe wesentlich zum Aufblühen Nordenhams bei. Gedacht ist dabei besonders an die 1905 errichte „Schiffswerft Frerichs AG“ in Einswarden und an die 1906 gegründete „Metallwerke Unterweser AG“ in Friedrich-August-Hütte, die überseeische Blei- und Zinkerze verhütten und das Rohmetall an die Industrie verkaufen. Zu erwähnen ist ferner die „Superphosphat AG“, die 1907 in Friedrich-August-Hütte ins Leben gerufen worden ist und die Herstellung und Bearbeitung von Düngemitteln und anderen Chemikalien betreibt mit Hilfe der in den benachbarten „Metallwerken“ anfallenden Schwefelsäure. Nicht zu Unrecht sprach man damals von Nordenham und seiner Umgebung als der „Zukunftsecke des Oldenburger Landes“.“

„In den Jahren nach 1933 wirkten sich Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Rüstungsaufträge der Reichsregierung bis in unser Gebiet aus. Die „Weser“-Flugzeugbau GmbH errichte Zweigbetriebe in Einswarden in den brachliegenden Hallen der stillgelegten Frerichswerft und in Friedrich-August-Hütte auf dem Gelände der früheren Oldenburger Werft, auf dem 1936 bis 1938 ein Segelfliegerhorst untergebracht war.“

„Dem wirtschaftlichen Aufschwung und der Vollbeschäftigung infolge der gewaltigen Rüstung in den Kriegsjahren, folgte der Zusammenbruch nach dem zweiten Weltkrieg. Zwar waren Nordenhams Industrie- und Hafenanlagen vom Krieg verschont geblieben und nur wenige Häuser zerstört worden, doch die Schlote rauchten nicht mehr, die deutsche Handelsflotte war versenkt oder abgeliefert, der Schiffsverkehr lag darnieder, die Demontage der Werke drohte. Die gesamte Wesermarsch wurde zum Notstandsgebiet erklärt, und erst lange nach der Währungsreform von 1948 erholte sich Nordenhams Wirtschaft allmählich. … In leerstehende Hallen der „Weser“-Flugzeugbau GmbH in Friedrich-August-Hütte stellt seit 1949 das Werk Nordenham der „Felten & Guillaume Carlswerk AG“ Köln-Mülheim Kabelarmaturen, Schaltgeräte und Elektrokarren her. … Neben den ausgedehnten Tanklagern der Firmen „ESSO“ in Nordenham und „Shell“ in Blexen entstand ein drittes in Friedrich-August-Hütte, dass der „Mobiloel AG“ gehört, bei dem die größten Tanker löschen können.“

Nordenham gehörte im Jahre 1945, wie Bremen, Brake und Bremerhaven, zum amerikanischen Besatzungsgebiet, das mitten in der britischen Zone lag. Ab 1946 stand Nordenham unter britischer Militärverwaltung.

Der Ausschnitt aus einer topografischen Karte zeigt die Lage von Friedrich August Hütte als einem nördlichen Stadtteil von Nordenham, an der Weser, schräg gegenüber von Bremerhaven

Das ehemalige Postamt (Poststelle I) in der Hüttenstr. 6, Aufnahme ca. 1978

Mit den allgemeinen Veränderungen bei der Post wurde aus dem Stadtteil Friedrich-August-Hütte 2890 Nordenham 16:

Zwei verschiedene R-Zettel (Schriftart) vom Postamt 2890 Nordenham 16

…und ab 1. Juli 1993 26954 Nordenham 16:

R-Zettel mit fünfstelliger Postleitzahl 26954 Nordenham 16

Das Postangebot in Friedrich-August-Hütte wird aktuell über „Partnerfilialen“ organisiert: seit dem 1. April 2017 in der Firma Fitness Bodywork, Martin-Pauls-Str. 160. Davor im Kiosk FAH, Hoher Weg 21.

Der Name des Stadtteils (Hütte) findet sich auch heute an dem Standort in einer Firmenbezeichnung wieder:

Hinweisschild zur Nordenhamer Zinkhütte GmbH

Das Haupttor zum Firmengelände

Die Nordenhamer Zinkhütte GmbH, Glencore Company

Nachsatz:

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Postgeschichte und nicht mit der Frage der Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges. Zu diesem Thema gibt es wissenschaftliche Literatur, auf die ich Sie verweise.

