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Amtsausgabe Hildesheim

amtsausgabe-hi-foto

In diesem Beitrag geht es nur auf den ersten Blick um einen R-Brief von Hildesheim nach Düsseldorf, mit Poststempel vom 27. Juli 1946.

Durch die Kenntnis dieses abgebildeten R-Zettels von Hildesheim 1, Numerator 389, ergibt sich eine Erklärung für vier verschiedene R-Typen. Bei der genauen Betrachtung fällt auf, dass die zusammenhängenden Zettel zwei unterschiedliche R-Typen abbilden. Bei einem entsprechenden Mangel (1946) an gleichen Lettern ergibt sich hieraus eine Erklärung. Der Postbeamtin sei Dank für eine unsaubere Trennung.

Der Overmann Katalog steckt voller nützlicher Hinweise.

Einschreibezettel Typ 72142, auszugsweise aus dem Katalog zitiert:

  • Gebrauchszeit 1946/7
  • Druckerei und Bogengröße unbekannt.
  • Wegen Lettermangel wurden für den Buchstaben „R“ vier verschiedene Typen verwendet.
  • Ohne Numeratorzahlen, diese wurden handschriftlich eingesetzt.
  • Druck ganz in rot, grauweißes festes Papier.
  • Senkrecht mitgedruckter sägezahnförmiger Durchstich in roter Farbe, waagerecht und an den Außenkanten des Bogens ungezähnte Verwendung bekannt.

Am Beispiel der folgenden Abbildungen lassen sich die vier unterschiedlichen „R“-Typen gut unterscheiden:

„R“ dünn:

nord

„R“ schmal:

hi-20

„R“ fett:

hi

„R“ Füße weit:

hi-5

Folgende Tabelle dokumentiert die bisher bekannten Orte, in denen die Amtsausgabe Hildesheim eingesetzt wurde. Die Eintragungen in fetter Schrift kennzeichnen Originalvorlagen, normale Schrift beschreibt Kopien, „lose“ ist der Hinweis auf lose R-Zettel ohne Beleg und Datum.

R dünn R schmal R fett R weit
Algermissen   23.3.46   16.4.46
Almstedt lose 24.7.46 lose
Borsum 8.5.46
Dingelbe 14.3.46
Dinklar 21.6.46
Emmerke   lose
Garbolzum 7.5.46 lose
Groß Düngen 4.5.46
Harbarnsen lose 7.1.47  
Harsum 26.8.46 24.6.46
Hasede 23.8.46 18.4.46
Hildesheim 1 27.7.46 6.4.46 24.4.46 4.3.46
Hildesheim 2 a   lose 5.4.46
Hildesheim 2 b*  28.3.46 xx.xx.46 26.3.46 7.3.46
Hildesheim 2 b** 11.4.46 5.3.46
Hildesheim 3 29.3.46 6.3.46 lose
Hildesheim 4 29.7.46  10.5.46
Himmelsthür   25.11.46
Holle  3.6.46    lose
Nettlingen 11.5.46 3.6.46  lose
Nordstemmen  9.7.46 25.4.46 27.5.46  
Rautenberg  23.xx.4x  8.7.47
Sehlem 1.11.46
Sibbesse  24.6.xx  21.6.46

Bis heute sind 24 Postämter mit verschiedenen R-Typen dokumentiert.

Zur Zeit frühestes belegtes Datum bei lesbaren Poststempeln:

25.2.46 (Hildesheim 2 a), bisher spätestes Datum: 8.7.47 (Rautenberg).

xx im Datumsfeld bedeutet, der Stempel ist nicht lesbar.

Bei Hildesheim 2 a und b gibt es eine Auffälligkeit:

  • Hildesheim 2 a* und 2 b* – der Unterscheidungsbuchstabe befindet sich unter der 2, siehe Abbildung am Beispiel 2 b:

  • Hildesheim 2 b** – der Unterscheidungsbuchstabe b befindet sich unterhalb der 2 und nach rechts versetzt, siehe Abbildung:

Zusätze auf dem jeweiligen R-Zettel:

  • Almstedt + Rautenberg + Sibbesse mit Zusatz „Hannover“:

  • Borsum + Harsum + Hasede + Himmelsthür mit Zusatz „Krs. Hildesheim“:

  • Harbarnsen mit Zusatz „Krs Alfeld“ – ohne und mit Punkt hinter Krs:

  • Holle + Nettlingen mit Zusatz „Bez. Hannover“:

Die bisher bekannten Belege stammen überwiegend aus dem Jahr 1946, einzelne Belege auch aus dem Jahr 1947.

Offene Fragen:

  • Ist der Einsatz dieser Einschreibezettel in einem Amtsblatt angekündigt worden?
  • War die Buchdruckerei Olms aus Hildesheim die Druckerei für diese Einschreibezettel?
  • Gibt es diesen R-Zettel Typ auch aus: Groß Giesen, Ahrbergen, Groß Förste, Hönnersum, Adlum, Hüddessum, Machtsum, Hackenstedt, Heersum, Derneburg, Sottrum, Grasdorf, Silium, Oedelum, Ottbergen, Bettmar, Kemme, Groß Himstedt, Bettrum oder anderer Orte?

Stand der Auflistung: 28. Februar 2019

Quellen und Literaturhinweise:

  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
  • Hibria 03, Katalog zur Briefmarkenausstellung Hildesheimer Briefmarkensammler-Verein von 1913 e.V., 14./15. Juni 2003, Hildesheim
  • AM Post Bundesarbeitsgemeinschaft, Rundbrief 90/2009
  • Arge R-und V-Zettel, Rundbrief 158/2009
  • Festschrift 125 Jahre Briefmarkenclub Hannover von 1886 e.v., 2011

Ich danke Herrn Dr. W. Dilg  für die Bereitstellung des in das Thema einführenden Briefes. Und für die zahlreichen Kopien und Informationen geht mein Dank an: Ulrich Hentschel, Gerhard Koelbel, Hans-Henning Mücke, Rolf Neckermann, Wolfgang Renz, Dr. Friedrich W. Schembra, Oskar Schwarz, Hans-Joachim Schirrmacher, Jürgen Spilker, Armin Weiß.

Orte, zur Bearbeitung

  • Alversdorf (1973), Alt-Büddenstedt (1947), Runstedt (1968), Trendelbusch (Ende 50er), Wulfersdorf (1944) abgebaggerter Ortschaften Helmstedter Braunkohlerevier
  • Amt Neuhaus / Neuhaus, Elbe, Dellien, Stapel, Tripkau (bis zum 29. Juni 1993 zu MV Lk. Hagenow)
  • Bemerode
  • Braunschweig: Messe, Sonderpostamt AKZ, Flughafen?
  • Emden, Außenhafen
  • Hermann Göring Stadt
  • Hildesheim: Kreisturnfest
  • Osnabrück Leistungsschau
  • Stadt des KdF-Wagens

Zum 1. Mal hier?

Sammler sind glückliche Menschen!

Dieses angebliches Zitat von Goethe erklärt eine der faszinierenden Seiten dieser Freizeitbeschäftigung.

Dieser Internetauftritt wird regelmäßig erweitert und enthält vereinzelt auch Themen und Stichworte, die noch bearbeitet werden sollen.

Ziel ist es, von einem umfangreichen Sammelgebiet die interessanten, wichtigen und weniger wichtigen R-Belege und R-Zettel vorzustellen und auf diesem Wege philatelistisch Interessierte zu inspirieren. Einschreiben, als besondere Form des Brief- und Kartenversandes, können unterschiedlich gesammelt werden. Kontinente, Länder, Regionen, Heimat, Portostufen, Typen, Zeiträume, Setzfehler, Zusätze – für alle Themen bietet die Literatur und das weltweiten Netz Recherche- und Forschungsmöglichkeiten.

Einführung in das Sammelgebiet:

Die Sammlung Einschreiben aus Niedersachsen umfasst dieses philatelistische Sammelgebiet mit dem Beginn von Einschreibezetteln im Deutschen Reich 1875 und endet mit der Einführung des Premium Briefes, der Label, am 1.7.1997 durch die Deutsche Post AG.