Quellen:

  • Ortsverzeichnis I, Verzeichnis der Postanstalten, Eisenbahn- und Dampfschiffstationen im Deutschen Reich, Ausgabe 1936 bis Ausgabe 1943
  • Postgeschichtliche Blätter Weser-Ems, 1958, Die Post in Nordenham, Heinz Schatte
  • Topografischer Atlas, Niedersachsen und Bremen, 1977, Karl Wachholtz Verlag, Neumünster
  • Helmut Reins, Nordenham, Foto vom Postamt, 1978
  • Ortsverzeichnis Post (OV Post), Deutsche Bundespost, verschiedene Jahrgänge, u.a. 1980, 1991
  • Chronik, 50 Jahre Siedlergemeinschaft Friedrich-August-Hütte, 1941-1991
  • Kreiszeitung Wesermarsch, 27. Mai 2000, „Zwangsarbeit in der Wesermarsch“
  • Nord-West Zeitung, 18. Juni 2005, Henning Bielefeld, „Ein Dorf schlüsselfertig gebaut“, NWZ-online
  • Rundbrief 45, April 2008 der Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Oldenburger Land e.V.
  • Nord-West Zeitung, 23. April 2008, Henning Bielefeld
  • Holger Frerichs, Varel
  • Dieter Folgmann, Herdejürgen & Harmsen Baugesellschaft mbH & Co KG, Nordenham
  • Archiv Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, https://collections.arolsen-archives.org/de/search
  • Fotos vom Autor, September 2018 und Januar 2022

Die Leistungsschau in Osnabrück

Eine Messe 1950 in Osnabrück.

Die Osnabrücker Leistungsschau „Zwischen Emsland und Westfalen“ fand vom 27. Mai bis 11. Juni 1950 auf dem „Schwarzen Platz“ statt. Bereits 1948 hatte es eine entsprechende Veranstaltung auf dem Domplatz gegeben.

Fünf Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs und ein Jahr nach Gründung der Bundesrepublik unternahmen Aussteller und Besucher 16 Tage lang erneut den Versuch den Aufbau und die Normalität in Angebot und Nachfrage abzubilden.

Im Amtsblatt wird das Sonderpostamt zur Messe angekündigt:

Amtsblatt des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen, Ausgabe 8/1950 vom 3. Mai 1950

Ankündigung des Sonderpostamtes als Zweigpostamt des Postamtes Osnabrück 1

R-Brief 23 Osnabrück Leistungsschau nach 23 Bremen, Sonderstempel vom 4.Juni 1950. Sonder-R-Zettel mit Stempel 23 Osnabrück Leistungsschau auf Blanko Vorlage.

R-Zettel vom obigen Beleg

Waren die beteiligten Partner erfolgreich?

Die Ausstellung fand in sieben Zelten und auf dem Außengelände statt.

Mit Autos und Pferdewagen wurden die Ausstellungsgegenstände herangebracht. Neben den alteingesessenen Betrieben der Region waren auch ostvertriebene Unternehmer präsent.

Erwachsene zahlten 75 Pfennige für den Eintritt.

Wie hoch die Erwartungen an die Leistungsschau gewesen sind, zeigt sich beispielhaft an einem Grußwort des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB):

Als Vertreter der Gewerkschaften begrüße ich jede Anstrengung durch Auftrieb der Wirtschaft Arbeitsplätze wieder zu besetzen oder neue Arbeitsplätze zu erschließen. Im Übrigen erwartet die breite Masse von der Leistungsschau auch, daß sie die Preise günstig beeinflußt und so die vorhandenen Spanne in der Lohn- und Preisbildung mildert.“

Aussteller waren u.a. Handwerksbetriebe, Einzelhändler, Industrievertreter und KFZ-Anbieter.