Das Sammelgebiet begrenzt sich auf das heutige Bundesland Niedersachsen. Sie gliedert sich als eine Heimatsammlung mit den heute bestehenden Landkreisen und kreisfreien Städten. So ist die Vielfalt der unterschiedlichen Einschreibezettel aus über 120 Jahren in einer Sortierung nach Städten, Gemeinden, Orten und Ortsteilen dokumentiert.

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Niedersachsen nach Landkreisen und kreisfreien Städten dargestellt. Der in der Zwischenzeit aufgelöste Landkreis Osterode ist noch mit eingezeichnet.

Quelle: www.niedersachsen.de

Die Sammlung besteht aus Belegen und losen Einschreibezetteln. Im Fokus steht die Zusatzleistung Einschreiben und nicht die Freimachung durch Briefmarken. Die Abbildungen beinhalten zur besseren Erkenntnis auch bereitgestellte, gekennzeichnete, Scans von Sammlerfreunden. Danke!

Technische Hinweise und Anmerkungen zur elektronischen Literatur zum besseren Verständnis:

Die Idee dieser virtuellen Sammlung ist die Geschichte hinter dem R-Zettel oder der Geschichte zu einem Beleg. Immer mit dem Bezug zu Niedersachsen.

  • Welche Firma oder welcher Mensch verbirgt sich hinter dem Selbstbucher R-Zettel?
  • Welche Firma hat diesen Zettel-Typ produziert und in welchem Ort?
  • In welchem geschichtlichen und politischen Kontext steht der Beleg, beispielhaft bei einer Gebietsreform oder bei einem Wechsel des Bundeslandes?
  • Welche Geschichte versteckt sich hinter einem Einschreiben?
  • Welche Spuren entdeckt der Sammler bei Einschreiben?

„Der Autor ist Spurensicherer der Geschichte und Geschichten“. Zitat eines unbekannten Sammlers

Die Homepage hat das Ziel, Werbung für dieses Spezialgebiet der Philatelie zu machen. Und sie ermöglicht den Austausch über Vereinsstrukturen und Grenzen hinweg. Mit dieser Form wird der langjährige Weg beschritten, Stück für Stück die Sammlungsaspekte zu dokumentieren.

Übergeordnetes Ziel zum Abschluss dieser Leidenschaft ist die Herausgabe eines Buches zum gleichen Thema. Die Dokumentation wächst, weil die Forschung und die Recherche einen immer umfangreicheren Blick in postgeschichtliche und politische Zusammenhänge ermöglicht.

Sie können die Seiten über einen PC, ein Tablet oder über ein Smartphone aufrufen und lesen. Sollten Sie Bilder am PC vergrößern wollen, benutzen Sie bitte auf Ihrer Tastatur „Strg“ und „+“ (zurück mit „Strg“ und „-„). Vergrößerungen auf dem Tablet oder Smartphone Bild mit zwei Fingern auseinanderziehen.

Die Navigation ist möglich über die Kategorien (neumodisch für Inhaltsverzeichnis) und die Suche Funktion. Die Website Aktivitäten oder Updates sind im Wachstum des monatlichen Archivs zu erkennen. Die Homepage sichert jede Änderung mit Zeitstempel (in einer internen Ansicht).

„Wer Rechtschreibfähler findet, darf sie behalten.“ Alte Forenweisheit….oder dem Verfasser schreiben (Kontakt).

Danke!

Hannover Messe Transit Camp Bothfeld

Messe Transit Camp Bothfeld

Dieser Beitrag baut auf einen sehr ausführlichen Artikel von Herrn Dittmar Wilden im Rundbrief 24/2006 der Arbeitsgemeinschaft Alliierter Kontrollrat auf.

Im Amtsblatt, der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes Nummer 25 vom 14. Mai 1948 werden unter Nr. 1053/1948 drei Sonderpostämter angekündigt:

Neben einem Sonderpostamt in Bad Sachsa, das in diesem Beitrag keine Verwendung findet, werden zwei Sonderpostämter in Hannover angekündigt. Die Deutsche Messe- und Ausstellungs A.G. beantragt ein Sonderpostamt als Zweigpostamt des Postamtes Hannover 1 auf dem Ausstellungsgelände in Laatzen. Vom 15. Mai 1948 bis zum 16. Juni 1948 kommt hier ein Sonderstempel „(20a) Hannoversche Export-Messe 22.5. bis 6.6.1948 und bildliche Darstellung eines Merkurkopfes“ zum Einsatz.

Die Hannover Messe startete nach dem Zweiten Weltkrieg wenig glamourös. Zum zweiten Mal eröffnete die Export-Messe nach 1947 ihre Tore. Nachdem im ersten Jahr überwiegend deutsche Besucher zu den Gästen gehörten, sollte 1948 auch internationales Publikum zur Messe kommen. Im Gegensatz zu heute mangelte es an Übernachtungskapazitäten. Daher wurde für ca. 1000 Gäste in Kasernen auf dem ehemaligen Wehrmachts-Gelände im Hannoverschen Stadtteil Bothfeld Quartier geschaffen.

Ein paar Kilometer von dem Ausstellungsgelände in Laatzen entfernt wird ein weiteres Sonderpostamt auf diesem Kasernengelände eingerichtet:

Hannover, Transit Camp Bothfeld; Zweigpostamt Postamt Hannover 1

Anlass: Export-Messe Hannover 1948

Veranstalter:  Control Commission for Germany, Local Administration Unit Transit Camp Dillblock (Erklärung: Die Control Commission for Germany war die Militärregierung der britischen Besatzungszone im besetzten Deutschland von 1945 bis 1949.)

Dauer: 20. Mai bis 9. Juni 1948

Aufgabenkreis: Wahrnehmung aller Postdienstzweige, jedoch keine Zustellung; Annahme von Telegrammen; Vermittlung von Ferngesprächen; Gefälligkeitsstempelungen

Inschrift des Sonderstempels und bildliche Darstellung:  (20a) Hannoversche Export-Messe 22.5.-6.6.1948 und bildliche Darstellung eines Merkurkopfes.

bothfeld

Brief vom 31.5.48 vom Sonderpostamt Messe Transit Camp Bothfeld nach Westerfeld, R-Zettel 20 a Hannover 1 überstempelt, Unterscheidungsbuchstabe „f“, Numerator 159.

both

R-Zettel 20 a Hannover 1 überstempelt mit Messe Transit Camp Bothfeld, Unterscheidungsbuchstabe f, Numerator 169.

Die R-Zettel der ersten Ausgabe für die britische Besatzungszone wurden in Bögen zu 20 Stück hergestellt. Hierbei kamen zwei verschiedene gleichgroße Lettern für das R zum Einsatz, die im Overmann Katalog als Typen 7221 und 7222 erfasst wurden.

Der Unterschied ist der rechte Fuß des Buchstaben R, Typ 7223 linke Abbildung, Typ 7224, rechts, mit geschwungenem Fuß.

Durch Kenntnis der Herstellung ist klar, dass beide R-Zettel Typen zum Einsatz gekommen sind.

Numerator Typ Datum
Nicht lesbar ? 24.5.48
031 7223 24.5.48
035 7223 24.5.48
050 7224 25.5.48
071 7223 26.5.48
072 7223 25.5.48
073 7223 26.5.48
091 7223 27.5.48
106 7223 28.5.48
129 7223 30.5.48
159 7223 31.5.48
169 7223 31.5.48
171 7223 31.5.48
180 7224 31.5.48
197 7223 31.5.48
285 7223 3.6.48
311 7223 5.6.48
326 7223 6.6.48

Bisher sind 18 Belege durch Original, Auktionslose, Ausstellungen oder Kopien dem Autor bekannt. Sie sind herzlich eingeladen weitere Belege vorzulegen.

 

Das Postamt Messe-Transit Camp Bothfeld wurde bereits zwei Tage früher als angekündigt am 7.6.48 aufgelöst:

 bothfeld

Telegramm Deutsche Post, Auflösung des Messe Postamt Transit-Camp Bothfeld. Aus Ausstellungskatalog Habria ´86, 100 Jahre Briefmarken-Club Hannover.

Dieser Artikel vernachlässigt alle Besonderheiten der damaligen Zeit, u.a. die Briefmarkenemission anlässlich der Messe am 22.5.48 und die Währungsreform am 21. Juni 48. Er beschränkt sich auf die R-Zettel des Sonderpostamtes in Bothfeld.