Bei der Sonderausstellung auf dem Domhof präsentierten sich verschiedene Kraftfahrzeugmarken, wie die auch heute noch bekannten Marken Opel (Opel Blitz Schnelllastwagen), Ford (Taunus), Mercedes und Volkswagen. Außerdem waren Büssing (Spezial- und Kommunalfahrzeuge), Hanomag (Diesel-Schnelllastwagen), Tempo (Hanseat-Kombi-Wagen und Matador Omnibus für 11 Personen), Kraus-Maffei (Omnibus) und Kleinschnittger (Kleinstwagen) vertreten.

Die Ausstellung wurde vom Osnabrücker Oberbürgermeister Heinrich Herlitzius eröffnet.

Der Sonderstempel am 31. Mai 1950 von dieser Veranstaltung: (23) Osnabrück, Leistungsschau 1950, Abbildung Rathaus Osnabrück, 27. Mai bis 11. Juni 1950

Eine Reklamemarke zur Leistungsschau in Osnabrück, Wir stellen aus! Abbildung Rathaus, Daten wie oben

Der „Schwarzen Platz“ lag an der Natruper Straße. Die Benutzung dieses Platzes spiegelt auch ein wenig die Geschichte der Stadt wieder. Zu Kaisers Zeiten wurde dieser als Exerzierplatz gebraucht. Nach der Nutzung durch Messen oder Vermietung an Firmen, fanden hier z.B. von 1955 bis 1961 Jahrmärkte statt. 1961 entschied der Rat der Stadt hier das zweite Osnabrücker Hallenbad bauen zu lassen. Im Februar 2005 wurde dieses Niedersachsenbad geschlossen und im Folgejahr abgerissen. Nach der Nutzung als Parkfläche steht heute hier ein „Combi Verbrauchermarkt“ der Fa. Bünting in der Natruper Str. 24.

Quellen:

  • Amtsblatt des Bundesministeriums für Post- und Fernmeldewesen, Ausgabe 8/ 1950 vom 3.5.1950
  • Neuen Tagespost (NT), 27. Mai und 30. Mai 1950, Redaktionsarchiv der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)
  • Neue Osnabrücker Zeitung, 22. Mai 2016, Joachim Dierks, „Einkaufen statt Schwimmen“, Redaktionsarchiv der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)

Offene Punkte und Fragen:

  • Gibt es zur Leistungsschau 1950 in Osnabrück in den Archiven und Bibliotheken einen Ausstellungskatalog? Ich würde mich über einen Hinweis sehr freuen!
  • Gibt es Fotos vom Stand der Deutschen Bundespost auf der Messe in Osnabrück?


Die „Braune Messe“ in Oldenburg (Oldb.)

Sonderstempel und Sonderpostämter in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945 sind unter dem Einfluss der Nationalsozialisten zu sehen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel Abbildungen und Propaganda aus dem Dritten Reich enthält.

Und bitte beachten Sie §86 und §86a Strafgesetzbuch. Sie versichern die Abbildungen aus der Zeit des III. Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken zu lesen oder weiter zu verarbeiten.

Was war eine Braune Messe?

Der Nationalsozialistische Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand, der im August 1933 in die Nationalsozialistische Handwerks-, Handels- und Gewerbeorganisation (NS-HAGO) überführt wurde, hatte das offizielle Ziel den Mittelstand zu stärken.

Zu diesem Zweck organisierte die Organisation Boykottaktionen gegen jüdische Warenhäuser und Großunternehmen.

Die Braunen Messen waren propagandistisch vorbereitete Leistungsschauen der regionalen nichtjüdischen Wirtschaft auf Gau-Ebene. Sie dienten nicht nur dem Aufschwung des wirtschaftlichen Handels, sondern auch dem organisierten Kampf gegen jüdische Geschäfte und Händler, die von einer Teilnahme ausgeschlossen waren und die im Rahmen dieser vielerorts stattfindenden Braunen Messen diffamiert wurden, indem behauptet wurde, dass Juden ihre Kunden betrügen würden und wer bei einem Juden kaufe, dem deutschen Händler und damit Deutschland schade.

Wundern Sie sich, warum die Stadt die amtliche Bezeichnung „Oldenburg (Oldb)“ als Abkürzung für „Oldenburg in Oldenburg“ führt? Als ehemalige Hauptstadt des Landes Oldenburg soll so eine Unterscheidung zu Oldenburg in Schleswig-Holstein erfolgen.

In Oldenburg (Oldb) wurde die Braune Messe vom 15. bis 23. September 1934 veranstaltet:

R-Brief vom 20. September 1934, R-Zettel Oldenburg (Oldb.) 2 mit Stempel Oldenburg (Oldb) Braune Messe. Poststempel mit Zusatz Braune Messe, Brief nach Görlitz mit Luftpost Par Avion

R-Zettel vom obigen Beleg

Das Amtsblatt des Reichpostministeriums gibt bekannt:

Im Amtsblatt des Reichspostministeriums, den Bekanntmachungen der Deutsches Reichspost, Ausgabe 77 vom 31. August 1934 wird u.a. die Einrichtung einer Sonderpostanstalt in Oldenburg bekanntgegeben.

Bekanntmachung Nr. 1386/1934. Einrichtung einer Sonderpostanstalt in Oldenburg (Oldb). Aus Anlaß der Braunen Messe 1934 in Oldenburg (Oldb) wird auf dem Messegelände daselbst für die Zeit vom 15. bis 23. September eine PAnst als ZwPA (Zweigpostamt) eingerichtet, die einen Aufgabestempel mit der Inschrift „Oldenburg (Oldb) Braune Messe“ verwendet. Sie befaßt sich mit dem Verkauf von Postwertzeichen, der Annahme von Briefsendungen aller Art, Zahlkarten, Postanweisungen und Telegrammen, der Vermittlung von Gesprächen, der Ausgabe von postlagernden Briefsendungen und Telegrammen, die an die PAnst (Postanstalt) gerichtet sind, und der Auszahlung von Postreiseschecken und postlagernden Postanweisungen.

Welche Aussteller waren auf der Braunen Messe in Oldenburg auf dem Pferdemarkt vertreten?

  • Der Einzelhandel in den Hallen 1, 2 und 3 (Textilwaren, Reichsluftschutzbund, Automobile, Motorräder, Fahrräder, Lebensmittel- und Kolonialwarengeschäfte, Öfen, Bilder, Bücher, Puddings, Haushaltsgegenstände, Nähmaschinen, Büromöbel, Schreibmaschinen, Kaffee, Zigarren, lebende und tote Fische, Edelmost, Alkohol, Teppiche, Gardinen und Juwelierwaren – Anmerkung des Autors: Aufzählung in dieser ReihenfolgeDie Hallen waren Zelte) Zeichnungen von der Höheren Technischen Lehranstalt
  • Der Großhandel in einem besonderen Zelt
  • Deutsche Reichsbahn mit elektrischer Modellbahn, Model des modernen Verschiebebahnhofes in Osterburg (Stadtteil von Oldenburg), Fahrkartendrucker, Fahrzeug zur Beförderung eines vollen Güterwagens

Das fahrbare Anschlußgleis, das auf der anderen Seite des Pferdemarktes steht. Es ist ein technisches Wunder. Am Nachmittag wurde dieses Fahrzeug mit Musik durch Straßen Oldenburgs gefahren und man war erstaunt, wie wendig es sich durch die engen Straßen schlängelte, wie sicher und ruhig es fuhr, ohne jede Erschütterung.“ Zitat und Foto aus dem Jeversches Wochenblatt vom 18. September 1934:

  • Deutsche Reichspost mit Messe-Postamt und einem Stand in Zelt 5, als kleines Postamt im Hause. Mit Frankotyp Maschine, Briefwaagen und dem Telegraphie- und Fernsprechwesen
  • Zelt 6 die N.S. Frauenschaft, N.S. Volkswohlfahrt
  • weiteres Zelt u.a. mit Reichsnährstand, der Bauer als Lebensquell des Volkes, Haushaltsschule Schloß Neuenburg, Landwirtschaftliche Haushaltungsschule Marienhain, Schau der Oldenburger Imkerschule
  • Zelt des Oldenburger Handwerks, u.a. mit einem Stand des Arbeitsamts
  • und viel Propaganda…. für wohl über 50.000 Besucher

Nicht nur in Oldenburg, sondern auch in anderen Städten im Deutschen Reich wurden Messen mit dem Namen „Braune Messe“ veranstaltet.