Nach Berechnungen von Herrn Dittmar Wilden kann es 380 Einschreiben von diesem Sonderpostamt gegeben haben.

Stand: 18.7.2017

Ergänzungen:

  • Transit Camp = Durchgangslager
  • Camp = Lager oder Massenquartier, militärisch = das Heerlager

Literatur:

  • Amtsblatt der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes Nummer 25 vom 14. Mai 1948, Seiten 69 und 71, Ausgabe A
  • Katalog der Deutschen und verwandten R- und + V-Zettelformen, Herausgegeben von der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft R-Zettel und R-Stempel, 2. Auflage Oktober 1966, umgangssprachlich Overmann-Katalog.
  • Habria ´86, 100 Jahre Briefmarken-Club Hannover, Katalog S. 163
  • Hanphila 87, Briefmarkenausstellung zum 40jährigen Bestehen der Hannover-Messe, 1. bis 8. April 1987, Katalog
  • Dietmar Wilden, Mühlingen in Arbeitsgemeinschaft Alliierter Kontrollrat 1946/48 e.V., Rundbrief 24/ 2006, Seiten 1549-1556
  • und freundlicher Unterstützung von Herrn Ehlen, Herrn Kruse, Herrn Dr. Noll und Herrn Rolke

 

R-Zettel in der DDR für die Beschreibung Amt Neuhaus

Die Formen der R-Zettel in der SBZ und in der DDR

Aufbrauch Reichsausgabe

RZ mit Formnummern für Bestellungen / Formblattbezeichnungen C 35

 

OPD Schwerin

Die Ausgabe (Blanko) wurde in Bögen gedruckt, die Zähnung ist allgemein schlecht. Es sind bisher wenige RZ bekannt geworden.

(Mit Kreis für handschriftlichem Eintrag der Postleitgebietszahl)

 

RZ Ausgaben der Staatsdruckerei (West-Berlin)

Noch im Jahr 1946 wurde die zweite Auflage in Schalterbögen zu 50 Stück gedruckt. Mit und ohne Postleitzahlkreis hergestellte Blanko RZ mit dem Einheits-R aus Pergaminpapier.

 

Die RZ Ausgaben bis 1956

Die Staatsdruckerei lag im westlichen Teil von Berlin und ihre Arbeiten mussten nach der Währungsreform in DM bezahlt werden. Das war nicht machbar, deshalb mussten für Ost-Berlin und die DDR eigene RZ gedruckt werden. Diese Aufgabe übernahm die Firma VEB Kassenblock in Berlin-Pankow.

 

Ab 1951 kamen neue RZ mit dem Zudruck C 35 zur Anwendung.

Kein Zudruck der Postleitzahl mehr.

Numerator fünfstellig.

 

Ab März 1956 wurden in der DDR neue RZ gedruckt.

Die RZ sind oben und unten mit je sechs Rauten eingefasst, gedruckt sind neben der Postamtbezeichnung und Briefnummer (Numerator), noch ein Amtskennzeichen.

Der Buchstabe bezeichnet den Bezirk und die Zahl, die der betreffenden Postanstalt, die laufende Nummer ist dem Paketaufkommen entnommen. Z.B. Schwerin Sch 1-68

 

RZ mit vorläufiger Postleitzahl, Pergaminpapier, sieben Rauten

 

RZ  mit Postleitzahleneindruck

Verfügung 122 vom 25.7.64, mit Wirkung 1.10.64, vierstelliger Numerator, Pergaminpapier

 

Von 1970 bis 1975 firmierte die Druckerei als Vordruckleitverlag Berlin, von 1976 bis 1980 wurden die RZ im VEB Datendruck Leipzig gedruckt.

Zum 1.1.81 wurde der VEB Datendruck umbenannt in VEB Formular- und Spezialdruck Leipzig, aktiv bis 1990.

 

Ab Herbst 1983 wurde auf Empfehlung des Weltpostvereins die einheitliche Gestaltung der RZ auf Linienumrandung (statt Raute) und auf neue R – Letter umgestellt.