Einige dieser Veranstaltungen sind durch eine Sonderpostanstalt, einen Sonderstempel, einige nur durch Plakate, Abzeichen oder Vignetten dokumentiert:

  • Aalen (Württemberg), 10. bis 19. August 1934 NS-Verbraucherausstellung Braune Messe – Deutsche Woche
  • Alfeld, 17. bis 25. Juni 1934, Braune Messe – Deutsche Woche, Alfelder Festwoche verbunden mit Bezirkstierschau, Reit- und Fahrturnier
  • Bad Freienwalde, 3. bis 6. Dezember 1933, Braune Messe, organisiert von der Ortsgruppe der NS-HAGO
  • Bamberg, 28. Juli bis 12. August 1934, Oberfränkische Braune Messe und 3. bis 19. August 1935
  • Bremen, 9. bis 24. Juni 1934, Braune Hansa Messe
  • Breslau, 14. bis 22. Oktober 1933, Große Braune Landes-Messe Schlesien und 15. bis 23. September 1934 und 5. bis 13. Oktober 1935, Braune Herbstmesse – Deutsche Woche (Breslau heute Wrocław, Polen)
  • Beuthen OS, Oberschlesien, 9. bis 17. Mai 1936, Veranstalter Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda, Berlin (Beuthen, heute Bytom, Polen)
  • Danzig, 1934, Braune Messe, 2. BMD, „Ich gab Arbeit“, Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe (Danzig, heute Gdańsk, Polen)
  • Dresden, 1933, Braune Messe, im Zeichen der Verbundenheit von Stadt und Land, Ausstellungspalast, unter zahlreicher Beteiligung von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden sowie der NSDAP
  • Duisburg-Hamborn, 15. bis 23. Oktober 1933, Besucht die 1. Braune Messe am Niederrhein
  • Essen, 15. September bis 7. Oktober 1934, Braune Messe Essen, Deutsche Arbeit im Deutschen Westen
  • Frankfurt, 1933 und 1934, Braune Messe, organisiert von NS-Hago mit entsprechendem Propagandaaufwand, Handwerk und andere mittelständische Branchen
  • Freiburg, 23. Juni bis 4. Juli 1934, 1. Oberbadische Braune Messe
  • Forst (Lausitz), 29. April bis 6. Mai 1934, Braune Landes- und Industrie-Messe – Deutsche Woche, Schützenplatz
  • Geislingen Stg., 1934 Braune Messe – Deutsche Woche (Stg. = Stuttgart)
  • Gera 16. bis 25. September 1934, Ostthüringer Braune Messe
  • Halle (Saale), 18. Mai bis 4. Juni 1935, Mitteldeutsche Braune Messe
  • Hamburg, 8. bis 25. September 1933, (300.000 Besucher) Braune Messe der NS-HAGO auf der Cap Polonio als Messeschiff, Kreuzfahrtschiff – wegen Weltwirtschaftskrise von 1931 bis 1933 nicht in Betrieb

Luxus-Passagierschiff Cap Polonio, 1914-1935

  • Hannover, 23. November bis 3. Dezember 1933, Braune Messe, Stadthalle, mit Ehrenhof des Deutschen Handwerks, Wertvolle Trachtenschau, SA-Konzerte
  • Hof, 19. bis 27. September 1936, Oberfränkische Braune Messe
  • Karlsruhe, 15. September bis 1. Oktober 1934, 2. N.S. Grenzland Werbemesse, Braune Messe – Deutsche Woche
  • Kiel, 27. September bis 8. Oktober 1934, Braune Messe – Deutsche Woche Kiel
  • Köln, 1. bis 10. Juli 1934, Ausstellung Braune Messe – Deutsche Woche, (Sonderpostamt 29. Juni bis 11. Juli 1934), Schwimmende Braune Messe am Rhein (vermutlich Köln)
  • Kolberg, 16. bis 27. Mai 1934?, Besucht die Braune Messe an der Ostsee (Kolberg, heute Kołobrzeg, Polen)
  • Köthen Anh., 8. bis 15. April 1934, Braune Messe
  • Landau Pfalz, 19. bis 28. Oktober 1935, 2. Südpfälzische Braune Herbst-Messe, wann fand die 1. Messe statt?
  • Leer Ostfriesland, 24. August bis 1. September 1935, Braune Messe
  • Leipzig, Herbst 1933, Braune Großmesse
  • Limburg an der Lahn, 11. bis 19. Mai 1935, Braune Messe
  • Lörrach, 10. bis 18. Ausgust 1935, 2. Braune Grenzland Messe, wann fand die 1. Messe statt?
  • Luckenwalde, 11. bis 15. Oktober 1934 oder 1935?, Besucht die Braune Werbe-Messe für Luckenwalde
  • Magdeburg, 1. bis 31. Mai 1934, Besucht die Braune Messe Deutsche Woche Revolutionsschau
  • Mannheim, Ausstellung Braune Messe, 8. April bis 13. Mai 1934
  • Meppen, 3. bis 10. Juni 1934, Braune Messe, Emslandmesse
  • Minden, 1934, Braune Messe
  • Neubrandenburg, 1933, Braune Messe – Große mecklenburgische Landesmesse

Sonderstempel Oldenburg (Oldb) Braune Messe vom 21. September 1934

  • Oldenburg, 15. bis 23. September 1934, Ausstellung Braune Messe
  • Osnabrück, 1933 Gebietsaufmarsch Braune Messe (94.000 Besucher) und 21. September bis 3. Oktober 1935 Braune Messe
  • Siegen, 1933, Jahrhundertfeier, Braune Messe, Deutsche Woche, 5. Ausstellung des Kultur- und Gewerbevereins des Kreises Siegen 1833 -1933 und 2. Braune Messe des Siegerlandes, 26. September bis 6. Oktober 1935 in Siegen-Eintracht
  • Stettin, 29. September bis 8. Oktober 1933, Besucht und beschickt die große Braune Messe (Stettin, heute Szczecin, Polen)
  • Straubing, Jahr bisher unbekannt, Volksfest Straubing, Fest der Ostmark, Verbraucherausstellung (das Volksfest wurde zu Propagandazwecken missbraucht, wie wohl alle andere Messeplätze auch)
  • Stuttgart, 1934, II. Braune Messe – Deutsche Woche
  • Torgau, 23. bis 30. Juni 1935, Veranstalter Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda, Berlin
  • Waldenburg, 30. März bis 7. April 1934, Braune Messe, „Ich gab Arbeit“ (Waldenburg, heute Wałbrzych, Polen)
  • Weimar, 30. März bis 7. April 1935, Veranstalter Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda, Berlin
  • Wilhelmshaven-Rüstringen, 7. is 15. April 1934, Braune Messe – Deutsche Messe
  • Worms am Rhein, 4. bis 12. November 1933, Braune Messe
  • Würzburg, 9. bis 21. Mai 1934, Fränkische Braune Messe

Vermutlich ist diese Aufstellung nicht vollständig. Philatelistische Nachträge sind erwünscht.

Quellen:

  • Deutsche Digitale Bibliothek, https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de
  • Landesbibliothek Oldenburg – Jeversches Wochenblatt, 22. 2., 13.7., 11.9., 12.9., 18.9. alle 1934
  • Landesbibliothek Oldenburg, Sammlung Regionalliteratur
  • Die Sonderpostämter der Deutschen Reichspost 1933 – 1945, nach den Amtsblättern des Reichspostministeriums, Band 1. 1933 – 39, Sonderheft Arbeitsgemeinschaft R- und V-Zettel e.V., Wolfgang Reck und Dr. Friedrich W. Schembra, 1995

Informativ:

  • Zeitungen 1934 in Oldenburg: Oldenburger Nachrichten und Oldenburgische Staatszeitung, Gau Weser-Ems

Offene Fragen:

  • Gibt es Fotos vom Stand der Reichspost auf der Messe in Oldenburg?
  • Gibt es einen archivierten Ausstellungführer, Ausstellungskatalog, Ausstellungsflugblatt etc. von der Messe in Oldenburg 1934?